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Robert Enke

Erstellt von resci, 10.11.2009, 20:39 Uhr · 281 Antworten · 15.434 Aufrufe

  1. #201
    Tramaico
    Avatar von Tramaico

    Re: Robert Enke

    Zitat Zitat von Paddy",p="795890
    Überlesen hast Du sicher auch, daß ich zwar oft weine, aber seltenst (nahezu niemals) um meine eigene Situation.
    Und was bewirkt dieses weinen? Ist es Alibi sich als guter Mensch zu fuehlen oder als solchen darzustellen? Gar der Weg in's Paradies?

    Die Welt ist schlecht. Lasst uns darum um sie weinen. Ja, DIES ist allerdings etwas, was ich nicht nachvollziehen kann, da es so sinnvoll wie ein Buckel ist.

    Selbstmitleid ist genauso kontraproduktiv wie Mitleid, weil Leid einfach unproduktiv ist und NIEMANDEN weiterhilft.

  2.  
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  3. #202
    Doc-Bryce
    Avatar von Doc-Bryce

    Re: Robert Enke

    die gestrige veranstaltung im stadion von hannover "wenn ich es mal so nennen darf" war ja mehr als ein staatsbegräbnis.

  4. #203
    Avatar von Nokhu

    Registriert seit
    09.06.2002
    Beiträge
    8.049

    Re: Robert Enke

    ...und genauso überflüssig!

  5. #204
    Paddy
    Avatar von Paddy

    Re: Robert Enke

    Zitat Zitat von Tramaico",p="795892
    Wieder sind es die anderen, die Gesellschaft, schuld? Es geht hier nicht um den Freitod eines durch physische Ueberlastung gescheiterten Jugendlichen sondern den, eines erwachsenen, muendigen 32 Jahren alten Mannes.

    Wird nicht staendig, auch hier im Forum, auf die Muendigkeit und das Erwachsensein gepocht?
    Du bist doch so stolz auf Deine Intelligenz. Dann mach Dich mal schlau über Depressionen, bevor Du darüber solchen Unsinn schreibst.

    http://www.kompetenznetz-depression.de/

    Übrigens geht es um eine Mitschuld der Gesellschaft nur in sofern, als daß Depressionen als Tabuthema und Schwäche (im abwertendem Sinn) gebrandmarkt werden.

  6. #205
    Paddy
    Avatar von Paddy

    Re: Robert Enke

    Zitat Zitat von Tramaico",p="795897
    Zitat Zitat von Paddy",p="795890
    Überlesen hast Du sicher auch, daß ich zwar oft weine, aber seltenst (nahezu niemals) um meine eigene Situation.
    Und was bewirkt dieses weinen? Ist es Alibi sich als guter Mensch zu fuehlen oder als solchen darzustellen? Gar der Weg in's Paradies?

    Die Welt ist schlecht. Lasst uns darum um sie weinen. Ja, DIES ist allerdings etwas, was ich nicht nachvollziehen kann, da es so sinnvoll wie ein Buckel ist.

    [highlight=yellow:613b76d294]Selbstmitleid ist genauso kontraproduktiv wie Mitleid, weil Leid einfach unproduktiv ist und NIEMANDEN weiterhilft. [/highlight:613b76d294]
    Wir hätten keine Tränendrüsen, wenn sie nicht ihren Sinn hätten.

    [highlight=yellow:613b76d294]Das[/highlight:613b76d294] ist richtig. Ich weine auch nie aus Mitleid, sondern aus Mitgefühl. Und das gilt es individuell zu stärken. Denn es wirkt sich auch auf mein Handeln aus.

    Soll diese Welt humaner werden, kann nur der Einzelne an sich selbst arbeiten und ein Stück dazu beitragen.

  7. #206
    Avatar von aalreuse

    Registriert seit
    07.04.2009
    Beiträge
    1.618

    Re: Robert Enke

    Zitat Zitat von Paddy",p="795886
    Zitat Zitat von aalreuse",p="795875
    Worum geht es in diesem Thread eigentlich? Um Herrn Enke, dessen Freitod, dessen Ursachen (die auch in unserer Gesellschaft zu suchen sind) und welche Folgerungen man daraus ziehen sollte oder um eure Befindlichkeiten?

    Aus gründen der Pietät möchte ich euch bitten, euch an einem anderen Ort verbal zu kloppen....
    Hier möchte ich Dir einmal widersprechen. Ich glaube, Herrn Enke wäre es sehr recht, wenn sein Tod solche Diskussionen auslöst. Deshalb ist ja auch seine Frau mit sehr persönlichen Angelegenheiten öffentlich geworden.

