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Notwehr?

Erstellt von lucky2103, 26.07.2011, 05:02 Uhr · 164 Antworten · 7.773 Aufrufe

  1. #151
    Tramaico
    Avatar von Tramaico
    Zitat Zitat von Chak Beitrag anzeigen
    Meine Frau besorgt das Schneckenkorn selber. Muss ich mir jetzt Sorgen machen?
    Wenn Du ein Schneckerich bist, sicherlich.

  2.  
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  3. #152
    Avatar von rolf2

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    das urpsrüngliche Thema ist ja mehr oder weniger durch.......

    @tramaico

    Du hattest geschrieben das Dich jetzt Jeet kune do von Bruce Lee interressiert, dessen Wurzeln ja das WingTsun/oder (WC oder VC ist ja egal) ist. Jedenfalls war er ja Schüler Jip Mans in Hongkong.

    WT ist ja ein System was nach bestimmten Inhalten zunächst trainiert, und später komplett frei nach den WT Prinzipien angewandt wird.

    Ich frage mich ob Bruce jetzt diesem System nur einen anderen Namen gegeben hat aber immer noch nach den gleichen Prinzipien handelt. Sicherlich hat er für Fimleffekte ganz andere Tritte und Sprünge dazugenommen und adaptiert, wegen des Showeffektes. In seinen Film-Kämpfen sieht man nur wenig WT, eigentlich mehr hartes Kungfu und ein mix aus verschiedensten Stilen.

    Seine Ideen habe ich gelesen, nur wie will man das unterrichten oder weitergeben ?

    trainierst Du das System unter einem Lehrer ?

  4. #153
    Tramaico
    Avatar von Tramaico
    WT hat mich eigentlich schon immer interessiert, nur war es zu meiner aktiven Zeit einfach noch nicht weit genug verbreitet und wurde nicht in unserer Gegend gelehrt. Schaffte mir somit Lehrbuecher von Keith Kernspecht an und schnueffelte da mal rein ohne das eigentliche Prinzip zu verstehen. Zwischenzeitlich ist ja duch das Internet der Zugriff zu Informationen erheblich leichter geworden und somit kann man sich ueber vieles ein besseres Bild machen.

    In meiner Jugend war ich ein treuer Juenger der klassischen Systeme und was der Sensei sagt ist praktisch Gesetz. Ob eine Technik tatsaechlich Sinn macht oder nicht, war niemals die Frage. Sie wird einfach trainiert, bis sie perfekt sitzt. Das Resultat ist dann letztendlich der "unbesiegbar Mr. Miyagi". Mythos, wie er natuerlich durch die Medien gefoerdert wird. Edler Kaempfer und rein in Psyche und Physik. Natuerlich wird immer der Opponent, der gegen das Prinzip des Budos verstoesst besiegt, da sonst die "heile" Welt ja zusammenbrechen wuerde.

    Fern jedoch alle Realitaet. Ein kompletter MMA-Fighter wird "Mr. Miyagi" in Sekundenschnelle aus der Jacke hauen. Ohne "Ki", innere Kraft bla, bla, bla... Das wurde immer offensichtlicher je mehr in mich mit der Thematik beschaeftigte.

    Der junge Bruce Lee war auch von seinem Kung Fu ueberzeugt, bis er von einem westlichen Boxer die Jacke voll bekam. Eine Welt brach fuer ihn zusammen, genauso wie bei mir. Frueher hielt ich Karate fuer die wirkungsvoller Kampfart ueber die scheinbar "sanfteren" Systeme wie z. B. Judo, Jiu Jitsu, Aikido etc. Beim Karate kommen ja Schlaege und Tritte zur Anwendung und wenn da so ein dussliger Judoka ankommt, dann haue oder trete ich den einfach um, eher er mich packen kann. MMA-Fights stellen die Sitution aber ein wenig anders da. So leicht wie gerne in den Filem dargestellt wird ist es naemlich gar nicht einen Schlag oder Tritt wirkungsvoll zu landen und wenn man von einem guten "Kontaktkaempfer" geschnappt wird, da hat es sich ausgeschlagen und ausgetreten. Haette ich eigentlich viel eher realisieren muessen, denn in meiner Kindheit war ich viel eher Ringer als Boxer und wurde obwohl ich ein echter Haenfling war auf diese Weise spielend mit meinen Klassenkameraden fertig. Eignete mir einfach ein paar "Ticks" aus einem alten "Jiu Jitsu" Buch meines Vaters an. Der Gegner wollte zwar boxen, aber ich suchte geradewegs den Koerper- und Bodenkampf. Es ist recht leicht an den Gegner heranzukommen, wenn dieses ein unerfahrener Kaempfer ist und wenn man ihn einmal hat und da die paar Tricks anwendet, dann ist er schnell im Griff und man kann alles mit ihm machen, wenn man ihn erst einmal in einem Hebel hat.

