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Gesundheitspolitik -Zweiklassengesellschaft

Erstellt von juthamat, 03.08.2008, 19:29 Uhr · 63 Antworten · 2.925 Aufrufe

  1. #41
    antibes
    Avatar von antibes

    Re: Gesundheitspolitik -Zweiklassengesellschaft

    in der jugend gespart, im frühem rentenalter seziert. der klassische versicherungslauf eines selbstständigen. ;-D

  2.  
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  3. #42
    Avatar von juthamat

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    Re: Gesundheitspolitik -Zweiklassengesellschaft

    Ich wollte keinesfalls eine Sozialneiddebatte anstossen.
    Aber wenn es um Gesundheit geht ist das schon etwas Anderes wie Neid auf ein Eigenheim,neuer Sportwagen.
    Und um in die Private Versicherung aufgenommen zu werden muss man ja auch erstmal einen hohen Verdienst haben.
    Ich will auf keinen Fall Selbständige in der PKV Kritisieren,welche Probleme diese mit Altersversorgung usw haben weiss ich teilweise aus eigener Erfahrung.
    Aber warum bekommt ein Beamter der ohne Risiko gut verdient hat und es leisten kann bessere Behandlung wie ein Weni-Normalbeitragzahler?
    Nochmals es geht hier um keine unwichtigen Dinge sondern meiner Meinung nach um das Wichtigste im Leben.
    Wer schon einmal ernsthaft krank war denkt wahrscheinlich anders wie ein junger gesunder Mensch.

  4. #43
    Avatar von joachimroehl

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    Re: Gesundheitspolitik -Zweiklassengesellschaft

    @thurien
    Das sind zu 95% Selbstständige, die ihre Mindestkassensatz von knapp 280€ nicht mehr aufbringen konnten. Denen hat leider nie einer gesagt, daß sie ihr wackliges Geschäft einfach zumachen sollen, falls sie die Aufwendungen für ihre eigene Gesundheit oder auch die persönliche Altersversorgung nicht mehr aufbringen können. Prinzip der totalen Selbstausbeutung ohne ein Level der familiären Absicherung, die jeder Bauer im Isaan dank seiner Familie hat.
    Aber ab Januar 2009 sind ja alle, jeder Selbstständige und auch jene, die nur zeitweilig deutschen Boden betreten ("Wohnsitz" oder "Lebensmittelpunkt" steht im Gesetz!)verpflichtet sich zu versichern und definitiv keiner fliegt mehr wegen Nichtzahlung aus einer GKV oder Privaten raus. Selbst bei jahrelangen Beitragsrückständen darf keine Kasse lebenserhaltende Maßnahmen verweigern. Das werden ganz Pfiffige sicher nutzen. Heißt dann, daß die dumm braven Zahler für die Schnorrer aufkommen. Kritiker sprechen hier von der Ulla-Maut. Einzige Ausnahme: man ist Ausländer aus Nicht-EU und bereist die BRD für maximal 12 Monate. So nachzulesen in Ulla Schmidts WSG-Gesetz. Persönlich finde ich das schon eine Frechheit den Selbstständigen eine Krankenversicherungspflicht vorzuschreiben, aber es geht ja eigentlich nur darum mittelfristig an die knapp 120 Mrd. Rückstellungen der Privaten ranzukommen um damit das ganze marode System der GKV über eine Zeit zu finanzieren.

    Ich hoffe ich nerve hier keinen, habe aber durch meinen Job ständig mit dem Thema zu tun und vielleicht schon ne Brille auf. Und dann hat auch fast jeder Thailandfreund, gerade wenn er 50+ ist mehr oder weniger zu kämpfen mit dem ganzen Komplex der richtigen und günstigen Krankenversicherung für hier und drüben.

  5. #44
    thurien
    Avatar von thurien

    Re: Gesundheitspolitik -Zweiklassengesellschaft

    Zitat Zitat von joachimroehl",p="616604
    Ich hoffe ich nerve hier keinen ...auch fast jeder Thailandfreund, gerade wenn er 50+ ... zu kämpfen mit dem ganzen Komplex der richtigen und günstigen Krankenversicherung für hier und drüben.
    genau so ist das u. wie immer werden einem von den verschiedensten Organisationen Halbwahrheiten u. von Privatpersonen Halbwissen angeboten - ist gerade beim wichtigen Komplex der KV wenig hilfreich zur Entscheidungsfindung. Nein, das nervt nicht, ist aufklärend!

