Seite 7 von 7 ErsteErste ... 567
Ergebnis 61 bis 65 von 65

Hilfe, was muß ich machen

Erstellt von Rene, 31.05.2005, 11:15 Uhr · 64 Antworten · 4.312 Aufrufe

  1. #61
    Avatar von Tomad

    Registriert seit
    08.01.2004
    Beiträge
    549

    Re: Hilfe, was muß ich machen

    @clemens

    Alte Petze , das war natürlich nicht ganz ernst gemeint. Ich dachte das wäre erkennbar gewesen :-( .

    Also im Ernst:

    Das größte Problem wird wohl die Beschaffung einer finanzierbaren Bleibe werden, denn Mietpreise München und Mietpreise Berlin sind not same same.


    Thomas

  2.  
    Anzeige
  3. #62
    Mandybär
    Avatar von Mandybär

    Re: Hilfe, was muß ich machen

    [align=justify:13c0b2af2e]Hallo Rene, kurz zum einfühlen in die Bajuwarische Geschichte und Lebensart:


    Geschichte:

    Die Bayern genießen bei den umwohnenden Stämmen nicht eben hohes Ansehen.
    Eine gelehrte Gesellschaft der vertrauten Nachbarn am Isarstrom mutmaßte bereits im Jahre 1702, daß ein ganzes Leben nicht ausreichen würde, wollte man dem Chur-Bayrischen Vatterland nachtheilige Bücher oder Schriften ex fundamento und mit Offenbarung aller ihrer in sich begreiffenden Tadelhaftigkeiten durchgrübeln und also die Scribenten derselben sambt ihrer völligen Boßheit mit allen Umbständen endecken wollen"

    Das gesamte Stammesgebiet ist Pferdelos, bis auf das Areal Rottal-Inn. Dort ausgegrabene Petroglyphen zeigen Hufeisen, möglicherweise aber auch Vuvae, daneben gehörnte Anthropomorphe sowie zoomorphe Wesen, wahrscheinlich Schweine (sus scrofa vittatus).
    Die protohistorische Fleischversorgung bestand zu 80% aus geschwärztem oder gebrühtem Schweinefleisch und zu einem Fünftel aus schweinernen weissen Würsten.
    Mageres Fleisch unterlag einem Meidungsverbot.

    Verläßliche schriftliche Aufzeichnungen zur Stammesbildung gibt es nicht. Entsprechend wild wuchern die ethnogenetischen Erklärungen.
    Als wiederlegt müssen die anti-keltnische Markomannentheorie und die asiatische Hunnentheorie gelten. (Also vielleicht doch ein Bezug zu Thailand??)
    Daß die Bayern, wie noch Nicolai meinte, in die Kluft zwischen Anthropoiden und Menschen gefallen sind, mag heute niemand mehr ungschützt behaupten.
    Über den Grund der Seßhaftwerdung wissen wir nur wenig. Die Domestizierung von Nutzpflanzen wie Rettich, Hopfen und Kartoffel könnte eine Rolle gespielt haben. Andererseits hätte gerade ein blähendes Nahrungsmittel wie Rettich eine Fortsetzung des nomadischen Lebensstils nahegelegt.

    Der männliche Bayer zeichnet sich durch eine volle, runde Gesichtsbildung aus (gschwoischädl).
    Man beobachtete "aufgedunsene Wänste, kurze Strumpffüsse und schmale Schultern, worauf ein dicker runder Kopf mit einem kurzen Hals sehr seltsam sitzt.
    Wo in anderen Kulturen, etwa am Asowschen Meer, Langköpfe als edel galten, ging die Entwicklung bei Bayern kontrafaktorisch zur Breitschädeligkeit. Der Kopfindex-Breit in Prozent der Länge-kann bis zu 120 Prozent erreichen.
    Obesität wird mit dem Argument verteidigt, man habe lieber einen Bauch vom Saufen als einen Buckel von der Arbeit.

    Der neuzeitliche Münchner gleicht anthroprometisch den Fassaden seiner Zweckbauten. Barock sind an ihm nur noch der Bauch und die Kinnpartie.

