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Gesundheitspolitik -Zweiklassengesellschaft

Erstellt von juthamat, 03.08.2008, 19:29 Uhr · 63 Antworten · 2.914 Aufrufe

  1. #1
    Avatar von juthamat

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    Gesundheitspolitik -Zweiklassengesellschaft

    Ich mache mir im Moment viel Gedanken wie sich unserer Gesundheitswesen in Zukunft entwickeln wird.
    Ich sehe die Tendenz das Leute mit geringem Einkommen bald sehr wichtige Anwendungen nicht mehr von den Kassen bezahlt bekommen werden.
    Ich muss täglich ein Medikament nehmen wo der Hersteller eine zweimalige Anwendung pro Tag vorschreibt um optimale Wirkung zu erziehlen.Mein Hausarzt kann nach seinem Budget aber nur soviel verschreiben das es nur für eine Dosis pro Tag reicht,nur ein Beispiel.
    In einem Fernsehbericht wurden neue Methoden der Krebsbehandlung vorgestellt,die die gesetzlichen Krankenkassen bald nicht mehr bezahlen Können.
    Beispiel Zahnersatz-welcher Arbeitnehmer mit 7 Euro Stundenlohn kann noch eine Zahnersatzbehandlung von 3-5000 Euro bezahlen?Und da gibt es sehr viele Beispiele.
    Heisst es vielleicht wirklich bald,wer arm ist muss leiden,stirbt eben eher,entlastet ja auch die Rentenkasse
    (Zynistisch gesehen)

  2.  
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  3. #2
    Avatar von phimax

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    Re: Gesundheitspolitik -Zweiklassengesellschaft

    Zitat Zitat von juthamat",p="616202
    ...sehe die Tendenz das Leute mit geringem Einkommen bald sehr wichtige Anwendungen nicht mehr von den Kassen bezahlt bekommen werden.
    Sagen wir: Aktuelle bzw. neueartige Anwendung - trifft es besser.

    Bin aktuell nicht mehr so im Thema (hatte mal bei einem aus Seehofers damaligen Beraterstab Gesundheitsökonimie gehört), doch ein (großer) Kostentreiber im Gesundheitsbereich gab es von ca. 10 J. jeden Sonntag im Fernsehn: Gesundheitsmagazin Praxis. Am folgenden Montag waren die Wartezimmer voll von Menschen, die genau die vorgestellten Behaldlungsmethoden/Anwendungen/Medikamente haben wollten bzw. sogar darauf bestanden (alles andere muß/kann ja nur nachteilig sein und zum Tode führen ;-D )

    Das Gesundheitswesen hatte/konnte sich immer seinen eigenen Bedarf geschaffen; vor "Seehofer" wurde sogar alles bezahlt, egal wie ineffizient/unökonomisch alle Beteiligten gearbeitet/gehaushaltet haben.

    Sei froh, dass die Ethik-Debatte immer noch nicht den Weg in die Diskussion um/über das Gesundheitswesen gefunden hat. Ist imho aber nur noch eine Frage der Zeit...

  4. #3
    Avatar von MaikWut

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    Re: Gesundheitspolitik -Zweiklassengesellschaft

    Vielleicht setzt ja jemand einmal bei den über 200 (!!) gesetzlichen Krankenkassen an??????

    Wieviel Geld könnte da für die eigentliche Gesundheitsversorgung gespart werden?

    EINE staatliche Kasse für die Grundversorgung (Steuerfinanziert, so dass alle zahlen und auch ALLE einen Anspruch daraus erhalten) und alles andere muss privat dazu versichert werden.

    Und, so schlimm das auch klinen mag, aber wir leben NICHT im utopischen Kommunismus, wo jeder alles erhält was er mag!

    Wir leben in einer Klassengesellschaft in der einige mehr und viele andere weniger oder wenig haben...

    Also auch ein einer nicht nur 2-Klassen, sondern Mehr-Klassen-Gesundheitsversorgung.

