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Piraterie auf allen Weltmeeren

Erstellt von antibes, 21.11.2008, 15:32 Uhr · 223 Antworten · 11.294 Aufrufe

  1. #21
    Avatar von spartakus1

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    Re: Piraterie auf allen Weltmeeren

    Meine Meinung.
    So ne Weltmacht ist Somalia nun mal nicht.
    Klar die brauchen Hilfe. Gab es schon mal und ist in die Hose gegangen.

    Aber deswegen diese kriminellen Handlungen zu tolerieren, kann es ja wohl nicht sein.
    Und so viele Piraten wird es dort wohl auch nicht geben.

    Wenn dort ein paar Kriegsschiffe patrollieren und ggf. auch schon mal den einen oder anderen Captain Hook versenken kann, wird sich die Lage auf dem Meer auch wieder beruhigen.

  2.  
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  3. #22
    Avatar von woma

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    Re: Piraterie auf allen Weltmeeren

    die russische Methode....

    Beim ..... des Piraten – Somalische Kidnapper sollten die Russen nach dem jüngsten Entführungsfall nicht unterschätzen
    (für lesefaule: zu den letzten Absätzen springen)


    Mehrfach schon haben wir an dieser Stelle über die wachsende Aggressivität der Piraten am Horn von Afrika berichtet. Amerikanische, deutsche, britische, dänische und andere Kriegssschiffe sollen die Schiffahrtsrouten vor der somalischen Küste sicherer machen – doch das hat nicht geklappt. Nun haben die Piraten ein ukrainisches Handelsschiff mit russischen Panzern des Typs T-72 und jeder Menge Maschinengewehren und Munition in ihre Gewalt gebracht. Und möglicherweise werden die Russen vorgehen wie einst im Libanon ...

    Seit dem 30. September 1962 ist das Verbot der Piraterie mit der »UN-Konvention über das Offene Meer« als gültiges Völkerrecht festgeschrieben. Piraterie ist seither weltweit verboten. Piraten scheinen das nicht zu wissen – oder aber zu ignorieren. Die aktuellen Karten des International Maritime Bureau zeigen Angriffe auf Handelsschiffe in den Gewässern vor Nigeria, Indonesien, Bangladesch, Indien und Tansania. Auch die Gewässer vor der somalischen Küste sind Piratengebiet. In den vergangenen Wochen haben die somalischen Piraten zahlreiche Handelsschiffe gekapert – und immer wieder auch Geiseln genommen und Lösegeld erpresst.
    Die vielen schwer bewaffneten Kriegsschiffe scheinen sie offenkundig nicht zu beeindrucken.

    Am 24. September 2008 haben die somalischen Piraten den ukrainischen Handelsfrachter Faina gekapert. Neben 21 Matrosen sind 30 russiche Kampfpanzer des Typs T-72 an Bord, zudem Ersatzteile für die Panzer, Maschinengewehre und Munition.

    Die Russen haben auf den Vorfall mit der Entsendung eines Kriegsschiffes reagiert – denn an Bord der gekaperten Faina sind neben ukrainischen auch russische Seeleute. Es dürfte sehr interessant werden zu beobachten, wie die Russen mit den Piraten umgehen werden.

    Die Franzosen hatten unlängst bei einem anderen Vorfall sechs Piraten festgenommen – und einen erschossen. Sie sind bislang die einzigen Kampftruppen, die Härte gegenüber somalischen Piraten gezeigt haben. Die Dänen haben zehn Piraten, die sie aufgegriffen haben, mit Lebensmitteln versorgt und sie vom hohen Meer wieder sicher an den somalischen Strand gebracht und dort mit Verpflegung zurückgelassen – weil Dänemark sich keinen Ärger mit Al Qaida und radikalen Islamisten einhandeln will (die die Piraten unterstützen). Auch die Kanadier weigern sich, Somalier als Piraten gefangen zu nehmen – und die Briten greifen sie auf, versorgen sie und bieten ihnen dann sogar politisches Asyl in Großbritannien an. Die Amerikaner bringen sie auf Kriegsschiffe, die zu schwimmenden Gefängnissen umgebaut wurden – und verhören sie dort über Monate hin. Viele Menschenrechtsorganisationen haben Washington dafür scharf kritisiert.

    Es gibt also kein Land, das wirklich knallhart gegen die Piraten vorgeht – und nun kommen die Russen !
    Mit großem Interesse warten die westlichen Staaten nämlich darauf, was die Russen mit den Piraten machen werden.

    Man hofft insgeheim, dass sie wie früher im Libanon vorgehen werden – nachdem dort in den 1980er-Jahren sowjetische Diplomaten entführt wurden. Die "Hizbullah"-Kämpfer forderten dann ganz frech Lösegeld von Moskau. Auch im vorliegenden Fall haben die somalischen Piraten von Moskau Lösegeld für die verschleppten Russen gefordert – angeblich 35 Millionen Dollar.

    Die Entführer sollten wissen, warum im Libanon nur ein einziges Mal Russen entführt worden sind – und danach nie wieder:
    Der KGB hat damals Verwandte der Kidnapper entführt und einem dieser männlichen Verwandten ein Körperteil unterhalb der Gürtellinie abgetrennt. Das hat man dann dem Clanchef überbracht – verbunden mit der Forderung, die verschleppten Russen binnen 24 Stunden bei bester Gesundheit wieder freizulassen – oder man werde weitere Clanmitglieder entführen und die Zeugungsfähigkeit des Clans stark dezimieren. Das hat gewirkt ...

