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Schmerzensgeld

Erstellt von Tschaang-Frank, 11.03.2005, 08:21 Uhr · 21 Antworten · 2.052 Aufrufe

  1. #1
    Avatar von Tschaang-Frank

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    Schmerzensgeld

    Im Thread KFZ Nummernschild habe ich es spasseshalber angesprochen Schmerzensgeld in Amerika!

    Nun war ich doch mal neugierig und musste mal schauen

    Die spinnen doch echt die Amis

    Zum ewigen Ruhm der 81-jährigen Stella Liebeck, die sich bei McDonalds einen Becher Kaffee über den Leib schüttete und anschließend 4,5 Millionen $ Schadenersatz erhielt, weil sie nicht auf die Tatsache hingewiesen worden sei, dass der Kaffee heiß ist, wird nun jährlich der STELLA-LIEBECK-PREIS an diejenigen verliehen, die im jeweils vergangenen Jahr mit genialer Unverfrorenheit Schadenersatz gerichtlich forderten und erhielten.



    a) Kathleen Robertson aus Austin/Texas wurden von einer Jury 780.000 $
    Schadenersatz zugesprochen, weil sie sich in einem Möbelgeschäft den Knöchel gebrochen hatte, nachdem sie über einen auf dem Boden herumkriechenden Säugling gestolpert und gestürzt war. Die Ladenbesitzer nahmen das Urteil gefasst aber ungläubig zur Kenntnis, da der Säugling der Sohn der Klägerin war.

    b) Der 19jährige Carl Truman aus Los Angeles erhielt 74.000 $
    Schmerzensgeld und Ersatz der Heilbehandlungskosten, weil ein Nachbar ihm mit seinem Honda Accord über die Hand gefahren war. Mr. Truman hatte anscheinend den Nachbarn am Steuer des Wagens übersehen, als er ihm die Radkappen zu stehlen versuchte.

    c) Terence Dickson aus Bristol/Pennsylvanien versuchte das Haus, das er soeben beraubt hatte, durch die Garage zu verlassen. Es gelang ihm jedoch nicht, die Garagentür zu öffnen. Ins Haus kam er ebenfalls nicht mehr, da die Verbindungstür zur Garage in Schloss gefallen war. Mr. Dickson musste 8 Tage in der Garage ausharren, denn die Hausbesitzer waren im Urlaub. Er ernährte sich von einem Kasten Pepsi-Cola und einer großen Tüte Hundefutter. Das Gericht sprach ihm wegen der erlittenen seelischen Grausamkeit 500.000$ Schmerzensgeld zu, zahlbar von der Einbruchdiebstahl- Versicherung des Hauseigentümers.

    4. Platz
    Jerry Williams aus Little Rock/Arkansas erhielt 14.500 $ Schmerzensgeld und die Heilbehandlungskosten zugesprochen, weil ihn der Beagle des Nachbarn in
    den Hintern gebissen hatte. Das Schmerzensgeld erreichte den geforderten Betrag nicht ganz, weil die Jury zu der Auffassung gelangte, Mr. Williams hätte nicht über den Zaun klettern und mehrfach mit seiner Luftpistole auf den Hund schießen sollen.

    3. Platz
    Ein Restaurant in Philadelphia musste an Ms Amber Carson aus
    Lancaster/Pennsylvanien ein Schmerzensgeld von 113.500 $ zahlen, weil diese im Restaurant auf einer Getränkepfütze ausgerutscht war und sich das Steißbein gebrochen hatte. Auf dem Fußboden befand sich das Getränk, weil Ms. Carson es 30 Sekunden zuvor ihrem Freund ins Gesicht geschüttet hatte.

    2. Platz
    Kara Walton aus Clymont/Delaware stürzte aus dem Toilettenfenster einer Diskothek und schlug sich zwei Vorderzähne aus. Sie erhielt die
    Zahnbehandlungskosten und 12.000 $ Schmerzensgeld zugesprochen. Gestürzt war sie bei dem Versuch, sich durch das Toilettenfenster in die Diskothek zu mogeln und 3.50 $ Eintritt zu sparen.

