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Hat das Leben einen Sinn ?

Erstellt von Waitong, 23.01.2012, 13:16 Uhr · 181 Antworten · 7.619 Aufrufe

  1. #71
    Avatar von Derk

    Registriert seit
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    Zitat Zitat von Yogi Beitrag anzeigen
    http://de.wikipedia.org/wiki/Der_Sinn_des_Lebens_(Film)

    Da ich, wie schon mehrfach betont, etwas einfacher gestrickt bin, geht es mir eher um den Unsinn im Leben. Hab ich am Ende des Tages ausréichend gelacht, war es ein guter Tag.
    Wie wahr, wie wahr


    But now to something completely different...

    Gruss,
    Derk

  2.  
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  3. #72
    woody
    Avatar von woody
    Zitat Zitat von Waitong Beitrag anzeigen
    .....
    Dazu haetten wir nicht ein derartig komplexes Hirn, von GOTT, erhalten muessen......
    Achso, dann haste den thread hier gestartet, um mal festzustellen, ob die Anderen hier das auch so sehen, oder?

  4. #73
    Tramaico
    Avatar von Tramaico
    Zitat Zitat von Waitong Beitrag anzeigen
    Die heutige Praxis ist Scharlatanerie
    Na, die buddhistische Lehre ist lediglich das, was DU aus ihr machst. Sie ist im Grunde sehr egoistisch, aber nur scheinbar. Achtfacher edler Weg und so, papperlapapp. Individiueller gesunder Menschenverstand ist der Clou. Den hast Du doch wohl, oder?

    "Der Weg lohnt sich". Zwar nicht aus dem Hause Buddha aber R.J. Reynolds

  5. #74
    Avatar von Waitong

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    Zitat Zitat von Tramaico Beitrag anzeigen
    Individiueller gesunder Menschenverstand ist der Clou.
    Gesunder Menschenverstand ist absolut erstrebenswert.

    Haette Nietzsche nur mehr davon gehabt, dann waere er nicht in geistiger Umnachtung gestorben.





    "Der Weg lohnt sich". Zwar nicht aus dem Hause Buddha aber R.J. Reynolds
    Naja - aus "blauem Dunst" hab ich mir noch nie etwas gemacht - ist irgendwie laesstig...

  6. #75
    Tramaico
    Avatar von Tramaico
    Zitat Zitat von Waitong Beitrag anzeigen
    Haette Nietzsche nur mehr davon gehabt, dann waere er nicht in geistiger Umnachtung gestorben.
    Emotionen und Verstand sind absolute Antagonisten. Viele Probleme beginnen, wenn die Emotionen Ueberhang bekommen. Ob dies bei Herrn Nietzsche letztendlich auch so war, kann nur vermutet werden. Auch soll zwischen Genialitaet und Wahnsinn nur ein sehr schmaler Grat bestehen. Kann ich mir persoenlich gut vorstellen, wenn das Gehirn staendig unter Volldampf steht. Ja, es waere fuer Herrn Nietzsche sicherlich einfacher gewesen an einen allmaechtigen Gott zu glauben und sich auf diesen zu verlassen. Vermute aber mal, dass er hierfuer einfach zu intelligent war und auch die Realitaet nicht einfach verleugnen wollte. Hatte mich noch nie vorher mit Herr Nietzsche befasst, aber was ich jetzt durch diesen Thread ueber ihn zu lesen bekam gefaellt mir persoenlich sehr gut. Antichrist. Cool. Mit Herrn Nietzsche haette ich mal gern ein paar Hunde Gassie gefuehrt und dabei ein wenig geplaudert. Natuerlich ehe er, aus welchen Gruenden auch immer, abgedreht ist.

    Naja - aus "blauem Dunst" hab ich mir noch nie etwas gemacht - ist irgendwie laesstig...
    Nee, musst jetzt natuerlich nicht das Rauchen anfangen. Genausowenig wie Du als Buddhist nicht den Moench geben musst oder den achtfachen Pfad beschreiten. Naterlich kannst Du, musst aber nicht. Ist wie mit dem Rauchen.

