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Meinungsfreiheit und Demokratie

Erstellt von kcwknarf, 27.05.2008, 09:26 Uhr · 123 Antworten · 5.211 Aufrufe

  1. #61
    Avatar von soulshine22

    Registriert seit
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    Re: Meinungsfreiheit und Demokratie

    Eventuell Jörg, so wie Thaimax oben gemeint hat, reden wir einfach aneinander vorbei und denken vielleicht sogar gleich darüber. Mich störten nur diese Schlagworte. Das kann man auch anders ausdrücken.

    Diese Zitat von dir: "linke eieiei alle sind Brüder" ist auch nicht meine Welt. Muss aber ehrlich eingestehen... leider nicht mehr.

    Grüße nach Hamburg (ich war da leider noch nie, würd's mir aber gern mal ansehen)

    Chris

  2.  
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  3. #62
    hello_farang
    Avatar von hello_farang

    Re: Meinungsfreiheit und Demokratie

    Was ist denn Demokratie?

    Fuer mich - und nicht nach Duden-Definition - ist es
    - das Recht aber nicht die Pflicht alle vier Jahre waehlen zu duerfen.
    - meine Meinung frei aeussern zu duerfen, solange es im gruenen Bereich bleibt.
    - tun und lassen zu duerfen was man will, wenn es im gruenen Bereich bleibt.
    - Demonstrationsrecht, sogar fuer die Freax von der NPD.
    - Tolleranz gegenueber allen Menschen, egal welcher Religion, Hautfarbe, Rasse, 5exueller Ausrichtung, etc...
    - sich zwischen Wehr- oder Ersatzdienst entscheiden zu koennen.
    - mit Polizeibeamten lautstark diskutieren zu duerfen, ohne gleich einen Knueppel in die Fresse zu bekommen.
    - die Moeglichkeit, das sogar ein ehem. Kravallbruder Aussenminister werden kann (und er war nichtmal der Schlechteste).
    - Veranstaltungen wie der Karneval der Kulturen, die Loveparade, oder der CSD.
    - Gaslieferungen aus Russland, bei denen die Deutschen vor rund 60 Jahren 27 Millionen Menschen getoetet haben.
    - mehr faellt mir erstmal nicht ein, aber es reicht mir auch.

    Ich bin kein ueberzeugter Demokrat, dafuer ist meine Vergangenheit viel zu extrem und praegend gewesen. Aber mit den Jahren wird man ruhiger und ich nehme mir das Recht, was man mir anbietet. Bin froh drueber, das es heute in Deutschland so ist wie es ist, obwohl es viel zu meckern gibt. Vieles liegt hier im Argen, aber eine Demokratie muss sowas aushalten. Sonst gehts zurueck in den Kommunismus oder Faschismus. Stasi 2.0 (Schaeuble) laesst gruessen...

    Chock dii, hello_farang

  4. #63
    Avatar von Chris61

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    Re: Meinungsfreiheit und Demokratie

    @kcwknarf

    Nein, denn wir brauchen auch keine Steuern.
    Wenn Leute etwas gemeinsames wollen, können die sich zusammenschließen und es aus eigener Tasche bezahlen, z.B. Fernstraßen. Und die, die nicht zahlen, müssen halt dann Maut zahlen.


    Sorry, aber das ist etwas naiv. Wer bezahlt dann die Subventionen für den öffentlichen Nahverkehr? Nach deiner Regel müsste jedes Ticket doppelt soviel kosten, ebenso wie ein Museumsbesuch. Entwicklungshilfe gibt´s auch nicht mehr, staatlich bezahlte Forschung ebenso, die Bundeswehr wird abgeschafft (Afghanistan, Ex-Jugoslawien, etc. haben eben Pech gehabt) und wenn irgendein Krieg kommt haben wir alle Pech gehabt, wenn bei dir eingebrochen wird, bekommst du eine Rechnung der Polizei, dass sie ermittelt (bei Morden wird gar nicht ermittelt, es sei denn ein Hinterbliebener zahlt, Schulen und Kindergärten werden nur von den sie Nutzenden bezahlt (und die Studenten jammern schon jetzt bei 500 Euro je Semester), etc.

