Seite 28 von 147 ErsteErste ... 1826272829303878128 ... LetzteLetzte
Ergebnis 271 bis 280 von 1464

Schuften für Hungerlöhne

Erstellt von Sammy33, 27.02.2007, 09:35 Uhr · 1.463 Antworten · 80.066 Aufrufe

  1. #271
    Avatar von Sammy33

    Registriert seit
    02.09.2002
    Beiträge
    893

    Re: Schuften für Hungerlöhne

    Belastungen eines Bundesbürgers:

    Quelle:
    http://www.wdr-forum.de

    * den mietpreisen,
    * höchstlasten an mietnebenkosten
    * aufwänden für jede menge an versicherungen gegen hunz und kunz,
    * pflichtversicherungen mit überhöhten prämien,
    * sonderabgaben für umwelt und wiedervereinigung,
    * höchten kosten für wasserver- und entsorgung, müllabfuhr,
    * höchsten kosten für energieversorgung,
    * überhöhten preisen für treibstoffe,
    * höchstpreise für verkehrsmittel,
    * gebühren für jeden furz und anlaß,
    * höchstpreise für dienstleistungen und handwerk

    ....um mal die wichtigsten zu nennen. wer also das alles mit dem ausland vergleicht versteht, das wir mit der schweiz und schweden an der spitze der lasten weltweit stehen und deshalb einfach gezwungen sind das dafür nötige einkommen zu erzielen, das natürlich noch den zuschlag für die konsumnachfrage enthalten muß.

    wer diese tatsachen bei der debatte über mindestlohn, bzw. entlohnung bei uns ignoriert, und uns mit ländern vergleicht die diese voraussetzungen nicht haben, kommt nie auf eine gesunde beurteilung unserer notwendigkeiten.

    Sammy

  2.  
    Anzeige
  3. #272
    Avatar von Micha

    Registriert seit
    28.01.2003
    Beiträge
    15.938

    Re: Schuften für Hungerlöhne

    Zitat Zitat von Nokgeo",p="471523
    In Spanien gibt es in der Regel weder Umschulungen noch sonstige Hilfen. Wenn man einen Job sucht, bleibt das einem selbst überlassen.
    Man bekommt im günstigsten Fall anderthalb Jahre Arbeitslosengeld, und wenn man sich sehr bemüht sogar noch ein Jahr Arbeitslosenhilfe.
    Der Vergleich wäre perfekt, wenn man im Gegenzug lesen könnte, was der Spanische Staat seinen Bürgen an Leistungen abknöpft ?! Sind dort die Lohnnebenkosten vergleichbar wie in Deutschland ? Bleibt den Menschen dort mehr oder weniger vom brutto verdienten Geld übrig ?

    Wenn man wie hier, nunmehr gezwungen werden soll, im Falle von Arbeitslosigkeit jeden unfair bezahlten Drecksjob anzunehmen, wozu braucht man dann noch eine teure (Zwangs-)Versicherung incl. der dazughörigen Verwaltung ??!

  4. #273
    Avatar von UweFFM

    Registriert seit
    06.08.2003
    Beiträge
    2.041

    Re: Schuften für Hungerlöhne

    Gewöhn dich dran.
    Die Krankenversicherung ringt meinem Arzt nichtmal mehr ein müdes Lächeln ab (ist für mich aber nicht billig). Von der Rentenversicherung glaubt kaum noch einer aus unserer Generation etwas abzubekommen - zahlen tust du trotzdem.
    Warum sollte das ausgerechnet bei der Arbeitslosenversicherung anders sein?
    "Leben ist Leiden", Deutschland ist so gesehen auf dem richtigen buddhistischen Weg - weg mit den materiellen Begierden.
    Nur die Politiker kommen nicht ins Nirwana, die Armen.

  5. #274
    Auntarman2
    Avatar von Auntarman2

    Re: Schuften für Hungerlöhne

    Zitat Zitat von UweFFM",p="471540
    Warum sollte das ausgerechnet bei der Arbeitslosenversicherung anders sein?
    Wenn man sich z.B. selbständig macht, ist die gesamte vorher eingezahlte Kohle weg, da man keine Ansprüche mehr hat. Ist auch nicht wirklich "fair"...

    Edit: Aber anscheinend geht es ja wieder aufwärts...