    Hier ist dann die Schwaeche des Karateka, des Mr. Miyagi. Was ist die Loesung. Frueher meinte ich, einfach mehrere klassiche Systeme gleichzeitig trainieren, was aber einen riesigen Zeitaufwand bedeuten wuerde, da es ja bei den traditionellen Kampfarten darauf ankommt, diese Kampfkunst technisch zu perfektionieren. Zwar wird man sich sicherlich im Laufe der Jahre erstaunliche Faehigkeiten in seinem speziellen Stil oder Stilen aneignen, aber nun ja, man verschwendet aber auch gleichzeitig sehr viel Zeit. Es wird versucht zur perfekten Technik zu gelangen, was zwar bei Guertelpruefungen und bei Turnieren von essentieller Wichtigkeit ist, aber nicht im realen Kampf.

    Im realen Kampf kommt es nicht auf die perfekte Technik an, sondern einzig und allein auf die Wirksamkeit. Den Gegner kampfunfaehig machen. Ohne Schnoerkel, ohne Schoenheit und ohne "korrekte" Technik. Die wenigsten MMA-Fights werden durch "schoene" Techniken gewonnen sondern mittels dem groesseren Herzen und der groesseren Brutalitaet.

    Bei den klassischen Systemen ist Etikette, Fairness, Ritterlichkeit oftmals von Bedeutung. Achtung vor dem Gegner als Mensch. Im richtigen Leben ist dieses jedoch unrealistisch und kann gar fatal sein.

    WT ist zwar ein echtes Selbstverteidigungssystem und wurde auf Effiziens entwickelt, dass einem "schwachen" Gegner die Moeglichkeit geben soll einen koerperlich ueberlegenen zu besiegen. Dennoch ist es klassisch und enthaelt meiner Meinung nach noch zu viele Komponenten, die eigentlich entbehrlich sind. Jahrelanges Training ist erforderlich, um zum "Sifu", zum Experten zu werden.

    Hier setzte dann Bruce Lee an. Er analysierte die verschiedenen Techniken rein auf Effizienz im realen Kampf. Es ist nicht mehr wichtig in welchem Winkel sich nun der Fuss beim Kick befindet sondern einzig und allein, dass er auf dem kuerzesten Weg in's Ziel findet. Somit empfiehlt ja auch Jeet Kune Do, dass die starke Hand bzw. das starke Bein fuehren sollte, waehrend der klassische Kampf das Gegenteil lehrt. Die "schwache" Seite fuehrt und versucht den Weg fuer die starke Technik zu bahnen. Siehe beim Boxen. Jap, Jap... Bums. Macht aber eigentlich wenig Sinn, denn in den seltesten Faellen beendet ja der Jap einen Kampf sondern der Bums. Ergo macht es Sinn, dass die "Bumshand" so nah wie moeglich am Gegner ist.

    Jeet Kune Do ist stark von WT gepraegt obwohl dies im Kampf eigentlich nicht mehr zu erkennen ist. Die traditionellen Aspekte wurden rausgeworfen. Der WT-Kaempfer scheint ja weitestgehend mit offenen Haenden zu kaempfen mit recht weit vorgestreckter Fuehrungshand. Er sucht den Kontakt zum Gegner. "Klebende Haende" sagen die Kameraden wohl dazu. Mit dem Gegner Kontakt suchen um dann auf seine Aktionen zu reagieren. Der JKD man scheint meinen Beobachtungen nach eher in klassischer Boxstellung zu stehen, vorzugsweise mit der starken Faust fuehrend. Hier hat wohl das klassische Boxen Einzug gehalten. Anders als WT ist JKD kein klassisches System und Bruce Lee sagte ja selbst, dass es eigentlich kein eigener Stil oder System ist. Es gibt eigentlich keine echten "vorgeschriebenen" Techniken, keine Kombinationen. Keine definierte Reaktion auf eine Aktion, wie sie ja in den klassischen Systemen durch uendliche Wiederholungen eingeschliffen wird.

