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Kunst kommt von Koennen

Erstellt von Amsel, 13.07.2015, 15:11 Uhr · 55 Antworten · 4.602 Aufrufe

  1. #1
    Avatar von Amsel

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    Red face Kunst kommt von Koennen

    Das Gegenteil zu behaupten ist ein Zeichen von Kunstbanausentum und voellig indiskutabel.

  2.  
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  3. #2
    ccc
    Avatar von ccc

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    Zitat Zitat von Amsel Beitrag anzeigen
    [...] Kunstbanausentum [...]
    Interessante Wortkreation! Kommt sicher von 'Könnenbanausentum'!

  4. #3
    Avatar von clavigo

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    Dann ist der Weg hierin nicht mehr weit:
    „Kunst kommt von Können; wenn sie von Wollen käme, müsste sie Wunst heißen.“ Wie eine Illustrierung zu diesem Wortwitz wirken die ersten Bilder, mit denen sich jetzt in Berlin die Ausstellung „Entartete Kunst“ am Königsplatz 5 den Besuchern präsentiert. Es ist wirklich Wunst, was sich uns hier entgegenwölbt. Und so sinnlos dieses Wort klingt, genau so sinnlos glotzen uns die Kleckerein an, die mit Malerei nur dem Material nach etwas zu tun haben. Es sind Gebilde aus Leinwand und Farbe, formlos und schreiend; oft ist nur der Rahmen das einzig Gestaltete an ihnen. Voller Beschämung denkt man daran, daß diese Machwerke der Primitivität und des Unverstandes einmal „Zierden“ staatlicher Museen waren. [...] Und noch größer wird die Bestürzung des Besuchers, wenn er entdeckt, dass die Namen dieser Kunststümper noch in seinen Erinnerungen leben. Wie stark müssen sie uns einmal von ihren Anbetern eingehämmert worden sein, wenn wir heute noch wissen, wer Otto Dix und Paul Klee, Kokoschka und Nolde war. […] Die Formlosigkeit – sie ist das auch politisch angestrebte Chaos, die Sinnlosigkeit der Motive – sie verkörpert die mit künstlerischen Mitteln unterstützte Volksverdummung, die Disharmonie der Farben – was bezweckt die anders, als den angeborenen Schönheitssinn des deutschen Menschen zu ertöten?

  5. #4
    Avatar von clavigo

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    Fällt mir noch ein Satz von Th. Adorno ein: "What is self-evident about art today is that nothing is self-evident". Hoffe richtig zitiert.

  6. #5
    Avatar von Amsel

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    Zitat Zitat von clavigo Beitrag anzeigen
    Hoffe richtig zitiert.

    Die volle Punktzahl kann ich dir leider nicht geben, aber ich finde es schoen, wenn ueberhaupt jemand etwas zum Thema schreiben kann.

    Nach meiner Kenntnis sagte Adorno:“It is self-evident that nothing concerning art is self-evident any more.”

  7. #6
    Avatar von Amsel

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    Zitat Zitat von clavigo Beitrag anzeigen
    Wieso, ich wollte dich nur darauf hinweisen dass deine Sicht "Kunst" käme von "Können" etymologisch nicht haltbar ist. Darfst natürlich gerne daran festhalten....
    Doch, es ist etymologisch haltbar.

    Die Herkunft des Worts Kunst (9. Jahrhundert) von können ist etymologisch korrekt.

    Das zugrunde liegende kunnan bedeutete zudem „kennen, wissen“.

    Ursprünglich etwa „Kunstfertigkeit, Fähigkeit, Geschicklichkeit“ bezeichnend...

    https://de.wikipedia.org/wiki/Kunst_...6nnen#Herkunft

  8. #7
    Avatar von croc

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    Zitat Zitat von Amsel Beitrag anzeigen
    Das Gegenteil zu behaupten ist ein Zeichen von Kunstbanausentum und voellig indiskutabel.
    Stimmt genau;-Deshalb ist auch jeder ein Kuenstler,der irgendwas kann.

  9. #8
    Avatar von x-pat

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    Kunst kommt von Können und Kennen. Können seitens des Künstlers und Kennen seitens des Betrachters.

    Die dummbaseligen Na.zis waren einfach zu verblendet um die Kunst in Klee, Nolde und Co. zu erkennen.

    Das ist dann so ähnlich wie ein Schäferhund, der einen Rembrandt betrachtet.

    Cheers, X-pat

  10. #9
    Avatar von clavigo

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    Aber wer entscheidet dann wer was kann? Beispiel Vertreter der modernen Musik wie LaMonte Young, John Cage, Philip Glass oder in Deutschland Stockhausen hatten alle eine klassische akademische Konservatoriumsausbildung, d.h verfügten über "könnerische" kompositorische und instrumentale Fähigkeiten - und brachten dann - etwas überspitzt - 30 Minutenstücke auf einem Ton oder Akkord basierend. Per definitionem wäre das dann Kunst weil die Schöpfer "Künstler/Könner" sind.

    Was ist dann z. B. mit den Ramones die mit ihrer Musik vom Gefühl von Millionen Jugendlicher "künden" wollen? Ist das nicht kreativer als wenn manche -handwerklich perfekten - Musiker jahrein/jahraus den gleichen Stiefel abspielen?
    Das Miles Davis an der Julliard studiert hat hat auch die meisten unserer Väter nicht davon abgehalten das als "Negermusik ohne jede Melodie" zu bezeichnen.

    Das gleiche gilt für die bildende Kunst, z.B. Gerhard Richter oder Georg Baselitz? Die haben auch den peniblen feinen Pinselstrich gelernt aber selbsternannte Kulturbanausen würden bei deren heutigen Werken auch sagen "Das ist keine Kunst, das kann mein Enkel auch" !

  11. #10
    Avatar von rolf2

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    Kunst ist das was als Kunst bezeichnet wird.

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