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ok, dann hier - warum haben Buddhastatuen

Erstellt von Joerg_N, 27.10.2005, 15:41 Uhr · 77 Antworten · 3.055 Aufrufe

  1. #51
    Avatar von Serge

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    Re: ok, dann hier - warum haben Buddhastatuen

    Es gibt einige Darstellungsformen des Buddha. Aber die ersten indischen Buddhastatuen, Amaravati und Gupta, hatten zum Beispiel geschlossene Augen. Der Zustand der Meditation.

    Buddha wollte nicht dargestellt werden, und wenn, dann nur in der Pose des Lehres, nicht der des Gottes. Deshalb war mein Vater, abtruenniger Muslim zum Buddhismus, auch niemals ein Glaubensanhaenger, sondern, wie viele Inder, sah den Buddhismus eher als eine Philosophie an.

    Zum Thema Griechen - so hatten die Griechen natuerlich Kontakt zu buddhistischen Voelkern, nicht zuletzt war Alexander Herrscher von Nordindien. Gut, er war Mazedonier, aber vertrat natuerlich die griechische Schule. Es gibt ohne Frage Beschreibungen, in denen die Gottesverehrung der Inder - Bilder auf einem Schrein, wie man sie heute noch vielfach bei den Sikhs sieht - durch die Griechen beeinflusst wurde um dann Statuen zu verehren.

    Das hat ebenfalls einen relativ einfachen Grund - es gab kein Papier in Griechenland auf das haette gemalt werden koennen, also gab es Lehm oder Ton und Stein. Aus diesem wurde entweder gehauen oder es entstanden diese sagenhaften Mosaiken. In Indien, aus Nepal kommend, gab es dies bereits. Insbesondere in der Heimat Buddhas war "Papierherstellung" bekannt!

    Manche mutmassen gar, das daher die Darstellungen Buddhas abgeleitet wurden. Waehrend man aeltere Darstellungen sieht, die Buddha eher als lehrenden zeigen, stellen die Statuen ihn in eher seiner "Eigenschaft" als "Gott" dar, den Weg zur Erleuchtung ueber Meditation zu finden. Aehnlich wie die griechischen Goetter auch immer in ihrer Funktion dargestellt wurden. Und er steht, weil maennliche griechische Goetter immer standen, waehrend Abbildungen weiblicher Goetter eher sassen.

    Andere wiederum gehen davon aus, das bereits Darius diese Kultur nach Indien brachte, der zuvor Griechenland und dann Aegypten eroberte und dess Reich bis an die Grenzen des heutigen Indiens reichte. Das war 200 Jahre vor Alexander, 500 v. Chr. Kurz nach dem Tode Buddhas.

    Das hat dann auch wieder mit den geschlossenen Augen zu tun, da die griechischen Gotter keine echten Augen hatten.

    Vor den Steinstatuen soll es nur Holzschnitzereien von Buddha gegeben haben.

  2.  
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  3. #52
    Avatar von Dieter1

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    Re: ok, dann hier - warum haben Buddhastatuen

    "Zum Thema Griechen - so hatten die Griechen natuerlich Kontakt zu buddhistischen Voelkern, nicht zuletzt war Alexander Herrscher von Nordindien. Gut, er war Mazedonier, aber vertrat natuerlich die griechische Schule. Es gibt ohne Frage Beschreibungen, in denen die Gottesverehrung der Inder - Bilder auf einem Schrein, wie man sie heute noch vielfach bei den Sikhs sieht - durch die Griechen beeinflusst wurde um dann Statuen zu verehren."

    Serge,

    Alexander herschte nie ueber Nordindien. Seine Macht reichte bis zum Indus im heutigen Pakistan. Darius, der Perser, hatte es etwas weiter geschafft.

    Eine direkte Verbindung zwischen dem antiken Griechenland und dem Buddhismus seh ich daraus nicht. Der Buddhismus hat sich vom Nordosten Indiens nach Sueden und Osten weiterverbreitet und wurde bald vom Hinduismus aus Indien verdraengt. Zur Zeit Alexanders des Grossen kann ich mir allenfalls eine fluechtige Begegnung mit dem Hinduismus vortellen.