    Es reicht lediglich wirkungsvoll schlagen, treten, hebeln, greifen, wuergen, werfen etc. zu koennen. Wie dann auf einen Angriff tatsaechlich reagiert wird, ist nicht vorgezeichnet. Die Reaktion ergibt sich rein aus der Aktion und die "Richtigkeit" der Technik ist bedeutungslos. Es ist praktisch das Prinzip des Strassenkaempfes. Der Zweck heiligt die Mittel. Der Kaempfer ist nicht mehr in seinem "Kampfstil" gefangen, sondern er agiert rein zweckmaessig. Notfalls beisst er dem Gegner in die Nase, wenn es erforderlich ist.

    So ist, wie ich JKD verstehe und meine wie es Bruce Lee verstanden haben wollte. Nein, ich habe JKD nie trainiert und auch noch nie einen JKD-Trainere getroffen. Noch nicht einmal bei JKD-Training zugesehen, dennoch hat es mich zum Nachdenken gebracht und gepraegt. Durch ein Buch, was ich mir vor einiger Zeit zulegte (ich schwanke zwischen WT und JKD, entschied mich dann aber fuer JKD weil ich der Klassik muede bin). Will noch nicht einmal mehr unter einem Lehrer trainieren sondern moechte selbst beurteilen was gut und richtig fuer mich ist. Den Anweisungen meines ehemaligen Karate Trainers (damals 3. Dan) folgend habe ich mir das linke Knie demoliert, wovon ich auch heute nach 20 Jahren etwas habe. Kreuzband und Innenbandriss mit anschliessender Operation und wobei das Kreuzband mit einer Schraube fixiert wurde. Immer noch keine 100%ige Vollstreckung und Beugung, weniger Kraft und Belastbarkeit im linken Bein. Das Knie schwillt bei starker Belastung auch an und bedarf staendiger taeglicher Fuersorge in Form von Yoga-Uebungen, damit ich nicht wie ein 80-jaehriger dahergeschlurft komme. Beim Fehler war, dass ich auf Veranlassung des Senseis eine Seitensprungtechnik wie besessen trainierte. Bei einem damaligen Koerpergewicht von 96kg, langer Trainingspause und erst 8. Trainingseinheit nach einem Neuanstieg und entsprechender koeperliches Steifheit. War damals Violettgurt und nun ja meinte, ein 3. Dan ist ein 3. Dan. Nur der Harte kommt in Garten, keine Schwaeche. So wie es vom "Meister" eingefordert wird, obwohl ich es eigentlich haette besser wissen muessen. Eine Kombination, die in's Auge gehen musste, was sie dann auch tat.

    Heute liegt bei mir die erster Stelle Arbeit an Verbesserung der Gelenkigkeit und der physischen Staerke. Technik ist sehr sekundaer geworden. Keine High Kicks, Round House Kicks etc. sondern wenn ich heute in einen Kampf gehen wuerde, geradeaus vorwaerts auf gerade Linie und simple Trittechniken maximal bis Bauchhoehe. Distanz verkuerzen und dann bums, bums, bums mit allem was drinnen ist. Stark vom WT bzw. JKD gepraegt. Nachfolgend ein Video von einem JKD-Kaempfer. Die Prallelen zum WT sind sicherlich unuebersehbar aber nun ja, nichts klassisches sondern an die moderne Welt angepasst. Keine Schnoerkel, keine Kompromisse sondern einfach nur den Gegner zerstoeren. Wie, ist eigentlich voellig egal:



    Die koerperliche Fitness und Staerke ist bei einem Kaempfer wesentlich und je fitter, gelenkiger, staerker er ist umso besser. Kleines duennes Kind oder alter klappriger Mann besiegt einen 100kg Fighter rein durch Technik und Atemtechnik ist in letztendlich in der realen Welt nur eins. Bullshit.