    HB

  6. #275
    Avatar von Nokhu

    Registriert seit
    09.06.2002
    Beiträge
    8.024

    Re: Schuften für Hungerlöhne

    Steuern sprudeln wie nie, die Wirtschaft boomt.
    Dann gibt´s ja bald Lohnerhöhung.... ;-D

    Ob mein Chef das auch weiss. Eher nicht!!

  7. #276
    Avatar von Nokhu

    Registriert seit
    09.06.2002
    Beiträge
    8.024

    Re: Schuften für Hungerlöhne

    Und dieser Herr hats auch schwer.

    Eiszeit zwischen Helmut Kohl und Angela Merkel: Die Kanzlerin will sich nicht dafür einsetzen, dass ihr Vorgänger den Nobelpreis bekommt - und trifft ihn damit ins Mark. "Das ist an Schäbigkeit nicht zu überbieten", sagt der 77-Jährige.
    Quelle

    Ganz schön schäbig, in der Tat. ;-D Hat ja auch immer nur für´n Hungerlohn geknechtet.

    Aber den Nobelpreis? Für was bitte??

  8. #277
    Avatar von wingman

    Registriert seit
    30.11.2004
    Beiträge
    14.074

    Re: Schuften für Hungerlöhne

    Ich sage hier lieber nicht was Birne verdient hätte, sonst sperrt man mich hier noch..........und A.Merker wählte schon immer den Weg zum Erfolg .

  9. #278
    Avatar von Nokgeo

    Registriert seit
    18.01.2001
    Beiträge
    11.373

    Re: Schuften für Hungerlöhne

    Zitat Micha, # 272:
    " Der Vergleich wäre perfekt, wenn man im Gegenzug lesen könnte, was der Spanische Staat seinen Bürgen an Leistungen abknöpft ?! Sind dort die Lohnnebenkosten vergleichbar wie in Deutschland ? Bleibt den Menschen dort mehr oder weniger vom brutto verdienten Geld übrig ? "
    ----------

    Bin kein studierter a_ la BWL Studium..
    Bin ne null 8 _15 Type.

    Hatte den Link eingestellt, weil mich das verblüfft hatte,
    inwieweit in Spanien eine Sozialkomponenete, seitens Staat, bereitgestellt wird.

    Das im Vergleich zur BRD !

    Bin selbst mit einem, evtl. sogar dem grössten Konzern Deutschlands, sicher früher mal riesig ( rosa Riese ).., grossgeworden. Lehre..bis Ausstieg, sprich Auflösungsvertrag.

    Damals deutsche Bundespost Telecom ( öffentl. Dienst ) jetzt T - Com und den diversen zwischenztl. Ablegern.

    Facharbeiter gemacht,über die Deutsche Bundespost, heisst Gesellenbrief, eigentlich nicht anerkannt von der Industrie, da nicht über die IHK abgenommen..


    Unkündbar, nach dem 40 Lebensjahr, mit ? mindestens 15 Dienstjahren ..Für mich damals zutreffend.

    1999 mich dann aus dem Berufsleben verabschiedet.
    War für mich ein Kampf über 2 Jahre, den angebotenen Vertrag zu unterzeichnen..emotional schwer zu entscheiden..

    Ätzend wenn einem bewusst wird, wie von einer Hierachie Ebene auf die andere
    getreten wird. Amtsvorsteher- Stellenvorsteher- Abteilungdleiter- Arbeiter..

    Kollegen die jetzt aussteigen wollen aus dem " Verein " bekommen ca. das 3 fache an Abfindung, wie ich, als Anreiz..ja die Zeiten ändern sich..

    Warum ich das damals gemacht hatte, zu unterschreiben, hatte zig Gründe.

    Nach ca. 20 Jahren im Innendiest, sprich Werkstattbereich, wurde die Werkstatt in meiner Stadt dicht gemacht und nach Westdeutschland zentral verlagert..

    Da wo wir damals, also meine Kollegen und ich arbeiteten, war das nicht mehr effectiv genug mit der Arbeit für den Konzern. Refa Fachleute liefen durch die
    Werkstätten und alles wurde zeitmässig kontrolliert, selbst der Toilettengang.

    Stichwort:
    Productivität
    Lohnstückkosten
    Mietkosten des Grundstücks
    Personalkosten allgemein..mal als Oberbegriff.


    Next Step in meinem Werdegang war der Aussendienst. War ja unkündbar.