    Platz 1 (einstimmig)
    Unangefochtener Sieger des Wettbewerbs um den Stella-Award ist: Mr. Merv Grazinski aus Oklahoma City. Der Wohnwagenhersteller Winnebago Motor Homes musste ihm nicht nur ein neues Wohnmobil stellen, sondern auch 1.750.000 $ Schmerzensgeld bezahlen. Auf dem Heimweg von einem Football-Spiel hat Mr. Grazinski die Tempomatic seines Gefährts auf 110 km/h eingestellt und danach den Fahrersitz verlassen, um sich im hinteren Teil des Wohnmoblis einen Kaffee zu bereiten. Das Wohnmobil kam prompt von der Straße ab und überschlug sich. Mr. Grazinski begründete seine Forderung mit der Tatsache, dass in der Betriebsanleitung des Wohnmobils nicht darauf hingewiesen worden
    sei, dass man auch bei eingeschalteter Tempomatic den Fahrerplatz nicht verlassen dürfe. Der Hersteller hat - in Erwartung weiterer Trottel - inzwischen die Bedienungsanleitung geändert.


    GEHTS EIGENTLICH NOCH :???:

  2.  
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  3. #2
    Chonburi's Michael
    Avatar von Chonburi's Michael

    Re: Schmerzensgeld

    Da verstehe einer noch die Welt :???:

  4. #3
    Avatar von Tschaang-Frank

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    Re: Schmerzensgeld

    Micha

    Am besten gar nicht drueber nachdenken - schnell ein Ticket kaufen und bei MC Doof in New York einen Kaffee bestellen und sich die Schnauze verbrennen und dann mit der Kohle ab ins gelobte Land

  5. #4
    Chonburi's Michael
    Avatar von Chonburi's Michael

    Re: Schmerzensgeld

    Zitat Zitat von Tschaang-Frank",p="222822
    Micha

    Am besten gar nicht drueber nachdenken - schnell ein Ticket kaufen und bei MC Doof in New York einen Kaffee bestellen und sich die Schnauze verbrennen und dann mit der Kohle ab ins gelobte Land
    Funktioniert dies auch bei MC Donald in Thailand oder nur in Buschland?

  6. #5
    MartinFFM
    Avatar von MartinFFM

    Re: Schmerzensgeld

    Diese Geschichten hab ich vor Monaten mal bei AOL gelesen. Kurz danach haben sie den Hinweis rausgebracht, daß das alles nicht stimmt.

    Das ist wohl das amerikanische Pendant zu den Geschichten, die bei uns auch immer wieder kursieren:

    -Oma fällt an der Supermarktkasse ohnmächtig um und es stellt sich raus, daß sie unterm Hut ein tiefgefrorenes Hähnchen hatte, das sie klauen wollte

    -im Supermarkt um die Ecke ist jemand von einer Vogelspinne gebissen worden, die zwischen den Bananen saß

    -da wurde irgendwo ein nagelneuer sauteurer Sportwagen für'n Appel und 'n Ei verkauft, weil der Besitzer darin gestorben war
    usw. usw.

  7. #6
    Avatar von DisainaM

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    Re: Schmerzensgeld

    Es stimmt, daß sich das amerikanische Schmerzensgeldrecht in astronomische Höhen entwickelt hat,

    aber das ist nur die eine Seite, der Medallie.

    Die andere Seite ist, daß

    - der Anwalt mindestens 30 % der Summe auf Erfolgsbasis kassiert,
    (findet man keinen Anwalt, der auf Erfolgsbasis den Prozess übernimmt, kann man sich defacto einen solchen Prozess überhaupt nicht leisten)

    - das in den Summen meist auch ein Verdienstausfall für einen längeren Zeitraum mit eingerechnet ist
    (abgesehen von den höheren Verdiensten mancher Selbständiger,
    wer kennt die Filme nicht, wo ein Detektiv versucht festzustellen, ob der Typ mit der HWS-Krause nicht in Wirklichkeit doch arbeitet).

    Von der Grundidee sollte das amerikanische Recht seine Bürger korrekt absichern, bekannt sind hier die Extremfälle einiger Abzocker.