    Zwar heisst es, dass WT keine besonderen koeperlichen Faehigkeiten voraussetzt und man auch als realtiv unfitter wirksam kaempfen kann, aber dies ist natuerlich nur relativ. Das mag zwar im Falle eines unerfahrenen Gegners zutreffen, aber nicht, wenn man auf einen echten Streetfighter trifft. Gegen einen kampferfahrenen Hooligan wird "Vaeterchen" ziemlich alt aussehen, denn der Unhold muss nur ein einiges Mal in's Ziel kommen und noch nicht mal mit voller Wumme. Ein relativ leicher Nasenstueber, wird naemlich Vaeterchen recht schnell die Traenen in die Aeuglein treiben und kampfunfaehig machen. Auch wenn er dem Holligan eigentlich vorher dreimal mit seiner welken Faust mit all seiner Kraft welche auf die Fressleiste gehaemmert hat. Reicht die Schlagkraft nicht aus, dann wird ein Strassenkaempfe dadurch nicht kampfunfaehig. Fazit: Nicht nur an der Technik sondern unbedingt auch an der physischen Staerke arbeiten. Im uebrigen auch ein Rat vom guten alten Bruce. Er meinte, obwohl es nicht ratsam ist einen High Kick in einem echten Kampf einzusetzen ist es trotzdem diesen zu ueben, weil es eben der physischen Fitness durchaus zutraeglich ist.

    In einem Kampf macht realistisch gesehen vielleicht Technik nur 20% aus. Herz, physische Konstitution, Erfahrung sind von weitaus groesserer Bedeutung. Unzweifelhaft sind somit klassische Kampfsportarten eine gute Methode um die koeperliche Fitness zu trainieren, aber nun ja, im realen Kampf kommen dann andere Komponenten zum Tragen. Der wirksame Bums vor der schoenen Technik.

  5. #154
    Avatar von Nokhu

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    Zitat Zitat von Chak Beitrag anzeigen
    Weiß jemand wie ich an einen Waffenschein komme?
    Mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit garnicht.

    @thomas69
    Abgewandeltes Sprichwort : Hochmut kommt vor dem Stich.

  6. #155
    Avatar von rolf2

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    @Tramaico

    schöner ausführlicher Aufsatz, kann Dir nur beipflichten, sehe ich fast alles genauso oder ähnlich.
    Ich trainiere meine Schüler heute deswegen anders als noch vor 5 Jahren, zwar klassisch, aber mit der Betonung auf die wirkungsvollsten agressivsten Techiken und das ist immer noch Distanzverkürzung und mit Kettenfaustserien oder Ellbogen die Sache im Keim ersticken.

    Die eigentliche "Kunst" des WT, nämlich die des Nachgebens und die Kraft des Gegenrs zunächst ins Leere zu leiten und dann gegen ihn selbst einzusetzen stellt sich erst nach vielen Jahren ein. Wer bereit ist lange genug zu trainieren wird diese Art der Kraftnutzung irgendwann auch anwenden können und dann hat der Oppa oder die Frau mit geringem Körpergewicht gegnüber dem "Starken" tatsächlich echte Chancen.

    Als Lehrer muss man die persönlichen Realitäten des Schülers berücksichtigen um ihm eine echte Chance im Kampf mitgeben zu können. Wer hat heutzutage schon den Willen oder die Zeit mehr als vielleicht 4 Stunden pro Woche zu trainieren?

    In jedem Unterricht weise ich aufgrund dieses Wissens darauf hin, das ein Kampf möglicherwiese im Krankenhaus, Gefängnis, Rollstuhl oder auf dem Friedhof endet. Ich fördere in jedem Fall die Bereitschaft sich nicht aufs kämpfen einzulassen, sondern zeige die Möglichkeiten der Deeskaltion bzw. Vermeidung von Kampfsituationen auf, sowohl körperlich durch Gestik und Auftreten als auch psychich durch Analyse des Agressors oder auch des Verteidigers.

    Jedem vorgebildeten Kampfsportler zeige ich in kürzester Zeit mit dem Gummimesser was ein echter Messekampf bedeutet, und........

    ich zerschnippel jeden oder ramme einfach blindlings entschlossen das Messer in den Bauch des vermeintlichen Messerkämpers, egal aus welcher klassischen Schule er auch kommt. Ich wundere mich ehrlich gesagt immer wieder über soviel Dummheit die einem da begegnet. Diese "Lehrer" genauso wie Dein dritter Dan sollten eigentlich lieber nicht ausbilden oder sich hinstellen und ihren Schülern verklickern das ein Messer locker zu händeln ist.

