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Klimalüge

Erstellt von resci, 03.07.2007, 23:41 Uhr · 150 Antworten · 9.772 Aufrufe

  1. #11
    Paddy
    Avatar von Paddy

    Re: Klimalüge

    Z.B.

    Sonntag, 1. Juli 2007
    Energie der Zukunft
    Aus zwei mach eins

    Zwei Liter Wasser und ein halbes Pfund Gestein enthalten die Rohstoffe für den jährlichen Stromverbrauch einer ganzen Familie. Allerdings ist diese Energie nicht ohne weiteres zugänglich. Kernfusionskraftwerke sollen der Menschheit diese nahezu unerschöpfliche und klimafreundliche Energiequelle erschließen. "Die Fusion kann wesentlich zur Stromversorgung in der zweiten Hälfte des Jahrhunderts beitragen", sagt Prof. Alexander Bradshaw, wissenschaftlicher Direktor am Max-Planck-Institut für Plasmaphysik (IPP), Deutschlands größtem Zentrum für Fusionsforschung.

    Ein Gramm Brennstoff ersetzt elf Tonnen Kohle

    Anders als herkömmliche Kernkraftwerke gewinnt die Fusion Energie nicht über die Spaltung schwerer Atomkerne wie Uran, sondern durch die Verschmelzung leichter. So fusionieren rund 15 Millionen Grad Celsius heißen Glutofen der Sonne Wasserstoff-Atomkerne zu Helium. Dabei werden gewaltige Energiemengen frei. Irdische Reaktoren sollen mit den beiden schweren Wasserstoffvarianten Deuterium und Tritium arbeiten, die sich aus Wasser und Gestein gewinnen lassen. Ein einzelnes Gramm Brennstoff kann dabei nach IPP-Angaben so viel Energie freisetzen wie elf Tonnen (elf Millionen Gramm) Kohle: 90.000 Kilowattstunden.

    Das 300 Mio. Euro teure, hoch komplizierte Anlage in Greifswald wird voraussichtlich 2012 fertiggestellt sein.
    Zwar haben die Physiker das Sonnenfeuer auf der Erde bereits entfacht, die komplizierte Technik ist allerdings noch Jahrzehnte von der industriellen Anwendung entfernt: Frühestens in zwölf Jahren soll der rund zehn Milliarden Euro teure internationale Testreaktor ITER, der zurzeit im südfranzösischen Cadarache entsteht, erstmals mehr Energie liefern als zur Zündung des Fusionsfeuers nötig ist. Läuft alles nach Plan, könnte um 2035 ein erstes Demonstrationskraftwerk Fusionsstrom ins Netz einspeisen. Mit kommerziellen Kraftwerken rechnen die Forscher nicht vor 2050.

    In 25 Jahren noch nicht marktfähig

    Ein kurzfristiges Mittel gegen die globale Erwärmung kann die Technik damit nicht bieten. "Die Fusion ist keine Technologie, die in absehbarer Zeit einen relevanten Beitrag zur Lösung des Klimaproblems liefern kann", sagt Lothar Rausch vom Öko-Institut Darmstadt, der die Treibhausgasbilanz verschiedener anderer Energiequellen untersucht hat. "Wenn sie in 25 Jahren anwendungsreif wäre, ist sie dann noch immer nicht marktfähig", betont Rausch. Im internationalen Gemeinschaftsprojekt ITER (lateinisch "der Weg") sieht er daher "vor allem einen Beitrag zur Grundlagenforschung".

    Nach Jahren der Einzelfertigung ist in Greifswald die erste sechs Tonnen schwere Magnetspule installiert worden.
    Einen stabilen Fusionsprozess in einem irdischen Reaktor aufrecht zu halten, ist komplizierter als die Physiker zunächst erwartet hatten. Grund sind die extremen Bedingungen für eine Kernverschmelzung: Der Brennstoff muss auf rund 100 Millionen Grad Celsius erhitzt und dabei mit gewaltigen Magnetfeldern berührungslos in der Brennkammer eingeschlossen werden. Vorteil: Der Brennstoff steht nahezu überall auf der Welt zur Verfügung. Deuterium ist in gewöhnlichem Wasser enthalten, Tritium produziert der Reaktor aus Lithium selbst, das in Gestein enthalten ist.

