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Musik - analog vs. digital

Erstellt von Micha L, 07.11.2008, 13:23 Uhr · 60 Antworten · 3.632 Aufrufe

  1. #21
    Avatar von x-pat

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    Re: wo lebt ihr???

    Zitat Zitat von kcwknarf",p="652377
    Klaus Lage beschrieb das mal wunderbar im Stück "Knisternde Spuren", weil bei jedem kleinen Kratzer auch ein Stück Erinnerung hochkommt.
    Etwa so:

    "Krack!" - Besoffen am Samstag Abend gegen den Plattenspieler gelaufen.

    "Knister, knister..." - Achja, das Unglück mit der halbvollen Cola-Dose.

    "Krrrkkrrr..." - Sabotageversuch mit den Fingernägeln der Ex-freundin.

    Ich persönlich verzichte auf das Knistern lieber. Das Märchen von der besseren Dynamik, die analoge Tonträger angeblich haben sollen ist von der Unterhaltungselektronikindustrie erfunden worden um die astronomischen Preise von High-End HiFi Geräten zu rechtfertigen. Das hat in den 80er Jahren mal seine Berechtigung gehabt, ist aber technisch längst passé. Warum sonst setzt heute jedes Tonstudio Digitaltechnik ein?

    Es gibt auch eine ähnliche Diskussionen bzgl. Röhrenverstärkern versus Halbleiterverstärkern. Für Musikinstrumente gibt es schon lange Transistor-Schaltkreis-basierte Verstärker, die die Charakteristik von Röhrengeräten perfekt simulieren. Trotzdem gibt es im High-End Bereich immer noch Röhrenverstärker zu kaufen. Ich vermute, dass hat eher etwas mit Nostalgie zu tun... schließlich gibt es auch unter den Musikern Puristen.

    Bei vielen historischen Aufnahmen (bis in die 60er Jahre hinein und später) ist der technische Firlefanz ohnehin hinfällig, weil die Aufnahmequalität viel zu schlecht ist. Das wird vor allen Dingen bei den Jazz Classics oft hörbar. Letztendlich zählt jedoch immer die musikalische Qualität und nicht die Daten im Analyser Spektrum.

    Cheers, X-Pat

  2.  
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  3. #22
    Avatar von maphrao

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    Re: wo lebt ihr???

    Wenn die Songs gut MP3-kodiert wurden, wird ein normaler Mensch keinen Unterschied zum Original raushören. Da muss man schon ein extrem gutes Gehör haben und zudem sehr genau hinhören, dann mag das für einige möglich sein. Einbildung ist aber auch ne Bildung

  4. #23
    Avatar von Conrad

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    Re: wo lebt ihr???

    Da bin ich mir zu 100% absolut sicher, dass es ein Riesenunterschied ist, eine Symphonie von Gustav Mahler beispielsweise vom New Yorker Philharmonieorchester auf CD und als MP3 zu hören. Das ist ein Unterschied wie Tag und Nacht.

    Das kann man nicht mit einem Konzert der Stones vergleichen. Da fällt der Unterschied zwischen CD und mp3 sicher überhaupt nicht auf.

  5. #24
    Avatar von mipooh

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    Re: wo lebt ihr???

    Einbildung ist aber auch ne Bildung
    So isses.

  6. #25
    Avatar von x-pat

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    Re: wo lebt ihr???

    Zitat Zitat von maphrao",p="652431
    Wenn die Songs gut MP3-kodiert wurden, wird ein normaler Mensch keinen Unterschied zum Original raushören. Da muss man schon ein extrem gutes Gehör haben und zudem sehr genau hinhören, dann mag das für einige möglich sein.
    Ich habe damit schon mal Experimente gemacht und ich ziehe die Grenze da bei ca. 128 kbps Bitrate. Bei Aufnahmen mit höheren Bitraten hört man es wirklich nicht mehr. Verräterisch sind oft Solo-Sequenzen mit einzelnen Instrumenten, auch Becken mit ihren hohen Frequenzen, oder raumakustische Effekte. Ich vermute, dass der Unterschied den manche hören eher in der verschiedenen Signalcharakteristik der Abspielgeräte begründet liegt. Das hat aber mit der Musik nicht so viel zu tun.