  7. #76
    Avatar von Waitong

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    Zitat Zitat von Tramaico Beitrag anzeigen
    Ja, es waere fuer Herrn Nietzsche sicherlich einfacher gewesen an einen allmaechtigen Gott zu glauben und sich auf diesen zu verlassen. Vermute aber mal, dass er hierfuer einfach zu intelligent war und auch die Realitaet nicht einfach verleugnen wollte.

    Nach meiner Ansicht hat er seine Intelligenz falsch genutzt, denn es haette ihm bei seiner Intelligenz in den Sinn kommen koennen das er nur einen Teil der Realitaet begreifen kann, weil ihm viele Fakten fehlten, und seine Rueckschluesse daher mehr als mangelhaft waren. Bei manchen Gedanken war er auf dem richtigen Weg, aber es gehoert mehr dazu Dinge zu erfassen die sich der menschlichen Logik entziehen.

    Mir kommt es so vor als haetter er sich geistig in einer Endlosschleife verfangen. Sein Verstand hat ihn in die Irre gefuehrt weil er die Realitaet nicht erklaeren konnte. Er hatte sich nach meiner Ansicht eine Pseudologik erschaffen (wie manch anderer Philosoph auch). Als Indiz dafuer werte ich u. a. folgenden Artikel ------->

    Umwertung aller Werte

  8. #77
    woody
    Avatar von woody
    Zitat Zitat von Waitong Beitrag anzeigen
    .....Mir kommt es so vor als haetter er sich geistig in einer Endlosschleife verfangen. Sein Verstand hat ihn in die Irre gefuehrt weil er die Realitaet nicht erklaeren konnte. Er hatte sich nach meiner Ansicht eine Pseudologik erschaffen (wie manch anderer Philosoph auch). Als Indiz dafuer werte ich u. a. folgenden Artikel ------->

    Umwertung aller Werte
    Am Verstaendnis der "Umwertung aller Werte" habe sich ganze Generationen von Philosophen die Zaehne ausgebissen. Nietzsche wurde von allen moeglichen politischen und relgioesen Gruppen fuer sich vereinnahmt oder zum Teufel abgestempelt.

    Das du es wagst, du der heute morgen noch nicht wusste was die "Aufklarung" ist, ein Urteil ueber das Lebenswerks Nietzsches abzugeben, ist vermessen und wohl deiner Unbedarftheit zuzuordnen.

  9. #78
    Avatar von Waitong

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    Zitat Zitat von woody Beitrag anzeigen
    ...der heute morgen noch nicht wusste was die "Aufklarung" ist...
    Du ziehst die falschen Schluesse, aus meiner rhetorischen Frage. Nietzsche war auch zu vorschnell, mit seinen Schlussfolgerungen, der arme Teufel.

  10. #79
    woody
    Avatar von woody
    Zitat Zitat von Waitong Beitrag anzeigen
    Du ziehst die falschen Schluesse, aus meiner rhetorischen Frage. Nietzsche war auch zu vorschnell, mit seinen Schlussfolgerungen, der arme Teufel.
    Hier noch mal fuer dich aus dem Wiki.

    „Gott ist tot“ – Der „europäische Nihilismus“ [Bearbeiten]

