Seite 2 von 3 ErsteErste 123 LetzteLetzte
Ergebnis 11 bis 20 von 22

Schmerzensgeld

Erstellt von Tschaang-Frank, 11.03.2005, 08:21 Uhr · 21 Antworten · 2.043 Aufrufe

  1. #11
    Avatar von DisainaM

    Registriert seit
    15.11.2000
    Beiträge
    26.816

    Re: Schmerzensgeld

    Zitat Zitat von J.O.",p="222886
    mit progressiv steigenden Schmerzensgeldbetraegen zu tun, die teilweise bereits an die Pauschalentschaedigungen aus UK oder den USA erinnern. Darueber hinaus gibt es bei uns jedoch nicht nur Schmerzensgelder, sondern setzen sich Entschaedigungen bei erheblichen Personenschaeden aus einer ganzen Reihe von Positionen zusammen. Wuerde man diese Positionen zusammen nehmen, kaeme man relativ rasch zum Teil zu weit hoeheren Betraegen als diejenigen die im Normalfall im anglo/amerikanischen Rechtssystem fuer einen Geschaedigten uebrig bleiben.
    Gerade hier täuscht Du Dich, habe mich zwangsläufig mit der Materie in den letzten Wochen beschäftigt.
    Meine PKW + Fahrer Rechtsschutz mit den Vers.Bedingungen von 1979 sollte angepaßt werden;
    die aktuellen Deckungssummen im Schadenfall sind über die Jahre erhöht worden, doch bei einem direkten Vergleich stellte sich heraus,
    daß gerade im Schmerzensgeldbereich die Aufstockungen minimal sind.

    Insbesondere bei den Schadenpositionen Vermögensschaden, entgangener Gewinn sind die Chancen, diesen einzuklagen, in Deutschland sehr gering, da Gerichte meistens wegen fehlender Kausalitätskette den Anspruch ablehnen.
    Orginalton :
    (Der Kläger trägt vor, daß er wegen seiner Unfallerkrankung das Geschäft nicht abschliessen konnte, doch vertritt das Gericht die Auffassung, daß der Geschäftsabschluss auch ohne das Unfallereignis nicht gesichert gewesen wäre. Auch hat der Kläger nicht glaubhaft nachweisen können, daß er im Rahmen seiner Schadenminderungspflicht keinen Geschäftsvertreter hätte organisieren können.)

    In den USA werden die Pauschalentschaedigungen nicht derart hinterfragt, welchen entgangenen Gewinn der Kläger konkret beweisen kann,
    sondern der Nachweis der erlittenden Verletzung/Arbeitsunfähigkeit in Verbindung mit den Steuerunterlagen sind ausreichend.


    Zitat Zitat von J.O.",p="222886
    Sorry, aber auf den Rest Deiner Aeusserungen wie z.B.

    einzugehen waere nun wirklich Perlen vor die Saeue geschmissen. Ich weiss ja nicht wie Du darauf gekommen bist Dir so einen Bloedsinn zusammezureimen. Aber irgendeinen persoenlichen Anlass wird es wohl schon gegeben haben.

    Aber vielleicht ist es tatsaechlich nicht zum lachen. Eher laecherlich was Du hier behauptest.
    Als es um die Rechtssicherheit der deutschen Konzerne in den USA ging, wurden die Zahlungen für den Zwangsarbeitervergleich nicht ausschließlich von den betroffenden dt. Firmen, sondern zum überwiegenden Teil aus Steuergeldern bestritten, also Mitteln der Allgemeinheit.
    (an das Trauerspiel von Graf Lamsdorf nur kurz erinnern)

    Bei dem anschließenden Marktrun auf den US Markt, wurden IMO von dt. Versicherungskonzernen Kapitalvernichtung betrieben,
    indem man in der Gier nach Geschäftsabschlüssen es sich leistete, extreme Risiken zu versichern (Florida - Hurrican pp.),
    die zu einem finanziellen Debakel führten, und erst sehr spät korrigiert wurden.

    Nun zahlen sie in den USA mit dem in Deutschland gesparten Geld, Entschädigungsleistungen an Amerikaner, die so üppig berechnet sind, daß der Amerikaner davon ein sorgenfreies Leben führen kann.
    Mag das Ende etwas polemisch sein, so vertrete ich nach wie vor die Auffassung,
    daß dt. Versicherungskonzerne in den USA zulange unvertretbar hohe Versicherungsrisiken abgeschlossen haben,
    und dabei eine Vernichtung von Kapital vorgenommen haben,
    welches sie zuvor in Deutschland über Jahrzehnte durch die dt. Versichertengemeinschaft erwirtschaftet haben.

