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Gesundheitspolitik -Zweiklassengesellschaft

Erstellt von juthamat, 03.08.2008, 19:29 Uhr · 63 Antworten · 2.930 Aufrufe

  1. #51
    Avatar von joachimroehl

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    Re: Gesundheitspolitik -Zweiklassengesellschaft

    Anmerkung: ich mache die Antwort auf eine PN ohne Namensnennung öffentlich, weil ich zur Zeit mehrere solcher Anfragen bekomme. Wenn einer, der in Deutschland privat versichert ist und hier eine Meldeadresse hat aber vorrangig in Thailand lebt unbedingt aus seiner PKV raus möchte, geht das auf zwei Wegen
    A) schriftliche Kündigung und Mitteilung, daß man ab dem .... seinen Lebensmittelpunkt nach Thailand in .... verlegt hat. Damit entfällt der sogenannte Versicherungsgrund taggleich mit der Ausreise (gut ist die Paßkopie mit Einreisestempel BKK und Kopie Flugtiket) Oft fragen die hartnäckigen Versicherer dann nach einer Wohnsitzabmeldung! Zweiter Brief mit der Mitteilung, daß man die Wohnsitzadresse weiter unterhält, aber "mein Lebensmittelpunkt" seit ... Thailand ist. Tip: Besser ist das alles natürlich als EMS-Brief direkt aus Thailand.
    B) man friert seine Priavte ein oder fachsprachlich legt man sie auf "große Anwartschaft". Heißt, man bleibt stilles Mitglied und kann jederzeit bei notwendiger Verlegung des Lebensmittelpunktes zurück nach Deutschland (Pleite, kein Job der einen in eine GKV bringt oder über 55 alt oder vorallem bei schwerer Erkrankung!) und seine alte Private wieder aktivieren OHNE erneute Gesundheitsprüfung und zahlt dafür in der Regel nur 20-25% des laufenden aktuellen Beitrages. Das ist auch Geld, aber gibt Ruhe und Sicherheit und im Lande kauft man sich eine Private bei BUPA,LMG,Thai Health oder wem auch immer, aber bitte mit 1Mill. Deckung minimal und ohne "prozentuale Leistungsstaffel" im Krankenhaus. Eine deutsche Auslandsreiskrankenversicherung http://www.nataliasversicherung.de/ausland/ausland.html für 43,40€ mtl. gilt immer für 3 Jahre, kann dann um drei weitere Jahre verlängert werden und übernimmt ohne Limit in Thailand die Kosten beim Arzt, Zahnarzt und im Krankenhaus. Und im Falle des medizinischen Falles fliegt sie mich auch zurück. Der Tarif leistet sogar bei Besuchsaufenthalten bis zu 90 Tagen in der Bundesrepublik.

    Fazit: eine Anwartschaft + die 43,40€ sind sicher der cleverste Weg, insbesondere wenn man den whorst case und die Zahlungsfreudigkeit der thailändischen Versicherer bedenkt.

    @kcwknarf
    Da kommen wir in die ganz große Politik hinein. Ich selbst glaube, daß in der Bundesrepublik genügend Geld da ist, nur daß der "Verteilungsschlüssel" einfach mal gändert werden sollte. Diese Änderung nimmt aber einigen was weg und so wie die Katze das Stück Fleisch aus dem Maul nicht mehr hergeben will, so sind auch die zur Zeit gut Betuchten...

  2.  
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  3. #52
    Avatar von kcwknarf

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    Re: Gesundheitspolitik -Zweiklassengesellschaft

    Zitat Zitat von joachimroehl",p="616696
    Diese Änderung nimmt aber einigen was weg und so wie die Katze das Stück Fleisch aus dem Maul nicht mehr hergeben will, so sind auch die zur Zeit gut Betuchten...
    Wenn es mal nur die gut betuchten treffen würde...
    Aber wie hier ja auch schon angedeutet wurde, betrifft es eben auch die Selbständigen, die sich einfach gar keine KV leisten können.

