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Meinungen zum Thema - LEBEN - Evolution oder Schoepfung ?

Erstellt von Waitong, 11.05.2012, 05:46 Uhr · 144 Antworten · 6.969 Aufrufe

  1. #21
    Avatar von Waitong

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    Zitat Zitat von kcwknarf Beitrag anzeigen
    Das wird aber schwer. Jeder kann Eigenschaften erkennen, aber du versuchst dich mit Menschen auszutauschen, die eben anzweifeln, dass diese Eigenschaften Gott angehören. Und das liegt eben am Grundproblem, dass Gott so unterschiedlich definiert wird.

    Daran ändert ja auch das Lesen in der Bibel nichts. Weil der allgemeine Mensch derzeit nicht in der Lage ist, die dort eingesetzten "Bilder" entsprechend umzusetzen, sondern diese in das jeweilige Weltbild reinpresst. Und wenn es nicht passt, wird es eben als falsch interpretiert. Ist eben wie ein Puzzleteil, das nicht passen mag. Dabei müsste man einfach nur das Puzzle austauschen und schon passt es.

    @kcwknarf

    GOTT wird sehr unterschiedlich wahrgenommen, oftmals garnicht. Die unzureichenden Beschreibungen einzelner Menschen machen es nicht gerade einfach, sich ein "eigenes Bild" zu machen. Es ist und bleibt fuer uns Menschen eine persoenliche Erfahrung, die man auch mitteilen kann und soll, aber das ersetzt nicht die 'persoenliche Erfahrung'.

    Es gibt ein schoenes Beispiel das gut zu deinem Kommentar passt.


    Im Gleichnis Die blinden Männer und der Elefant untersucht eine Gruppe von Blinden – oder von Männern in völliger Dunkelheit – einen Elefanten, um zu begreifen, worum es sich bei

    diesem Tier handelt. Jeder untersucht einen anderen Körperteil (aber jeder nur einen Teil), wie zum Beispiel die Flanke oder einen Stoßzahn. Dann vergleichen sie ihre Erfahrungen

    untereinander und stellen fest, dass jede individuelle Erfahrung zu ihrer eigenen, vollständig unterschiedlichen Schlussfolgerungen führt.

    Im Gleichnis steht die Blindheit (oder das im Dunkeln sein) für nicht in der Lage sein, klar zu erkennen; der Elefant steht für eine Realität (oder eine Wahrheit).

    Die Geschichte soll aufzeigen, dass die Realität sehr unterschiedlich verstanden werden kann, je nachdem, welche Perspektive man hat oder wählt. Dies legt nahe, dass eine scheinbar

    absolute Wahrheit durch tatsächliche Erkenntnis von nur unvollständigen Wahrheiten auch nur "relativ absolut" oder "relativ wahr", d.h. individuell und subjektiv, verstanden werden

    kann.


    Quelle: Die blinden Männer und der Elefant

    So betrachtet bin ich nicht enttaeuscht oder anders negativ beruehrt, wenn andere Schreiber kommentieren wie sie zum Thema stehen.

    Ob Ablehnung oder Zustimmung - das wird an meinem Weg nichts mehr aendern .

  2.  
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  3. #22
    Avatar von kcwknarf

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    Zitat Zitat von Micha L Beitrag anzeigen
    Mit der Frage hat sich die Menschheit schon immer beschäftigt. Die es schließlich schafften, hatten klare Vorstellungen. Das Wie war die Frage und nicht das warum, die Vorgehensweise eher ingenieurmäßig-empirisch.
    Auch das unterscheidet ja die Wissenschaft nicht von der Religion: schon immer damit beschäftigt und die Gläubigen fragen ja auch nicht, warum es Gott gibt. Sie gehen ja erstmal von seiner Existenz aus und fragen sich eher, wie ich mit "seiner Lehre" umgehen soll. Die Frage nach dem, ob und warum stellen ja dann eher die Skeptiker oder diejenigen, die es - unabhängig von Religionen und Wissenschaft - genauer wissen wollen.

    Das Einzige, was Religion und Wissenschaft scheinbar unterscheidet ist die Vorgehensweise. Die Religion nimmt erst mal etwas als gegeben hin (den Glauben sozusagen als Realität, wodurch der Glauben insofern eigentlich gar kein Glauben ist, sondern vielmehr eine festgelegte Definition) und bildet daraus dann bestimmte Folgen für die Menschheit und des Einzelnen ab.