    Abgesehen von der abstrakten Behandlung des Themas,
    sind Deine persönlichen Anmerkungen;
    Perlen vor die Saeue
    Bloedsinn
    laecherlich was Du hier behauptest
    aus meiner Sicht befremdend.

  2.  
    Anzeige
  3. #12
    Avatar von J.O.

    Registriert seit
    04.11.2004
    Beiträge
    1.191

    Re: Schmerzensgeld

    @ DisainaM

    Und um ganz offen zu sein, da taeusche ich mich nicht geringsten. Ich bin seit gut 30 Jahren in diesem Geschaeft der Schadensregulierung taetig. Viele Jahre fuer die sogenannten Grossschaeden welche auch Du angesprochen hast und seit einigen Jahren im besonderen an leitender Stelle im internationalen Bereich taetig. Ich kenne die Materie der Schadenregulierung somit sehr genau.

    Einen Zusammenhang zwischen Rechtsschutzbedingungen, Deckungssummen und gerichtlich zugesprochenen oder ausssergerichtlich vereinbarten Schmerzensgeldsummen gibt es schlichtweg nicht im entferntesten. Genausowenig wie ein Beutel Kochreis bei Dir teurer wird, wenn ein Sack Reis in China platzt.

    Dass Schmerzensgelder nur marginal die letzten Jahre gestiegen waeren ist Bloedsinn. Unwahre Behauptungen werden nicht richtiger indem man diese wiederholt.

    Rein gar nichts mit Schmerzensgelder hat eine Entschaedigung von Vermoegensschaeden zu tun. Dass man eine Kausalitaet von einem behaupteten Verdienstausfall bei einem Unfall nachweisen muss, halte ich fuer eine voellig richtige Sache. Leider koennte ich Dir jede Menge an Urteilen zitieren, die das nicht mehr so sehen und damit Tuer und Tor einer weiteren Abzockerei geoeffnet haben. Der von Dir zitierte Uteilstext ist naemlich leider mehr die Ausnahme als die Regel. Von wann stammt denn eigentlich dieses Urteil? Ganz aehnlich verhaelt es sich mit der Schadenminderungspflicht die eigentlich nur jedem Abzocker ungelegen kommen kann. Doch auch leider diesbezueglich wurde dieses von deutschen Gerichten schon viel zu sehr aufgeweicht.


    Trotzdem. Der Unterschied zwischen anglo/amerikanischen Rechtssprechung und unserer roemisch gepraegten Rechtsauffassung in Kontinentaleuropa ist unter anderem in der Tat, dass auf der einen Seite der “pauschalen Entschaedigung” dem “individuellen Anspruch” auf Schadenersatz unterscheidet. Das pauschale anglo/amerikanische System fuehrt dazu, dass relativ unbedeutende Beschwerden vergleichsweise sehr hohe Entschaedigungen erzielen, gravierende Dauerfolgen jedoch unverhaeltnismaessig wenig. Z.B. ein ganz normales HWS (Hals-Wirbel-Schleudertrauma, meist nach Auffahrunfaellen) kostet hier im Durchschnitt rund € 8.000. Gleiches in Deutschland dagegen nur rund € 2.000 (uebrigens vor ein paar Jahren noch weniger als € 1.000, soviel zum Thema nicht steigender Schmerzensgeldbetraege). Der Unfalltod eines Familienvaters mit zwei kleinen Kindern in Deutschland rund € 3 Millionen, hier dagegen lediglich € 500.000. Jetzt frage ich Dich nochmals was vernuenftiger ist?

    Deine weitergehende Argumentation hat mit dem Thema rein gar nichts mehr zu tun. Denn die von Dir zitierte Entschaedigung von Zwangsarbeitern fehlt dazu jeglicher Bezug. Dass es anschliessend nach der Zwangsarbeiterentschaedigung einen Run von Versicherungskonzernen in die USA gegeben haette fehlt so jegliche Kenntnis der Gegebenheiten. Macht sich vielleicht gut an bestimmten Stammtischen so einen nicht vorhandenen Zusammenhang herzustellen, ist jedoch grundlegend falsch. Ganz im Gegenteil, doch auch der Rueckzug vieler europaeischer Versicherungskonzerne aus den USA hat nicht im geringsten auch nur am Rande mit den deutschen Zwangsarbeiterentschaedigungen zu tun. Vielmehr aufgrund des nicht mehr kalkulierbaren Fall-Rechts nach dem anglo/amerikanischen Rechtssystem und dauert daneben auch schon viele Jahre laenger. Richtig ist daneben auch, dass dieser Rueckzug durch finanzielle Probleme der meisten europaeischen Versicherern nach dem Boersenverfall verstaerkt wurde.