    Ich könnte es z.B. derzeit auch nicht. In Thailand kommt man gut mit wenig aus, aber wenn man dann auch noch deutsche Preise für Leistungen aufbringen soll, die man gar nicht in Anspruch nimmt (selbst wenn es nur eine Anwartschaft wäre), dann ist das Ende der Fahnenstange bald erreicht und man muss automatisch wieder zurück nach Deutschland, um zum Hartz IV-Fall zu mutieren - auf Kosten der Gesellschaft!

  4. #53
    Avatar von waanjai_2

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    Re: Gesundheitspolitik -Zweiklassengesellschaft

    Zitat Zitat von joachimroehl",p="616696
    Fazit: eine Anwartschaft + die 43,40€ sind sicher der cleverste Weg, insbesondere wenn man den whorst case und die Zahlungsfreudigkeit der thailändischen Versicherer bedenkt.
    Klingt gut und ist nachvollziehbar.

    Und wie sieht es dazu im Vergleich mit Rentnern aus, die in der GKV geblieben sind? Sollten die zunächst in die PKV überwechseln und dann so weiter wie beschrieben

  5. #54
    Avatar von joachimroehl

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    Re: Gesundheitspolitik -Zweiklassengesellschaft

    "Nicht Leisten können!" ist ab 01.01.2009 nicht mehr die Frage, denn Dank Ulla Schmidt müssen ja alle, die im Bundesgebiet wohnhaft sind eine Krankenversicherung haben. Und wer nicht zahlen kann, fliegt nicht wie bisher raus, sondern bekommt dann nur noch "medizinische Leistungen zum Erhalt der Lebensfähigkeit"...aber die Schulden von mtl. knapp 280€ beim Selbstständigen würden weiter anwachsen. Noch einen drauf: alle die mal in einer GKV waren, müssen sich sogar rückwirkend ab 01.04.2007 versichern und für die vormals Privaten gilt als Stichtag des spätmöglichsten Eintritts der 01.01.2009. So siehts aus in der Berliner Republik nachzulesen u.a. im Artikel 43 des GKV-WSG -> http://www.bundesrat.de/cln_051/Shar....pdf/75-07.pdf

    @waanjai_2
    Mein Königsweg heißt spätestens ab! dem 55. gesetzlich versichert zu sein und als Zusatz bis zum letzten Tag geltende private Tarife, die auch in Thailand die Krankenhauskosten abdecken. Das kostet auch um die 70€ aufwärts für den 55jährigen, aber ist oft vom Geldaufwand vergleichbar mit den thailändischen Angeboten, die allerdings dann noch Leistungsbegrenzungen haben und oft die bereits angesprochene "prozentuale Selbstbeteiligung". (Du hast 1 Million Baht versichert und denkst das müßte normal reichen, aber die Gesellschft zahlt bei vielen OPs nur Prozentteile dieser Versicherungssumme aus! z.B. "Grauer Star" nur 1% von 1 Mill.)
    Oder wie beschrieben man hat neben seiner GKV diese Auslandsreisversicherung für 43,40€ (Aufnahme bis zum 69.) Wer ganz pfiffig ist, kann ja während des längeren Thailandaufenthaltes auch seine GKV auf Anwartschaft weiterführen. Das wird von den Kassen nicht beworben und setzt ein bischen Härtnäckigkeit voraus. Aber eine Anwartschaft z.B. bei der TK kostet knapp 40€ mtl. und der Mindestbeitrag für einen freiwillig versicherten GKV-Rentner normal um die 130€. runterscrollen bei -> https://www.tk-online.de/centaurus/g...iedschaft.html
    Kleines Achtung: die Kassen verlangen hierfür eine berufliche angestellte oder selbstständige Tätigkeit im Ausland von ich will eine "Tauschule" in Phuket eröffnen bis zur "Reisfarm" in Petchabun...