    Außerdem fällt das Solidarprinzip ganz weg. Egal ob arm oder reich - gleiche Dienstleistung, gleicher Preis.

  5. #64
    Sioux
    Avatar von Sioux

    Re: Meinungsfreiheit und Demokratie

    Zitat Zitat von hello_farang",p="593699
    Was ist denn Demokratie?
    Gibt es ueberhaupt einen Begriff der so wenig aussagt und unter dem jeder etwas anderes verstehen kann wie eben Demokratie?

    Zum aktuellen Zustand der deutschen Republik lege ich jedem das Buch von Heribert Prantl ans Herz. Der Leiter des Ressorts Imnnenpolitik der Sueddeutschen Zeitung und ehemalige Richter legt den Finger sehr gut in die aktuellen Wunden.
    Der Terrorist als Gesetzgeber -
    Wie man mit Angst Politik macht


    Ansonsten wer was aendern will:


    Sioux

  6. #65
    hello_farang
    Avatar von hello_farang

    Re: Meinungsfreiheit und Demokratie

    Jau Indianer,
    genau das mit dem Hans Soellner, das meinte ich.

    Ich lasse mir keine Meinung vorschreiben, ich bilde sie mir lieber selbst.

    Bin in den wilden 1980ern erwachsen geworden -wo die Haeuser in Berlin besetzt und Polizisten massiv angegriffen wurden. Aus heutiger Sicht waren es einige Fehler, die ich damals begangen habe (und die zum Glueck schon verjaehrt sind, sonst wuerde ich nicht oeffentlich darueber schreiben), aber es war eben auch die praegende Phase. Widerstand auf der Strasse, und zwar nicht Klein-Klein, sondern richtig. Auch wenn es ungesetzlich war, schwerer Landfriedensbruch, Widerstand gegen die Staatsgewalt und so, die ganze Nation, und die DDR, und die ganze Welt hat auf Berlin geblickt.

    Schon damals musste jedem klar sein, das in dem Staat irgendwas nicht stimmt, wenn im reichen Deutschland der Mob auf der Strasse regiert und randaliert...

    Als die DDR dann in die Knie gegangen ist, haben Freunde und und ich die Chance genutzt, und ein leerstehendes Haus im PrenzlBerg besetzt (fuer mich damals noch Ostberlin und eine Hauptstadt im Ausland). Es wurde akzeptiert, bevor noch mehr Strassenkampf losgeht. Ich wohne noch heute in dem Haus.

    Chock dii, hello_farang

  7. #66
    Avatar von kcwknarf

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    Re: Meinungsfreiheit und Demokratie

    Zitat Zitat von Chris61",p="593700
    Wer bezahlt dann die Subventionen für den öffentlichen Nahverkehr?
    Wie bisher auch - die Bürger. Allerdings nur diejenigen, die ihn nutzen, bzw. für nötig halten. Wie gesagt fallen ja Verwaltungskosten weg - somit würden die Fahrkosten wohl auch kaum höher als bisher sein.
    Zudem würde es auch den Ideenreichtum fördern, z.B. mehr Privatinitiative (Fahrgemeinschaften bilden).

    Zitat Zitat von Chris61",p="593700
    Nach deiner Regel müsste jedes Ticket doppelt soviel kosten, ebenso wie ein Museumsbesuch.
    Es gibt ohnehin kaum Museen, die keinen Eintritt kosten. Warum soll man dafür nicht bezahlen, wenn man sich dafür interessiert? Der Bildungsgewinn bei einem Museumbesuch ist wohl kaum noch relevant, zumal nahezu alle Informationen im Internet praktsich gratis zu finden sind.
    Andere Kultureinrichtungen wie Kino, TV, Konzert/Theaterhallen kosten ja auch ihren Preis.

    Zitat Zitat von Chris61",p="593700
    Entwicklungshilfe gibt´s auch nicht mehr
    Natürlich. Zu freiwilligen Spenden sind die Menschen immer gerne bereit - vor allem, wenn sie mehr Geld in der Tasche haben durch den Wegfall der Steuer.
    Emtwicklungshilfe durch die Steuern sind Zwangsspenden für Dinge, die man selber vielleicht gar nicht unterstützen würde.