    Die Wissenschaft setzt dagegen zunächst eine These auf und untersucht diese auf Richtigkeit. Sie könnte also z.B. die These aufstellen "Gott existiert". Die Richtigkeit kann sie jedoch niemals feststellen. Und genau da setze ich mit meiner Begründung ein, dass der Wissenschaft etwas entscheidendes fehlt: nämlich eine Definition für Gott. Wenn die Wissenschaft Gott nicht definieren kann, kann auch niemand dessen Existenz beweisen, bzw. dessen Existenz widerlegen.
    Das geht auch nicht durch die einfache Behauptung: es gab keinen Schöpfungsprozeß, also auch keinen Gott. Denn dazu müsste man erstmal belegen, dass die Bibel wortwörtlich so gemeint ist.

    Ebenso geht die Behauptung: Urknall und Evolution, daher kein Gott nicht auf. Denn der Urknall könnte ja durch Gott "per Knopfdruck" ausgelöst worden sein mit all der Information der Schöpfung, die dann eben die Evolution war. Das wäre alles theretisch möglich. Ist weder beweisbar noch widerlegbar. Und erst recht kein Widerspruch zwischen Religion und Wissenschaft.

    Ob es nun Sinn macht, Gott anzubeten und auf Hilfe zu hoffen oder um in den Himmel zu kommen, ist ja eine ganz andere Frage. Aber um deren Sinn zu erkennen wäre es natürlich schon ratsam zu wissen, wer oder was Gott ist. Denn dann würde man ja erkennen, ob "er" einen Einfluss auf das jetzige Leben eines Einzelnen hätte, ob es einen "Himmel" gibt usw.
    Hier kann man es sich in der Tat einfach machen und einfach daran glauben und es als Realität annehmen. Das hängt dann wiederum vom Einzelnen ab und ist Privatsache, solange diese Frage völlig offen ist. Das aber alles Schwachsinn zu bezeichnen ist respektlos, da auch die Wissenschaftler bislang nicht das Gegenteil beweisen konnten (höchstens den genauen Wortlaut der von Menschen geschriebenen Bibel, was aber natürlich kein Beweis dafür ist, dass die Schöpfung nicht stattfand (wie gesagt kann sie die vereinfachte Bildform der Evolution sein), bzw. in der Gottesfrage).

    Ich sehe das Problem, dass es 3 Gruppierungen gibt, die viel zu festgelegt sind:
    - die Glaubensgruppen, die durch Erziehung und Umfeld so sehr geprägt sind, dass sie alles als gegeben hinnehmen ohne es jemals zu hinterfragen
    - die Zweifler, die durch Wissenschaft und ebenso dem Umfeld zu sehr geprägt sind und Religionen sehr oberflächlich betrachten
    - diejenigen, denen es völlig egal ist und sich noch nie Gedanken darüber gemacht haben, ob sie an einen Gott glauben sollen oder nicht

    Alle 3 Gruppen sind naturbedingt sehr schwer von ihrem Gedankenweg abzubringen.
    Es gibt wohl nur wenige Leute, die sich für as Thema interessieren, aber objektiv sind. Und daher gibt es eben auch sehr wenige alternative Denkmodelle (wie ich es versuche). Im Grunde gibt es nur schwarz oder weiß, entweder oder. Das finde ich sehr schade, denn damit kommt man der Wahrheit natürlich überhaupt nicht nahe. Vielleicht ist das aber auch gewollt - vielleicht von einem großen Schöpfer? Wer weiß....

    Ich forsche jedenfalls weiter - leider derzeit nur durch Logik und Verschieben von Definitionen möglich. Denn für mich ist das Thema das Spannendste überhaupt. Nicht, weil ich etwas für mich davon erwarte oder erhoffe, sondern weil ich einfach neugierig bin. Und was ist schöner, als das größte Rätsel der Welt zu lösen, wenn man schon alle Sudokus durch hat und damit zugleich einen der größten Konflikte der Erde (bedingt auch durch den Streit zwischen den Religionen) zu beenden?

  4. #23
    Avatar von kcwknarf

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    Zitat Zitat von Waitong Beitrag anzeigen
    Es gibt ein schoenes Beispiel das gut zu deinem Kommentar passt.
    Gutes Beispiel. Genauso meine ich es.

