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Hat das Leben einen Sinn ?

Erstellt von Waitong, 23.01.2012, 13:16 Uhr · 181 Antworten · 7.611 Aufrufe

  1. #91
    Tramaico
    Avatar von Tramaico
    Zitat Zitat von Waitong Beitrag anzeigen
    Nach meiner Ansicht hat er seine Intelligenz falsch genutzt, denn es haette ihm bei seiner Intelligenz in den Sinn kommen koennen das er nur einen Teil der Realitaet begreifen kann, weil ihm viele Fakten fehlten, und seine Rueckschluesse daher mehr als mangelhaft waren. Bei manchen Gedanken war er auf dem richtigen Weg, aber es gehoert mehr dazu Dinge zu erfassen die sich der menschlichen Logik entziehen.

    Mir kommt es so vor als haetter er sich geistig in einer Endlosschleife verfangen. Sein Verstand hat ihn in die Irre gefuehrt weil er die Realitaet nicht erklaeren konnte. Er hatte sich nach meiner Ansicht eine Pseudologik erschaffen (wie manch anderer Philosoph auch). Als Indiz dafuer werte ich u. a. folgenden Artikel ------->

    Umwertung aller Werte
    Ohne mich jetzt im Detail mit den Aussagen des Herrn Nietzsche auseinanderzusetzen, aber bei einem Ueberfliegen des Textes kam mir eines in den Sinn. Er wollte die Menschen aufwecken, ihnen die Augen oeffnen und auf den rechten Weg bringen. Dies kann nicht gelingen. Fuehrt eventuell zum Wahnsinn oder an ein Holzkreuz.

    Herrn Nietzsches einziger Fehler war gegebenenfalls an den Verstand der Menschheit zu glauben. Im Gegensatz zu Herrn Einstein, der zwar auch genial war aber nicht dem Wahnsinn verfallen ist.

    Philosophie kann gefaehrlich werden, wenn sich zur stark emotional einbindet. Was war Herr Nietzsche fuer ein Mensch. Einer, der sich viel zu Herzen nimmt oder einer der sich nach der buddhistischen Lehre mit dem Unabaenderbaren abfindet. Hat er darunter gelitten, dass die "Menschen Gott getoetet haben" und nach seiner Ansicht die moralischen Werte verfallen?

    Lieber Waitong, hoffe Du verfaellst nicht dem selben Irrtum wie der Herr Nietzsche obwohl wir derzeit noch zwei verschiedene Paar Schuhe zu sein scheint. Du weisst ja, wie man hier zu sagen pflegt "same, same, but different".

    1. Schritt der Therapie. Stelle Dich vor einen Spiegel und sage, dass Dir die Menschheit egal ist. Immer wieder, bis Du es verinnerlicht hast. Nun, nachdem Du im Neutralgang bist, fange an Dich auf Deine Zufriedenheit zu konzentrieren und sie niemals aus den Augen zu verlieren. Kommt ein Gefuehl der Unpaesslichkeit auf, frage Dich warum dies so ist, ob es Sinn macht und in irgendeiner Weise weiterbringt. Schau, frueher hat es mir Unbehagen verursacht ein totgefahrenes Tier auf der Strasse zu sehen. Ich hinterfragte warum. Das Tier ist leidfrei. Zweifellos. Sein Anblick verursacht mir aber Leid. Das ist unsinnig und somit finde ich dann wieder auf den richtigen Weg zurueck. Natuerlich kann leicht passieren, dass man Dich als "abgestumpft" anfaengt zu sehen. "Oh, das arme Tier!". "Nein, es ist nicht arm, es ist frei von Leid. Es ist besser sich auf die Lebenden und nicht die Toten zu konzentrieren".

    Unglaeubige Blicke. Wie man nur so herzlos, abgestumpf und verrohrt sein? Nur scheinbar, aber was soll's wenn man selbst die Wahrheit kennt und dann auch auf das Entsetzen mit einem simplen Laecheln enden kann. Oftmals wird Mitgefuehl mit Mitleid verwechselt und wer mit leidet ist auf dem falschen Weg, denn es gilt ja, sich vom Leid zu befreien. Herrn Nietzsche ist dieses anscheinend nicht gelungen.