    Gegen eine Diskussion über die Ursachen und die Schlussfolgerungen ist ja auch nichts einzuwenden. Ihr wart nur etwas zu sehr in persönliche Streitverbalitäten abgerutscht.

    Ferner stört es mich, dass diese Diskussion im Thread über die Person Robert Enke stattfindet. Dafür sollte es aus Pietät einen anderen Thread geben...

    Was mir bei der ganzen Diskussion viel zu kurz kommt, sind die Folgen für die Lokführer und die Rettungskräfte, die, vor allem auch in den Medien, nur in einem kurzen Nebensatz abgetan werden.

  8. #207
    Tramaico
    Avatar von Tramaico

    Re: Robert Enke

    Zitat Zitat von Paddy",p="795907
    Du bist doch so stolz auf Deine Intelligenz. Dann mach Dich mal schlau über Depressionen, bevor Du darüber solchen Unsinn schreibst.

    http://www.kompetenznetz-depression.de/

    Übrigens geht es um eine Mitschuld der Gesellschaft nur in sofern, als daß Depressionen als Tabuthema und Schwäche (im abwertendem Sinn) gebrandmarkt werden.
    Entwicklung

    In den vergangenen Jahren wurde in den entwickelten Ländern ein Anstieg diagnostizierter Erkrankungen beobachtet. Die Ursachen dafür sind noch unklar.

    In westlichen Gesellschaften haben sich andere Indikatoren, die auf psychische Probleme hinweisen (Suizide, Alkoholismus) positiv entwickelt. Aktuelle Studien kommen dementsprechend zu dem Ergebnis, dass die tatsächliche Häufigkeit depressiver Erkrankungen in westlichen Ländern in den letzten Jahrzehnten nicht zugenommen hat. Nach diesem Ergebnis wäre die häufigere Diagnose vor allem auf ein gestiegenes Problembewusstsein und eine höhere Akzeptanz der Erkrankung zurückzuführen.

    Allerdings wird auch in Fachkreisen die These vertreten, dass die Zahl der Erkrankungen tatsächlich zunimmt. Ursprung dieser These war vor allem eine Studie von Klerman und Weissman aus dem Jahr 1989, die das "Zeitalter der Depression" ausrief.

    Quelle: http://de.wikipedia.org/wiki/Depression


    Geht es den Menschen zu gut, Paddy? Ist Depression eine Wohstandskrankheit? Leiden Indianer im brasilianischen Regenwald an Depressionen. Hatten Menschen unmittelbar nach dem Ende des Krieges Depressionen, da sie unzweifelhaft allen Grund dafuer gehabt haetten?

    Meine These: Depressionen sind ein Wohlstandssyntom.

    Kannst Du diese These wiederlegen? Faktisch, ohne jegliche Emotion? Nein, Depression ist nicht MEIN Baby. Ich bin nicht depressiv. Koennte mir Depressionen in meiner Situation gar nicht erlauben. Wuerde meine Familie durch meine Schwaeche in Mitleidenschaft gezogen, dann wuerd dies mich in der Tat depremieren.

  9. #208
    Paddy
    Avatar von Paddy

    Re: Robert Enke

    Zitat Zitat von Tramaico",p="795918

    Meine These: Depressionen sind ein Wohlstandssyntom.
    Es handelt sich nicht um ein Symptom, sondern um chemische Prozesse im Gehirn.

    Es hat auch nichts mit Wohlstand zu tun. Einem Depressiven ist auch Wohlstand völlig schnuruz. Lediglich der Einfluss sogenannter Zivilisation (wie man diese Barbarei wohl nennt)spielt dabei eine Rolle. Kindheitstraumata eine weitere. Beides zusammen führt meist zum Ausbruch.

    Einem Depressivem vorzuhalten, er solle sich nicht so hängen lassen bzw. Verantwortung übernehmen, ist gleich dämlich, wie einem geschwächten Krebskranken zu sagen, er müse sich nur sportlich betätigen.

  10. #209
    Tramaico
    Avatar von Tramaico

    Re: Robert Enke

    Zitat Zitat von Paddy",p="795913
    Wir hätten keine Tränendrüsen, wenn sie nicht ihren Sinn hätten.

    [highlight=yellow:a6b9d55b21]Das[/highlight:a6b9d55b21] ist richtig. Ich weine auch nie aus Mitleid, sondern aus Mitgefühl. Und das gilt es individuell zu stärken. Denn es wirkt sich auch auf mein Handeln aus.