  5. #24
    Avatar von gerhardveer

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    Zitat Zitat von kcwknarf Beitrag anzeigen
    "schwache" Pflanzen- oder Tierarten gar nicht erst geben.
    Wenn Schaden an der Natur angerichtet wird, wird es die Natur selbst richten.
    Ich muss leider mein "Versprechen" brechen - ich kann diesen verantwortungslosen und bodenlosen Schwachsinn nicht unkommentiert lassen, da er direkt den genauso verantwortungslosen Naturzerstörern in die Hände arbeitet!
    "Schwache" Arten, die sich trotzdem halten, gibt es nicht. Wenn sie in eine genetische Sackgasse geraten, sterben sie aus - oft beschleunigt durch überlegene Konkurrenz mit gleichen ökologischen Nischenbedürfnissen. Oder aber die Ökofaktoren (= Selektionsfaktoren) ändern sich - zumindest Schlüsselfaktoren - wodurch eine Art schwach gemacht wird.
    Selbst richten wird "die Natur" zumindest was den menschlich verursachten Artenschwund anbelangt gar nichts. Wem das alles völlig egal ist und derjenige unter "Selbstreparatur" die Vermehrung der Individuenzahl von Allerweltsarten (laienhaft oft als "starke Arten" gesehen) auf Kosten der Vielfalt versteht - o.k. für ihn, aber nicht für die Natur! Jede durch menschliche Verantwortungslosigkeit ausgerottete Art ist eine einmalige genetische Kombination, die es nie wieder geben wird.
    Dazu zu sagen, dass die Natur es selbst richtet - mir fällt nichts mehr ein...
    Ich als Atheist glaube an die Selbstverantwortung des Menschen - vermutlich genauso spinnert wie der Glaube an irgendeine Erlösung vom selbstgebauten Desaster. Aber jeder religiöse Mensch, der mehr an Schöpfung denn an Evolution glaubt, sollte gerade wegen deren Einmaligkeit dem oben verzaften Mist energisch entgegen treten, derartige Sprüche kenne ich aus langjähriger Erfahrung im Natur- und Umweltschutz von Vertretern der Wirtschaft und Industrie...

  6. #25
    Avatar von kcwknarf

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    Zitat Zitat von gerhardveer Beitrag anzeigen
    Selbst richten wird "die Natur" zumindest was den menschlich verursachten Artenschwund anbelangt gar nichts. Wem das alles völlig egal ist und derjenige unter "Selbstreparatur" die Vermehrung der Individuenzahl von Allerweltsarten (laienhaft oft als "starke Arten" gesehen) auf Kosten der Vielfalt versteht - o.k. für ihn, aber nicht für die Natur!
    Damit sagst du ja praktisch, dass der Mensch stärker als die Natur ist. Der Mensch könne also die Natur austricken und sie teilweise vernichten oder kontrollieren?

    Sorry, aber das halte ich für sehr vermessen. Aber es entspricht deiner doch sehr kurzfristigen Denkweise. Ich bin ja auch ein großer Gegner von Umweltzerstörung durch den Menschen. Und es ist richtig, dass der Mensch viel Natur zerstört hat. Doch sind das alles kurzfristige Prozesse (auch wenn es mit unserem kurzen Menschenleben lang aussieht). Ich vergleich das mal mit einem Boxkampf, bei dem der Schwächere ab und zu auch mal einen Treffer setzt. Aber am Ende siegt dann doch der Stärkere, Schlauere, Ausdauernde oder wie auch immer.

    Der Mensch ist im Vergleich zur hochkomplexen Natur strohdumm und schwach wie ein Brot. Die Natur wird einen Weg finden, die Menschheit im Zaum zu halten oder - wenn es nicht anders geht - zu vernichten. Die Natur wird immer Wege finden,etwas dem Menschen entgegen zu setzen - ob durch Viren, Grippen, Naturkatatrophen, Evolutionsveränderungen oder ganz einfach durch Erkenntnis(!). Meinst du, deine Selbstverantwortung (die ich ja befürworte) fällt so vom Himmel? Nein, die Natur sieht, dass es dringend notwendig ist, den Menschen geistig schneller zu entwickeln, um selbst die Zerstörung der Erde zu stoppen. Schafft sie es nicht (bzw. nutzt der Mensch diesen Schub nicht) wird nicht die Natur zerstört, sondern der Mensch.