  2.  
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  3. #92
    Tramaico
    Avatar von Tramaico
    Zitat Zitat von Waitong Beitrag anzeigen
    Jesus hatte einen Auftrag - er wollte beweisen, dass auch ein Mensch (als der er gelebt hatte) Satan widerstehen kann und sich nicht von GOTT abwendet, auch wenn er sehr zu leiden hatte. Es gibt eine Bibelstelle an der ein Dialog zwischen GOTT und Satan das naeher beschreibt, in diesem Fall war es HIOB der sehr zu leiden hatte...
    Jesus und Gott waren auf dem Holzweg in Sachen Menschen. Nicht mit Gutmenschlichkeit und Vorbildfunktion ist der Mensch zum Guten zu korrigieren, sondern nur auf dem authoritaeren Wege. Haette Gott die Widersachers seines Sohnes einfach zerschmettert, waere eine gute christliche Welt aus dieser Asche hervorgegangen. So aber hat sich nichts, aber auch wirklich nichts in Sachen Mensch seit dem Jahre "0" der christlichen Zeitrechnung geaendert. Warum nicht? Das Konzept war falsch. Alles andere als goettlich.

    Waere Herr Nietzsche ein besserer Gott gewesen, wenn er goettliche Kraefte gehabt haette? Ohne goettliche Kraefte kann man nur am Menschen scheitern und nun ja, manchmal scheinen noch nicht einmal goettliche Kraefte zu reichen. Eine Erkenntnis, zu der bereits jemand 543 Jahre vor der christlichen Zeitrechnung gekommen ist.

  4. #93
    Tramaico
    Avatar von Tramaico
    Zitat Zitat von Alpha_Okami Beitrag anzeigen
    ich nenne es lieber " die super- intelligente - unsichtbare -energie - die alles erschafft " : )
    Sage doch einfach "Natur". Die Natur ist nicht korrumpierbar. Sie ist einfach wie sie ist. Auch vom Menschen in seinen wildestens Phantasien nicht. Die Natur hat nichts mit einem Gott zu tun. Sie plant nicht, sie hofft nicht, wie wuenscht nicht, sie fordert nicht. Sie ist einfach sie selbst und der Mensch hat hier nur eine kleine voellig unbedeutenden Statistenrolle inne. Die Anmassungen des Menschen in seiner Selbstherrlichkeit sind schon geradezu unverschaemt. "Und der Herr schuf den Menschen nach seinem Angesicht". Hogwash.

  5. #94
    woody
    Avatar von woody
    Zitat Zitat von Tramaico Beitrag anzeigen
    .....Herrn Nietzsche ist dieses anscheinend nicht gelungen.
    Woher willst du das wissen? Nietzsche ist nicht an seiner Philosophie verzweifelt, er litt an einer physischen Krankheit die zur Demenz fuehrte.

    Aber mal abgesehen davon, muss man seine Werke auch immer im geschichtlichen Kontext sehen.

    Bei Waitong haben wir es mit einem, sagen wir es hoeflich, einfach gestrickten Menschen zu tun, der die Bibel fuer das Mass aller Dinge haelt und nicht in der Lage ist, ueber den Tellerrand zu blicken.

  6. #95
    woody
    Avatar von woody
    Zitat Zitat von Tramaico Beitrag anzeigen
    ......Die Anmassungen des Menschen in seiner Selbstherrlichkeit sind schon geradezu unverschaemt. "Und der Herr schuf den Menschen nach seinem Angesicht". Hogwash.
    Genauso ist es, wer an die Bibel und den Schoepfergott glaubt, muss mit unueberbrueckbaren Abstrichen der Vernunft leben.

  7. #96
    woody
    Avatar von woody
    Hier mal etwas zur Erbauung speziell fuer Waitong

    Kreationismus (von lat. creatio ‚Schöpfung‘) ist die Auffassung, dass die wörtliche Interpretation der Heiligen Schriften der abrahamitischen Religionen (insbesondere 1. Buch Mose) die tatsächliche Entstehung von Leben und Universum beschreibt. Der Kreationismus erklärt beides durch den unmittelbaren Eingriff eines Schöpfergottes in natürliche Vorgänge, was sich entweder auf die Schöpfung aus dem Nichts (Creatio ex nihilo) oder die Entstehung von Ordnung aus zuvor existierendem Chaos (Tohuwabohu) beziehen kann. Er entstand im 19. Jahrhundert in Teilen des Protestantismus als Widerstand gegen die damals aufkommende Naturforscherbewegung, die erstmals ein hohes Erdalter und eine Evolution des Lebens postulierte. Heute richtet sich der Widerstand einerseits gegen die moderne Naturwissenschaft, andererseits gegen den modernen säkularen Atheismus, die sich beide aus der Naturforscherbewegung entwickelten. Die größte Bedeutung hat der Kreationismus in den fundamentalistischen und evangelikalen christlichen Richtungen. Es haben sich auch in Islam und Judentum sehr kleine Splittergruppen mit wesensgleichen Ideen herausgebildet, die aber von ihrer Bedeutung her nicht vergleichbar sind. Gesellschaftlich und politisch spielt der Kreationismus eine besondere Rolle in den Vereinigten Staaten. Dort hat er unter Wählern der konservativen republikanischen Partei viele Anhänger, die ihn gerne zum Inhalt des Biologieunterrichts an Schulen machen würden. Da die US-amerikanische Verfassung ein Verbot religiöser Inhalte im Schulunterricht enthält und auch keinen gesonderten Religionsunterricht vorsieht, behaupten sie, der Kreationismus ließe sich wissenschaftlich vertreten und könne folglich ohne Konflikt mit der Verfassung unterrichtet werden. Vor Gericht ist jedoch stets gegen diese Ansicht geurteilt worden.
    Kreationismus