    Mit dem Stichwort „Gott ist tot“ wird oft die Vorstellung verbunden, dass Nietzsche den Tod Gottes beschworen oder herbeigewünscht habe. Tatsächlich verstand sich Nietzsche eher als Beobachter. Er analysierte seine Zeit, vor allem die seiner Auffassung nach inzwischen marode gewordene (christliche) Zivilisation. Er war zudem nicht der erste, der die Frage nach dem „Tod Gottes“ stellte. Bereits der junge Hegel äußerte diesen Gedanken und sprach von dem „unendlichen Schmerz“ als einem Gefühl, „worauf die Religion der neuen Zeit beruht – das Gefühl: Gott selbst ist tot“.[14]
    Die bedeutendste und meistbeachtete Stelle zu diesem Thema ist der Aphorismus 125 aus der Fröhlichen Wissenschaft mit dem Titel „Der tolle Mensch“. Der stilistisch dichte Aphorismus enthält Anspielungen auf klassische Werke der Philosophie und Tragödie. Dieser Text lässt den Tod Gottes als bedrohliches Ereignis erscheinen. Dem Sprecher darin graut vor der Schreckensvision, dass die zivilisierte Welt ihr bisheriges geistiges Fundament weitgehend zerstört habe:
    „Wohin ist Gott? rief er, ich will es euch sagen! Wir haben ihn getödtet, – ihr und ich! Wir Alle sind seine Mörder! Aber wie haben wir diess gemacht? Wie vermochten wir das Meer auszutrinken? Wer gab uns den Schwamm, um den ganzen Horizont wegzuwischen? Was thaten wir, als wir diese Erde von ihrer Sonne losketteten? Wohin bewegt sie sich nun? Wohin bewegen wir uns? Fort von allen Sonnen? Stürzen wir nicht fortwährend? Und rückwärts, seitwärts, vorwärts, nach allen Seiten? Giebt es noch ein Oben und ein Unten? Irren wir nicht wie durch ein unendliches Nichts? Haucht uns nicht der leere Raum an? Ist es nicht kälter geworden? Kommt nicht immerfort die Nacht und mehr Nacht? […] Gott ist todt! Gott bleibt todt! Und wir haben ihn getödtet! Wie trösten wir uns, die Mörder aller Mörder?“[15]
    Dieser unfassbare Vorgang werde gerade wegen der großen Dimension lange brauchen, um in seiner Tragweite erkannt zu werden: „Ich komme zu früh, sagte er dann, ich bin noch nicht an der Zeit. Diess ungeheure Ereigniss ist noch unterwegs und wandert, – es ist noch nicht bis zu den Ohren der Menschen gedrungen.“ Und es wird gefragt: „Ist nicht die Grösse dieser That [Gott getötet zu haben] zu gross für uns? Müssen wir nicht selber zu Göttern werden, um nur ihrer würdig zu erscheinen?“[16] Unter anderem aus diesem Gedanken heraus erscheint später die Idee des „Übermenschen“, wie sie vor allem im Zarathustra dargestellt wird: „Todt sind alle Götter: nun wollen wir, dass der Übermensch lebe.“[17]
    Das Wort vom Tod Gottes findet sich auch in den Aphorismen 108 und 343 der Fröhlichen Wissenschaft, und es taucht auch mehrmals in Also sprach Zarathustra auf. Danach verwendete Nietzsche es nicht mehr, befasste sich aber weiter intensiv mit dem Thema. Beachtenswert ist hier etwa das nachgelassene Fragment „Der europäische Nihilismus“ (datiert 10. Juni 1887), in dem es heißt: „,Gott‘ ist eine viel zu extreme Hypothese.“[18]
    Nietzsche kommt zu dem Schluss, dass mehrere mächtige Strömungen, vor allem das Aufkommen der Naturwissenschaften und der Geschichtswissenschaft, daran mitgewirkt haben, die christliche Weltanschauung unglaubwürdig zu machen und damit die christliche Zivilisation zu Fall zu bringen. Durch die Kritik der bestehenden Moral, wie Nietzsche selbst sie betreibt, werde die Moral hohl und unglaubwürdig und breche schließlich zusammen. Mit dieser radikalisierten Kritik steht Nietzsche einerseits in der Tradition der französischen Moralisten, wie etwa Montaigne oder La Rochefoucauld, die die Moral ihrer Zeit kritisieren, um zu einer besseren zu gelangen; andererseits betont er mehrfach, er bekämpfe nicht nur die Heuchelei von Moral, sondern die herrschenden „Moralen“ selbst – im Wesentlichen immer die christliche. Um dies in einen Begriff zu fassen, bezeichnet er sich selbst als „Immoralisten“.
    Es besteht heute weitgehende Übereinstimmung, dass Nietzsche sich nicht als Befürworter des Nihilismus verstand, sondern ihn als Möglichkeit in der (nach-)christlichen Moral, vielleicht auch als eine geschichtliche Notwendigkeit sah. Über den Atheismus Nietzsches im Sinne des Nichtglaubens an einen metaphysischen Gott sagen diese Stellen wenig aus. (Siehe hierzu den Abschnitt Kritik an Religion, Metaphysik und Erkenntnistheorie.)
    In geistiger Umnachtung (1889–1900)

