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Gesundheitspolitik -Zweiklassengesellschaft

Erstellt von juthamat, 03.08.2008, 19:29 Uhr · 63 Antworten · 2.926 Aufrufe

  1. #21
    Avatar von waanjai_2

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    Re: Gesundheitspolitik -Zweiklassengesellschaft

    Zitat Zitat von joachimroehl",p="616270
    Unbekannt und kaum beworben wird von den Kassen allerdings die Möglichkeit seit kurzem auf die sogenannte Kostenerstattung umzustellen und damit auch als Kassenmitglied bei jedem Arzt hierzulande und auch in Thailand Privatpatient zu sein. Kleiner Haken - man braucht für die dann immer höheren (Edit: sogar kontinuierlich steigenden :-) ) Privatrechnungen eine gute Zusatzversicherung und die kostet je nach Ausstattung ... dann von 20€ bis 150€ pro Monat. [highlight=yellow:d9e8394cc0]Ist eine Stange Geld, aber es gibt eben wie Börne mal sagte 100 Krankheiten und nur eine Gesundheit und die hat inzwischen ihren Preis[/highlight:d9e8394cc0].
    Und genau mit dieser Masche werben viele Zusatzversicherer die große Masse an Ahnungslosen in Verträge neuen Typs. Wird von den sog. Leistungserbringern gar gerne gesehen, weil sie den Druck auf eine möglichst effiziente Leistungserbringung im System der GKV verringern helfen ließen. Vielen Dank für die Mithilfe bei dieser Demonstration der Schwierigkeiten einer rationalen Gesundheitspolitik. :-)

  2.  
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  3. #22
    Avatar von wingman

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    Re: Gesundheitspolitik -Zweiklassengesellschaft

    Kommt mir so vor wie in der werkstatt, geräte wurden ausgeschlachtet die sich nicht mehr gelohnt haben.

    menschen wo es sich nicht lohnt, auf den tisch......brauchbares ausschlachten rest in den ofen.
    ich hoffe das ich das nie erleben muss.

  4. #23
    Avatar von Volker M. aus HH.

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    Re: Gesundheitspolitik -Zweiklassengesellschaft

    Und ewig grüsst das Murmeltier...(die Sozialneiddebatte)

    Man kann trefflich darüber streiten, was die GKV bezahlen soll und was nicht. Aber ein neidischer Vergleich mit der PKV ist doch wohl fehl am Platze.

    @Waanjai
    Du scheinst doch aus der "Branche" zu sein. Wieviel zahlt das Sozialamt eingentlich für ALG II Empfänger in die KV ?

    Gruss Volker

  5. #24
    Avatar von Samuianer

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    Re: Gesundheitspolitik -Zweiklassengesellschaft

    ....solange die Herren und Damen Politiker zwar viel von "Verantwortung" labern, sich selbst guetlich tun, keinerlei Verantwortung fuer das was sie mit abstimmen und verabschieden tragen muessen, solange wird gemacht und getan was die Lobby von diesen leuten erwartet!

    Der Buerger, das Fussvolk, sind doch selber dran schuld, gewaehlt haben si die ja selbst und somit Prokura erteilt!

    Schaut euch doch die Herren und Damen "Volksmanager" an!

    Egal was sie tun, Immunitaet garantiert und das Salaer ebenfalls, die brauchen sich ja keine Sorgen zu machen!

    Warum sollten die dann volkwirtschaftlich-sozial verantwortlich handeln?



    Wacht mal auf!

  6. #25
    Avatar von wingman

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    Re: Gesundheitspolitik -Zweiklassengesellschaft

    Uns Fussvolk bleibt am Ende der alkoholisierte Dorfschamane zur Diagnose und Behandlung :-). Wenigstens sterbe ich dann ebenso besoffen wie er.............

  7. #26
    Avatar von kcwknarf

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    Re: Gesundheitspolitik -Zweiklassengesellschaft

    Das war doch alles abzusehen, dass das Sozialsystem irgendwann den Geist aufgibt, weil es einfach nicht funktioniert. Es fehlen genügen Einnahmequellen, es fehlt die soziale Empfindung beim Volk, eine Selbstverantwortung (nicht jede unnötige Kleinigkeit bezahlen lassen, auch wenn es mein Recht ist) und natürlich die Neiddebatte.

    Natürlich gibt es derzeit die Möglichkeite, sich alles bezahlen zu lassen. Auch GVler haben die Möglichkeit, eine private Zusatzversicherung abzuschließen.
    Und wenn das Geld dafür nicht da ist, dann geht das halt nicht. Das ist doch überall auf der Welt so. Nicht jeder kann sich eine Yacht leisten. Nicht jeder hat das Glück, zufällig in Deutschland geboren zu sein und damit visafrei fast überall hinfliegen zu dürfen. Es gibt sogar Menschen auf der Welt, die nicht mal genügend zu essen haben und sterben müssen. Welches Sozialsystem hilft denen denn?