  6. #45
    Avatar von bmei

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    Re: Gesundheitspolitik -Zweiklassengesellschaft

    ob man nun Raucher, 5extourist oder Organhändler in Thailand ist, solange wir und das hier leisten http://www.krankenkassentarife.de/ba...al/kassenliste werden die Leistungen für Versicherte und Nichtversicherte immer mehr abnehmen und Beiträge immer mehr steigen!

    Denn jede dort aufgeführte Krankenkasse hat meist hunderte von Geschäftsstellen, meist in exponierter (also sehr teuerer) Lage, ausgerüstet vom feinsten mit bequemen Sitzmöbeln, Büromöbeln, Computern und Blumenparadies.

    Jeder dieser Geschäftsstellen hat natürlich auch einen Geschäftsstellenleiter mit einem Gehalt, wo erst einmal 50 Versicherte dieses Gehalt aufbringen müssen. Dazu kommen unzählige Mitarbeiter, die kontrolieren, ob sich ein Versicherter oder Nichtversicherter die Zähne regelmäßig putz um Leistungen für Zahlbehandlungen zu erhalten.
    Auch für diese Gehälter zahlen eine Menge Versicherte um dessen Gehälter aufzubringen. Zudem werden fragwürdige Anzeigenkampanien und Werbespots in den Unterschiedlichen Medien inzeniert, wofür eine nicht unerhebliche Mitgliederzahl zahlen dürfen ohne je damit eine ärztliche Leistung begleichen zu können.

    Nur weiter so
    Absudistan läßt grüßen

    [/email]

  7. #46
    Avatar von bmei

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    Re: Gesundheitspolitik -Zweiklassengesellschaft

    Hier mal ein Beispiel für vorsorgliche Verwaltungsmaßnahmen:



    In dem Jahr als dieses Gebäude gebaut wurde konnte die IKK
    10.000 Euro Honorar nicht zahlen. Das Geld wurde vom Arzt abgeschrieben - TATSACHE - Hoffe dass das einer von den Geschäftstellenoberleitern liest! Ist ja mit Sicherheit nachprüfbar.

    Gruß

  8. #47
    Avatar von kcwknarf

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    Re: Gesundheitspolitik -Zweiklassengesellschaft

    bmei hat das sehr gut erkannt.
    Was die (Kranken)versicherungen machen, ist Jammern auf allerhöchstem Niveau.
    Wenn es einer Berufsgruppe sehr gut geht, dann sind das die Versicherungen.

    Die KV-Pflicht für Selbstständige ist eine Frechheit.
    Die Durchschnittszahlung eines Versicherten liegt logischerweise weit unter dem Durchschnitt der eigentlich nötigen Zahlungen. Logisch deshalb, weil ein Großteil ja in Gebäuden, Verwaltungskosten, Werbung etc. in den "Gulli" verschwindet.

    Wenn ich dann noch mein eigenes Risiko beschränke (kein Rauchen, kaum Alkohol, keine Extremsportarten, Gewicht im Normalzustand, stressfrei und glücklich leben, achtsam im Verkehr sein) dann reduziert sich das eigene Risiko auf ein Minimun, das ich entwder selber aus eigener Tasche aufbringen kann (eben durch die Ersparnisse für die KV) oder mit günstigen Versicherungen nach eigener Wahl (Berufsunfähigkeit etc.) abdecken kann.

    Bleibt also nur noch die soziale Komponente. Da frage ich mich aber, warum soll ich den fahrlässigen "Spaß" anderer (die in dem Moment ja auch nicht sozial denken - siehe Raucher), die unnötigen Verwaltungskosten und die Abzockerpreise der Pharmaindustrie unterstützen?

