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Kummerland Deutschland

Erstellt von Heinrich Friedrich, 28.04.2011, 06:21 Uhr · 201 Antworten · 10.578 Aufrufe

  1. #131
    Avatar von franky_23

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    Zitat Zitat von Carradine Beitrag anzeigen
    Ich fordere das bedingungslose Grundeinkommen fuer jeden in Deutschland legal lebenden Menschen.
    Du meinst also, dass man die Auslandsrentenzahlungen einstellen sollte, da diese ja nicht mehr legal in D leben?

  2.  
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  3. #132
    Bajok Tower
    Avatar von Bajok Tower
    Ich bin auch für das bedingungslose Grundeinkommen, es wird aber nur bedingt gegen die kapitalistische Ausbeutung helfen.

  4. #133
    Avatar von Samuianer

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    Zitat Zitat von Carradine Beitrag anzeigen

    .....das schon heute die soziale Absicherung in Deutschland extrem hoch ist.....

    Yo, mit so um die 13 Euro am Tag in D. "ein dekadentes Leben, wie im alten Rom leben..." wer hat dich gepudert?

    FYI:

    Die Sozialgesetzgebung bzw. Sozialgesetze waren ein Versuch des deutschen Reichskanzlers Otto von Bismarck, auf die - im Zuge der Industrialisierung entstandene - soziale Not der Arbeiterschaft im ausgehenden 19. Jahrhundert zu reagieren. Bismarck hatte die politische Sprengkraft der extremen sozialen Gegensätze erkannt und wollte dem entgegenwirken, nicht zuletzt, um der sozialistischen Bewegung den Nährboden zu entziehen.

    Im Zuge der Sozialgesetze führte Otto von Bismarck 1883 die Krankenversicherung und 1884 die Unfallversicherung ein.
    Zunächst waren nur Arbeiter zwangsversichert. Beide Gesetze machten die Schaffung von Krankenkassen wie z. B. die AOK und Berufsgenossenschaften unabdingbar, um den Arbeiter bei einer möglichen Arbeitsunfähigkeit vor großer Not zu bewahren. Die Beiträge zur Krankenversicherung wurden zu 1/3 von den Arbeitgebern und zu 2/3 von den Arbeitnehmern getragen, die Unfallversicherung hingegen finanzierte der Arbeitgeber komplett. Bei der später eingeführten Rentenversicherung standen die Einzahlungen dann im Verhältnis 50:50.

    • 1885-1913 Beiträge der Arbeitgeber: 6.670.413.000 Mark;
    • Beiträge der Versicherten: 5.949.365.000 Mark;
    • Beiträge des Staates: 806.643.000 Mark;
    • Entschädigungen wurden gezahlt: 10.818.740.000 Mark

    Am 24. Mai 1889 verabschiedete der Reichstag des Deutschen Reiches eine Alters- und Invaliditätsversicherung. Am 1. Januar 1891 wurde die gesetzliche Rentenversicherung schließlich (vgl. RGBl. 1889 I S. 97) eingeführt.


    Mit der Errichtung dieser Institutionen war Deutschland der weltweite Vorreiter beim Aufbau des staatlichen Sozialsystems. Bismarck hatte ein Modell geschaffen, das bald auch von zahlreichen anderen Ländern übernommen wurde und bis heute die Grundlage des Sozialstaates bildet.
    Quelle: Sozialgesetzgebung

    Soll ich zur Aufklaerung noch im Brockhaus nachschlagen was "sozial" heisst?

    Mensch darf sich ganz sicher sein das ein Otto von Bismark damals noch keine Asylanten und Wirtschaftsfluechtlinge im Visier hatte!

    Ganz interessant zu diesem Thema einige Gedanken von Sahra Wagenknecht in einem Interview mit dem Magazin CICERO:


    Es gibt aber Bereiche, die sich nicht über den Markt steuern lassen: Bei Grundbedürfnissen, wie Bildung oder Gesundheit, beispielsweise. Und es gibt Bereiche, in denen Märkte nicht funktionieren: etwa bei der Versorgung mit Wasser und Energie. Der Kapitalismus schmückt sich gerne mit Begriffen wie Leistung und Wettbewerb, aber im Grunde ist er gar nicht leistungsorientiert. Denn Arbeitsleistung wird immer schlechter bezahlt, während man von ererbten Großvermögen großartig und gerig besteuert leben darf.