    Westliche Truppen verwenden diese drastischen Methoden nicht – und man ist nun gespannt, ob die Russen wieder einmal zu solchen Methoden greifen werden ...
    woma russisch inkasso

  4. #23
    antibes
    Avatar von antibes

    Re: Piraterie auf allen Weltmeeren

    Woma, du machst mir nachträglich Angst.

  5. #24
    Kali
    Avatar von Kali

    Re: Piraterie auf allen Weltmeeren

    Zitat Zitat von antibes",p="657704
    Woma, du machst mir nachträglich Angst.
    Warum ? Hast du auch ein Schiff gekapert ?

  6. #25
    antibes
    Avatar von antibes

    Re: Piraterie auf allen Weltmeeren

    Ne ich fürchte die Rache der Russen, hier -innen.

  7. #26
    Avatar von Thaimax

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    Re: Piraterie auf allen Weltmeeren

    Die Russen werden sich sicherlich nicht auf der Nase herumtanzen lassen und werden auf political correctness einen Haufen s.cheissen...

    Das führt dann dazu, dass Russen fast überall auf der Welt unbehelligt reisen können, weniger zu befürchten haben als Staatsbürger eines politisch korrekten Landes.

    An diese "lybische Geschichte" kann ich mich gar nicht erinnern, gutes Posting, woma

  8. #27
    Ann
    Avatar von Ann

    Re: Piraterie auf allen Weltmeeren

    gelöscht

  9. #28
    Avatar von Dieter1

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    Re: Piraterie auf allen Weltmeeren

    Das Problem der Bundesmarine bei den Einsaetzen am Horn von Afrika ist wohl, dass sie nur unter ganz strengen Auflagen effektiv eingreifen duerfen, weil sie sonst den Rahmen des ihr erteilten Mandats des Bundestages verlassen wuerden.

    Ein anderes Problem ist, wenn wegen der Piraterie im Roten Meer die Benutzung des Suez Kanals nicht mehr moeglich sein sollte, dann wird sich einiges an importierten Lebensmitteln in Deutschland preislich verdoppeln.

  10. #29
    KKC
    Avatar von KKC

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    Re: Piraterie auf allen Weltmeeren

    Auf was die Russen so alles kommen; hat aber wohl nicht viel gekostet ausser nem rostigen Messer.
    Gruß

  11. #30
    Avatar von Conrad

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    Re: Piraterie auf allen Weltmeeren

    Mein Tip an die Piraten wäre, sich auf jeden Fall als Opfer widriger Umstände darzustellen. Es sollte unbedingt auf die schwere Jugend hingewiesen werden, den frühen Verlust beider Elternteile, dazu die Traumatisierung durch den seit Jahren andauernden Bürgerkrieg und die amerikanische Militäraktion in Somalia 1993.

    Gutmenschen gibt es ja viele weltweit, bei denen kommt man damit immer gut an und kann Pluspunkte sammeln.

    Es sollte auf keinen Fall Verletzte oder gar Tote geben bei den Besatzungen der gekaperten Schiffe. Diese sollten vielmehr als Projektstionsfläche für die eigene Opferrolle benutzt werden.

    Auch sollte auf den eigentlich karikativen Sinn des Piratendaseins hingewiesen werden; dass man den Armen hilft im Heimatland Somalia. Ferner sollte auf üble Praktiken des Kapitalismus aufmerksam gemacht werden und darauf, dass an all dem Schlamassel ja eigentlich der Kapitalismus schuld ist.

    Die Piraten haben ja eigentlich ein positives Image als Sozialrevolutionärs, also sowas wie "Robin Hood der Weltmeere"....Freibeuter für den Sozialismus gewissermassen.

    Damit sammelt man Punkte bei den europäischen Linksparteien. Eventuell sollte versucht werden, Oskar Lafontaine mit ins Boot ;-D zu holen, den deutschen Rächer der versklavten und entrechteten Kapitalismus-Opfer weltweit.....

    Ferner würde ich dringend empfehlen, das Internet als Medienplattform zur Selbstdarstellung zu nutzen.

    Passende Domains wären hier z.B. www.pirates-for-peace.com oder www.somalian-pirates-need-help.com

    Die Anführer der Piraten sollten sich auf jeden Fall die Filmrechte sichern....

    Dem neuen Präsidenten der USA würde ich auf jeden Fall dringend empfehlen, sich auf gar keinen Fall an irgendwelchen Miltitäraktionen gegen die Piraten zu beteiligen...zumal ja die Deutschen bereits vor Ort sind ;-D



    1993 erlebten die Amerikaner in Somalia ihren blutigsten Militäreinsatz seit Vietnam. Regisseur Ridley Scott und Produzent Jerry Bruckheimer machten aus den bedrückenden Tatsachen ein kunstvolles, aber inkonsequentes Kriegs-Epos, das sich hinter Helden und Effekten versteckt.



    http://www.spiegel.de/kultur/kino/0,1518,217441,00.html

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