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Hoffenheim - Wettbewerbsverzerrung?

Erstellt von Chris61, 03.07.2008, 13:17 Uhr · 30 Antworten · 1.644 Aufrufe

  1. #1
    Avatar von Chris61

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    Hoffenheim - Wettbewerbsverzerrung?

    Was denkt ihr eigentlich über Hoffenheim? Soetwas wie Chelsea (nur in der Provinz), wo jemand wie doof einen Verein zusammenkauft? Ist es ein Modell für die Zukunft? Werden sich nun andere Vereine auch Investoren suchen?
    Wird dieser Verein jemals mehr Fans haben als das Dorf Einwohner?

    Im Forum vom Spiegel gibt´s eine sehr angeregte Diskussion darüber.

    http://forum.spiegel.de/showthread.php?t=4035

  2.  
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  3. #2
    Avatar von maphrao

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    Re: Hoffenheim - Wettbewerbsverzerrung?

    Ein überflüssiger Kommerz-Club, den niemand im eigenen Stadion sehen will. Wenn das die Zukunft des Fussballs ist, dann werd ich in Zukunft wohl nicht mehr im Stadion anzutreffen sein.

  4. #3
    Avatar von Joerg_N

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    Re: Hoffenheim - Wettbewerbsverzerrung?

    Naja, man kann es nicht mit Chelsea oder anderen aehnlichen vereinen vergleichen,
    der Hopp ist dort schon ewig Mitglied
    und hat da auch in der Jugend gespielt -
    also nicht so wie die Investmentjungs in England.

  5. #4
    Avatar von kcwknarf

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    Re: Hoffenheim - Wettbewerbsverzerrung?

    Die ganze Verärgerung über Hoffenheim verstehe ich nicht. Kommerz im Fußball gibt es doch schon seit über 30 Jahren.
    Und schon immer gab es private oder gewerbliche Sponsoren.
    Hätte ich ein paar Millionen übrig würde ich auch versuchen, meinen Heim-Dorfverein aus der Kreisliga in die Bundesliga zu hieven. Warum nicht?

    Die Zuschauer kommen dann automatisch. Jeder Verein hat vor 100 Jahren mal klein angefangen. Jede Tradition hatte mal einen Anfang.

    Und Kaiserlautern, Gladbach oder der Stadtteil Schalke sind auch nicht viel größer als Hoffenheim.

    Was wäre denn aus dem FC Bayern geworden, wenn er nicht durch Kommerz so viel Kohle gescheffelt hätte und nicht alle Spieler der Welt kaufen kann?

    Mir sind neue Vereine in der Bundesliga allemal lieber als immer wieder die gleichen Duelle wie FCB gegen HSV (interessiert mich nicht die Bohne, da beide Vereine unsympathisch). Da sehe ich lieber Cottbus gegen Hoffenheim am 1.Spieltag.
    Frischer Wind tut gut, auch wenn ich selber auch nicht viel mit Hoffenheim anfangen kann.

    Aber in meiner Sympathietabelle der 1.Bundesliga rangiert der Verein derzeit immerhin auf Rang 7.

    Mal die Frage andersherum:
    hat denn heutzutage überhaupt noch ein Traditionsverein aus der Landesliga eine Chanec, jemals mit rein sportlichen Mitteln in die 1.Liga aufzusteigen?
    Dafür haben die großen Vereine in den letzten Jahren doch schon viel zu viel Kohle gescheffelt. DAS nenne ich Wettbewerbsverzerrung.

    Dann sollte man lieber eine feste Profi-Liga gründen - ohne Ab- und Aufsteiger. Fände ich aber sehr langweilig.

    Wer ECHTEN unverfälschten Fußball bewerten will, darf die ersten 3 bis 4 Ligen nicht mitzählen. Erst so ab Liga 5 spielt Geld kaum eine Rolle. Für alles darüber gilt: wer mehr Geld hat oder Sponsoren findet, hat auf Dauer auch die besten Chancen. Und das gilt für ALLE Vereine - nicht nur für Hoffenheim.