    Sowas ist in höchstem Maße schlicht verantwortungslos und wird durch dieses unsinnige klassische Sensai-Schüler Gehabe leider gefördert.

    Jedenfalls danke nochmal für Deine sehr realistische Darstellung und Antwort, das Video funzt leider nicht in Deutschland.

  7. #156
    Tramaico
    Avatar von Tramaico
    Zitat Zitat von rolf2 Beitrag anzeigen
    ...das Video funzt leider nicht in Deutschland.
    Wieder einmal nicht. Scheiss GEMA.

    Eigentlich nur Bestaetigung fuer Deine Aussage Distanzverkuerzung und Kettenfauststoesse durch "Tommy Carruthers". Wenn Du diesen Namen in Google eingibst, dann solltest Du eigentlich auf ein Video stossen, das auch in Deutschland funzt und dann bestaetigt finden, dass JKD doch sehr stark auf WT basiert. In seinen Filmen hat Bruce Lee natuerlich choreographiert "gekaempft" mit High Kicks, Schlagabtausch etc. Rein fuer das Auge. Waere irgendwie fuer den Zuschauer nicht befriedigend, wenn er seine Gegner in einer Schlag-/Trittlawine innerhalb von Sekunden platt macht und diese dann nicht mehr aufstehen. Kurzum, in seinen Filmen zeigt Bruce Lee lediglich seine Akrobatik, Schnelligkeit und Staerke aber nicht wirklich JKD und dann ist in der Tat die Verwandschaft zum WT schwerlich zu erkennen.

    Hier mal ein Video aus der Realitaet, auf das ich zufaellig gestossen bin. Es zeigt einen echten Fighter, anscheinend einen Boxer. Er ueberrennt die beiden offensichtlich kampfunerfahrenen Gegner mit einer regelrechten Schlaglawine und laesst Ihnen dadurch praktisch kein Abwehrschance. Zumindest ist er nicht nachtragend, denn dann waeren die beiden Aersche mit Sicherheit nicht mehr aufgestanden:


  8. #157
    Avatar von Pee Niko

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    Zitat Zitat von Tramaico Beitrag anzeigen
    [...] mit all seiner Kraft welche auf die Fressleiste gehaemmert hat. Reicht die Schlagkraft nicht aus, dann wird ein Strassenkaempfe dadurch nicht kampfunfaehig. [...]
    Das erinnert mich an eine Begebenheit kurz nach der Wende in Bitterfeld.
    Ich war damals für eine Gelsenkirchener Firma im Tiefbau unterwegs und hatten dort einen ganz Schwung "Natives" eingestellt.

    Einer davon, ein LKW-Fahrer, entpuppte sich als anhaltinischer Box-Meister im Fliegengewicht, so aus der Erinnerung heraus > 1.60 m bei ca. 50 kg.
    Mit diesem Besagten 'drehte' ich an einem verregneten November-Nachmittag schließlich ein paar Runden in einer Leergarage in unseren Baustellencamp, nur um festzustellen, dass er mich jederzeit, in jedem Augenblick, ganz nach Gusto, mit einem müden Arschgrinsen besiegen konnte. Selbst wenn ich den Bengel in der Ecke auf einen Hocker festgebunden hätte, wäre es ihm wahrscheinlich gelungen, nur mit Kopfarbeit meine Schläge auszupendeln. Mächtig frustrierend.

    Aber selbst dieser schon recht erfolgreiche und gut trainierte "Kampfsportler" gab ohne Umschweife zu, dass er in der Realität seine Chancen, aus einem ernsthaften Prügelei mit einem (damals noch) mehr als halbzentner schwereren Gegner unbeschadet herauszukommen, mehr als fiktiv sieht. Außer natürlich, er hätte einen ordentlichen W50-Montierhebel zur Hand.