    Dieter

  4. #53
    Avatar von Serge

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    Re: ok, dann hier - warum haben Buddhastatuen

    Zitat Zitat von Dieter1",p="288406
    Seine Macht reichte bis zum Indus im heutigen Pakistan.
    Pakistan war bis 1947 Indien. Lahore war gar mal Hauptstadt von Indien, jetzt Pakistan. Das Punjab Gebiet, von dem Lahore die Hauptstadt war und das zwischen Indien und Pakistan geteilt ist, gilt als eine Wiege der indischen Kultur. Wenn Du zum Beispiel zum Inder essen gehst, sind die meisten Gerichte aus dem Punjab, wuerde sagen 85%.

    Man sagt, dass das Land, welches heute Indien heisst, zu dieser Zeit aehnlich dem deutschen Reich vor 1870 ein Vielfuerstentum war und unter dem Namen Jambudviddha, dem Land des bluehenden Apfelbaums, firmierte. Wenn man es genau nimmt, war es ein vedisches Reich, das sich vom heutigen Accra bis zum heutigen Kabul erstreckte. Daher auch der alte Name fuer Indien, Bharatavarsha, spaeter Bharat.

    Wer weiter in Indien vorankam, weiss ich gar nicht. Dachte immer Alexander kaeme eher aus dem Norden waehrend Darius aus dem Westen kam?? Die Schlacht von Alexander war beim heutigen Jhelum in Pakistan.

  5. #54
    Avatar von Serge

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    Re: ok, dann hier - warum haben Buddhastatuen

    Ach so, vergessen.
    Ob die Griechen den Buddhismus direkt beeinflusst haben, weiss ich nicht. Aber sie haben die Art und Weise der Gottesverehrung in Indien beeinflusst. Und somit eventuell auch die Form der Verehrung im Buddhismus.

  6. #55
    Avatar von Tschaang-Frank

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    Re: ok, dann hier - warum haben Buddhastatuen

    @Miphoo

    Wenn eine Heilslehre Sinn machen soll, dann kann das nur im Zusammenwirken von Menschen geschehen.
    Ich interessiere mich hauptsaechlich fuer die "Erkenntnisse/Lehrreden" Goatama's - sollte das bei dir auch so sein dann hast du ihn anscheinend nicht ganz verstanden
    Es hat einige Zeit gedauert bis er es als "foerdernd" ansah, wenn sich die Moenche in der Regenzeit zusammenfinden - sein Beweggrund um diese (zeitlich begrenzenten) Zusammenkuenfte zu akzeptieren hatte aber ausschliesslich pragmatische Gruende!!
    Seine "Heilslehre" bedarf eben nicht das Zusammenwirken von mehreren Menschen.
    So verstehe ich ihn zumindest :???:

  7. #56
    Avatar von Dieter1

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    Re: ok, dann hier - warum haben Buddhastatuen

    Zitat Zitat von Serge",p="288418
    Ach so, vergessen.
    Ob die Griechen den Buddhismus direkt beeinflusst haben, weiss ich nicht. Aber sie haben die Art und Weise der Gottesverehrung in Indien beeinflusst. Und somit eventuell auch die Form der Verehrung im Buddhismus.
    Serge,

    zwischen der Kultur des antiken Griechenland und der des Buddhismus bestand nie irgendein Zusammenhang.

    Das haut schon von der Zeit ueberhaupt nicht hin.

    Die Zeit Alexanders des Grossen war ja NACH der Zeit des antiken Griechenland.

    Dieter

  8. #57
    Avatar von eletiomel

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    Re: ok, dann hier - warum haben Buddhastatuen

    Historisch bezeichnet Antike im Sinne der klassischen Altertumswissenschaft die Zeit von der allmählichen Herausbildung der griechischen Staatenwelt bis zum Ende des weströmischen Reichs im Jahr 476 bzw. bis zum Tod des oströmischen Kaisers Justinian I. 565. Mitunter wird auch die arabische Expansion ab 632 als Enddatum genannt (siehe Islamische Expansion).

    Der Anfang der antiken Kultur im klassischen Sinne wird im Allgemeinen mit der Entstehungszeit der Homerischen Epen und dem Beginn der griechischen Kolonisation des Mittelmeerraums im 8. Jahrhunderts v. Chr. angesetzt. Die Griechen verbreiteten ihre Bildung und Kultur in den folgenden Jahrhunderten im gesamten Mittelmeerraum und seit Alexander dem Großen auch im Orient und nach Zentralasien hinein. Die Römer brachten die antike Kultur bis nach Mittel- und Nordwesteuropa, wo sie sich seit dem frühen Mittelalter zur christlich-abendländischen Kultur wandelte.