    Soll diese Welt humaner werden, kann nur der Einzelne an sich selbst arbeiten und ein Stück dazu beitragen.
    Traenenfluessigkeit hat die natuerlich Aufgabe die Augen benaesst zu halten und vor Austrocknung zu bewahren und ganz wichtig, Fremdkoeper herauszuschwemmen. Mutter Natuer ist schon gut. Schade, dass die Menschen sie so stiefmuetterlich und besserwisserisch behandeln und sogar pervertieren.

    Du fuehlst mit, wenn sich jemand selbst umbringt? Warum? Soll es Dich davor bewahren den gleichen Fehler zu begehen oder wo liegt sonst der Sinn darin?

    Der Ausdruck "human" ist kein gluecklich gewaehlter Ausdruck. Es handelt sich hier oft lediglich um als Gutmenschlichkeit verkleideten Egoismus.

    Ja, DU kannst Dich verbessern, aber Du kannst nicht dazu beitragen, dass die Welt "humaner" wird. Es ist ausserhalb Deiner Reichweite. Wenn Du der Oma im oberen Stockwerk ein Stueck Kuchen hochbringst und ein wenig Licht in ihr tristes Dasein bringst, dann hat dieses keinen Einfluss darauf, dass zur gleichen Zeit ein Kind in Asien geschaendet wird oder sich ein Fussballstar vor einen Zug wirft. Das Stueck Kuchen fuer Oma haette somit mehr Effektivitaet als in einem Forum "verdammte Kinderschaende", "verrohrte Gesellschaft" zu publizieren.

    Die meisten Menschen machen den grossen Fehler sich ihre Ziele voellig aussichtslos zu stecken. Eine bessere Welt, Gerechtigkeit fuer alle, einen blauen Mond... und fallen dann in Depressione, wenn sich diese nicht erfuellen. Ach haetten sie Oma stattdessen nur ein Stueck Kuchen gebracht.

  11. #210
    Paddy
    Avatar von Paddy

    Re: Robert Enke

    Zitat Zitat von Tramaico",p="795921
    Zitat Zitat von Paddy",p="795913
    Wir hätten keine Tränendrüsen, wenn sie nicht ihren Sinn hätten.

    [highlight=yellow:c589df4290]Das[/highlight:c589df4290] ist richtig. Ich weine auch nie aus Mitleid, sondern aus Mitgefühl. Und das gilt es individuell zu stärken. [highlight=yellow:c589df4290]Denn es wirkt sich auch auf mein Handeln aus.
    [/highlight:c589df4290]
    [highlight=yellow:c589df4290]Soll diese Welt humaner werden, kann nur der Einzelne an sich selbst arbeiten und ein Stück dazu beitragen.[/highlight:c589df4290]
    Traenenfluessigkeit hat die natuerlich Aufgabe die Augen benaesst zu halten und vor Austrocknung zu bewahren und ganz wichtig, Fremdkoeper herauszuschwemmen. Mutter Natuer ist schon gut.
    Na klar, fragt sich aber doch, warum sie auch aus anderen Gründen funktionieren?

    Nimmst Du Augentropfen?

    Ich hab's noch mal gelb markiert. Du hast offensichtlich nicht verstanden, daß ich nicht als Phantast auftrete, sondern "nur" meinen kleinen eigenen Beitrag leiste. Und zwar auch durch handeln. Oma soll ihren Kuchen haben.

    Zitat: Du fuehlst mit, wenn sich jemand selbst umbringt? Warum? Soll es Dich davor bewahren den gleichen Fehler zu begehen oder wo liegt sonst der Sinn darin?"

    Wie kann man mit jemanden mitfühlen, der nicht mehr lebt und nicht mehr fühlt?

    Nein, ich fühle mit den Trauernden. Und es stimmt mich traurig, daß jemand den Ausweg nicht gesehen hat. Und es macht mich wütend, daß seine Umgebung es nicht versucht hat zu vermeiden, weil sie es nicht bemerkt hatte. Hier steht Enke stellvertretend für Millionen, deren Leiden auch nicht bemerkt werden oder wenn, oft noch einer draufgesetzt wird.

    Nicht merken, heisst oft "nicht merken wollen" bzw. nur oberflächlich hinschauen. Regelrecht pervers ist es jedoch, bemerkte Schwächen Anderer zu benutzen, um sich selbst als stark darzustellen.

    Mich muss auch niemand mehr vor etwas bewahren. Ich weiss inzwischen, was für mich richtig oder falsch ist und bewahre mich selber.

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