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Meine Frau geht zu G. Schröder

Erstellt von Joerg_N, 27.10.2006, 13:16 Uhr · 116 Antworten · 10.917 Aufrufe

  1. #91
    Avatar von mipooh

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    Re: Meine Frau geht zu G. Schröder

    Soziale Gerechtigkeit ist nur ein Schlagwort
    Für mich nicht. Menschen zu einem Gegenstand von Marktwert werden zu lassen ist die eigentliche Schwäche der Marktwirtschaft.
    Dieses Modell wird sich genauso überholen wie das von Dir genannte Modell DDR bereits überholt ist. Nur nicht gerade heute nachmittag...

  2.  
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  3. #92
    Avatar von Conrad

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    Re: Meine Frau geht zu G. Schröder

    Zitat Zitat von mipooh",p="417615
    Für mich nicht. Menschen zu einem Gegenstand von Marktwert werden zu lassen ist die eigentliche Schwäche der Marktwirtschaft.
    Dieses Modell wird sich genauso überholen wie das von Dir genannte Modell DDR bereits überholt ist. Nur nicht gerade heute nachmittag...
    Letztendlich muß jeder seinen Ar.sch zu Markte tragen , wenn er Geld für seinen Lebensunterhalt verdienen will.

    Wenn du Musiker bist, mußt du ebenfalls deinen A.sch anbieten, um Engagements zu bekommen. Wenn du ein Geschäft hast, must du dich den Kunden gegenüber verbiegen, damit sie bei dir kaufen.

    Das ist weltweit überall so und ich bin bis zum heutigen Tage gut gefahren mit diesem "System". Es ist der Handel mit Waren aller Art und deine Arbeitskraft/Intelligenz/Kreativität ist ebenfalls Gegenstand des Kaufen und Verkaufens.

    Es ist leider eine Neidgesellschaft u. jeder gönnt dem anderen nicht so recht die Butter aufs Brot und das ist schon immer so gewesen u. wird auch immer so bleiben.

    Der Staat muß die Schwachen beschützen in einer entwickelten Industriegesellschaft wie unserer, dafür zahlen wir ja auch Steuern. Das ist richtig so, keine Frage. Ich bin jedenfalls ein entschiedener Gegner eines Brutal-Kapitalismus ohne Rücksicht auf den Einzelnen.

    Aber letztlich muß auch jeder nach seinen Fähigkeiten bezahlt werden. Und das wird immer Grund von Neid sein.

    Wenn ich an Bill Gates denke.... Er ist der reichste Mensch auf dieser Erde aber auch nachweislich der größte Wohltäter der Milliardensummen spendet um Medikament gegen Aids zu finden und anderes.

    Wie lautet noch der schöne Spruch ? Wer reich stirbt, stirbt in Schande...

  4. #93
    Chak3
    Avatar von Chak3

    Re: Meine Frau geht zu G. Schröder

    Zitat Zitat von mipooh",p="417615
    Soziale Gerechtigkeit ist nur ein Schlagwort
    Für mich nicht. Menschen zu einem Gegenstand von Marktwert werden zu lassen ist die eigentliche Schwäche der Marktwirtschaft.
    Dieses Modell wird sich genauso überholen wie das von Dir genannte Modell DDR bereits überholt ist. Nur nicht gerade heute nachmittag...
    Interessant wäre nur zu wissen, welche dritte Alternative dir da vorschwebt, denn mir erschließt sich da nicht unbedingt eine.

    Nebenbei darf man auch nicht vergessen, dass in anderen Ländern die Gehaltsunterschiede noch wesentlich größer sind. Thailand ist da ein sehr gutes und naheliegendes Beispiel. Ich kann aber nicht gerade erkennen, dass die Bevölkerung dort auf die Barrikaden geht.

    Ich sehe auch eher, dass die Einkommensunterschiede geringer werden, wenn man sich die Anfangsgehälter heutiger Universitätsabsolventen ansieht.

  5. #94
    Kali
    Avatar von Kali

    Re: Meine Frau geht zu G. Schröder

    Zitat Zitat von Chak3",p="417658
    [...] welche dritte Alternative dir da vorschwebt, [...]
    Ich weiß nicht, welche mipooh vorschwebt, doch dieses wäre eine - dritte - Alternative: Der dritte Weg - gerade nach dem ´Prager Frühlung´ hochaktuell gewesen, und von daher mir noch in Erinnerung.
    Allerdings war zu dem Zeitpunkt noch keine Rede von der 'Globalisierung' gewesen.

  6. #95
    Avatar von Conrad

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    Re: Meine Frau geht zu G. Schröder

    Zitat Zitat von Kali",p="417672
    Der dritte Weg - gerade nach dem ´Prager Frühlung´ hochaktuell gewesen, und von daher mir noch in Erinnerung.
    Allerdings war zu dem Zeitpunkt noch keine Rede von der ´Globalisierung´ gewesen.
    Den dritten Weg gehen wir ja schon in den meisten Ländern der EU mit der sog. sozialen Marktwirtschaft. Und dieses Modell funktioniert bis heute relativ gut. Vor allem in skandinavischen Ländern ist die ganze Gesellschaft nicht auf Konfrontation sondern auf Konsens eingestellt.

