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Jugendkriminalität

Erstellt von Chak3, 05.05.2006, 18:40 Uhr · 28 Antworten · 1.064 Aufrufe

  1. #21
    Avatar von dawarwas

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    Re: Jugendkriminalität

    Zitat Zitat von Chak3",p="343177

    Aber kannst du auch begründen, warum du gerne das Jugendstrafrecht verschärft hättest?
    Wenn ich darf!?

    Ich finde es nicht Gerecht wenn ein 20 jähriger oder wegen mir auch ein 15 jähriger, wegen Mordes zu max. 10 Jahren verurteilt wird. Ein 22 jähriger aber "lebenslang" bekommt.

    Vor ca. 14 Jahren brachten die "Mord Brüder" 2 meiner Freundinnen um. Der jugendliche Mörder! kam nach 10 Jahren wieder raus, der ältere sitzt immer noch. Das 1. was der jüngere nach seiner Entlassung tat war wieder eine Frau zu .............. Diesx aber far from Home, weil er wurde in so ein Schutz Programm gewiesen was ihm zu einer neue Existent helfen sollte und das er ja nicht wieder hier auftaucht.

    Bei kleineren Delikten finde ich das JSR ja ganz OK, aber nicht bei Mord, .............. und bewaffnetem Raub. Wer Strafftaten von "großen" begeht, soll auch so verurteilt werden.

    Meine Sicht.

  2.  
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  3. #22
    Avatar von mipooh

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    Re: Jugendkriminalität

    Ja, das kann ich. Ich finde nicht, dass auch nur irgendeine Abschreckung besteht bei den derzeitigen Strafen.
    Klauen oder Körperverletzungen finde ich schon recht schlimm und wenn man damit rechnen kann, dass man falls erwischt, mal ein Wochenende im Tierpark arbeiten muss, dann besteht eigentlich "kein Risiko".
    (Ich bin jetzt nicht unbedingt ein Befürworter von Strafe und Abschreckung, aber unser System beruht ja auf sowas. Umerziehung fände ich von der Idee her besser. Nur traue ich da wiederum den derzeitigen Verantwortlichen nicht viel zu. Gehirnwäsche meine ich damit jedenfalls nicht, dann lieber Abschreckung und natürlich konsequente Strafverfolgung...)

  4. #23
    Avatar von LJedi

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    Re: Jugendkriminalität

    Was ich schlimm finde ist die Strafunmündigkeit unter 14. Das mag ja seinen Sinn haben, aber im Wiederholungsfall sollten doch auch hier Konsequenzen folgen.

    Grundsätzlich sollte Jugendstrafrecht auch nur bei Ersttätern greifen.

    Bei Mord, .............. u.ä. sollte es (auch im Erwachsenenstrafrecht) keine Verschonung (z.B. wegen einer schweren Kindheit) geben.

  5. #24
    Chak3
    Avatar von Chak3

    Re: Jugendkriminalität

    Zitat Zitat von mipooh",p="343186
    Ja, das kann ich. Ich finde nicht, dass auch nur irgendeine Abschreckung besteht bei den derzeitigen Strafen.
    Das Problem ist, dass Strafen generell kaum abschreckend wirken. Sonst gäbe es ja wohl kaum Verbrechen in Ländern mit wesentlich härteren Strafen.

    (Ich bin jetzt nicht unbedingt ein Befürworter von Strafe und Abschreckung, aber unser System beruht ja auf sowas.
    Umerziehung fände ich von der Idee her besser.
    Nein, unser System beruht eigentlich eher auf letzterem, obwohl die Tendenz in den letzten Jahren gegenläufig ist.

  6. #25
    Avatar von mipooh

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    Re: Jugendkriminalität

    Zitat Zitat von Monta
    "Ist aber eigentlich gar keine Frage der Intelligenz, mehr eine der dauerhaften Berieselung mit (Falsch-)Informationen."