    Ich kann ja noch nachvollziehen, dass Du das mit Deinen Kenntnissen aus Deiner Sicht der Dinge alles so sehen willst. Unterstuetzt es doch in irgendeiner Weise Dein Weltbild. Doch sollte man dann doch wenigstens wissen, dass es ueberhaupt nur ganze zwei deutsche Versicherer (von rund 100) gibt die sich wesentlich in den USA engagierten bzw. noch engagieren. Alle anderen Konzerne sind naemlich in Wirklichkeit im wesentlichen aus der Schweiz, Frankreich, Holland und nicht zuletzt aus UK.

    Aber davon mal ganz abgesehen. Diese beiden deutsche Versicherer erwirtschafteten und erwirtschaften ihr Geld welches sie nun angeblich in unverantwortlicher Weise in den sorgenfreien Lebenswandel von ein paar Amerikaner nicht nur in Deutschland sondern sogar hauptsaechlich weltweit. Demzufolge brauchst Du Dir also wenig bis keine Sorgen machen dass Deine paar Euros fuer eine Rechtsschutzversicherung ploetzlich als Schmerzensgelder in den USA landen koennten.

  4. #13
    Avatar von Tschaang-Frank

    Registriert seit
    26.05.2004
    Beiträge
    4.213

    Re: Schmerzensgeld

    Da habe ich ja was angestellt
    Wollte nur einen lockeren Thread zum schmunzeln eroeffnen und nun bekommt ihr euch hier in die Haare :-(

  5. #14
    Avatar von J.O.

    Registriert seit
    04.11.2004
    Beiträge
    1.191

    Re: Schmerzensgeld

    Nein, nicht wirklich und was zumindest mich betrifft auch nicht ernsthaft. Aber wenn ich schon mal von irgendetwas ein bisschen Ahnung habe, dann muss es halt auch mal raus.

  6. #15
    Chonburi's Michael
    Avatar von Chonburi's Michael

    Re: Schmerzensgeld

    Der Thread hat fuer mich interessante Aspekte. Auch wenn er von Frank als "Schmunzelthread eroeffnet wurde, so kommen doch mal Fakten auf dem Tisch.

    Aber wie sieht es aus: Kann auch Schmerzensgeldklage in Thailand eingereicht werden, wenn ich eine tote Maus (von mir nicht gewuenscht oder geordert, in meinen Hamburger ist, und ich mir die Hose vollkotze oder einen Herzinfarkt erleide, und ueberlebe, aber nur mehr 50% meiner frueheren Leistung faehoig bin?

  7. #16
    Avatar von J.O.

    Registriert seit
    04.11.2004
    Beiträge
    1.191

    Re: Schmerzensgeld

    @ Michael

    Einreichen kann man ja fast alles. Nur kriegen????

  8. #17
    Chak2
    Avatar von Chak2

    Re: Schmerzensgeld

    Also zumindest die Winnebago-Geschichte ist eine Legende laut Snopes.com, die ihre Ursprünge in den 70er Jahren hat.
    Da diese frei erfunden ist halte ich den Rest auch nicht für glaubwürdiger.
    Das im einzelnen nachzuprüfen kann ja jemand anderes übernehmen.

  9. #18
    Avatar von DisainaM

    Registriert seit
    15.11.2000
    Beiträge
    26.816

    Re: Schmerzensgeld

    Zitat Zitat von J.O.",p="222997
    Und um ganz offen zu sein, da taeusche ich mich nicht geringsten. Ich bin seit gut 30 Jahren in diesem Geschaeft der Schadensregulierung taetig. Viele Jahre fuer die sogenannten Grossschaeden welche auch Du angesprochen hast und seit einigen Jahren im besonderen an leitender Stelle im internationalen Bereich taetig. Ich kenne die Materie der Schadenregulierung somit sehr genau.
    Welche Art von Grossschäden, Schiffsversicherungen, Industrieversicherungen, ... und von welcher Sparte, aus dem Bereich der Rückversicherung, oder habt ihr direkt mit dem Primär-Geschädigten zutun ?

