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Jeder vierte Deutsche von Armut bedroht

Erstellt von jai po, 18.05.2008, 05:28 Uhr · 121 Antworten · 5.487 Aufrufe

  1. #1
    Avatar von jai po

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    Jeder vierte Deutsche von Armut bedroht

    Armutsbericht der Bundesregierung
    Die Kluft zwischen Arm und Reich wird tiefer

    Die soziale Kluft in Deutschland wird tiefer: Laut dem jüngsten Armutsbericht, der am Montag in Berlin vorgestellt wird, ist inzwischen jeder vierte Deutsche arm oder er muss durch staatliche Leistungen vor Armut bewahrt werden. Dies sagte Arbeitsminister Olaf Scholz der "Bild am Sonntag".

    13 Prozent der Bundesbürger gelten demnach als arm, ebensoviele würden durch Sozialtransfers wie Kindergeld oder Arbeitslosengeld II vor dem Abrutschen in Armut bewahrt. Im Gegenzug seien die Einkünfte der Reichen weiter gewachsen. "Die Schere zwischen arm und reich hat sich weiter geöffnet", bilanzierte Scholz.

    Quelle>http://www.tagesschau.de

  2.  
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  3. #2
    Kai
    Avatar von Kai

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    Re: Jeder vierte Deutsche von Armut bedroht

    Zitat Zitat von jai po",p="590929
    Armutsbericht der Bundesregierung
    Die Kluft zwischen Arm und Reich wird tiefer
    dazu passt:

    Die ärmsten und die reichsten Länder

    Das Entwicklungsprogramm der Vereinten Nationen (UNDP) veröffentlicht jedes Jahr seinen Weltentwicklungsbericht, den Human Development Report.

    Die Rangliste von 177 Ländern basiert auf dem so genannten Weltentwicklungsindex (Human Development Index). Dieser errechnet sich aus durchschnittlichem Pro-Kopf-Einkommen, Lebenserwartung und Bildungsgrad ermittelt wurde.

    Deutschland liegt an der 22. und Thailand an der 78. Stelle, von 177, laut Report 2007/2008.

    Deutschland hat von den vorangegangenen Jahren Punkte eingebüsst.

    Quelle: http://de.wikipedia.org/wiki/Human_Development_Index

  4. #3
    Avatar von odysseus

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    Re: Jeder vierte Deutsche von Armut bedroht

    Servus jai po
    Und wenn die Regierung bald keine Schritte einleitet zur Armut Bekämpfung, dann sind es bald leider noch mehr Arme, mann kann nur hoffen das es einen nicht selbst erwischt mit der Armut. Es ist einfach Traurig.

  5. #4
    Avatar von resci

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    Re: Jeder vierte Deutsche von Armut bedroht

    ich dreh mal den Spies etwas um und sage provozierend:

    Reichtum muss man sich erarbeiten
    (oder Glück im Lotto haben)


    mein Vater hat sich sein erstes Auto gekauft, als er vierzig war. Außer einem alten Radio und später mal einem Schwarzweissfernseher gabs nicht viel. Damals war eine 50 bis 60 Stunden Woche normal, nebenher hat man noch am eigenen Haus gebaut. Das muss heute natürlich in zwei Tagen aufgestellt sein, mit zwei Garagen natürlich, damit der Geländewagen reinpasst, mit dem das Töchterchen zum Reitunterricht chauffiert wird.

    Was mich verwundert, ist das Anspruchsdenken heute.
    Armut ist relativ, Armut ist was ganz anderes, Armut ist in Birma, in Haiti, in Angola. In Deutschland muss niemand verhungern, deshalb ist auch hier niemand wirklich arm.

    Klar fällt Deutschland zurück, ist auch kein Wunder, die deutsche Einheit wird uns auch die nächsten zwanzig Jahre nicht viel reicher machen. Auch nicht die 5 oder mehr Millionen Immigranten aus aller Welt, die nichts weiter mitbringen als den Wunsch hier in Deutschland reich zu werden. Auch die fließen in die Statistik mit ein.

    Der Großteil der deutschen Bevölkerung lebt immer noch relativ gut. Daß uns allerdings viele Länder in Punkto Wohlstand schon weit überholt haben ist auch kein Geheimnis.
    Das ist der Punkt, den es zu kritisieren gilt.

    resci

  6. #5
    Avatar von Samuianer

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    Re: Jeder vierte Deutsche von Armut bedroht

    Zitat Zitat von resci",p="590947
    ....mit zwei Garagen natürlich, damit der Geländewagen reinpasst, mit dem das Töchterchen zum Reitunterricht chauffiert wird.

    Was mich verwundert, ist das Anspruchsdenken heute.
    Armut ist relativ, Armut ist was ganz anderes, Armut ist in Birma, in Haiti, in Angola. In Deutschland muss niemand verhungern, deshalb ist auch hier niemand wirklich arm.
    Stimmt, nicht arm, aber reichlich dumm!