    Skuriel ist die Situation deshalb, weil wir in einem Land leben,
    wo es die Lobbyarbeit der dt. Versicherungskonzerne erfolgreich geschafft hat, daß die Entschädigungstabellen der dt. Gerichte nicht angepasst werden.

    Da verliert ein Deutscher unschuldig sein Augenlicht,
    bekommt nach der Entschädigungstabelle pauschal 50.000 Euro,
    und ist infolge dessen in 4 Jahren zum Sozialfall geworden,
    dessen Kosten von der Gemeinschaft getragen werden.
    xxx

    In so einem rechtlichen Schlaraffenland konnten die Versicherungskonzerne über die Jahrzehnte Milliarden-Gewinne zusammenhäufen, die sie dann für Firmenübernahmen, z.B. in den USA ausgaben.
    Nun zahlen sie in den USA mit dem in Deutschland gesparten Geld,
    Entschädigungsleistungen an Amerikaner, die so üppig berechnet sind,
    daß der Amerikaner davon ein sorgenfreies Leben führen kann.

    Man sollte aber an das Schicksal der zehntausenden Unfallopfer in Deutschland in Andenken bewahren,
    auf deren Kosten und auf deren Leid sich die Konzerne bereichern konnten,
    um nun die Beträge in den USA zu verpulvern.
    Wieviele berechtigte deutsche Anspruchssteller wurden durch Zahlungsverzögerungen in den Ruin getrieben,
    doch was die Rechtssprechung in Deutschland erlaubt,
    bedeutet in den USA nochmals einen erheblichen Zahlungsaufschlag wegen dem Verschleppungsschaden.

    [hr:debb212e00]
    xxx

    Verlust des Augenlichtes auf beiden Augen durch Panzerübungsmunition, die ohne Beachtung eines Sicherheitsabstandes abgefeuert wurde

    100000 DM (50000 EUR)

    19-jähr. Soldat

    Es besteht keine Aussicht auf Rückgewinnung der Sehkraft
    LG Hildesheim
    24.6.1980
    3 O 249/78
    RA Dr. Sievers, Soest
    Die Quote gilt heute noch,

    wer wissen will, was die Ersatzwerte dank Lobbyarbeit in Deutschland sind,
    gibt das Körperteil in das Suchfeld der ADAC-Schmerzensgeldtabelle ein.

    http://www.marktplatz-recht.de/schmerzensgeld/

    Beidseitig perforierende Augenverletzung mit Verlust des rechten Auges und erheblicher Minderung der Sehkraft des linken Auges, multiple Gesichtsschnittverletzungen

    50000 DM (25000 EUR)

    4 Wochen Krankenhaus. MdE:
    4 Wochen 100 %
    10 Monate 55 %
    33-jähr. Mann

    Verlust eines Auges, 30 % Restsehkraft des anderen Auges, äußere Erscheinung des Klägers hat sich verändert (Lidschluss am rechten Auge nicht vollständig); 11 Monate nach Unfall dauernde MdE von 100 % (Frührentner)

    25 % Mitverschulden wegen Nichtanlegen des Sicherheitsgurts; Kläger muss ständig befürchten, bei einem weiteren Unfall bei entsprechend ungünstigen Umständen das Augenlicht ganz zu verlieren. Genugtuungsfunktion tritt u. a. wegen Bestrafung des Beklagten zurück

    OLG Zweibrücken
    22.1.1991
    VRS 84, 177
    Das deutsche Recht produziert Sozialfälle,
    wogegen das US-Recht die Entschädigungsbeträge an den echten, lebenslangen Pflegekosten orientiert.

    Schön, mal über die anderen Schmarozer zu schreiben,
    die unser Sozialsystem aushölen.

  8. #7
    Avatar von J.O.

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    Re: Schmerzensgeld

    @ DisainaM

    Ich weiss ja nicht wo Du Deine Kenntnisse ueber die viel zu niedrigen Entschaedigungen und der Versicherungslobby etc. pp her hast. Aber ich habe herzlich gelacht.

    Aber so ist es eben das Leben. Jeder sieht das etwas (ganz) anders!