    Das heißt also nicht, dass der Mensch tatenlos zusehen soll, wie die Natur es richtet. Die Natur stellt uns vor die Wahl und gibt es entsprechende Möglichkeit. Ob wir sie nutzen oder nicht, liegt an uns. Der Natur ist es dabei völlig egal, was wir tun. Denn die Natur wird weiterleben - mit oder ohne uns. Insofern liegen unsere Vorstellungen ja dicht beieinander - nur eben aus einem anderen Bickwinkel der Mächtigkeit der Natur und des Menschen. Bei einer Sportwette würde ich mein Vermögen immer auf die Natur setzen. Der Mensch kann nur versuchen, mit möglichst wenig Schrammen aus dem Ring zu steigen.

  7. #26
    Avatar von Micha L

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    Zitat Zitat von kcwknarf Beitrag anzeigen
    Ich forsche jedenfalls weiter -
    Sagen wir, du machst Dir Deine Gedanken.............

  8. #27
    Avatar von Waitong

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    Zitat von Micha L
    Mit der Frage hat sich die Menschheit schon immer beschäftigt. Die es schließlich schafften, hatten klare Vorstellungen. Das Wie war die Frage und nicht das warum, die Vorgehensweise eher ingenieurmäßig-empirisch.


    Kommentar kcwknarf




    Auch das unterscheidet ja die Wissenschaft nicht von der Religion: schon immer damit beschäftigt und die Gläubigen fragen ja auch nicht, warum es Gott gibt. Sie gehen ja erstmal von seiner Existenz aus und fragen sich eher, wie ich mit "seiner Lehre" umgehen soll. Die Frage nach dem, ob und warum stellen ja dann eher die Skeptiker oder diejenigen, die es - unabhängig von Religionen und Wissenschaft - genauer wissen wollen.

    Das Einzige, was Religion und Wissenschaft scheinbar unterscheidet ist die Vorgehensweise. Die Religion nimmt erst mal etwas als gegeben hin (den Glauben sozusagen als Realität, wodurch der Glauben insofern eigentlich gar kein Glauben ist, sondern vielmehr eine festgelegte Definition) und bildet daraus dann bestimmte Folgen für die Menschheit und des Einzelnen ab.

    Die Wissenschaft setzt dagegen zunächst eine These auf und untersucht diese auf Richtigkeit. Sie könnte also z.B. die These aufstellen "Gott existiert". Die Richtigkeit kann sie jedoch niemals feststellen. Und genau da setze ich mit meiner Begründung ein, dass der Wissenschaft etwas entscheidendes fehlt: nämlich eine Definition für Gott. Wenn die Wissenschaft Gott nicht definieren kann, kann auch niemand dessen Existenz beweisen, bzw. dessen Existenz widerlegen.
    Das geht auch nicht durch die einfache Behauptung: es gab keinen Schöpfungsprozeß, also auch keinen Gott. Denn dazu müsste man erstmal belegen, dass die Bibel wortwörtlich so gemeint ist.

    Ebenso geht die Behauptung: Urknall und Evolution, daher kein Gott nicht auf. Denn der Urknall könnte ja durch Gott "per Knopfdruck" ausgelöst worden sein mit all der Information der Schöpfung, die dann eben die Evolution war. Das wäre alles theretisch möglich. Ist weder beweisbar noch widerlegbar. Und erst recht kein Widerspruch zwischen Religion und Wissenschaft.

    Ob es nun Sinn macht, Gott anzubeten und auf Hilfe zu hoffen oder um in den Himmel zu kommen, ist ja eine ganz andere Frage. Aber um deren Sinn zu erkennen wäre es natürlich schon ratsam zu wissen, wer oder was Gott ist. Denn dann würde man ja erkennen, ob "er" einen Einfluss auf das jetzige Leben eines Einzelnen hätte, ob es einen "Himmel" gibt usw.
    Hier kann man es sich in der Tat einfach machen und einfach daran glauben und es als Realität annehmen. Das hängt dann wiederum vom Einzelnen ab und ist Privatsache, solange diese Frage völlig offen ist. Das aber alles Schwachsinn zu bezeichnen ist respektlos, da auch die Wissenschaftler bislang nicht das Gegenteil beweisen konnten (höchstens den genauen Wortlaut der von Menschen geschriebenen Bibel, was aber natürlich kein Beweis dafür ist, dass die Schöpfung nicht stattfand (wie gesagt kann sie die vereinfachte Bildform der Evolution sein), bzw. in der Gottesfrage).