  6. #5
    Avatar von maphrao

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    Re: Hoffenheim - Wettbewerbsverzerrung?

    Im Gegensatz zu den Traditionsvereinen, die über Jahrzehnte ihre Anhängerschaft aufgebaut haben, interessiert sich keine Sau für Hoffenheim. Ein Egoist, der zufällig Milliardär ist, fragt nicht danach, was die Menschen in Deutschland sehen wollen, er stopft mal eben einige Millionen in einen Dorfverein und die Fans müssen es fressen.
    Wenn er irgendwann keinen Bock mehr hat, verschwindet der Club genauso von der Bildfläche, wie Uerdingen oder Fortuna Köln. Ich befürchte allerdings, dass er vorher noch um die Meisterschaft mitspielt

  7. #6
    Avatar von Chris61

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    Re: Hoffenheim - Wettbewerbsverzerrung?

    Das will ich nicht hoffen.

    Ich halte den Verein auch für das Spielzeug eines Milliardärs. Sie kaufen sich die Spieler zusammen, werben mit viel Geld die Jugendlichen von Vereinen der Umgebung ab um ihre angeblich tolle Jugendarbeit zu präsentieren und haben eine handvoll Zuschauer. Da würde ich lieber Fortuna Düsseldorf in der Bundesliga sehen - oder noch besser den FC. St. Pauli.

    Ich denke, dass sich ein Verein entwickeln sollte und seine Einkünfte aus Zuschauern, Transfers, TV-Rechten und Sponsoring bestreiten können muss. Alles Andere ist Wettbewerbsverzerrung.

    Der Hopp soll mal beim Segeln bleiben und dann ist gut. Sein Verein wird so beliebt sein, wie der FC Chelsea. Den mag in England auch keiner außer den paar tausend Fans, die ins Stadion kommen.

    Sicher wird der Club bald in Hoppenheim umgetauft ;-D

  8. #7
    Avatar von DisainaM

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    Re: Hoffenheim - Wettbewerbsverzerrung?

    der Unterschied zwischen gesundem Sponsering und krankem Sponsering richtet sich nach der Frage,
    wieweit wird die natürliche Entwicklung gefördert und die Menschen respektiert.

    Mit einigen Milliarden wird aus einem Dorf eine Kleinstadt gemacht, es werden Jobs geschaffen, eine neue Infrastruktur aufgebaut.

    Auch wenn es andererort so eine Infrastruktur gibt, es auch die Menschen dort gibt, einfach alles da ist, bis auf einen Sponsor,

    zeigt diese Entwicklung symbolisch die Menschenverachtung einer Kapitalvergötterung,

    ich hab die Macht, also warum sol ich nicht machen, was ich will.

    Auf der anderen Seite,
    lasst den Mann machen,
    der muss sich nicht verstellen, und macht ohne sein Zutun Werbung für die PDS.

  9. #8
    Avatar von kcwknarf

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    Re: Hoffenheim - Wettbewerbsverzerrung?

    Im Gegensatz zu den Traditionsvereinen, die über Jahrzehnte ihre Anhängerschaft aufgebaut haben, interessiert sich keine Sau für Hoffenheim.
    Das ist eben nicht so.
    Am letzten Spieltag kamen 6350 Zuschauer. Das ist mehr als der Ort Einwohner hat. Es muss also durchaus schon auswärtige Fans geben. In einem Sportforum habe ich auch schon etliche Hoffenheim-Fans, die nicht aus der Gegend stamemn, angetroffen.

    Ist halt wie mit Unterhaching und Ulm damals. Meine ganzen damaligen Hamburger Arbeitskolleginnen waren darüber total begeistert und meinten, dass sich jetzt endlich mal ein Besuch beim HSV lohnen würde, um diese "Exoten" zu sehen.

    Wenn es danach geht, dass unbeliebte Teams nichts im Oberahus zu suchen haben, dürfte der FC Bayern überhaupt nicht dort spielen. Schließlich ist der Verein der unbeliebteste. Und wenn es nach mir gehen würde, könnten der HSV, Schalke, Dortmund, Gladbach und Hertha auch gleich in der Versenkung verschwinden. Aber danach geht es ja (zum Glück) nicht. Jeder, der aufsteigt, hat es verdient - egal wie. Wem das nicht passt, kann doch selber einen Verein sponsern.