    Wem gehören die wichtigsten Bereiche der Wirtschaft, wer entscheidet über Investitionen und Arbeitsplätze?


    Private multinationale Konzerne verfügen über ein unglaubliches Erpressungspotential. Wenn einzelne Familien oder Manager darüber entscheiden, wie die Investitionsschwerpunkte ganzer Branchen auszusehen haben, wie sich die Lebensverhältnisse von Millionen Menschen entwickeln, wenn das die Entscheidungsmacht von sehr wenigen nicht demokratisch legitimierten Leuten ist, dann dominieren deren Interessen die Gesellschaft und das hebelt jede Demokratie aus. Da sehe ich die öffentliche Hand in der Pflicht. Bei mittelgroßen Unternehmen sollte die Belegschaft selber Eigentümer sein. Das ist übrigens auch eine Voraussetzung dafür, das Prinzip Haftung durchzusetzen: Wer den Nutzen hat, soll auch den Schaden tragen. Heute haben vor allem die Aktionäre den Nutzen, wenn es gut läuft; läuft es für ein Unternehmen dagegen schlecht, sind die Beschäftigten als erste die Leidtragenden.




    Das, was wir heute haben, ist eine permanente Enteignung. Die Banken haben sich auf Kosten der Steuerzahler saniert. In Deutschland sind die Staatschulden allein dadurch um über 300 Milliarden gestiegen. Die Aktionäre von Commerzbank oder Deutscher Bank dagegen mussten nicht bluten. Heute profitieren sie schon wieder von der nächsten Spekulationsblase. Das ist eine Enteignung der Gemeinschaft durch private Institutionen.
    Quelle: Cicero - Magazin für politische Kultur

  5. #134
    Avatar von Carradine

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    Zitat Zitat von Samuianer Beitrag anzeigen
    Yo, mit so um die 13 Euro am Tag in D. "ein dekadentes Leben, wie im alten Rom leben..." wer hat dich gepudert? ...
    Sind da die Kosten fuer Wohnung und Nebenkosten enthalten?

  6. #135
    Avatar von Carradine

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    Zitat Zitat von franky_23 Beitrag anzeigen
    Du meinst also, dass man die Auslandsrentenzahlungen einstellen sollte, da diese ja nicht mehr legal in D leben?
    Rentenzahlungen wuerde ich jetzt nicht unbedingt zu den Sozialleistungen zählen. Der Rentenzahlung geht ja im Normallfall eine laengere Beitragszeit vorraus.

    Zitat Zitat von Socrates010160 Beitrag anzeigen
    Nenne mir ein Land ausser Deutschland, in dem folgende Punkte zutreffen:

    - Grundeinkommen wird garantiert, egal ob Du arbeitest oder nicht und das auf unbegrenzte Zeit.
    - keine Repressalien vom Staat, dass Du dafür soziale Arbeit leisten musst.
    - denen der Staat noch den Anwalt bezahlt um gegen diesen klagen zu können.

    Es geht hier nicht um Bürger, die aus alters- oder gesundheitlichen Gründen nicht arbeiten können, sondern um die Sozialschmarotzer, die genau wissen, wie man ohne zu arbeiten den letzten Cent heraus holen kann.
    Mein reden.

  7. #136
    Avatar von Samuianer

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    Zitat Zitat von Carradine Beitrag anzeigen
    Sind da die Kosten fuer Wohnung und Nebenkosten enthalten?
    Nein, weil es ein im Grundgesetz festgeschriebenes Anrecht auf Wohnung und eigentlich auch auf Arbeit gibt, da steht allerdings nichts von 1 Euro Sklaven-Jobs!