    Bin unter aehnlichen Umstaenden aufgewachsen, habe das deutsche "Wirtschaftswunder" miterleben duerfen, aber das war genauso wie du es beschreibst, die es damals "zu was gebracht" hatten, waren die, die staendig am ackern waren!

    Da war "stempeln gehen" eine Unehre, eine Schmach!

    Die Heute "Armen" sind die, die meinen sie haetten nicht genug auf "dem Teller" obwohl die Tafel reichlich gedeckt ist, das Zauberwort heisst "Anspruchesdenke"!

  7. #6
    Avatar von Lille

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    Re: Jeder vierte Deutsche von Armut bedroht

    fakt ist aberauch das aermel hochkrempeln und malochen nicht mehr das einbringt was es frueher getan hat auch laesst eine vielzahl von niedriglohn jobs keine andere taetigkeit zu weil man flexibel sein muss und immer springen soll wenn der arbeitgeber pfeifft.
    das heisst man kann nicht mehr sagen ich gehe z.b. von 6 - 12 auf den eine job und danach woanderst hin weil man unregelmaessige zeiten hat.

    auch z.b. im wachgewerbe hat man oft einen 12 stunden job und kann dann gar nicht mehr woanderst hin rechnet man noch den weg von und zur arbeit dazu.

    auch die heutige entlohnung fuehrt oft dazu das man trotz vollbeschaeftigung nicht mal mehr in der lage ist die grundbeduerfnisse zu stillen.
    nicht umsonst muessen so viele wohngeld und sozialhilfe beantragen.

    das es darunter auch schwarze schafe gibt ist unbestritten und auch das viele jammern denen es noch gut geht gehoert heute zum guten ton.
    und dann unsere politische fuehrung macht sich die saecke voll auf die kosten der aermeren den die wohlhabenden sind ja auch noch oft von steuern befreit.

    dem arbeitenten volk am liebsten lohntechnisch ne nullrunde verpassen aber sich selbst mal eben nen tausender mehr goennen, das sind sachen die zum himmel stinken.

    mfg lille

  8. #7
    Avatar von jai po

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    Re: Jeder vierte Deutsche von Armut bedroht

    Armutsbericht als Beleg für Versagen der Koalition?

    Als Reaktion auf den Armutsbericht der Bundesregierung werden in der SPD Stimmen nach einer Wiedereinführung der Vermögenssteuer laut: "Wir brauchen eine neue Solidarität. Ohne die Hilfe derjenigen mit den hohen Einkommen und Vermögen wird es nicht gehen", sagte der SPD-Bundestagsabgeordnete Karl Lauterbach. "Im Steuerrecht muss nachjustiert werden." So müssten geringe Einkommen bei der Einkommensteuer entlastet werden. Bei Erbschaften und Vermögen müsse dagegen eine höhere Belastung anvisiert werden, sagte Lauterbach der "Neuen Presse".

    Auch Ernst Dieter Rossmann (SPD), Vorsitzender der Parlamentarischen Linken, plädiert für eine stärkere Belastung hoher Einkommen: "Wir haben ein Armuts- und ein Reichtumsproblem. Die einen haben zu wenig, die anderen zu viel." Der Bericht sei eine Bestätigung "für unsere Forderungen", sagte Rossmann der "Neuen Presse". "Wir haben bei Reichensteuer, Erbschaft- und Vermögensteuer Aufgaben, damit die Schere zwischen Arm und Reich nicht weiter auseinander geht." Darüber hinaus gehe es um Mindestlöhne und Entlastung bei Sozialabgaben.

    Quelle:http://www.tagesschau.de

  9. #8
    KKC
    Avatar von KKC

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    Re: Jeder vierte Deutsche von Armut bedroht

    Ich behaupte mal, alles Fensterreden.
    Die SPD ist doch diejenige, die mit ihrer Politik (seit gut 10 Jahren) die heutige Situation (Umverteilung von unten nach oben) im wesentlichen zu verantworten hat.
    Arbeiterpartei?:
    Gruß

  10. #9
    Avatar von garni1

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    Re: Jeder vierte Deutsche von Armut bedroht

    @KKC, völlig richtig. Im Mittelalter wurde der Zehnte genommen, heute die Hälfte. Jetzt noch zusätzlich bestrafen, oder versteuertes Geld nach dem Erbe nochmals versteuern ist unsittlich.
    Gruß Matthias

  11. #10
    Avatar von Conrad

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    Re: Jeder vierte Deutsche von Armut bedroht

    In den letzten 10 Jahren haben sich die Preise für Mieten, Lebensmittel, Benzin, Strom verdoppelt. Der Preis in DM ist jetzt in Euro.

    Nur leiden haben sich die Gehälter nicht verdoppelt. So ganz aus der Luft gegriffen, scheint der Armutsbericht nicht zu sein, lediglich ein bißchen übertrieben.

    Leute, die wenig verdienen, hat es schließlich immer schon gegeben. Jetzt meint halt jeder Hilfsarbeiter, ein Facharbeiter- oder besser noch ein Ingeniereursgehalt bekommen zu müssen.

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