    Je nach Forschungsrichtung werden aber durchaus auch die Zeiten der minoischen und der mykenischen Kultur von etwa 1900–1100 v. Chr. sowie die Epoche der so genannten dunklen Jahrhunderte 1200–750 v. Chr. zur griechisch-römischen Antike gerechnet.

    Als Epochengrenzen zum Mittelalter sind auch die Jahre 325 (Konzil von Nicäa), 393 (letzte Olympische Spiele der Antike), 476 (Absetzung des Romulus Augustulus), 498 (Taufe des Frankenkönigs Chlodwig I.), 529 (Gründung des ersten abendländischen Mönchsklosters durch Benedikt von Nursia; zugleich Schließung der platonischen Akademie als symbolisches Datum in der Philosophie nach dem Tod des letzten antiken Philosophen Boëthius 524), der Tod Kaiser Justinians I. 565 oder die Eroberungszüge der Araber im 7. Jahrhundert vorgeschlagen worden. Im Allgemeinen wird das Ende der Antike heute etwa mit dem Jahr 600 angesetzt; darin kommt zum Ausdruck, dass es letztlich keinen eindeutigen einmaligen Einschnitt zwischen Altertum und Mittelalter gab.

    Zum Ende der Antike siehe vor allem Spätantike.

    wikipedia

  9. #58
    Avatar von Dieter1

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    Re: ok, dann hier - warum haben Buddhastatuen

    Mit dem antiken Griechenland meine ich die Bluetezeit der Kultur Athens und Spartas zwischen 500 und 350 vor Christus. Alexanders Zeit kam spaeter.

  10. #59
    Avatar von eletiomel

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    Re: ok, dann hier - warum haben Buddhastatuen

    da liegt eine kleine verwechslung vor.

    du meinst klassische Zeitalter Griechenlands.

    das endete mit dem erscheinen alexanders auf der weltbühne und seiner einigung/unterwerfung der griechischen polis als ein land unter einem könig.

    die antike umspannt eine viel grössere zeitspanne.

  11. #60
    Tramaico
    Avatar von Tramaico

    Re: ok, dann hier - warum haben Buddhastatuen

    @mipooh
    Ah, jetzt wird einiges klarer. Du spricht ein Thema an, bei dem ich auch oft nur den Kopf schuetteln konnte.

    - "Buddhisten" beten(??) zu Buddha und erbitten Hilfe vom Himmel, obwohl doch die Lehre besagt (hilf dir selbst, dann hilft dir Gott)
    - "Buddhisten" befragen Moenche hinsichlich der Lotteriezahlen um den Jackpot zu knacken
    - "Buddhisten" betreiben tambun unter der Praemisse hierfuer Gegenleistung zu bekommen, praktisch in dem Sinne, dass eine Kerze spendiert wird und dafuer regnet es dann morgen Geld
    (Man geht davon aus, dass Buddha (kein Gott sondern ein mortaler ehemaliger Lehrmeister) bestechlich ist
    etc. etc.

    Von echten Buddhisten, die sehr weit forgeschritten sind, wie z. B. der fast 90jaehrige oberste Moench in Thailand hat fuer all dies Verhalten eine klare (wortwoertliche) Botschaft: "Moenche, die solche nicht buddhistische Praktiken stuetzen oder gar foerdern, in dem sie gegen Bezahlung ihren Kunden auf den Kopf spuken um Segen und Glueck zu verheissen sind genau solche Idioten wie ihre Kunden. Die Rituale beim Tod wie Totenwache am Koerper des Verschiedenen sind verschwendete Zeit, denn der Geist ist bereits gegangen und was zurueck bleibt ist nur eine leere Huelle, der dort Huldigung erteilt wird. Es besteht keinerlei Nutzen fuer den Verschiedenen, denn dieser weiss nicht was da hinter ihm vorgeht. Fakto, es ist verschwendete Zeit und auch unbuddhistisch".

    Unser buddistischer Lehrmeister hat auf seiner langen Suche die Erkenntnis erworben, dann viele Wege und religoese Praktiken ins Nichts fuehren. Er hat unermuedlich gesucht und experimentiert und Stueck fuer Stueck das Puzzle zusammengesetzt, was ihm letztendlich zur Erleuchtung brachte und zur Befreiung vom menschlichen Leiden fuehrte. Die Realsierung der individuellen Harmonie der absoluten Ausgeglichenheit, befreit von Aerger, Frust, Aengsten - das Ziel. Manchmal mag dieser Status furchterregend sein, denn es ein Schweben im luftleeren Raum. Keine Gefuehle mehr praktisch wie ein Dasein im Nichts, da eine absolute Neutralitaet besteht.