    Anfang Januar 1889 erlitt er in Turin einen geistigen Zusammenbruch.[5] Kleine Schriftstücke, sogenannte „Wahnzettel“, die er an enge Freunde, aber auch zum Beispiel an Cosima Wagner und Jacob Burckhardt sandte, waren eindeutig vom Wahnsinn gezeichnet. Als Ursache für den Zusammenbruch wurde progressive Paralyse als Folge von Syphilis vermutet. Diese Diagnose und die Ursache für Nietzsches Krankheitsbild überhaupt bleiben allerdings zweifelhaft und sind bis heute umstritten. [6]

    Der durch die Wahnzettel an Burckhardt und ihn selbst alarmierte Overbeck brachte Nietzsche zunächst in ein Irrenhaus in Basel. Von dort wurde der inzwischen geistig vollständig Umnachtete von seiner Mutter in die Psychiatrische Universitätsklinik in Jena unter Leitung Otto Binswangers gebracht. Ein Heilungsversuch Julius Langbehns, der von sich aus Kontakt zur Mutter aufgenommen hatte, scheiterte. 1890 durfte die Mutter ihn schließlich bei sich in Naumburg aufnehmen. Zu dieser Zeit konnte er zwar gelegentlich kurze Gespräche führen, Erinnerungsfetzen hervorbringen und unter einige Briefe von der Mutter diktierte Grüße setzen, verfiel jedoch schnell und plötzlich in Wahnvorstellungen oder Apathie und erkannte auch alte Freunde nicht wieder.
    Über das weitere Verfahren mit den teilweise noch ungedruckten Werken berieten zunächst Overbeck und Köselitz. Letzterer begann eine erste Gesamtausgabe. Gleichzeitig setzte eine erste Welle der Nietzsche-Rezeption ein.
    Elisabeth Förster-Nietzsche kehrte nach dem Suizid ihres Mannes 1893 aus Paraguay zurück, ließ die bereits gedruckten Bände der Köselitzschen Ausgabe einstampfen, gründete das Nietzsche-Archiv und übernahm von der betagten Mutter Zug um Zug die Kontrolle sowohl über den pflegebedürftigen Bruder als auch über dessen Nachlass und die Herausgabe seiner Werke. Mit Overbeck zerstritt sie sich, während sie Köselitz für eine weitere Zusammenarbeit gewinnen konnte.
    Nietzsche selbst, dessen Verfall sich fortsetzte, bekam von alldem nichts mehr mit. Nach dem Tod seiner Mutter 1897 lebte er in der Villa Silberblick in Weimar, wo seine Schwester ihn pflegte. Ausgewählten Besuchern – etwa Rudolf Steiner – gewährte sie das Privileg, zu dem dementen Philosophen vorgelassen zu werden. Nach mehreren Schlaganfällen war Nietzsche allerdings teilweise gelähmt und konnte weder stehen noch sprechen. Am 25. August 1900, im Alter von 55 Jahren, starb er an den Folgen einer Lungenentzündung und eines weiteren Schlaganfalls. Er wurde an der Röckener Dorfkirche im Familiengrab beigesetzt.


  11. #80
    Avatar von Waitong

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    Nietzsches Schlussfolgerung, in bezug auf GOTT sind falsch.

    Niemand hat GOTT getoetet, aber viele Menschen haben sich von GOTT entfernt.

    Wie sollte das moeglich sein, das ein Menschlein derartige Macht haben koennte, GOTT zu toeten?

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