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Fachkräftemangel

Erstellt von Conrad, 26.06.2007, 21:41 Uhr · 165 Antworten · 8.590 Aufrufe

  1. #21
    Avatar von Claude

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    Re: Fachkräftemangel

    Wenn ich mich recht erinnere gab es für "ältere AN" verschärften Kündigungsschutz, der bei der Einstellung ein Hinderungsgrund sein kann. Stimmt das noch?

  2.  
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  3. #22
    Avatar von maphrao

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    Re: Fachkräftemangel

    Dazu passend ein Artikel im Spiegel:

    ARBEITSMARKT-STUDIE
    Firmen drücken sich vor Neueinstellungen

    Der Konjunktur-Aufschwung sorgt nach einer Studie nicht unbedingt für viele neue Jobs: Anstatt Leute einzustellen, brummen die Arbeitgeber ihrem Personal lieber mehr Überstunden auf, wie ein gewerkschaftsnahes Institut ermittelte.

    weiterlesen

  4. #23
    Avatar von Conrad

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    Re: Fachkräftemangel

    Lustigerweise ist es ja jetzt genau umgekehrt, wie vor 7 Jahren. Damals war die SPD für Zuwanderung, die CDU dagegen, jetzt ist die SPD dagegen und die CDU dafür.

    Ich frag mich nur immer, wie die deutschen Politiker überhaupt auf die Idee kommen, für z.B. indische Ingenieure wäre ausgerechnet Deutschland ein attraktives Land ? Ist es die spezielle deutsche Selbstüberschätzung, oder einfach nur Blödheit ?

    Für die vielbeschworenen indischen Computerspezialisten steht doch Deutschland eher an allerletzter Stelle auf der Liste, die haben die freie Wahl und wo wollen die wohl am liebsten arbeiten ?

    Genau, bei Microsoft, Apple usw.... im Silicon Valley

    Und das gilt sicher nicht nur für Inder, sondern auch für Polen, Russen, Tschechen.

    Da stehen deutsche Politiker wohl ziemlich allein mit ihrer Meinung, Deutschland wäre eines der tollsten Länder der Welt, der Rest der Welt sieht das wohl anders.. :P

    Gilt nur für die "Isch werd Hartz4, Alta" - Fraktion ;-D

  5. #24
    Sioux
    Avatar von Sioux

    Re: Fachkräftemangel

    Lamai, geht doch eher darum die auslaendischen Studenten, die eh schon in D sind im Land zu halten und ihnen nach dem Studium das Arbeiten zu ermoeglichen.

    Jetzt muesste ein Berufsanfaenger 85000.-- € verdienen um arbeiten zu duerfen. Und wer hat das schon beim Start?

    Der Staat finanziert das Studium, verbietet danach aber den gleichen leuten zu arbeiten. Widersinniger geht es nicht mehr. Deshalb muss diese Huerde runter. Denke 40 - 50000 waeren sinnvoll.

    Sioux

  6. #25
    Monta
    Avatar von Monta

    Re: Fachkräftemangel

    Ein (ausländischer) Studienabgänger mit 40 - 50 T. Euro Anfangsgehalt?
    Das wird ja vielen mit 10 oder 20 Jahren Berufserfahrung noch nicht einmal gezahlt.

  7. #26
    antibes
    Avatar von antibes

    Re: Fachkräftemangel

    dieses anfangsgehalt von € 85.000.- ist ein witz.

  8. #27
    Sioux
    Avatar von Sioux

    Re: Fachkräftemangel

    Zitat Zitat von antibes",p="497654
    dieses anfangsgehalt von € 85.000.- ist ein witz.
    Deswegen ist eine Gesetzesaenderung ja auch dringend notwendig.

    OK, meine Zahlen waren wohl auch immer noch zu hoch.
    Eine Regelung um nicht wieder in die Schiene, dass nur Minderqualifizierte ins Land kommen braucht es aber schon.

    Daran krankt D ja. Dass jahrzentelang keine Einwanderungspolitik betrieben wurde sondern nur Tatsachen geleugnet wurden.
    Der Spruch D ist kein Einwanderungsland hat das gleiche Niveau wie die Renten sind sicher.