    Bei normalen Versicherungen war der Aufbau früher wie folgt,
    bis 500 Euro konnte die Agentur Schäden regulieren,
    ab 500 bis 5.000 konnte eine Niederlassung Schäden regulieren,
    ab 5.000 war die Hauptniederlassung zuständig,

    und je nach Versicherungsgruppe, wurde diese Abteilung dann auch Abteilung für Grossschäden genannt.

    Der Zufall will es, daß ich selber als Betroffender mich mit der Materie ebenfalls auseinandersetzen mußte.

    Zitat Zitat von J.O.",p="222997

    Einen Zusammenhang zwischen Rechtsschutzbedingungen, Deckungssummen und gerichtlich zugesprochenen oder ausssergerichtlich vereinbarten Schmerzensgeldsummen gibt es schlichtweg nicht im entferntesten. Genausowenig wie ein Beutel Kochreis bei Dir teurer wird, wenn ein Sack Reis in China platzt.

    Dass Schmerzensgelder nur marginal die letzten Jahre gestiegen waeren ist Bloedsinn. Unwahre Behauptungen werden nicht richtiger indem man diese wiederholt.

    Rein gar nichts mit Schmerzensgelder hat eine Entschaedigung von Vermoegensschaeden zu tun.
    Der von Dir bestrittende Zusammenhang zwischen Rechtsschutzversicherungen - Deckungssummen und gerichtlich zugesprochenden Schmerzensgeldsummen besteht darin,
    daß jede Rechtsschutzversicherung ihren Kunden einen grundlegenden Deckungssummenbereich anbieten muß, um den Bedarf zu decken.
    Diese Deckungssummen orientieren sich am Prozesskostenrisiko,
    welche sich aus dem normalen Leben ergeben können,
    wie Pkw Unfall, Pkw Diebstahl und Personenschäden in der Pkw RS.

    Da sich über die Jahre die Eckdaten ändern,
    durchschn. Pkw-Werte, durchschn. Personenschäden,
    müssen die Versicherungssummen regelmäßig im Verhältnis der Veränderung angepasst werden.

    Deine Aussage :

    ein ganz normales HWS (Hals-Wirbel-Schleudertrauma, meist nach Auffahrunfaellen) kostet ...in Deutschland dagegen nur rund € 2.000 (uebrigens vor ein paar Jahren noch weniger als € 1.000, soviel zum Thema nicht steigender Schmerzensgeldbetraege).
    Jeder,

    der ein HWS in den 80 Jahren erlitten hat,
    weiß, daß der Schmerzensgeldanspruch durchschnittlich bei 3.000 DM;
    max. aber 4.000 DM lag.
    Bei einem HWS erhielt ich 1986 DM 3.000.

    Nach Deiner Aussage, beträgt der Schmerzensgeldanspruch heute rund 2.000 Euro, also 4.000 DM, was vor 20 Jahren ebenfalls möglich war (was im Übrigen meine Ansicht der minimal steigenden Schmerzengsgeldansprüche entspricht).

    Deine Aussage, daß vor einigen Jahren der HWS Anspruch bei 1.000 Euro oder 2.000 DM lag, kann ich in keiner weise bestätigen.

    Solltest Du in einem der berüchtigten Versicherungsunternehmen arbeiten,
    die für schlechte Regulierungsbereitschaft bekannt waren,
    mag es für Dein Unternehmen stimmen,
    daß ihr freiwillig nur 2.000 DM für ein HWS gezahlt habt,
    nur war das zum Glück nicht die Regel.

    Zitat Zitat von J.O.",p="222997
    Dass man eine Kausalitaet von einem behaupteten Verdienstausfall bei einem Unfall nachweisen muss, halte ich fuer eine voellig richtige Sache. Leider koennte ich Dir jede Menge an Urteilen zitieren, die das nicht mehr so sehen und damit Tuer und Tor einer weiteren Abzockerei geoeffnet haben. Der von Dir zitierte Uteilstext ist naemlich leider mehr die Ausnahme als die Regel. Von wann stammt denn eigentlich dieses Urteil? Ganz aehnlich verhaelt es sich mit der Schadenminderungspflicht die eigentlich nur jedem Abzocker ungelegen kommen kann. Doch auch leider diesbezueglich wurde dieses von deutschen Gerichten schon viel zu sehr aufgeweicht.
    Die Realität in der Schadenregulierung ist anders.
    Wer heute eine Versicherung verklagen muß, erlebt häufig folgenden Cartoon;

    die zuständige Kammer bei Gericht wird nach dem Anfangsbuchstaben der Beklagten bestimmt, sodas eine Versicherung wie Allianz mit Buchstaben A immer bei der selben Kammer hängt.