    Die Träger der politischen Kultur verfügen über Witz und Einfallsreichtum. In kritischen Wahlbezirken werden die Bleistifte in den Wahlkabinen so kurz angebunden, daß nur der zuoberst stehende Wahlvorschlag angekreuzt werden kann.

    Sprache:

    Bei der Landessprache handelt es sich um eine ca.1200 Jahre alte Mundart, die im modernen Sprachvollzug wenig Anerkennung findet.
    Bei Forschungsreisen mußte man feststellen, daß selbst fundamentale Deutschkenntniße nicht ausreichen, um mit dem Bayrischen zu Rande zu kommen.
    Man hatte zwar erwartet, daß die Begrüßungsbeschimpfung zu den "ritual insults" zählt, vermochte dann aber nur noch wiederwillig die Wendung "du bist ein verreckter Hund" als Kompliment einzuordnen.

    Der Vokalreichtum geht einher mit einer Konsonantenschwächung, die oft so ausgeprägt ist, daß man versucht ist, die Artikulation als ein gesprochenes Jodeln zu bezeichnen:

    do taat a da a stinga (da würdest Du Dich auch ärgern)

    do daad da da Dadde do heiffa (da würde Dir der Großvater doch helfen)

    mogarabiranodakari (wünscht der Karl auch noch ein Bier?)

    Die Bayern halten zäh, wenn auch oft unbewußt, an ihrer Mundart fest.

    Lehrer: Was ist das für ein Tier?
    Schüler: Des is a Goaß.
    Lehrer: Es heißt nicht Goaß, es hoaßt Geiß.

    Eßkultur:


    Der englische Autor John Strang hatte über den bayrischen Alltag geschrieben: "Eating and drinking constitute the chief business of life"
    Der Stamm mußte sich, um das stereotyp zu erfüllen, diese Ansicht zu eigen machen. Ein zeitgenössischer Künstler aus der Ortschaft Haindling beantwortete denn auch die Frage, warum er sich in Bayern so wohl fühle, mit den Worten: "Mir schmeckt gut eine Tellersülze"
    Der Besucher eines Festes, das vormals der Vertreibung böser Geister diente (Frühjahreskirtag, schilderte sein Erleben so:

    "Oiso meine Pläne schtenga scho laung fest. Jetzt eß i zerscht amoi a Tatar ois Unterlag. Und um hoibe zwoife vier Weißwürscht, damit i no welche kriag. Dann laß i langsam drei Maß Bia nochlaffa und umera zwoa gibts an Matjes-Hering mit vui Zwiefeln. Dann woaß i bei uns in Haidhausen no a kloans Beißerl, do gibts ob fünfe a Gulasch-Supperl mit vui Knofi. Do wer i aa no oan Tella schlugga. Und na nimmi zwoa Alkaselza und dahoam iß i nu a poor übrigblieme Platzerl vo Weihnachten. Dann schloof i vierzehn Schtundn in oana Lage. Narr-halla"

    Wie Polt es treffend formulierte, die Sau steht hier am Zenith ihrer Erfüllung. Trotzdem bleibt die Kost überraschend vielseitig:

    Mia stechan a Sau ab und dann gibts a Zeitl a Schweinas mit Knödl und a Kraut. Ham mia koa Kraut, dann gibts halt bloß den Braten mit Knödl. Is danns Fleisch in der Sur, gibts an Surbraten mit Kraut und Knödl, und wenn mir koa Kraut nimma hom..... na Du woaßt scho!
    Is danns Fleisch guat gsurt, dann wirds geselcht und wenns ferti is, gibs halt jeden Tag a Gselchts mit Knödl und Kraut...
    Eine Frittenbude in Bielefeld mag ihr Ambiente haben, aber der Bayer hält seine eingene Gastronomie für überlegen.
    1959 wurde erstmals Schaschlik auf dem Oktoberfest zugelassen, 1989 erstmals alkoholfreies Bier.

    Trinkkultur:


    Das Lied "ein Prosit der Gemütlichkeit" das fast mehr einem "shout" als einem "chant" ähnelt, ist in der Residenz entstanden und um 1900 aufs Land gekommen. Es sollte die sorgenbrechende Funktion des Bieres verstärken. Der Fachausdruck hiefür lautet: "Den Grant obischwoabn"
    Nach dem Erreichen eines bestimmten Quantums erfolgt die akinetische Versenkung ins Innere und die Weltvergessenheit auf dem Heimweg.