    In Dänemark bekommt ein Arbeitsloser 90% seines letzten Nettogehalts bis zu 4 Jahre als Arbeitslosengeld.

    Warum ?

    Weil in Dänemark jeder relativ leicht eine vergleichbar bezahlte neue Stelle findet, im Falle eines Arbeitsplatzverlustes.

    Das ist in D bisher leider nicht so.

    Und was eigentlich ist "soziale Gerechtigkeit" ? Ich verstehe das so, daß keiner etwas bekommt im Fall der Arbeitslosigkeit. Aber das dann eben auch keiner etwas für eine wie immer geartete Arbeitslosenversicherung bezahlt.

    Aber ob das besser funktionieren würde ? Wahrscheinlich nicht. Die solidarische Konsensgesellschaft ist eindeutig das bessere Modell und die funktioniert bis auf den heutigen Tag relativ gut, auch wenn es mal knirscht im Getriebe.

  7. #96
    Chak3
    Avatar von Chak3

    Re: Meine Frau geht zu G. Schröder

    Zitat Zitat von Lamai",p="417756
    Den dritten Weg gehen wir ja schon in den meisten Ländern der EU mit der sog. sozialen Marktwirtschaft. Und dieses Modell funktioniert bis heute relativ gut. Vor allem in skandinavischen Ländern ist die ganze Gesellschaft nicht auf Konfrontation sondern auf Konsens eingestellt.

    In Dänemark bekommt ein Arbeitsloser 90% seines letzten Nettogehalts bis zu 4 Jahre als Arbeitslosengeld.

    Warum ?

    Weil in Dänemark jeder relativ leicht eine vergleichbar bezahlte neue Stelle findet, im Falle eines Arbeitsplatzverlustes.
    Du verdrehst hier etwas Ursache und Wirkung. Das Arbeitslosengeld ist vor allem deshalb so groß, weil der Kündigungsschutz ziemlich locker ist. Dass die Arbeitslosigkeit so niedrig ist wird allgemein als Folge dessen gesehen.

    Was du also als "Konsensgesellschaft" und "sozial" bezeichnest wird in Deutschland als Neoliberalismus verschrieen.

    Ich kann aber dem dänischen Modell auch viel abgewinnen.

  8. #97
    Avatar von Ralf_aus_Do

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    Re: Meine Frau geht zu G. Schröder

    Soweit ich weiß ist der dänisch Staat auch um einiges pampiger als der deutsche, wenn ein Arbeitsloser eine ihm zugewiesene Tätigkeit nicht annimmt :schuettel:

  9. #98
    Monta
    Avatar von Monta

    Re: Meine Frau geht zu G. Schröder

    Wäre mal interessant zu wissen, was für Löhne in Dänemark (oder anderwo) gezahlt werden.
    Gibt es da auch so viele Jobs mit einer Bezahlung so gerade mal über ALG 2?

  10. #99
    Avatar von Conrad

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    Re: Meine Frau geht zu G. Schröder

    Zitat Zitat von Chak3",p="417772
    Das Arbeitslosengeld ist vor allem deshalb so groß, weil der Kündigungsschutz ziemlich locker ist. Dass die Arbeitslosigkeit so niedrig ist wird allgemein als Folge dessen gesehen.
    Hier in D gibt es doch auch schon die 2-jährige Probezeit ohne Kündigungsfrist.

    Zitat Zitat von Chak3",p="417772
    Was du also als "Konsensgesellschaft" und "sozial" bezeichnest wird in Deutschland als Neoliberalismus verschrieen.

    Ich kann aber dem dänischen Modell auch viel abgewinnen.
    Das jemand das Modell der sozialen Marktwirtschaft als "Neoliberal" bezeichnet, ist mir ja völlig neu.

    Im übrigen ist "Neoliberal" auch so ein Schlagwort. Was genau hat es denn deiner Meinung nach zu bedeuten ?

    Aufgabe der sozialen Marktwirtschaft ist es doch, möglichst jeden Arbeitslosen schnellstmöglich in Arbeit zu bringen.

    Und nicht, einem Arbeitslosen möglichst lange möglichst viel Geld zu zahlen, oder ?

  11. #100
    Chak3
    Avatar von Chak3

    Re: Meine Frau geht zu G. Schröder

    Zitat Zitat von Lamai",p="417775
    Das jemand das Modell der sozialen Marktwirtschaft als "Neoliberal" bezeichnet, ist mir ja völlig neu.
    Da hast du mich missverstanden, dennd as habe ich nicht gesagt. Ich habe lediglich gesagt, dass das, was du als Musterbeispiel einer sozialen Marktwirtschaft hinstellst, in Deutschland als neoliberal angesehen wird.

    Noch greift übrigens nach § 1 KSchG der Kündigungsschutz bereits nach sechs Monaten, die Verlängerung auf zwei Jahre ist bislang noch nicht ins Gesetz umgesetzt.

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