    Zu den Kunden fahren, als Servicetechniker oder auf gut deutsch Entstörer, also Kunden, die Probleme haben, eine Störung ihres Anschlusses meldeten..war dann das tägliche Brot.

    Nach dem langjährigen Aufenthalt im Innenendienst, wars mir nun möglich zu erleben, wie sich die WELT draussen abspielte..

    Heisst alles wo gefahren wird, zu erleben..plus die privaten Einblicke bei den Kunden und ihren Problemen.

    Wunsch auf Versetzung in andere Bezirke der Stadt, wo kein Weg zum Kunden führte über.. Vorderhaus - Seitenflügel - links - rechts- Hinterhaus..Stockwerk x bis ?
    und das endlich mal jede Mietertür auch ein korrectes Namensschild hat..ja für den Wunsch gabs keine Alternative..

    Bei den Kundenfahrten gabs oft die Verwunderung..wieviele Leute so in Urlaub sind..heisst die Strassen waren voll von Leuten..dann irgendwann mal selbst mitbekommen, dass viele garnicht arbeiten, sondern " dauerurlauben ".

    Aus zig Mosaikpuzzeln, Rentenangst, Sozialabgaben,Steuern, unsicherer Arbeitsplatz, Winterkälte, Unlust, usw...
    ..Telecom will nun wiedermal actuell zig tausende Jobs " auslagern " ,
    kam bei mir damals der Entschluss, den Auflösungs / Aufhebungsvertrag zu unterschreiben.

    Evtl. ein Burn out Syndrom..

    Den Begriff, und was das überhaupt bedeutet, kannte ich damals nicht.

    Mein Entschluss stand fest..nicht mehr zu arbeiten, nix mehr ins System einzuzahlen.

    Im Nachhinein ein Fehler. Der Weg über eine dauernde Dienstunfähigkeit,
    wäre kohlemässig schlau gewesen. Abdrehen, psychisch..z.B.
    Evtl. ja nur was für Hardliner..

    Deutschland wird kaputtgehen.
    Was mich schon 1999 angekotzt hatte, das Multikulti hier in D. mit durchgefüttert wird, nur ein kleines Steinchen in meinem persönlischem Mosaic.

    China wird alles toppen..jede Wette.
    Macht mal einen Gang durch die Unterhaltungselectronic. Schaut auf die Rückseite der Geräte.

    Stichwot Frisör, dazu gabs schonmal hier im Forum was..
    hohe Mieten..Konkurenz, Standart, wer steckt hinter den 10 Euro Haircuttern..

    China Maffia? irgendeine Art von Geldwäsche ?

    Wie tief / hoch ist der Stundenlohn einer Frisörs / Servicekraft für Haareschneiden, wenn der Haarschnitt dort 10 Euro kostet ? Evtl. in hochpreisig angemieteten Geschäfträumen..

    Bei meinem Frisör, deutsch, zahl ich 23 Euro für meinen Schnitt. Arbeitsaufwand bei mir sind ca. 40 - 50 Min. incl. Haarwäsche..

    Ganze Strassen werden plattgemacht in Berlin..durch MIETERHÖHUNGEN.

    Nach den Alten schauen..sprich Dienstleistung an Opa und Oma hat in D, eine
    Perspektive. Die Preisspirale dreht sich nun auch dort weiter nach oben..
    und irgendwann hat ein Job in der Branche auch keine Perspective mehr..

    ..evtl. werden Deutschlands Alte ja nach Indien " ausgelagert ".

    Hätte ich ein BWL Studium absolviert, könnte ich sicher
    umfangreicher schreiben.


    Ps.;
    Hatte dir Wingman, ja schon mal früher, evtl. nicht soo detaliert was geschrieben.