    Cheers, X-Pat

  7. #26
    Avatar von Volker M. aus HH.

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    Re: wo lebt ihr???

    Wer mal einen Klasse A Roehrenverstaaerker mit entsprechenden Boxen gehoert hat, wird das nicht mehr als Nostalgie bezeichnen. Eine Anlage in dieser Liga ist nur leider schnell 5-stellig und das nicht in Baht ;-D
    Technisch am naechsten kommt der Roehre noch der Mosfet.

    Uebrigens die echten Freaks haben keine Schallplatten von der Stange gekauft sondern Japanpressung als Direktschnitt. Da ist nix mit Mastern und kopieren. Wenn sich einer verdaddelt ist der Rohling hin.

    Ich konnte mir das damals leider nicht leisten, aber ein Kumpel hatte so alles was es fuer Geld und gute Worte gab. Nakamishi 3-Kopf Tapedeck und wie hiess noch dieser Plattenspieler von rolls royce ?

    Spaetestens mit dem Einzug der Frequenzmodulation bei Synthezisern ist Rock/Pop ebenso anspruchsvoll wie Klassik an das Soundsystem. Mit z. B. einem DX7 von Yamaha lassen sich Frequenzen erzeugen, die ein CD Player mit 44KHz Samplingrate ueberfordern. Man hoert diese Frequenzen nicht aber sie wirken indirekt auf den Sound.
    Wen es interessiert...http://www.inventionen.de/Studio/ProTools/FM/index.html

    nostalgische Gruesse

    Volker

  8. #27
    Avatar von Micha L

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    Re: wo lebt ihr???

    Hallo x-pat und ihr alle,

    ich habe noch keinen Vergleich mp3 - CD gemacht, sondern höre einfach CD.

    Daß es wehtut die geliebten Tonträger inkl. Cover nicht mehr dabei zuhaben, kann ich nachvollziehen.

    Was die Aufnahmen betrifft: Da ist besonders Pop dynamisch komprimiert. Aber im Jazz gibt es viele audiophile Aufnahmen.
    Daß, eine gute Aufnahme vorausgesetzt, die Vinyl weniger Dynamik hat als die CD ist allgemein bekannt. Der Reiz des Vinylklangs erzeugt das Plattenspielerabtastsystem mit (angenehmen) Verzerrungen.
    Ein guter (eventuell getunter) CD-Player ist aber gleichfalls frei von "digitaler" Härte (mein Sony ist Swoboda-modifiziert)

    Gruß

    Micha

  9. #28
    Avatar von spartakus1

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    Re: wo lebt ihr???

    Vielleicht sollte man einen eigenen Thread eröffnen: Schallplatten, cd und MP3.... oder so.

    Aber irgendwie passen die letzten Beiträge nicht unbedingt zum Thema.

  10. #29
    Avatar von Micha L

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    Re: wo lebt ihr???

    Manchen ist es wichtig, daß das Zeugs auch dort funktioniert

  11. #30
    ray
    Avatar von ray

    Re: Musik - analog vs. digital

    Zitat Zitat von x-pat",p="652372
    Zitat Zitat von Jon Doe",p="652179
    Wer hat da HiFi gesagt ??!!
    [picture]
    Die Abnahme eines akustischen Schlagzeugs erforderte 9-10 Mikrofone und eine gute Stunde Justierung, bis der Sound richtig eingestellt war. Wenn du heute in ein Tonstudio gehst, siehst du diese Geräte -falls überhaupt- in einer staubigen Ecke, und das hat einen guten Grund.
    Servus,

    so ganz kann ich das so nicht ohne Widerspruch stehenlassen!

    Ich habe mit meiner Band in diesem Jahr eine CD aufgenommen und an meiner Schießbude waren immer noch 9 Mikrophone. Irgendwie muss das Zeugs ja in den Kasten, ob Digital oder Analog. Außer man nimmt den "kleinen Japaner" aber wer möchte das schon.

    Unser sehr junger Toningeneur hat sich sogar die Mühe gemacht und zusätzlich zum Bassdrummikro noch einen Lautsprecher als zweites Mikro zu verwenden. Wie schon der Toningeneur der Beatles - ganz früher mal. :bravo:

    Gruß Ray

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