    Als Vorteil betonen die Physiker auch Sicherheitsaspekte. Anders als ein Kernspaltungskraftwerk besitzt ein Fusionsreaktor kein großes Inventar an radioaktivem Brennstoff. Und anders als bei der Kernspaltung läuft die Kernverschmelzung nicht in einer Kettenreaktion ab, der Brennstoff muss ständig nachgefüttert werden. "Das ist wie beim Vergaser eines Autos: Wenn Sie keinen Brennstoff mehr hineinpumpen, hört auch die Verbrennung auf", erläutert Bradshaw. Zudem entsteht im direkten Fusionsprozess kein radioaktiver Abfall. Allerdings muss das strahlende Reaktorgefäß nach Betriebsende sicher entsorgt werden.


    Beitrag zum Klimaschutz

    Langfristig könnte die Fusion durchaus zum Klimaschutz beitragen. Ganz ohne Treibhausgase kommt sie allerdings nicht aus. Vor allem der Kraftwerksbau verursacht Treibhausgase. Die Bilanz fällt nach einer Studie aus dem Jahr 2001 ähnlich aus wie für die Windkraft. Mit der könnte sich der Fusionsstrom auf lange Sicht möglicherweise auch wirtschaftlich messen.

    Um das zu erreichen, ist allerdings noch ein erheblicher Aufwand für die Forschung nötig. Die Fusionsforscher halten den aber für gerechtfertigt und verweisen zum Vergleich auf die deutschen Kohlesubventionen. Während die sieben ITER-Projektpartner EU, USA, Russland, China, Japan, Indien und Südkorea für den Bau bis 2018 und anschließend 20 Jahre Betrieb des Testreaktors jeweils rund fünf Milliarden Euro veranschlagen, liegen allein die deutschen Steinkohlesubventionen derzeit bei rund zwei Milliarden Euro im Jahr.

    Till Mundzeck, dpa

    Quelle: http://www.n-tv.de/802660.html

  2.  
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  3. #12
    Tana
    Avatar von Tana

    Re: Klimalüge

    Ist zwar ein sehr optimistischer Bericht, was den Zeitpunkt der Realisierung eines ersten Kraftwerks betrifft, aber da kann sich BigC mal ne Scheibe abschneiden von dir, Paddy.

    Gerd

  4. #13
    big_cloud
    Avatar von big_cloud

    Re: Klimalüge

    Der Bericht erinnert mich an die Euphorie die in den 1950/60er Jahren herrschte und das Buch "Unser Freund das Atom" von Heinz Haber und Walt Disney. :-)

    Gruss
    der Lothar aus Lembeck

  5. #14
    Avatar von Leipziger

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    Re: Klimalüge

    Hallo Paddy

    Interessant wie unwichtig fast 500.000 Tote pro Jahr sind. Übrigens sterben die nicht an der Klimaveränderung, sondern an der Umweltverschmutzung (nur mal kurz erklärt ;-D ).
    Ja OK , hast recht , war eben schon spät als ich das gelesen hatte.................. arme Chinesen , aber das ist wohl der Preis für einen schnellen Wohlstand den hatten die Europäer am Beginn der Industrialisierung wohl auch bezahlt !

    Übrigens sterben in China rund 16 Millionen Menschen pro Jahr so oder so , wäre also " nur " einer von 32 , nur mal so ohne dass zu verharmlosen.................... :denk:

  6. #15
    Avatar von Dieter1

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    32.018

    Re: Klimalüge

    Die riskanteste Form der Energiegewinnung ist die Atomenergie, egal ob ueber Spaltung oder Fusion.

  7. #16
    Avatar von Samuianer

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    Re: Klimalüge

    ...nur rauchen ist riskanter! Sagt der Mann der gleich neben Ohu seinen Gemuesegarten pflegt... ;-D

    Von was fuer 'ne Gesellschaft von Schwachmaten sind wir doch umgeben!