  8. #137
    Avatar von Carradine

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    Zitat Zitat von Samuianer Beitrag anzeigen
    Nein, weil es ein im Grundgesetz festgeschriebenes Anrecht auf Wohnung und eigentlich auch auf Arbeit gibt, da steht allerdings nichts von 1 Euro Sklaven-Jobs!
    Verstehe ich. Meine Miete und mein Immokredit bezahlt aber leider nicht der Staat. Insofern ist das Anrecht auf Wohnen und die damit zusammenhaengenden Kosten dem ALG II hinzuzurechnen. Ich hab aber auch kein Problem damit, wenn das von Anderen nicht so gesehen wird.

  9. #138
    Avatar von Carradine

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    Ein alleinstehender ALG II Empfaenger bekommt 364 € ALG II plus nehmen wir mal an 300 € Wohnkosten. Macht ein Nettoeinkommen von 664 €. Ein in Arbeit stehender Alleinstehnder Arbeitnehmer muesste fuer diese Nettoeinkommen ein entsprechendes Monatsbrutto von ca. 1300 € erzielen. Bei mal angenommenen 160 h Arbeitszeit pro Monat entspricht das einem etwaigen Stundenlohn von 8 €. Und das bekommt der ALG II Empfaenger fuer ume. Wenn dieser Hartz IVler jetzt noch einer unangemeldeten Nebenbeschaeftigung nachgeht, lacht der die ehrlichen Arbeitnehmer aus.

  10. #139
    Avatar von wingman

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    Zitat Zitat von Carradine Beitrag anzeigen
    Ein alleinstehender ALG II Empfaenger bekommt 364 € ALG II plus nehmen wir mal an 300 € Wohnkosten. Macht ein Nettoeinkommen von 664 €. Ein in Arbeit stehender Alleinstehnder Arbeitnehmer muesste fuer diese Nettoeinkommen ein entsprechendes Monatsbrutto von ca. 1300 € erzielen. Bei mal angenommenen 160 h Arbeitszeit pro Monat entspricht das einem etwaigen Stundenlohn von 8 €. Und das bekommt der ALG II Empfaenger fuer ume. Wenn dieser Hartz IVler jetzt noch einer unangemeldeten Nebenbeschaeftigung nachgeht, lacht der die ehrlichen Arbeitnehmer aus.
    dann rechne mal die die anderen kosten noch runter vom regelsatz wie strom, telefon, etc.. und hinkommen zum job musst du ebenfalls. schnell wirst du erkennen, das diese atemberaubenden fiktiven 8 euro zum leben bezw. überleben nicht ausreichen. der job wird kaum vor der haustür sein..............ich verbrate jeden monat 200,- euronen nur für benzin.
    also erzählt mir nichts von diesen miesbezahlten drecksjobs.......................
    der regelsatz reicht zum überleben...........gerade so. mehr nicht. eine auto ist davon kaum bis gar nicht zu unterhalten. alleinstehende haben es unter alg2 besonders schwer.

  11. #140
    Avatar von Samuianer

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    Zitat Zitat von Carradine Beitrag anzeigen
    Ein alleinstehender ALG II Empfaenger bekommt 364 € ALG II plus nehmen wir mal an 300 € Wohnkosten. Macht ein Nettoeinkommen von 664 €. Ein in Arbeit stehender Alleinstehnder Arbeitnehmer muesste fuer diese Nettoeinkommen ein entsprechendes Monatsbrutto von ca. 1300 € erzielen. Bei mal angenommenen 160 h Arbeitszeit pro Monat entspricht das einem etwaigen Stundenlohn von 8 €. Und das bekommt der ALG II Empfaenger fuer ume. Wenn dieser Hartz IVler jetzt noch einer unangemeldeten Nebenbeschaeftigung nachgeht, lacht der die ehrlichen Arbeitnehmer aus.
    Sei froh wenn du nicht in der Anhaegigkeit lebst und dein Leben selbst gestalten kannst, auch wenn so manches "ungerecht" erschein, sei stolz darauf das du, deine Schaffenskraft, die ja nicht von Nichts kommt, andere mit ernaehrst und erhalten kannst!

    Sozialstaat heisst eben auch die "Have not's" aufzufangen.... "Sozialschmarotzer", die echt "schmarotzen", die Sozial-Parasiten, stehen auf einem anderen Blatt!

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