    Zitat Zitat von Chris61",p="593700
    staatlich bezahlte Forschung ebenso
    Das erledigt die Wirtschaft nach den Marktgesetzen. Die wollen Geld verdienen, also müssen sie auch entsprechend forschen. Das Geld haben sie genug, da ja auch sie Steuern sparen.

    Zitat Zitat von Chris61",p="593700
    die Bundeswehr wird abgeschafft (Afghanistan, Ex-Jugoslawien, etc. haben eben Pech gehabt)
    Da es nach meinem System keine Staaten mehr gibt, benötigt auch kein Land einen Schutz. Nach dem Gesetz (nichts tun, was andere verletzt) sind Verbrechen in Afghanistan nicht erlaubt. Den Rest erledigt die Polizei.

    Zitat Zitat von Chris61",p="593700
    bekommst du eine Rechnung der Polizei
    Das lässt sich auch privat organisieren. Polizei könnte man wie eine Art private Versicherung bezahlen. Hat man keine, bezahlt man tatsächlich privat, bekommt aber das Geld vom Verbrecher später wieder.
    Und noch besser: findet der Polizei den wahren(!) Täter nicht, muss sie für die Kosten aufkommen. Dadurch würde die Faulheit mancher Polizisten auch weniger werden.

    Bei Zivilklagen läuft das doch heute schon so. Die Polizei hält sich da raus. Man muss sich erst einen Anwalt holen, ihn bezahlen und hoffen, dass der Richter später zu seinen Gunsten entscheidet. Nur ist heutzutage der Anwalt gut raus, egal, ob er gut oder schlecht ist.

    Zitat Zitat von Chris61",p="593700
    Schulen und Kindergärten werden nur von den sie Nutzenden bezahlt
    Auch das lässt sich durch Privatinitiativen regeln. Ich halte eh nichts von einem staatlich gesteuerten Schulsystem - viel zu uneffektiv.

    Zitat Zitat von Chris61",p="593700
    Außerdem fällt das Solidarprinzip ganz weg.
    Eben gerade nicht. Dadurch, dass man privat viel mehr machen muss und auf Nachbarschaftshilfe angewiesen ist, muss man auch selber solidarischer werden.

  8. #67
    Avatar von Samuianer

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    Re: Meinungsfreiheit und Demokratie

    Zitat Zitat von kcwknarf",p="593665
    ....
    Jeder bezahlt nur das, was er will. Das wäre Demokratie.
    In einem Supermarkt bezahle ich ja auch nur für die Dinge, die ich essen will und nicht den Durchschnitt aller Verbraucher.

    Durch dieses System kann jeder auch eine Menge sparen (allein schon durch die Abschaffung der Verwaltung und Bürokratie). Es fließt mehr Geld, die Wirtschaft floriert, es gibt keine Arbeitslose, kein Sozialneid, Ausländer werden wieder gerne gesehen und es gebe keine Armut und somit kann man auch auf Sozialsystem verzichten. Durch das harmonischere Zusammenleben wird dann auch den Kranken, die ihre Kosten nicht mehr zahlen können, auch mal unter Nachbarn unter die Arme gegriffen..
    Das ist halt deine umwerfende Sicht der Dinge, welcome to Alice im Wonderland!

    Was meinst du was du Alles durchschnittlich, als "Umlage" in jedem Produkt, mitbezahlst!?

  9. #68
    Avatar von Hippo

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    Re: Meinungsfreiheit und Demokratie

    Wie bisher auch - die Bürger. Allerdings nur diejenigen, die ihn nutzen, bzw. für nötig halten. Wie gesagt fallen ja Verwaltungskosten weg - somit würden die Fahrkosten wohl auch kaum höher als bisher sein.
    Zudem würde es auch den Ideenreichtum fördern, z.B. mehr Privatinitiative (Fahrgemeinschaften bilden).
    Zu sowas faellt mir nur die Sig von @Serge ein.

  10. #69
    Avatar von Chris61

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    Re: Meinungsfreiheit und Demokratie

    @kcwknarf

    Du willst also die Steuern durch Versicherungen ersetzen. Ob das mal so besser ist? Und eben genau dadurch wird das Solidaritätsprinzip ausgehebelt. Die alleinerziehende Mutter muss genau den gleichen Beitrag zahlen wie der Millionär, damit im Fall der Fälle auch die Polizei kommt.