    Da würde ich lieber Fortuna Düsseldorf in der Bundesliga sehen - oder noch besser den FC. St. Pauli.
    Gutes Beispiel. Als alter Paulifan weiß ich, dass ein gewisser Heinz Weisener ebenfalls jahrelang privates Geld in den Verein gepumpt hat. Fortuna Köln wird gerade an seine Fans "verkauft". Und auch andere Vereine haben bekannte oder geheime Geldgeber. Hoffenheim ist also nichts neues und deshalb auch kein Weltuntergang.

    ... Sponsoring bestreiten können muss. Alles Andere ist Wettbewerbsverzerrung
    Was ist denn der Unterschied, ob eine Einzelperson dem Geld gibt oder ein oder mehrere Unternehmen? Rein praktisch nimmt sich das nicht. Von Wettbewerbsverzerrung zu sprechen ist daher Quatsch.

    Weg vom Kommerz wäre schön, aber die Zeiten liegen schon Jahrhunderte zurück. Von daher halte ich das Hoffenheim-Modell gerade für richtig, damit der FCB nicht auf Jahrzehnte Dauermeister wird, sondern ernsthafte Konkurrenz bekommt.

  10. #9
    Avatar von Joerg_N

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    Re: Hoffenheim - Wettbewerbsverzerrung?

    Der FC Bayern hat aber auch die meissten fans in Europa
    und ist der 5 beliebteste Klub in Europa

    man kann es also nicht so vergleichen

  11. #10
    Avatar von Chris61

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    Re: Hoffenheim - Wettbewerbsverzerrung?

    Zitat Zitat von kcwknarf",p="606030
    Am letzten Spieltag kamen 6350 Zuschauer.
    Nein sooooooo viele. Das ist ja der helle Wahnsinn. Da war das Stadion bestimmt ausverkauft

    Zitat Zitat von kcwknarf",p="606030
    Ist halt wie mit Unterhaching und Ulm damals. Meine ganzen damaligen Hamburger Arbeitskolleginnen waren darüber total begeistert und meinten, dass sich jetzt endlich mal ein Besuch beim HSV lohnen würde, um diese "Exoten" zu sehen.
    Nö, wenn die guten Mannschaften kommen ist das Stadion immer schon lange vorher ausverkauft. Bei den "Exoten" hat man noch eine Chance an Karten zu kommen. ;-D

    Zitat Zitat von kcwknarf",p="606030
    Wenn es danach geht, dass unbeliebte Teams nichts im Oberahus zu suchen haben, dürfte der FC Bayern überhaupt nicht dort spielen. Schließlich ist der Verein der unbeliebteste.
    Er ist sicher nicht der unbeliebteste Verein, da er die meisten Mitglieder hat. Er taugt wegen seines Erfolges zugegebenermaßen prima als Feindbild, aber der sportliche und finanzielle Erfolg ist schon beneidens- und bewundernswert.

    Zitat Zitat von kcwknarf",p="606030
    Als alter Paulifan weiß ich, dass ein gewisser Heinz Weisener ebenfalls jahrelang privates Geld in den Verein gepumpt hat.
    Ich sehe schon einen Unterschied, ob ein Gönner mal ein paar Euro dazu schießt , weil es mal wieder klemmt oder ob jemand für einen Dorfverein einen Spieler für etliche Millionen Euro kauft.

    Zitat Zitat von kcwknarf",p="606030
    Was ist denn der Unterschied, ob eine Einzelperson dem Geld gibt oder ein oder mehrere Unternehmen? Rein praktisch nimmt sich das nicht.
    Doch, eine Einzelperson möchte sich selber ein Denkmal erschaffen, eine Firma sieht es rein wirtschaftlich. Und die Unternehmen werden sicher dem Verein auch nicht reinreden (besonders bei Misserfolg) - bei Hopp bin ich mir da nicht so sicher.

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