    Der "Erleuchtete" ist am Ende des Zyklus angekommen, es ist die Endstation und somit hat sich der Kreis geschlossen und das menschliche Dasein ist erfuellt. Der Sinn des Lebens ist realisiet, der nicht aus essen, schlafen, betrinken, lieben, hassen, ueberleben etc. besteht sondern darin Erkenntnis zu erlangen. Die lange und entbehrungsreiche Durststrecke des Leidens, das Leben heisst, ist erfolgreich genommen.

    Das menschliche Hirn ist in seiner Denkstruktur limitiert und kann mit manchen Vorstellungen einfach nichts anfangen wie z. B. auch den Begriff "unendlich", da es sich zu sehr in festgelegten Bahnen bewegt. Allein der Versuch "unendlich" nach menschlichem Ermessen zu erfassen, fuehrt zu Kopfschmerzen. Wir streben nach Gerechtigkeit, wir wollen das Boese vernichten und die Welt perfektionieren, eine Aufgabe die von Menschen aber nicht realisierbar ist. Die Welt ist an sich schon perfekt, weil sie einfach ist wie sie ist. Die Gegensaetze halten sich die Balance und hierdurch entsteht Harmonie, das Bewegen auf dem Mittelweg zwischen den Extremen, zwischen Weiss und Schwarz, zwischen Liebe und Hass, zwischen Gut und Boese. Tendieren wir zu sehr zu einer Seite neigen wir zum Extremismus und fallen dann zwangslaeufig irgendwann vom Drahtseil.

    Du bist frustriert und veraergert ueber den Missbrauch, den die Leute um Dich treiben, wie sie die buddhistische Lehre mit Fuessen treten und dann noch behaupten Buddhisten zu sein, mit betrunkener lallender Stimme?

    Mipooh mach DU DIR die buddhistische Lehre zu nutzen und versuche nicht die, die sich so verhalten zu bekehren und auf die gute Seite zu ziehen, denn es ist nicht Sinn der buddhistischen Lehre die anderen zu bekehren und zur Glueckseeligkeit zu verhelfen, denn jeder muss seinen eigen Weg gehen. Wer Dich um Rat fragt, dem rate und lasse ihn von Deinem Wissen und Deinen Erfahrungen profitieren, aber lasse Dich nicht hinreissen die anderen zu beschimpfen, zu verdammen oder zu korrigieren in ihrem fuer Dich erscheinenden unbuddhistischen Verhalten. Nimm es einfach hin, so wie Du Deinen eigenen Tod eines Tages hinnehmen musst, als unabaenderbares Faktum.

    Dieses ist sehr sehr schwer, speziell weil das menschliche Ermessen absolut nicht im Einklang steht mit dem, was durch die Erleuchtung eigentlich erreicht werden soll. Darum, obwohl das Ziel so klar, deutlich und verstaendlich ist, ist es trotzdem so schwer zu erreichen. Somit dauert es eine sehr lange Zeit, ein ganzes Leben oder gar weitaus mehr ehe sich ueberhaupt etwas wie die Endstation am Horizont abzeichnet. Manche versuchen das Ziel dahingehend zu erreichen, dass sie sich der Thematik voll und ganz widmen und Moench oder Nonne werden, doch trotzdem bedeutet dies nicht, dass sie dadurch schneller oder zwangslaeufig dort hin kommen. Es gibt keine feste Regeln fuer das "wie" aber die buddhistische Lehre gibt bereits gute Richtlinien, basierend auf jemanden, der die Endstation erreicht hat.

    Dafuer, dass diese mortale Person unseren eigenen Weg uneigennuetzig erleichtert, verdient sie groessten Respekt. Sie nach ihrem Tod zum Gott zu stilisieren und gar weitere uebermenschliche Hilfe zu erbitten ist ungerecht. Es wurde bereits soviel, praktisch das komplette Handwerkszeug gegeben und immer noch nicht genug? Muss derjenige, der uns bereits Hammer und Nagel reicht, den Nagel auch noch fuer uns einschlagen?

    Mipooh, lass Dich nicht vom Frust und Aeger leiten sondern setze Dich ab. Versuche Dich von Deinem gefuehlsbedingten Leid zu befreien und eigene Ausgelichenheit zu erlangen trotz, oder gerade, wenn neben Dir die Betrunkenen laermen und ihren Scharlatan betreiben.

    Viel Glueck,
    Richard

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