  9. #158
    Avatar von rolf2

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    @Tramaico

    Tommy ist schon ein schnelles Kerlchen und beim Boxerfilm wird deutlich was konsequenter Angrif bedeutet, allerdings wurde dieser Vorgang aufgezeichnet und der "Verteidiger"
    der eigentlich seine Chance nutzt die beiden Kontrahenten überraschend selbst anzugreifen, hätte mit dem Notwehrparapraphen ein echtes Problem

    Emin Boztepe hat mal auf einem Lehrgang sehr gut die WT-Prinzipien dargestellt, vielleicht kennst Du das ja noch nicht, das soll keine Werbung darstellen sondern informieren. Ich repektiere alle anderen Kampfsportarten und Kamfkünste, jedes System hat Vor.- und Nachteile, sich ein wenig umzuschauen kann niemals schaden und man wird nicht dümmer dabei, also viel Spaß Tramaico

    Eine Kernaussage: "You can do a lot of show, but in real u have to crash the guy"


    Teil 1

    Teil 2

    Teil 3

    Teil 4

    Teil 5

    Teil 6

    Teil 7

    hier wird noch mal das Messer erklärt man beachte auch hier das Emin empfielht abzuhauen wenn es zum Messerkampf kommt


  10. #159
    Tramaico
    Avatar von Tramaico
    Zitat Zitat von rolf2 Beitrag anzeigen
    ...hätte mit dem Notwehrparapraphen ein echtes Problem
    Ja, es besteht die Gefahr an einen depperten Richter zu geraten, der keine Vorstellung hat, was Streetfight bedeutet. Auf dem Film ist aber andererseits klar zu erkennen, dass einer der Agressoren die Frau attackiert und dass die beiden Kameraden nicht unbedingte Schmachthaken sind. Die Reaktion des VERTEIDIGERS war meiner Auffassung mag, die einzig vernuenftige. Er wusste ja nicht, was die anderen drauf haben, ob sie eventuell Waffen haben und nun ja, es ging ja dazu auch noch um zwei gegen einen. Also ich wuerde im Problemfall gerne das Verteidigungskonzept aufstellen, waehrend das Verhalten der beiden ..........n in keiner Weise zu rechtfertigen ist. Sie kalkulierten darauf, dass es zu keiner Gegenwehr kommt und brachen somit das Gesetz. Wurden voellig grundlos taetig. Wie koennen solche Wesen das Gesetz fuer sich in Anspruch nehmen? Glueck gehabt, dass sie es lediglich mit ein paar Beulen ueberlebt haben.

    Aber wie gesagt, vor depperten Richtern ist man nie gefeiht. Speziell heutzutage und speziell auch in Deutschland. Hatten vor ein paar Jahren mal ein Seminar zum Thema "Notwehr" in unserem Karateverein. Richter war selbst 1. Dan Shotokan. Er informierte uns, wie ER in bestimmten Situationen geurteilt haette, doch wie er ausdruecklich darauf hin, er wisse natuerlich nicht, wie ein Kollege die Sache sehe. Durch seine Kampfsporterfahrung hatte er sicherlich eine Vorstellung von gewalttaetiger Auseinandersetzung, was natuerlich bei so einem Spaet-68er ehemals Eierkuchen-Hippie nicht der Fall ist, fuer den schon ein scharfer Blick gegebenenfalls schwere Koerperverletzung ist.

    Selbst sage ich mir aber, lieber ein Kampf mit einem Papiertiger als einem echten. Ein echter hat wirkliche Zaehne und ist lebensgefaehrlich, was aber bei einem Rechtsverdreher nicht der Fall ist. Im Moment der Wahrheit ein klein wenig zu zoegerlich, kann boese Folgen haben. Daher notfalls den echten Tiger toeten und sich dann spaeter um den Papiertiger kuemmern als tot zu sein und nur noch auf dem Papier zu existieren. Pazifisten werden mich nun sicherlich nicht in ihr Gebet einschliessen, aber das ist nicht schlimm. Kann ich besser mit leben, als im Himmel Harfe zu spielen. Bin naemlich sehr unmusikalisch.

    Aha, Biographie Emin Boztepe in Wikipedia. Ein echter Fighter. Das was ueber Sieg und Niederlage letztendlich entscheidet und nicht die Stilart. Jeder Stil ist besser als gar keiner, wobei die Pazifisten natuerlich auch wieder die Augen verdrehen. Besser brain als brawn bla, bla, bla... Papperlapapp, brain AND brawn ist die beste Lebensversicherung um fuer ALLE Faelle bestmoeglich gewappnet zu sein.