    Der Bayer spricht nicht viel beim Trinken und schrammt "inter pocula" oft hart am Mutismus vorbei. Am liebsten redet er darüber, daß er großen Durst hatte, hat oder noch entwickeln wird.
    Die Frage Aussenstehender nach dem Unterschied zwischen ober- und untergäriger Brauweise beantwortet er mit geheimnisvollen Schweigen oder einem gepreßt hervorgestoßenem "Ja mei"

    Bayern in Raum und Zeit:

    Bayern beobachtet die allwärts in Gange befindliche "retribalization" mit Gleichmut, man hat selbst nie aufgehört, Stamm zu sein. Wenn es zutrifft, daß nur Stämme überleben, so liegt Europas älterster Staat gut im Rennen. Aber es ist nicht richtig, daß die Bayern durch Hereinnahme von Österreichern zurückzüchten, so wie man in Hellabrunn das bereits ausgestorbene mausgraue Urwildpferd zurückgezüchtet hat.
    Es gibt einen wichtigen Grund, warum sich die Befürchtungen rasch wieder verflüchtigen, und der ist die Objektverliebtheit der Bayern.
    Weltverbesserer haben sich schwer getan in einem Land, das sich zur Revolution entschloß "damit a Ruah is"

    Wie sagte ein alter Bayer noch:
    "Die Zukunft war halt frührer besser"



    Auszüge des amerikanischen Ethnologen R.W.B.Cormack
    im Buch "Tief in Bayern"


    Grüße aus Salzburg
    Mandybär[/align:13c0b2af2e]

  4. #63
    Avatar von Dieter1

    Registriert seit
    10.08.2004
    Beiträge
    31.990

    Re: Hilfe, was muß ich machen

    Sachmal Mandybaer,

    haste Dir mal Gedanken ueber das Ansehen der Oesis und da insbesondere der Salzburger in Bayern im Allgemeinen und in Muenchen im Speziellen gemacht?

    Gruss Dieter

  5. #64
    Mandybär
    Avatar von Mandybär

    Re: Hilfe, was muß ich machen

    Hallo Dieter,

    ich hoffe doch, Du hast diesen Beitrag nicht so "bierernst" genommen

    Durch meine Grenznähe zu Bayern (ca. 2 km ) habe ich sowohl im Geschäftsleben als auch privat täglich mit bayrischen Freunden zu tun und wir verstehen uns prächtig.
    Wenn Du geschichtlich ein wenig nachhakst, so wirst Du feststellen, daß sowohl Teile Bayerns (Fridolfing, Burghausen usw.) unter Salzburger Regierungsobrigkeit gestanden haben, sowohl auch Teile Österreichs unter Bayrischer Verwaltung.
    Die Grenzen sind also fliessend.

    Was speziell die Münchner über den Rest der Welt denken wissen wir ja.

    Grüße nach Bayern
    Mandybär

  6. #65
    Rene
    Avatar von Rene

    Re: Hilfe, was muß ich machen

    Sa nun folgt der Rücksturz nach Berlin. Koffer packen ist wohl angesagt, Hemden bügeln. Kann ja wohl schlecht im Berliner Schluffilook aufschlagen.

    Gruß an Dieter man sieht sich.

    René

Seite 7 von 7 ErsteErste ... 567

Ähnliche Themen

  1. Antworten: 41
    Letzter Beitrag: 13.05.09, 01:25
  2. Was würdet ihr machen?
    Von ling im Forum Sonstiges
    Antworten: 3
    Letzter Beitrag: 17.12.05, 09:41
  3. DVD zu VCD machen ...
    Von Ralf_aus_Do im Forum Computer-Board
    Antworten: 9
    Letzter Beitrag: 12.11.05, 10:27
  4. mal ne forumspause machen
    Von bigchang im Forum Treffpunkt
    Antworten: 10
    Letzter Beitrag: 06.11.04, 22:19