    Ich sehe das Problem, dass es 3 Gruppierungen gibt, die viel zu festgelegt sind:
    - die Glaubensgruppen, die durch Erziehung und Umfeld so sehr geprägt sind, dass sie alles als gegeben hinnehmen ohne es jemals zu hinterfragen
    - die Zweifler, die durch Wissenschaft und ebenso dem Umfeld zu sehr geprägt sind und Religionen sehr oberflächlich betrachten
    - diejenigen, denen es völlig egal ist und sich noch nie Gedanken darüber gemacht haben, ob sie an einen Gott glauben sollen oder nicht

    Alle 3 Gruppen sind naturbedingt sehr schwer von ihrem Gedankenweg abzubringen.
    Es gibt wohl nur wenige Leute, die sich für as Thema interessieren, aber objektiv sind. Und daher gibt es eben auch sehr wenige alternative Denkmodelle (wie ich es versuche). Im Grunde gibt es nur schwarz oder weiß, entweder oder. Das finde ich sehr schade, denn damit kommt man der Wahrheit natürlich überhaupt nicht nahe. Vielleicht ist das aber auch gewollt - vielleicht von einem großen Schöpfer? Wer weiß....

    Ich forsche jedenfalls weiter - leider derzeit nur durch Logik und Verschieben von Definitionen möglich. Denn für mich ist das Thema das Spannendste überhaupt. Nicht, weil ich etwas für mich davon erwarte oder erhoffe, sondern weil ich einfach neugierig bin. Und was ist schöner, als das größte Rätsel der Welt zu lösen, wenn man schon alle Sudokus durch hat und damit zugleich einen der größten Konflikte der Erde (bedingt auch durch den Streit zwischen den Religionen) zu beenden?


    @kcwknarf

    Du schreibst: "Ich forsche jedenfalls weiter - leider derzeit nur durch Logik und Verschieben von Definitionen möglich. Denn für mich ist das Thema das Spannendste überhaupt. Nicht, weil ich etwas für mich davon erwarte oder erhoffe, sondern weil ich einfach neugierig bin."


    Eben, darum geht es - weiter-forschen.

    Selbst eine der 'Ikonen unter den Atheisten' Prof. Antony Flew hatte sich weiterhin Gedanken gemacht und geforscht.

    Man glaubt es kaum er glaubte ploetzlich an einen Gott - obwohl er jahrzehntelang alles leugnete - auch bekaempfte.

    FLEW: I think that the most impressive arguments for God’s existence are those that are supported by recent scientific discoveries. I’ve never been much impressed by the kalam cosmological argument, and I don’t think it has gotten any stronger recently. However, I think the argument to Intelligent Design is enormously stronger than it was when I first met it.


    Hier geht's zu einem sehr interessanten Interview mit Prof. Antony Flew -------> Biola > Page 1 : Biola News & Communications

  9. #28
    Avatar von MadMac

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    Gott hin oder her. Ich finde Star Trek ziemlich genial. Besser als James Bond. Die hatten schon in den 60ern mehr Phantasie, und wie im Bond hat sich ja einiges bewahrheitet . In diesem Sinne...

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  10. #29
    Avatar von Waitong

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    Zitat von Waitong
    Warscheinlich wuerdest du genauso argumentieren wenn ich dir eine Arbeit, von Naturwissenschaftlern zum Lesen gebe, die auf ihrem Gebiet anerkannte Fachleute sind und an GOTT glauben (an @Tramaico gerichtet)


    Kommentar @X-pat

    Na gut, ich habe mir das Papier jetzt mal durchgelesen, und da ich von Haus aus Informatiker bin und mich daher angesprochen fühle, werde ich kurz darauf antworten.

    Mit den ersten Prämissen, der Definition der Naturwissenschaft, und das Information weder Materie noch Energie ist, habe ich kein Problem. Ich sehe Information als den Kreuzpunkt von Geist, Materie, und Energie.