  8. #97
    Avatar von kcwknarf

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    Zitat Zitat von woody Beitrag anzeigen
    Genauso ist es, wer an die Bibel und den Schoepfergott glaubt, muss mit unueberbrueckbaren Abstrichen der Vernunft leben.
    Quark. Was hat das mit Vernunft zu tun?
    Wer an einen "Gott" glaubt schränkt sich höchstens ein - genauso aber auch diejenigen, die nicht daran glauben. Nur diejenigen, die sich nicht festlegen und alles für möglich halten, bzw. nichts ausschließen, handeln demnach im Grunde vernünftig.

  9. #98
    Tramaico
    Avatar von Tramaico
    Haelst Du an den Weihnachtsmann und die Zahnfee fuer moeglich, Frank?

  10. #99
    Avatar von kcwknarf

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    Zitat Zitat von Tramaico Beitrag anzeigen
    1. Schritt der Therapie. Stelle Dich vor einen Spiegel und sage, dass Dir die Menschheit egal ist.
    Du denkst hier aber evtl. etwas zu kurz. Sicherlich stehe ich im Mittelpunkt und alles andere kann mir egal sein. ABER: auch ein besseres Umfeld kann mir helfen, mich besser zu fühlen.
    Wenn ich es z.B. als Hase schaffe, den Fuchs zu einem besseren Tier zu machen, muss ich nicht immer vor ihm wegrennen. Das spart Kraft und Zeit für andere schöne Dinge.

    Wenn ich z.B. die Visa-Politikl von Staaten anprangere, dann denke ich dabei in erster Linie als mich selbst. Im Gegensatz zu Thais brauche ich z.B. für meine kommende Russland-Reise ein Visum. Warum? Als Reaktion auf die strenge Visa-Politik der Deutschen. Schaffe ich, diese deutsche Politik zu ändern, verschaffe ich mir somit eine höhere Frieheit. Dass andere davon auch profitieren ist halt ein schönes Beiwerk.

    So ähnlich ist auch dein Beispiel mit dem überfahrenen Tier. Leiden mit dem Tier macht in der Tat keinen Sinn, aber man kann sich Gedanken machen, wie man das Überfahren anderer Tiere verhindert und somit auch sein eigenens Überfahren.

    Und wenn das End-Ziel ist, kein Leid mehr zu haben: warum suchen sich die Menschen einfach nicht alle jemanden, der sie überfährt oder auf andere Weise tötet? Leid hat ja durchaus einen Nutzen - für einen selbst.
    Aber diesen genötigten Zwangsleid halte ich auch für Schwachsinn.

  11. #100
    Avatar von Alpha_Okami

    Registriert seit
    18.04.2011
    Beiträge
    120
    Zitat Zitat von Tramaico Beitrag anzeigen
    Sage doch einfach "Natur". Die Natur ist nicht korrumpierbar. Sie ist einfach wie sie ist. Auch vom Menschen in seinen wildestens Phantasien nicht. Die Natur hat nichts mit einem Gott zu tun. Sie plant nicht, sie hofft nicht, wie wuenscht nicht, sie fordert nicht. Sie ist einfach sie selbst und der Mensch hat hier nur eine kleine voellig unbedeutenden Statistenrolle inne. Die Anmassungen des Menschen in seiner Selbstherrlichkeit sind schon geradezu unverschaemt. "Und der Herr schuf den Menschen nach seinem Angesicht". Hogwash.
    ja . die natur . besteht aus was : elementen , chemie . wo kommen elemente her ? die waren alle mal zufällig mal da ?
    das kann nicht sein . das heisst das hinter allem ein art bauplan stehen muss .

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