  6. #55
    thurien
    Avatar von thurien

    Re: Gesundheitspolitik -Zweiklassengesellschaft

    Zitat Zitat von joachimroehl",p="616696
    Wenn einer, der in Deutschland privat versichert ist und hier eine Meldeadresse hat aber vorrangig in Thailand lebt unbedingt aus seiner PKV raus möchte, geht das auf zwei Wegen
    @joachimroehl - die Frage hatte mir so ähnlich fast auf der Zunge gelegen, vielen Dank für die Erleuchtung. Das, was Du jetzt weiter unten zitierst nämlich "daß jeder mit Wohnsitz in D. ab 1.1.09 eine KV haben muß" paßt zwar nicht ganz mit dem Obigen zusammen; ich gehe mal davon aus, daß die Definition des Lebensmittelpunktes hier den rein techn. Wohnsitz überstimmt, oder?

  7. #56
    Avatar von Thaiman

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    Re: Gesundheitspolitik -Zweiklassengesellschaft

    Zitat Zitat von joachimroehl",p="616270
    denn wer in die absehbare Zukunft des deutschen Gesundheitswesens blicken möchte, studiere nicht gerade eine staatliche Klinik in Khon Khaen oder Banglamung sondern einfach die gängigen Verhältnisse in den USA oder England.
    Warum um alles in der Welt orientieren sich die "blöden" Deutschen immer an der USA?
    Machst Du das bei Deinen nächsten Lohnforderungen auch oder orientierst Du dich da nach höherem?

  8. #57
    Avatar von waanjai_2

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    Re: Gesundheitspolitik -Zweiklassengesellschaft

    Zitat Zitat von Thaiman",p="616766
    Warum um alles in der Welt orientieren sich die "blöden" Deutschen immer an der USA?
    Es geht hier nicht um etwas Besseres, sondern um etwas Schlechteres im Vergleich zu D.
    Da schneiden die USA, in denen immer noch einige zig-Millionen überhaupt keine K-Versicherung haben und nur die Rentner und die offiziell Armen ´ne Art Sozialversicherung kennen (Medicare, Medicaid) nämlich deutlich schlechter ab. Es sei denn, man hat wirklich Kohle.

    Und der staatliche Gesundheitsdienst (NHS) in England mit all seinen Leistungsbeschränkungen und Wartelisten ist auch kein Traum für Deutschland. Ist dort steuerfinanziert. Wer also in D auch so was haben will - Grundversorgung für alle - schaue sich mal bei den Briten um.

  9. #58
    Avatar von waanjai_2

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    Re: Gesundheitspolitik -Zweiklassengesellschaft

    Zitat Zitat von joachimroehl",p="616721
    Mein Königsweg heißt spätestens ab! dem 55. gesetzlich versichert zu sein und als Zusatz bis zum letzten Tag geltende private Tarife, die auch in Thailand die Krankenhauskosten abdecken. Das kostet auch um die 70€ aufwärts für den 55jährigen, aber ist oft vom Geldaufwand vergleichbar mit den thailändischen Angeboten, die allerdings dann noch Leistungsbegrenzungen haben und oft die bereits angesprochene "prozentuale Selbstbeteiligung". (Du hast 1 Million Baht versichert und denkst das müßte normal reichen, aber die Gesellschft zahlt bei vielen OPs nur Prozentteile dieser Versicherungssumme aus! z.B. "Grauer Star" nur 1% von 1 Mill.)
    [highlight=yellow:7d30f0b009]Oder wie beschrieben man hat neben seiner GKV diese Auslandsreisversicherung für 43,40€ (Aufnahme bis zum 69.) [/highlight:7d30f0b009]Wer ganz pfiffig ist, kann ja während des längeren Thailandaufenthaltes auch seine GKV auf Anwartschaft weiterführen. Das wird von den Kassen nicht beworben und setzt ein bischen Härtnäckigkeit voraus. Aber eine Anwartschaft z.B. bei der TK kostet knapp 40€ mtl. und der Mindestbeitrag für einen freiwillig versicherten GKV-Rentner normal um die 130€. runterscrollen bei -> https://www.tk-online.de/centaurus/g...iedschaft.html
    Kleines Achtung: die Kassen verlangen hierfür eine berufliche angestellte oder selbstständige Tätigkeit im Ausland von ich will eine "Tauschule" in Phuket eröffnen bis zur "Reisfarm" in Petchabun...
    Und die von Dir genannte und vertretene Auslandsreiseversicherung für 3 Jahre (aber verlängerbar) schließt - anders als die anderen - auch keine Vorerkrankungen aus? Soll es ja bei Rentnern desöfteren geben.