    Die ersten Zweifel treten bei mir bei den fünf hierarchischen Ebenen auf. Die erste ist deckungsgleich mit der Shannon'schen Informationstheorie, die ich studiert habe. Keine Einwände. Die zweite und dritte sind korrekt, was symbolische Kommunikation betrifft, wie Sprache, aber bei biologischen Systemen von Syntax und Semantik zu sprechen macht für mich nicht besonders viel Sinn. Die vierte und fünfte (Pragmatik und Apobetik) stellen im Prinzip eine zusätzliche teleologische Ebene dar, die nicht nur entbehrlich sondern auch irreführend ist. Wenn man teleologische Prämissen einbaut ist es später natürlich nicht besonders schwer daraus einen theologischen Sinn abzuleiten. Absicht und Zielverfolgung sind von der Information selbst jedoch unabhängig. Beispiel: ich kann einen Computer so programmieren, dass er Kurzgeschichten aus beliebigen Sprachsequenzen zusammenbaut. Weder die generierten Geschichten noch der Compter verfolgt damit ein Ziel.

    NGI-1 und NGI-2 stimme ich zu, wobei NGI-1 unglücklich formuliert ist. NGI-3 ist Unsinn. Erstens widerspricht das der Shannon'schen Theorie und zweitens ist darin ja schon der Umkehrschluß des theologischen Arguments enthalten. NGI-4 ist teilweise korrekt. NGI-4a trifft nur für symbolische Kommunikation zu, NGI-4b und NGI-4c lehne ich a priori ab (im Prinzip identisch mit NGI-3), und NGI-4d ist widerum korrekt.

    Der Rest des Papiers zieht die theologische Schlussfolgerung, dass es aufgrund der Informationen in biologischen Entitäten einen Sinn und einen Sender geben muss (der natürlich mit Gott identifiziert wird), was ja bereits in den Prämissen enthalten ist und daher nicht besonders beeindruckt. Außerdem werden weitere Schlussfolgerung bezüglich der Eigenschaftes des "Sendergottes" gezogen, die zwar auf Anhieb folgerichtig erscheinen, aber ebenfalls auf fragwürdigen Prämissen basieren.

    Kurz gesagt, NGI-3 und NGI-4 sind keine Naturgesetze. Aus falschen Prämissen folgen falsche Schlüsse.

    Cheers, X-pat

    Jetzt interessiert es mich doch sehr, was du an NGI-3 und NGI-4 als falsch betrachtest.


    3. Die vier Naturgesetze über Information (NGI)
    NGI-1: Eine materielle Größe kann keine nicht-materielle Größe hervorbringen.
    Es ist unsere allgemeine Erfahrung, dass ein Apfelbaum Äpfel, ein Birnbaum Birnen
    und eine Distel Distelsamen hervorbringt. Ebenso bringen Pferde Pferdefohlen, Kühe
    Kuhkälber und Frauen Menschenkinder zur Welt. In gleicher Weise entnehmen wir der
    Beobachtung, dass eine materielle Größe niemals etwas Nicht-Materielles hervorbringt.
    Statt immateriell oder nichtmateriell verwenden wir durchgängig die Schreibweise
    „nicht-materiell", um den Gegensatz zu materiell noch deutlicher herauszustellen.
    NGI-2: Information ist eine nicht-materielle fundamentale Größe.
    Unsere Wirklichkeit, in der wir leben, lässt sich in zwei grundsätzlich zu unterscheidende
    Bereiche einteilen, nämlich in die
    materielle und nicht-materielle Welt. Die Materie
    verfügt über Masse, und diese ist im Gravitationsfeld wägbar. Im Unterschied dazu
    sind alle nicht-materiellen Größen (z. B. Information, Bewusstsein, Intelligenz, Wille)
    masselos. Dennoch gilt es festzuhalten, dass zur Speicherung und Übertragung von
    Information Materie und Energie erforderlich sind.
    NGI-3: In statistischen Prozessen kann keine Information entstehen.
    Statistische Prozesse sind rein physikalische oder chemische Prozesse, die ohne Zutun
    von steuernder Intelligenz ablaufen.
    NGI-4: Information kann nur durch einen intelligenten Sender entstehen.
    Ein intelligenter Sender (im Gegensatz zu einem maschinellen Sender) verfügt über
    Bewusstsein, ist mit eigenem Willen ausgestattet, ist kreativ, denkt selbständig und
    wirkt zielorientiert..
    NGI-4 ist ein sehr allgemeines Naturgesetz, aus dem sich mehrere speziellere Naturgesetze
    ableiten lassen.
    4
    NGI-4a: Jeder Code beruht auf der gegenseitigen Vereinbarung von Sender und
    Empfänger.
    NGI-4b: Es gibt keine neue Information ohne einen intelligenten Sender.
    NGI-4c: Jede Informationsübertragungskette kann zurückverfolgt werden bis zu
    einem intelligenten Sender
    .
    NGI-4d: Die Zuordnung von Bedeutung zu einem Satz von Symbolen ist ein geistiger
    Prozess, der Intelligenz erfordert.
    Nun nennen wir noch drei Bemerkungen B1, B2 und B3 von grundlegender Bedeutung:
    B1:
    Technische und biologische Maschinen können Information speichern, übertragen,
    decodieren und übersetzen,
    ohne die Zuordnung selbst zu verstehen. Diese sind dem
    Fall NGI-4c zuzuordnen.
    B2:
    Information ist die nicht-materielle Basis für alle technologischen und für alle biologischen
    Systeme.
    B3:
    Zur Speicherung von Information bedarf es eines materiellen Trägers.
    Im Folgenden werden mit Hilfe der Naturgesetze der Information acht weitreichende
    Schlussfolgerungen gezogen.