    Da die Versicherung sich meistens durch ihren Stamm-Rechtsanwalt vertreten läßt, ist dieser Anwalt im Schnitt alle 3 Tage in unterschiedlichen Streitigkeiten immer mit dem selben Kammer-richter zusammen.

    Über die Jahre hat sich schon etwas wie ein Vertrautheitsverhältnis zwischen Versicherungsanwalt und Kammer-richter aufgebaut.
    Wer die schwerfälligen Änderungen des Geschäftsverteilungsplanes bei Gericht kennt, weiß, das langfristig nichts dieses ´Wasser´ trübt.

    Zum Handwerkszeug des Versicherungsanwaltes gehört es, nach Möglichkeit eine sogenannte Beweislastumkehr zu erwirken,
    (vom prima facie Beweis weg zum Strengebeweis)
    was nur klappt, wenn der Kläger unglaubwürdig gemacht wird.
    Deshalb bestehen die Schriftsätze meistens aus reinen ´Schmutzkampangen´, da die Versicherung jeden Kläger als ´Abzocker´ umtauft.



    Zitat Zitat von J.O.",p="222997
    Denn die von Dir zitierte Entschaedigung von Zwangsarbeitern fehlt dazu jeglicher Bezug. Dass es anschliessend nach der Zwangsarbeiterentschaedigung einen Run von Versicherungskonzernen in die USA gegeben haette fehlt so jegliche Kenntnis der Gegebenheiten. Macht sich vielleicht gut an bestimmten Stammtischen so einen nicht vorhandenen Zusammenhang herzustellen, ist jedoch grundlegend falsch.
    Komisch nur, dass eben jenes Debakel mit den Florida-Verträgen nach der Zwangsarbeitereinigung einsetzte.

    Außerdem, Fakt ist und bleibt, - die Industrie und die betroffenden Unternehmen waren nicht bereit, die Entschädigung aus eigenen Mitteln zu leisten, hier wurde der Steuerzahler indirekt zum Zahler gemacht.

    Das die Rechtssicherheit für die dt. Industrie in den USA entscheident für manche Standortverlegung und Firmenaufkäufe waren,
    dürfte klar sein.

    Jeder weiß, daß die USA nie lange gefakelt haben, als sie im 2. Weltkrieg die US Patente von deutschen Medikamenten beschlagnahmten und ins US Vermögen überführten.

    Zitat Zitat von J.O.",p="222997
    Demzufolge brauchst Du Dir also wenig bis keine Sorgen machen dass Deine paar Euros fuer eine Rechtsschutzversicherung ploetzlich als Schmerzensgelder in den USA landen koennten.
    Bei der Kapitalvernichtung der dt. Vers.konzerne geht es primär um Vernichtung des Aktienwertes durch teure Unternehmenskäufe,
    denn die Pleiten im operativen Geschäft durch Fehleinschätzung etwa des Hurican-Risikos, nehmen sich demgegenüber vergleichsweise gering aus.
    Es würde jetzt den Rahmen sprengen, um die Mannheimer Pleite,
    Verlust der Werthaltigkeit der eingezahlten Lebensversicherungen, die jetzige Realisierung des Risikofonds der Vers.wirtschaft gegen Vers.pleiten nun im einzelnen hier aufzubördeln,
    um im einzelnen darzulegen, wie die Verbraucher durch die Entwicklung geschädigt werden.

    Gruß

    D_M,

    wahrscheinlich auch so ein Abzocker ;-D

  10. #19
    Avatar von DisainaM

    Registriert seit
    15.11.2000
    Beiträge
    26.816

    Re: Schmerzensgeld

    Zitat Zitat von Tschaang-Frank",p="223003
    Da habe ich ja was angestellt
    Wollte nur einen lockeren Thread zum schmunzeln eroeffnen und nun bekommt ihr euch hier in die Haare
    kein Problem

  11. #20
    UAL
    Avatar von UAL

    Registriert seit
    23.08.2003
    Beiträge
    8.198

    Re: Schmerzensgeld

    Da gab es doch auch mal die Story, dass sich ein Ami ein Superman-Kostüm gekauft hat und dachte er könnte fliegen...

    Der Kostümhersteller musste tief in die Tasche greifen, da kein Hinweis angebracht war, dass das Teil flugunfähig ist...

    Andererseits ist die Dauer der Haftstrafen manchmal abenteuerlich: 220 Jahre Gefängnis mit anschließender Sicherheitsverwahrung

    ...

Seite 2 von 3 ErsteErste 123 LetzteLetzte