  11. #160
    Avatar von rolf2

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    Zitat Zitat von Tramaico Beitrag anzeigen
    Ja, es besteht die Gefahr an einen depperten Richter zu geraten, der keine Vorstellung hat, was Streetfight bedeutet. Auf dem Film ist aber andererseits klar zu erkennen, dass einer der Agressoren die Frau attackiert und dass die beiden Kameraden nicht unbedingte Schmachthaken sind. Die Reaktion des VERTEIDIGERS war meiner Auffassung mag, die einzig vernuenftige. Er wusste ja nicht, was die anderen drauf haben, ob sie eventuell Waffen haben und nun ja, es ging ja dazu auch noch um zwei gegen einen. Also ich wuerde im Problemfall gerne das Verteidigungskonzept aufstellen, waehrend das Verhalten der beiden ..........n in keiner Weise zu rechtfertigen ist. Sie kalkulierten darauf, dass es zu keiner Gegenwehr kommt und brachen somit das Gesetz. Wurden voellig grundlos taetig. Wie koennen solche Wesen das Gesetz fuer sich in Anspruch nehmen? Glueck gehabt, dass sie es lediglich mit ein paar Beulen ueberlebt haben.

    Aber wie gesagt, vor depperten Richtern ist man nie gefeiht. Speziell heutzutage und speziell auch in Deutschland. Hatten vor ein paar Jahren mal ein Seminar zum Thema "Notwehr" in unserem Karateverein. Richter war selbst 1. Dan Shotokan. Er informierte uns, wie ER in bestimmten Situationen geurteilt haette, doch wie er ausdruecklich darauf hin, er wisse natuerlich nicht, wie ein Kollege die Sache sehe. Durch seine Kampfsporterfahrung hatte er sicherlich eine Vorstellung von gewalttaetiger Auseinandersetzung, was natuerlich bei so einem Spaet-68er ehemals Eierkuchen-Hippie nicht der Fall ist, fuer den schon ein scharfer Blick gegebenenfalls schwere Koerperverletzung ist.

    :
    Der Richter hat besthende Gesetze anzuwenden alles andere wäre Rechtsbeugung.

    Wir haben hier ein Agression gegenüber der Frau gesehen, die nichtmal eindeutig zweifelsfrei mit Absicht ausgeführt wurde, da der eine Bursche ihr ja den Rücken zudrehte und eventuel nur zufällig die Frau im Gesicht traf.
    Eine unmittelbare weitere Gefahr wurde durch die beiden Jungesn auch nicht dargestellt, der Boxer hat jedoch ohne weiteres und ohne selbst bedroht zu werden, oder das seine Freundin weiter bedroht wurde, zugeschlagen und zwar nicht nur beim "Agressor sondern auch gleich beim anderen, ohne das dieser irgend einen Angriff getätigt hätte.
    Im Grunde wurden hier zwei gaaaanz harmlose Passanten von einem durchgeknallten Boxer angegriffen, bloß weil einer zufällig bei einer unwillkürlichen Bewegung die Frau im Gesicht traf und sich auch sogleich entschuldigen wollte, leider aber nicht merh dazu im Stande war, da er sich ja plötzlich verteidigen musste.

    So würde das höchstwahrscheinlich ein Richter deuten nach Ansicht des Videos.

    Bloße Vermutung reicht nicht aus um präventiv ein paar Leuten aufs Maul zu hauen. Dieser kleine Vorfall zeigt halt auch das es nicht so einfach mit der Notwehr ist und man sich im Zweifel mit ner Anzeige und Schadenersatz herumzuprügeln hat.

    Ob der Vorfall damit nun erledigt war ist auch unklar, die beiden Jungs folgen dem Paar ja noch und ziehen vieleicht ihre bis dahin nicht sichtbaren Messer, insofern hätte der Boxer die beiden Jungens vielleicht besser noch ein wenig weiter bearbeitet?

    Auch wäre es möglich gewesen einen weiteren Bogen im Sicherheitsabstand zu den beiden Gestalten zu machen, man kann einiges aus diesem Video lernen.

    Unter anderem das das wahre Leben plötzlich und chaotisch ist und für alle Seiten überraschend

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