  10. #59
    Avatar von joachimroehl

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    Re: Gesundheitspolitik -Zweiklassengesellschaft

    ...und die von Dir genannte und vertretene Auslandsreiseversicherung für 3 Jahre (aber verlängerbar) schließt - anders als die anderen - auch keine Vorerkrankungen aus? Soll es ja bei Rentnern desöfteren geben. [/quote]...

    Ich versichere seit 1994 Farangs vorweg D-A-CH und UK für ihren kürzeren oder längeren Aufenthalt in Thailand und werde mich mal etwas aus dem Fnster lehnen und sagen: es gibt keine ordentlich leistende Krankenversicherung ohne Gesundheitsprüfung. Die nach Antragsstellung oft folgende Ablehnung oder der Ausschluss von Vorerkrankungen oder auch Risikozuschläge auf vorher bereits eingetretene Erkrankungen oder Risiken gehören zum Geschäft der Gesellschaften. Es sind AGs mit Profiterwirtschaftung.
    Die meisten Privaten fahren p.a. um die 7-9% nach Steuern ein! So sind die Privaten von London über Berlin und Bangkok bis Singapoore dementsprechend in ihrer "Annahmepolitik" aufgestellt. Aus die Maus.

    Deshalb sollte man ja auch frühzeitig entweder eine Private besitzen oder spätestens ab 55 (danach kommt man nur noch in extremen Ausnahmefällen in die GKV) eine weltweit geltende stationäre Zusatzversicherung zusammen mit einer Gesetzlichen haben.

    Und wenn gesundheitlich fast garnichts mehr geht, dann hilft den gesetzlich Versicherten die keine Gesundheitsfragen stellende "Deutsche Rettungsflugwacht",
    die für 30€ jährlich ins Heimatland bei einem medizinisch begründeten Notfall zurückfliegt. -> https://www.drf.de/foerderer-werden.html oder der schon mal hier von mir beschriebene harte Weg die GKV zu zwingen Kosten für nicht versicherbare Vorerkrankungen auch in Thailand zu bezahlen.

  11. #60
    Avatar von waanjai_2

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    Re: Gesundheitspolitik -Zweiklassengesellschaft

    Zitat Zitat von joachimroehl",p="616788
    ...oder der schon mal hier von mir beschriebene harte Weg die GKV zu zwingen Kosten für nicht versicherbare Vorerkrankungen auch in Thailand zu bezahlen.
    Der auf max. 6 Wochen im Jahr begrenzt wäre - also eigentlich nix für Expats oder Dauer-Urlauber.

    Für die Rentner in der GKV kommt dann doch wohl eher das in Frage, was Du ja auch beschreibst mit:
    Zitat Zitat von joachimroehl",p="616788
    ... eine weltweit geltende stationäre Zusatzversicherung zusammen mit einer Gesetzlichen haben.
    So wären wir dann abschließend bei der Frage angelangt:
    Was sind günstige "weltweit geltende stationäre Zusatzversicherungen" für die hier im Forum ja gut vertretenen "Auslandsdeutschen"?

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