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Jeder siebte Berliner lebt in Armut.

Erstellt von odysseus, 18.05.2003, 10:30 Uhr · 0 Antworten · 577 Aufrufe

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    Jeder siebte Berliner lebt in Armut.

    Servus
    Gelesen bei http://www.berlinonline.de/berliner-...in/245096.html
    Jeder siebte Berliner lebt in Armut
    533 000 Menschen müssen mit weniger als 606 Euro im Monat auskommen
    Die Zahl der sozial Schwachen in Berlin wächst weiter. Jeder siebte Einwohner der Stadt lebte 2002 in Armut. Das hat das Statistische Landesamt bei der Auswertung der Mikrozensusdaten ermittelt. Danach mussten 533 000 Einwohner (15,6 Prozent) mit weniger als 606 Euro im Monat auskommen. Im Jahr 1996, das aus praktischen und methodischen Gründen als Vergleichsgrundlage benutzt wird, lag der Anteil der Betroffenen noch bei 14,1 Prozent. Bei der Festlegung der Armutsgrenze von 606 Euro richten sich die Statistiker nach den international geltenden Vorschriften der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD). Danach gilt als arm, wer nur über die Hälfte oder weniger des statistisch ermittelten "Äquivalenzeinkommens" (das sind derzeit 1 213 Euro) verfügt (siehe Kasten). "Es geht also um die relative Einkommensarmut in einem reichen Land, nicht um den Vergleich mit den Armutsstandards in Indien oder den USA", betonte Horst Schmollinger vom Statistischen Landesamt.
    Das Amt stellte fest, dass sich die soziale Kluft in den vergangenen Jahren vergrößert hat. 1996 gab es noch 4,8 Prozent Reiche in der Stadt, im vergangenen Jahr stieg die Quote auf 5,1 Prozent. Als reich gilt derzeit in Berlin, wer über mindestens 2 426 Euro netto im Monat verfügt, das Doppelte des Äquivalenzeinkommens.

    Die Zahlen für das Jahr 2002 belegen, dass die Zahl der Armen im Westteil der Stadt mit 17,3 Prozent deutlich höher ist als im Ostteil mit 12,9 Prozent. Auf Grundlage der alten Bezirkseinteilung stellten die Statistiker fest, dass die fünf ärmsten Bezirke alle im ehemaligen Westen der Stadt liegen: Kreuzberg, Wedding, Neukölln, Schöneberg und Tiergarten. Von den fünf reichsten Bezirken liegen drei im Ostteil: Pankow, Köpenick und Treptow. Der wohlhabendste Bezirk in Berlin ist unangefochten Zehlendorf.

    Die soziale Spannbreite ist im Westen größer als im Osten. In Kreuzberg sind 28,1 Prozent arm, in Zehlendorf vier Prozent, die Kluft beträgt also 24,1 Prozentpunkte. Die Spannbreite zwischen dem ärmsten Ost-Bezirk (Hohenschönhausen mit 19,4 Prozent) und dem reichsten (Pankow mit 8,3 Prozent) beträgt dagegen nur 11,1 Prozentpunkte. "Die Bevölkerung war in der DDR nicht nach dem Einkommen verteilt", erklärte der Statistiker Geert Baasen.

    Familien sind besonders von Armut betroffen. Das Armutsrisiko wächst mit der Zahl der Kinder. Mehr als die Hälfte der Haushalte mit drei und mehr Kindern lebt unter der Armutsgrenze, bei Haushalten mit zwei Kindern gilt ein Viertel als arm. Die Lage der Alleinerziehenden hat sich leicht gebessert. 27,8 Prozent von ihnen leben in Armut (1996: 33,1 Prozent). Andere Gründe für einen sozialen Abstieg sind Erwerbslosigkeit und ein fehlender Schul- oder Berufsabschluss. Ausländer sind nach wie vor überdurchschnittlich gefährdet.

  2.  
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