  9. #8
    Avatar von DisainaM

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    Re: Schmerzensgeld

    Zitat Zitat von J.O.",p="222864
    @ DisainaM

    Ich weiss ja nicht wo Du Deine Kenntnisse ueber die viel zu niedrigen Entschaedigungen und der Versicherungslobby etc. pp her hast. Aber ich habe herzlich gelacht.
    Weiß nicht, ob 25.000 Euro so zum Lachen sind,
    so billig ist es, jemanden sein Augenlicht zu nehmen.


    Beidseitig perforierende Augenverletzung mit Verlust des rechten Auges und erheblicher Minderung der Sehkraft des linken Auges, multiple Gesichtsschnittverletzungen

    50000 DM (25000 EUR)

  10. #9
    Avatar von Tschaang-Frank

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    Re: Schmerzensgeld

    Diese Geschichten hab ich vor Monaten mal bei AOL gelesen. Kurz danach haben sie den Hinweis rausgebracht, daß das alles nicht stimmt.
    Na auf AOL verlasse ich mich nun auch nicht, habe mal etwas genauer recherschiert:

    Recht der Internationalen Wirtschaft,
    Adobe Download in der Seite:
    Info

    ganz so einfach sind die Geschichten dann wohl nicht aber ( zumindest das mit der Microwelle ist bloedsinn! )

    immerhin findet man die Sache auch hier:

    Recht

    Verantwortlich fuer die Seite Karlsruher Rechtsschutzversicherung AG,
    Vorstand: Richard Minet, Wolfgang Ulhaas
    Hermann-Veit-Str.6, 76121 Karlsruhe

    bringen die Jokes in ihrer Seite?? Keine Ahnung

    Ohooo - ich seh gerade - die bringen das unter "Just for fun"
    nun weiss ich auch nicht mehr was ich davon halten soll ;-D

    Fakt ist das in Amiland aber bei Schadensersatz und Produkthaftung mit ganz anderen Summen gedealt wird als in D

  11. #10
    Avatar von J.O.

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    Re: Schmerzensgeld

    @ DisainaM


    Skuriel ist die Situation deshalb, weil wir in einem Land leben,
    wo es die Lobbyarbeit der dt. Versicherungskonzerne erfolgreich geschafft hat, daß die Entschädigungstabellen der dt. Gerichte nicht angepasst werden.
    Richtig ist leider das Gegenteil. Wenn Du schon auf die ADAC Tabellen verweist, dann solltest Du mal genauer hinschauen. Dort werden seit vielen Jahren bereits aeltere Entscheidungen hochgerechnet. Daneben haben wir es seit vielen Jahren mit progressiv steigenden Schmerzensgeldbetraegen zu tun, die teilweise bereits an die Pauschalentschaedigungen aus UK oder den USA erinnern. Darueber hinaus gibt es bei uns jedoch nicht nur Schmerzensgelder, sondern setzen sich Entschaedigungen bei erheblichen Personenschaeden aus einer ganzen Reihe von Positionen zusammen. Wuerde man diese Positionen zusammen nehmen, kaeme man relativ rasch zum Teil zu weit hoeheren Betraegen als diejenigen die im Normalfall im anglo/amerikanischen Rechtssystem fuer einen Geschaedigten uebrig bleiben.

    Sorry, aber auf den Rest Deiner Aeusserungen wie z.B.

    Nun zahlen sie in den USA mit dem in Deutschland gesparten Geld, Entschädigungsleistungen an Amerikaner, die so üppig berechnet sind, daß der Amerikaner davon ein sorgenfreies Leben führen kann. Schön, mal über die anderen Schmarozer zu schreiben, die unser Sozialsystem aushölen.
    einzugehen waere nun wirklich Perlen vor die Saeue geschmissen. Ich weiss ja nicht wie Du darauf gekommen bist Dir so einen Bloedsinn zusammezureimen. Aber irgendeinen persoenlichen Anlass wird es wohl schon gegeben haben.

    Aber vielleicht ist es tatsaechlich nicht zum lachen. Eher laecherlich was Du hier behauptest.

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