    Informationen sind so vielfaeltig und reichhaltig das kein Mensch genau sagen kann wo es wirklich langgeht - so lange es auch nur irgendwo langgeht und Morgen wieder die Sonne am Horizont aufsteigt ist mir alles Andere shietegal!


    have a nice Day!

  8. #17
    KKC
    Avatar von KKC

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    10.671

    Re: Klimalüge

    Und da war noch der Minister Schnappauf (Bayern, der das Thema Gammelfleisch nicht auf die Reihe kriegt), der gesagt hat: In Bayern wird es 2050 wg dem Klimawandel doppelt so viele Sonnentage geben.

    Ich habe den Bericht im ZDF auch gesehen und habe mich eigentlich gewundert, das Tags darauf nicht ein Sturm der Entrüstung losgebrochen ist.
    Warum nicht? Totschweigen? Keine Argumente? oder was?

    Mir wäre ein offener Disput der beiden Läger am liebsten, aber das ist wohl Wunschdenken; schade.

  9. #18
    Avatar von PengoX

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    1.987

    Re: Klimalüge

    Ein schönes Video dazu:

    The Global Warming Swindle

    PengoX

  10. #19
    Avatar von wingman

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    14.074

    Re: Klimalüge

    Nun der Staat wird diesen ganzen gequierlten Quark zu nutzen wissen.
    Auf einmal sind alle Autos der Euro I Stufe Stinker, also knallt man den Besitzern ordentliche Steuerhöhungen drauf.
    Kommt das Geld dem Klimawandel zugute? Natürlich nein...... , die Haushalte der Kommunen schreien erbärmlich nach jedem Cent. Wie lange dauert es bis Euro II Autos Stinker sind?
    Man bedenke von Euro I auf III bedarf es nur eines kleinen Warmlaufreglers der dafür sorgt das man im kalten Zustand des Motors mit erhöhter Drehzahl gurkt und unnötig Sprit verballert:-).
    Mit den Heizungskesseln liegt der Verdacht meiner Meinung nach ähnlich.........
    Gross mit Klima und Umwelt hat das nicht viel zu tun.
    Beim Auto jedenfalls liegt der Schwachsinn auf der Hand, Abzocke .

  11. #20
    Avatar von martinus

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    2.958

    Re: Klimalüge

    @ KKC

    ich glaube, der allgemeine deutsche Michel hat es noch nicht gerafft, daß wir da verar..ht werden oder er verschließt seine Augen und seinen Mund und trinkt noch ne Flasche Bier.

    Da fallen mir noch diese Beispiele ein:

    Man siehts auch am System der tollen Schadstoffplaketten unserer Autos und ebenso an der ganzen Sicherheitsdebatte unseres Bundes-Schäubles und seiner ständigen Versuche uns mit neuen rhethorischen Tricks und Scheinargumenten seinen Willen aufzudrücken, damit wir unsere letzten privaten digitalen Schatzkammern öffnen.

    Bald gibts ja nicht mehr allzuviel zu öffen, die Bankkonten sind schon längst fürs Antigeldwäsche-Finanzamt offen und anscheinend hats auch noch keiner gemerkt.

    Unser Staat hinkt wieder mal allen hinterher oder belohnt die Hauptakteure:

    - die ganz großen Umweltverschmutzer bekommen einen Schmutzbonus geschenkt (siehe Emmissionshandel unserer Stromerzeuger)
    - die Geldwäscher gehen flexiblere Wege (ihr Geld ist nicht nur sauber sondern rein)
    - die überzeugten Terroristen, gewerbsmäßigen Kopierer und unheilbaren Pädos gehen andere Wege als einen herkömmlichen offenen PC.

    Tja so ist das Leben, die Politiker sind Meister im Aussitzen und Täuschen und nach dem Geld der kleinen Leute greifen... und was passiert?
    Der brave Bürger schweigt und macht seinen Bückling vor der Obrigkeit und spendet vielleicht noch etwas mehr Geld gegen den Hunger in Afrika.

    Na dann: Mahlzeit!

    Martin

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