  10. #279
    Avatar von songthaeo

    Registriert seit
    04.06.2006
    Beiträge
    1.965

    Re: Schuften für Hungerlöhne

    wie Bundesregierungsmaessig auch umgegangen wird kann man dieser Meldung entnehmen:
    "heute im Bundestag Nr. 099 - Pressedienst des Deutschen Bundestages
    Mo, 16. April 2007 Redaktionsschluss: 15:00 Uhr"
    "1. BA rechnet Schaden wegen unzulänglicher Software nicht weiter nach
    Arbeit und Soziales/Antwort
    Berlin: (hib/MPI) Die Schadenshöhe aufgrund der Unzulänglichkeiten der Arbeitslosengeld-II-Software A2LL wird von der Bundesagentur für Arbeit (BA) nicht konkret beziffert. Die BA habe gegenüber dem Softwareanbieter T-Systems wegen der Mängel Schadenersatzansprüche in Höhe von 28 Millionen Euro geltend gemacht, schreibt die Regierung in ihrer Antwort (16/4938) auf eine Kleine Anfrage der Fraktion Die Linke (16/4679). Damit sei der vertraglich auf 5 Millionen Euro begrenzte Schadensersatzanspruch bereits voll ausgeschöpft gewesen. "Vor diesem Hintergrund hat die BA davon abgesehen, weitere Berechnungen zur Bezifferung der Schadenshöhe durchzuführen", fügt die Regierung hinzu. Weiter heißt es, T-Systems habe im Rahmen einer Änderungsvereinbarung der BA einen Nachlass auf den ursprünglichen Festpreis in Höhe von 5 Millionen Euro gewährt. Dieser werde "vollumfänglich auf die vertragliche Haftungshöchstsumme angerechnet".

    Als "nicht nachvollziehbar" bezeichnet die Regierung die Einschätzung des schleswig-holsteinischen Landkreistages, wonach der jährliche Schaden wegen der Softwaremängel in den Arbeitsverwaltungen bei rund 230 Millionen Euro liegt. Diese Angabe beruhe lediglich auf den Aussagen verschiedener der für das Arbeitslosengeld II zuständigen Arbeitsgemeinschaften (ARGEn) aus Arbeitsagenturen und Kommunen. Die ARGEn würden einen Verwaltungsmehraufwand von pauschal 15 Prozent der verfügbaren Beraterzeit nennen. Hierin sei jedoch auch der Mehraufwand enthalten, der etwa bei der Erläuterung von Leistungsbescheiden anfalle und nicht mit dem Einsatz von A2LL "in unmittelbarem Zusammenhang" stehe."

  11. #280
    Avatar von wingman

    Registriert seit
    30.11.2004
    Beiträge
    14.074

    Re: Schuften für Hungerlöhne

    @nokgeo,
    ich erinnere mich sehr daran. Auch ich habe einen Fehler begangen der zieht sich seit Jahren durch mein Arbeitsleben.
    1976 habe ich bei VW in Wolfsburg gekündigt, weil mich der Job im Rohbau angekotzt hat.
    Ich nahm die Abfindung mit, bezahlte alle meine Schulden und ging nach Waiblingen bei Stuttgart. Zuerst bei Mahle in Fellbach, später bei Stihl in Winnenden Motorsägen gebaut. Der Job bei Stihl war gut. Ein Jahr später fand ich einen sehr guten Job bei einer Firma die Oldtimer aufgearbeitet hat auf Kundenwunsch.
    Hier habe ich sehr viel gelernt, Spachteln war unerwünscht. Ich lernte Metall so zu formen das Beulen ohne Spachteln verschwanden. Alte Motoren von Grund auf zu überholen. Motoren die durch den Zahn der zeit festgestanden waren. Mein bester Job in dem ich unsagbar viel gelernt habe. Umgang mit Edelholzfurnieren.
    Mein erstes Projekt war damal ein D-Rad aus dem zweiten Weltkrieg zu restaurieren.
    Leider ging diese Firma in Konkurs. Der interessanteste Job den ich je hatte. hat aber mit dem eigentlichen KFZ Mechaniker nichts zu tun, hier ging es nicht unbedingt um die schnellste Zeit.
    Trotzdem wäre ich bei VW geblieben, bestimmt wäre ich heute irgendwo in der FE Abteilung und unkündbar mit einem recht guten Gehalt. Hätte meine Frau schon lange hier, zumindest für 3 Monate.
    Manche Entscheidungen zeigen die Auswirkungen erst später.
    Andererseits habe ich unsagbar viel für mich selbst erlernen können.
    Britische und US Motoren und Getriebe aus Oldies kann ich noch immer zerlegen und reparieren.
    Interessant war einmal die Restaurierung eines alten Willys Jeep von 1942. Karosse total verrostet, Motor fest durch Wassereinwirkung. Eine echte Herausforderung. Nach ca. 12 Wochen lief er wieder bestens. Die Kosten waren allerdingst enorm hoch.

    Für 3 Euro die Stunde zieht ein guter Schrauber nicht mal das Deckbett zur Seite :-).