    Nein, trotz Pflicht werde ich aus diesen Gründen meinen Beitrag nicht leisten. Wenn mir trotzdem was statistisch unwahrscheinliches Unvorgesehenes passiert, habe ich halt Pech gehabt oder nutze das System dann doch als Schmarotzer aus. Im Vergleich fühle ich mich trotzdem eher als kleiner Schmarotzer, denn ich habe nicht solche Luxusschuppen wie die Versicherungen.

    Was im Übrigen dann auch passieren wird: die vielen Kleinunternehmer müssen dann tatsächlich ihre Firma aufgeben. Mit einem Schlag wird die Arbeitslosenquote ansteigen, die Kosten für Hartz IV steigen an...
    Ich werde euch diese Zusatzbelastungen mit meiner Tat ersparen.

  9. #48
    Avatar von joachimroehl

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    Re: Gesundheitspolitik -Zweiklassengesellschaft

    @bmei
    Das unausgesprochene Problem in der Bundesrepublik bei den Kassen ist ja, daß zur Zeit über 300.000 Arbeitsplätze allein unmittelbar dran hängen vom einfachen Sozialversicherunsangestellten über den teuren Gutachter bis zu den Chefs, die zum Teil sogar selbst privat versichert sind. Wer will die fast alle auf die Straße setzen und dann in vier Jahren wieder gewählt werden?
    Stand mal mit einem Schweizer in einer Kasikornfiliale und wir haben uns zunächst lustig gemacht über fast 20 Angestellte, die alle ziemlich geschäftig waren...einer stempelte nur ab, eine unterschrieb...ihr kennt das. Und dann kamen wir zu der Frage ob es nun besser zu rationalisieren und die fast alle gegen Technik zu ersetzen? Was wäre der Gewinn für die Gesellschaft?

  10. #49
    Avatar von MaikWut

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    Re: Gesundheitspolitik -Zweiklassengesellschaft

    Zitat Zitat von juthamat",p="616560
    Ich wollte keinesfalls eine Sozialneiddebatte anstossen.
    Nochmals es geht hier um keine unwichtigen Dinge sondern meiner Meinung nach um das Wichtigste im Leben.
    Wer schon einmal ernsthaft krank war denkt wahrscheinlich anders wie ein junger gesunder Mensch.
    Gerade deswegen ist es ja um so notwendiger unser Gesundheitssystem generell umzubauen.

    Leider wird immer nur Aktionismus betrieben, siehe die aktuelle "Gesundheitsreform"...

    Wir müssten eine staatliche Grundversorgung garantieren und dann alles andere jedem selbst überlassen.

    Dabei muss man dann auch in Kauf nehmen, dass sich dann nicht jeder alles wünschenswerte leisten kann.... aber zumindest immer eine Notfallversorgung garantiert ist.

    Maik

  11. #50
    Avatar von kcwknarf

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    Re: Gesundheitspolitik -Zweiklassengesellschaft

    Zitat Zitat von joachimroehl",p="616678
    Und dann kamen wir zu der Frage ob es nun besser zu rationalisieren und die fast alle gegen Technik zu ersetzen? Was wäre der Gewinn für die Gesellschaft?
    Und was ist bei der Diskussion rausgekommen?
    Langfristig ist immer der Fortschritt besser als kurzfristige Arbeitsbeschaffungsmaßnahmen.
    Auch die Kutscher haben irgendwann alle mal wieder Jobs bekommen, als die Autos erfunden worden sind.

    Ohnehin sollte bei der Berufsausbildung gelten: lerne ich da einen Beruf, den es in 10-20 Jahren auch noch geben wird? Es liegt also auch an einen selber, ob man irgendwann wegrationalisiert wird.

    Der Gewinn für eine Gesellschaft liegt darin, den Gewinn des Unternehmens in einem Bereich für andere Dinge auszugeben - z.B. den Servicebereich zu stärken - und somit dort wieder Mitarbeiter einzustellen. Generell gesagt.

    Es gibt ständig neue Berufsmöglichkeiten. Und wenn nicht, dann erfindet man halt welche. Nützliche, fortschrittliche und serviceorientierte, die die Welt weiterbringt.

    Immer diese Argumente wegen den Arbeitsplätzen ist kontraproduktiv für die Gesellschaft.

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