    Anfänglich schriebst du von einer Maut für Autofahrer statt der Steuer. Ok, und der Radfahrer zahlt auch Maut und der Fußgänger ebenfalls. Derjenige, der nachts unterwegs ist zahlt mehr, da er ja die Beleuchtung der Wege in Anspruch nimmt. Im Stadtpark und sonstigen öffentlichen Flächen wird Eintritt verlangt, da die Pflege der Flächen ja auch Geld kostet. Und die Mutter der drei Kinder, deren Ehemann plötzlich stirbt kann betteln gehen.

    Glaubst du wirklich, dass die Leute, kaum dass sie mehr Geld haben, die x Milliarden Euro plötzlich an Entwicklungshilfe spenden? Zusätzlich zu sonstigen Spenden, die sie normalerweise leisten würden?

    Sorry, die von dir ausgemalte Welt kann nicht funktionieren. Si9e ist einfach zu rosarot.

  11. #70
    Avatar von kcwknarf

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    Re: Meinungsfreiheit und Demokratie

    Zitat Zitat von Chris61",p="593807
    Du willst also die Steuern durch Versicherungen ersetzen. Ob das mal so besser ist? Und eben genau dadurch wird das Solidaritätsprinzip ausgehebelt. Die alleinerziehende Mutter muss genau den gleichen Beitrag zahlen wie der Millionär, damit im Fall der Fälle auch die Polizei kommt.
    Die Versicherung betrifft ja nur das Beispiel "Polizei". man muss das im Einzelfall prüfen. Das ist auch nur eine Idee, die ich mir gerade aus dem Ärmel geschüttelt habe. Die kann man sicherlich noch optimieren.

    Die alleinerziehende Mutter (gibt es in einer von mir vorgeschlagenen harmonischen Weltordnung ohenhin kaum noch, da viele unnötige Streitigkeiten und somit auch Scheidungen wegfallen) benötigt statistisch seltener die Polizei als ein Millionär, bei dem öfters mal eingebrochen wird. Von daher hat dieser doch insgesamt mehr Kosten.

    Es gibt viele Millionäre wie Bill Gates, die massenhaft spenden. Es kann auch gerade Unternehmensführern nicht freuen, wenn die Armut steigt. Denn dann kann ja keiner mehr seine Produkte kaufen. Also wird es sich automatisch einpendeln. Vielleicht nicht sofort, aber langfristig.

    Zitat Zitat von Chris61",p="593807
    Derjenige, der nachts unterwegs ist zahlt mehr, da er ja die Beleuchtung der Wege in Anspruch nimmt.
    Es muss nicht überall Maut geben. Es wird sicherlich Leuet geben, die solche Dinge kaufen und der Öffentlichkeit zur freien Verfügung anbieten. Unternehmen könnten so etwas auch sponsern. Steht dann halt ein Schild "Dieser Spielplatz wird gespondert von Haribo". Warum nicht? So einen großen Unterschied zur jetzigen Werbewelt wäre das doch auch nicht. Und es würde z.B. Kindern wirklich helfen.

    Zitat Zitat von Chris61",p="593807
    Und die Mutter der drei Kinder, deren Ehemann plötzlich stirbt kann betteln gehen.
    Es wird selten vorkommen, dass jemand gar keine Verwandten mehr hat, die helfen können. Natürlich basiert dieses System auf eine gesunde Großfamilie und Nachbarschaft. Wer natürlich mit seiner Art bei jedem aneckt, hat Pech. Sehe ich aber eher als Vorteil an, um gleichzeitig die Kriminalitätsrate zu senken.

    Es gibt in der Natur nur ganz selten Regierungssysteme. Trotzdem finden Vögel ihren Weg nach Afrika. Und sie wechseln sich an der Spitze ab. Klappt wunderbar.
    Und angeblich sind Menschen doch so viel intelligenter und zivilisierter als Tiere. Warum sollten die es also nicht hinbekommen. Es hat nur noch keiner versucht.

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