    Quelle: http://www.werner-gitt.de/down_deu/H...des_Lebens.pdf

  11. #30
    Tramaico
    Avatar von Tramaico
    Instinkt ist eine nicht-materielle Groesse, die auf keinem intelligenten Sender beruht sondern sich aus reiner Zweckmaessigkeit, nennen wir es Pragmatismus, generiert. Instinkt ist von ueberlebenswichtigerer Bedeutung als zum Beispiel Intelligenz. Die Basis von Instinkt obliegt somit nicht einem logisch, intelligenten Sender sondern es wird Information aus einer Impulsitaet generiert, dessen Ergebnis aber durchaus truegerisch sein kann, weil es nicht auf einem logisch, intelligenten Prozess beruht.

    Z. B. Fluchtreflex, der Reflex des Erschreckens, Furchtreflex. Verhalten kann nicht logisch intelligent erlaeutert werden, da es sich um eine Information von einem nicht intelligenten Sender handelt. Reflexe und Instinkte koennen jedoch durch Intelligenz manipuliert und gesteuert werden, das heisst das Bewusstsein ist durchaus in der Lage ueber das Unterbewusste zu dominieren. Glauben ist ebenfalls eine irrationale Information, die nicht zwingend auf einem intelligenten sondern meist reinem emotionalen Sender beruht. Glauben ist somit z. B. lediglich ein Reflex um im Unterbewusstsein sitzende Furcht zu kompensieren. Dieser Reflex ist durch logisch, intelligentes Agieren jedoch korrigierbar und somit wird das Bewusstsein dominant ueber das Unterbewusstsein.

    Ergo, der gesunde geistige Verstand ruft zur Rationalitaet auf, waehrend das emotionale Bauchgefuehl etwas anderes signalisiert. Entscheidungsprozesse werden erklaerbar resultierend in einer Bereitschaft zur absoluten Eigenverantwortung und manifestiert, dass die Vernunft hiearchisch noch ueber dem Verstand anzusiedeln ist. Der Verstand ist also durchaus in der Lage eine Schoepfungstheorie zu generieren und sie zu plausibilisieren, doch die Vernunft als Quellsender von nicht nur existenten Intelligenz sondern angewendeter Intelligenz wird zum dominanteren Steuermann. Der Verstand ist emotional aus der Bahn zu werfen, die Vernunft jedoch nicht.

    Aber, da koennte doch... es kann doch nicht vollends ausgeschlossen werden etc. sind Informationen, die zwar zur Generierung Verstand und einer gewissen Intelligenz beduerfen, aber wider jeglicher Vernunft sind. Intelligenz ist nicht gleichzusetzen mit angwendeter Intelligenz, da angewendete Intelligenz auf Vernunft basiert. Somit ist bei intelligentem design nicht vollends auszuschliessen, dass der Kreator im Grunde ein Depp ist, weil er das Potential der durchaus vorhandenden Intelligenz nicht nutzt. Somit erscheint dann auch vieles in der Bibel wiedergegebene wider jeglicher Vernunft. Somit koennte bei einem sensibel design durchaus ein Schoepfer logisch begruendet werden aber wohl kaum bei einem lediglichen intelligent design. Vorhandene Intelligenz befaehigt bestenfalls zu einer grenzenlosen Phantasie ist aber ohne die Komponente Vernunft unvollkommen und sogar nur scheinbar intelligent, weil das Konzept eher auf Emotion als auf wirklich angewendeter Intelligenz basiert.

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