    Liest sich so, als sähest Du darin System, Vorsätzlichkeit und nicht Fahrlässigkeit, vielleicht ein groß angelegte Verschwörung? (auf keinen Fall ironisch gemeint)

    Welche (Hinter)Gründe siehst Du in der von Dir beschriebenen Berichtersattung?
    Hatte Dein Posting übersehen.
    Ich denke, die Massenmedien helfen die Menschen zu lenken. Genutzt werden sie von Menschen, die das bezahlen können (Werbung als offensichtlichstes Beispiel, aber auch die Medienkonzentration um Thaxin war ein gutes Beispiel).
    Von Verschwörung zu sprechen klänge mir zu paranoid. Dazu ist das alles zu verzweigt und es stehen zu viele Einzelinteressen dahinter.
    Ich sehe dahinter eher so etwas wie einen Zeitgeist der Mächtigeren als eine abgesprochene Verschwörung, an die ich nur in Einzelfällen glauben kann (Politik, Geheimdienste, Großindustrie). Denen wiederum ist wahrscheinlich keine Schweinerei zu groß... sie setzen auch gern Psychologen als Berater ein, um sich bzw. Ideen besser ins Unterbewusstsein der Leute einzunisten. Hatte mal so jemanden zu Besuch, ein widerlicher Kerl... völlig skrupellos. Hauptsache, seine Kohle stimmte...

  7. #26
    Monta
    Avatar von Monta

    Re: Jugendkriminalität

    mipooh,

    diese Deine Gedankengänge kann ich nachvollziehen. Sehe ich genau so.

    Gruß
    Monta

  8. #27
    Avatar von mipooh

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    Re: Jugendkriminalität

    Nein, unser System beruht eigentlich eher auf letzterem, obwohl die Tendenz in den letzten Jahren gegenläufig ist.
    Den Eindruck habe ich nicht. Es hat schon seinen Grund warum darüber so viel gelästert wurde, das war sicher nicht einfach nur Rachebedürfnis, sondern auch eine gewisse Einsicht in die Unfähigkeit derer, die diese Arbeit taten. Hinzu kommt immer, dass Mittel nur zur Verfügung stehen, wenn genügend Politiker die Konzepte verstehen.
    Ich hatte Gelegenheit, sehr viele Pädagogen, Psychologen und Psychiater kennenzulernen, der größte Teil ohne Übertreibung selbst im Unklaren.
    Dass unter solchen Voraussetzungen keine Resozialisierung gelingt, verwundert kaum. Abgesehen davon gibt es kein vernünftiges Konzept zu einer Sozialisierung, wie sollte es dann eines zur Resozialisierung geben.
    Gier und Macht herrschen vor, und unter dieser Vorherrschaft gibt es kein gesundes Sozialsystem. Ist von der Sache her nicht möglich, weil es dazu zuwenig Masochisten gibt...

  9. #28
    Monta
    Avatar von Monta

    Re: Jugendkriminalität

    mipooh,

    Ratlosigkeit bei denen, die es eigentlich wissen sollten, schlechte Voraussetzungen für Resozialisierungen, ein ungesundes Sozialsystem.
    Was also soll letztlich übrig bleiben?

    Straftäter möglichst lange "wegschließen" (was dann den Aspekt größere Abschreckung mit beinhaltet), damit die Gesellschaft möglichst gut vor ihnen geschützt ist?
    Ist ja eine Art Kapitulation.
    Da bin ich sicherlich ratlos.

    Gruß
    Monta

  10. #29
    Avatar von mipooh

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    Re: Jugendkriminalität

    Dem kann ich mich eigentlich nur anschliessen. Wenn wir es nicht schaffen, den Menschen zu einem erfüllten Leben zu verhelfen, dürfen wir uns nicht wundern, dass es unerfüllt ist, mit all seinen unschönen Auswirkungen.
    Soviel habe ich verstanden und da fühle ich mich ebenso machtlos.
    Als "Gesellschaft" glaube ich nicht, dass wir den Dreh kriegen, zumindest vorläufig nicht.
    Da sind so viele Voraussetzungen zu schaffen, wie soziale Gerechtigkeit, Bildung (nicht unbedingt mit Schulbildung gleichzusetzen), funktionierende Kerngruppen wie etwa Familien. Sicher weitere wichtige Dinge.
    Sowas können unsere bestehenden Gesellschaften nicht leisten, und wollen es auch (noch) gar nicht.
    Dazu kommt die zunehmende Kleinheit der Welt, womit ich jetzt die Globalisierung mit dem Aufeinandertreffen der Kulturen und Traditionen meine.
    Hätte ich eine gute Idee, würde ich sie sagen. Aber Geld abschaffen will ja ausser mir kaum einer...

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