    Das ist nicht zu ändern und muss akzeptiert werden, anstatt immer wieder die "Sau durchs Dorf zu treiben" und über die armen gesetzlich Versicherten und reichen Privatpatienten herzuziehen.

    Maik

  5. #4
    Avatar von juthamat

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    Re: Gesundheitspolitik -Zweiklassengesellschaft

    Ich denke das sich speziel Ärzte in der Intensivbehandlung diesem Thema schon lange stellen müssen.
    Bisweilen hört man aus Fachkreisen auch schon (nur etwas umschrieben)Zweifel an der Notwendigkeit von teuren Behandlungen an älteren Patienten.

  6. #5
    Avatar von garni1

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    Re: Gesundheitspolitik -Zweiklassengesellschaft

    Ich weis, das ich mir wieder die Zunge verbrenne.
    Millionenfacher Zuzug von Menschen, welche nichts in die Kassen einzahlen, muß kompensiert werden. ZB.: bei Türkischen Arbeitnehmern sind die Familien in der Türkei kostenlos mitversichert, Asylbewerber, also auch abgelehnte, sind versichert usw.
    Diese Milliarden fehlen der "normalen" Bevölkerung. Wenn man das so möchte, darf man sich nicht beschweren.
    Gruß Matthias

  7. #6
    Avatar von Thaimax

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    Re: Gesundheitspolitik -Zweiklassengesellschaft

    Zitat Zitat von garni1",p="616225
    Ich weis, das ich mir wieder die Zunge verbrenne.
    Millionenfacher Zuzug von Menschen, welche nichts in die Kassen einzahlen, muß kompensiert werden. ZB.: bei Türkischen Arbeitnehmern sind die Familien in der Türkei kostenlos mitversichert, Asylbewerber, also auch abgelehnte, sind versichert usw.
    Diese Milliarden fehlen der "normalen" Bevölkerung. Wenn man das so möchte, darf man sich nicht beschweren.
    Gruß Matthias
    Ich wollte es gerade selber schreiben, Du hast damit absolut recht, Einsicht wird es aber bei den meisten erst dann geben, wenn sie selber nicht mehr behandelt werden weil einfach kein Geld mehr da ist.

  8. #7
    Avatar von juthamat

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    Re: Gesundheitspolitik -Zweiklassengesellschaft

    Will keinesfalls gesetzliche gegen Privatversicherte aufspielen,die haben noch ganz andere Schwierigkeiten,keine Familienmitversicherung.Ausserdem bedeutet Privatpatient nicht unbedingt reicher Patient,viele schlagen sich auch nur recht und schlecht durchs Leben.(finanziell gesehen)

  9. #8
    Avatar von juthamat

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    Re: Gesundheitspolitik -Zweiklassengesellschaft

    Keine Ahnung ob so ist wie garni1 schreibt,aber wenn denn dann ist dies natürlich ein grosser Kostenfaktor.
    Und wenn eine deutsche Ehefrau nach der Scheidung nun ohne Krankenversicherung dasteht da sie immer nur Familienmitversichert war hat sie ein grosses Problem-

  10. #9
    Avatar von garni1

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    Re: Gesundheitspolitik -Zweiklassengesellschaft

    @juthamat, das ist richtig.
    Ich bin Privat Versichert, sehe wie ich bevorteilt werde. Termin? Sofort!, Medikamente? Jedes!, Gültigkeit? Weltweit! ,Zähne? 70%!, Chefarzt? Ja! usw.
    Da ist was faul im Staat
    Gruß Matthias

  11. #10
    Avatar von Micha

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    Re: Gesundheitspolitik -Zweiklassengesellschaft

    Zitat Zitat von juthamat",p="616229
    ...viele schlagen sich auch nur recht und schlecht durchs Leben...
    Zumindest einen Fall kann ich benennen, auf den das zu 100 % zutrifft. :-(

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