    Also spart euch das Geld für Sozialleistungen, nutzt das Geld für effektivere private Versicherungen mit einer gesunden Selbstverantwortung und lasst euch im Alter von euren Kindern pflegen. Thailändisches System, das immer funktioniert.

    Und wenn das Sozialsystem abgewirtschaftet hat, dann gibt es in Deutschland auch kein Ausländer"problem" mehr, weil dann eh keiner mehr kommen will. Sollte doch einige hier freuen.

  8. #27
    antibes
    Avatar von antibes

    Re: Gesundheitspolitik -Zweiklassengesellschaft

    Zitat Zitat von kcwknarf",p="616310
    Also spart euch das Geld für Sozialleistungen, nutzt das Geld für effektivere private Versicherungen mit einer gesunden Selbstverantwortung und lasst euch im Alter von euren Kindern pflegen.
    wie soll das in unserer ziemlich kinderlosen gesellschaft funktionieren? oft ist der kontakt zu den eigenen kindern miserabel, wie ich schon öfters feststellen konnte. denke nicht, dass die bereitschaft der kinder besonders ausgeprägt ist, diese eltern zu unterstützen.

    Zitat Zitat von kcwknarf",p="616310
    Und wenn das Sozialsystem abgewirtschaftet hat, dann gibt es in Deutschland auch kein Ausländer"problem" mehr, weil dann eh keiner mehr kommen will. Sollte doch einige hier freuen.
    in der tat. dann werden sich einige ein neues sozialsystem ausserhalb von d suchen müssen.

    mir hat mein freund, von beruf zahnarzt, diese story erzählt.
    während des juguslawienkrieges konnten die flüchtlinge und ihr aus der heimat zeitweilig hier anwesender besuch voll über das sozialamt leistungen des zahnarztes, einschließlich zahnersatz, in anspruch nehmen. dabei kamen ganze clan`s zu ihm und ließen sich ihre zähne komplett sanieren. diese leistungen waren einem deutschen versicherten zu dieser zeit nicht zugänglich, auch nicht den deutschen sozialhilfeempfängern.
    nun er hat diese regelung ausgenutzt, sich gütlich daran getan und in dieser zeit wahrscheinlich den kostspieligen, von mir geplanten umbau seines hauses finanziert. er hatte sich was die kostenvoranschläge an das sozuialamt betraf auch nie zurückgehalten und das volle leistungspotential und somit honorar ausgeschöpft.

  9. #28
    Avatar von kcwknarf

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    Re: Gesundheitspolitik -Zweiklassengesellschaft

    Zitat Zitat von antibes",p="616312
    wie soll das in unserer ziemlich kinderlosen gesellschaft funktionieren? oft ist der kontakt zu den eigenen kindern miserabel, wie ich schon öfters feststellen konnte. denke nicht, dass die bereitschaft der kinder besonders ausgeprägt ist, diese eltern zu unterstützen.
    Richtig, so ist es aktuell.
    Warum soll man auch ein gutes Verhältnis zu seinen Kindern, Eltern, Verwandten und sogar Ehegatten pflegen, wenn man vom Staat und entsprechenden Gesetzen auch ohne Sozialempfinden im kleinsten Rahmen gut verpflegt wird.
    Und Kinder sind in solch einem System ja für einen selber auch nicht wichtig. Und wer denkt wirklich im großem Rahmen sozial, wo ja Kinder für ein funktionierendes Sozialsystem erst recht nötg wären?

    Fällt das alles weg müsste jeder umdenken. Streits mit seinem Umfeld vermeiden, Kinder bekommen, sozialer werden und schon sind alle Probleme gelöst.

    Das geht nicht von heute auf morgen - ist ein langer Schritt, der aber wohl unausweichlich ist, da die Sozialleistungen ja immer weniger werden.

    War ein schöner Versuch von Bismarck. Aber was in der Theorie rosig aussieht muss in der Praxis lange nicht funktionieren.

    Oder sieht hier irgendjemand eine andere realistische Lösung?

  10. #29
    Avatar von garni1

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    Re: Gesundheitspolitik -Zweiklassengesellschaft

    Lösungen könnte es geben. Schaut euch die Preise von Bayer Thailand an, und dann in eurer Apotheke. Aber die Lobby...
    Gruß Matthias

  11. #30
    antibes
    Avatar von antibes

    Re: Gesundheitspolitik -Zweiklassengesellschaft

    man kann die verantwortung für den abrutsch in die zweiklassenmedizin nicht nur den versicherten zuschreiben.
    verantwortlich ist u.a. auch die deutsche pharmaindustrie mit ihren lobbyisten und dem daraus resultierenden, fast übermächtigen, einfluss auf die deutsche innenpolitik.

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