    Sioux

  9. #28
    Avatar von resci

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    Re: Fachkräftemangel

    Zitat Zitat von maphrao",p="497613
    Der Konjunktur-Aufschwung sorgt nach einer Studie nicht unbedingt für viele neue Jobs: Anstatt Leute einzustellen, brummen die Arbeitgeber ihrem Personal lieber mehr Überstunden auf, wie ein gewerkschaftsnahes Institut ermittelte.
    das ist für mein Fa. absolut richtig, Umstellung der 35 Stunden-Verträge auf 40 bei den meisten Beschäftigten, kompletter Abbau der Arbeitnehmerüberlassungsverträge bzw. der Zeitarbeitnehmer, Umstellung der Tarifverträge auf ERA. Neueinstellungen in den letzten zwei Jahren = zero. Resultat ist, daß nahezu jeder AN sein Überstundenkonto komplett aufgefüllt hat. Daraufhinn hat die Geschäftsleitung beschlossen Überstunden nicht mehr auszuzahlen bzw. keine neuen mehr zu machen. Resultat ist wiederum eine extreme Arbeitsverdichtung, daraus resultierend Stress, Frustration, Identitätsverlußt, Qualitätsverlußt, etc.
    Ich kenne nicht wenige, die ihren Laptop ins Wochende mitnehmen damit die Zielvorgabe mit den "erlaubten" Arbeitsstunden in Einklang kommt.
    Das alles nur, um die bestehende Umsatzrendite von derzeit 7% in den zweistelligen Bereich zu heben. Ist die Zielvorgabe der Geschäftsleitung und der Aktionäre.
    Bin gespannt was die nächste Zielvereinbarung sein wird.

    resci

  10. #29
    Avatar von Conrad

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    Re: Fachkräftemangel

    Zitat Zitat von Sioux",p="497642
    Lamai, geht doch eher darum die auslaendischen Studenten, die eh schon in D sind im Land zu halten und ihnen nach dem Studium das Arbeiten zu ermoeglichen.

    Jetzt muesste ein Berufsanfaenger 85000.-- € verdienen um arbeiten zu duerfen. Und wer hat das schon beim Start?

    Der Staat finanziert das Studium, verbietet danach aber den gleichen leuten zu arbeiten. Widersinniger geht es nicht mehr. Deshalb muss diese Huerde runter. Denke 40 - 50000 waeren sinnvoll.

    Sioux
    Ja, da hast du sicher recht. Eigentlich ist der Arbeitsmarkt in Deutschland aber schon lange "geöffnet", wenn du mal hörst, was für Sprachen so auf Baustellen gesprochen werden, Deutsch hört man da weniger.

    Die Grenzen in der EU sind doch längst offen und Einwanderung in Deutschland hat deshalb auch Einwirkungen auf den Arbeitsmarkt unserer Nachbarn und z.B. Frankreichs Sarkozy hat schon mal ziemlich klar geäussert, für was er die Einwanderer in den Vorstädten hält, ich möchte das Wort jetzt nicht unbedingt wiederholen.

    Der europäische Arbeitsmarkt ist groß genug, deutsche Firmen, die in der EU keine Fachkräfte finden, denen ist eh nicht zu helfen.

    Und die ausländischen Studenten haben wahrscheinlich überhaupt nicht vor, hier zu bleiben, die wollen zu Hause, wo sie ihre Muttersprache sprechen und die Gegegebeheiten kennen, weil sie da aufgewachsen sind, was eigenes aufbauen, eine eigene Firma gründen u. Selbständig sein, statt sich hier in Deutschland von biestigen Chefs und neidischen u. teils rassistischen Kollegen triezen zu lassen.

    Nach Kaufkraft verdient ein afrikanischer Student zu Hause viel mehr, als z.B. 50000 €.

    Die Deutschen Politiker sind an Weltfremdheit kaum noch zu überbieten, nichtmal den eigenen europäischen Arbeitsmarkt können sie richtig einschätzen.

    Und was soll aus fast 4 Mio. Arbeitslosen werden ?

  11. #30
    Chak3
    Avatar von Chak3

    Re: Fachkräftemangel

    Zitat Zitat von Lamai",p="497540
    Jetzt geht dieser Blödsinn mit der Zuwanderung wieder los.

    "Öffnet die Grenzen" fordern Unternehmer, dabei sind die Grenzen längst geöffnet in der EU. Der größte zusammenhängende Arbeitsmarkt weltweit, und da finden sich keine 50000 Ingenieure ? Nicht in England, Holland, Schweden, Dänemark, Italien ? Kann ich mir nicht vorstellen.
    Hast du dir mal angesehen, wie die Arbeitslosenzahlen in Großbritannien, den Niederlanden und Dänemark aussehen? Da werden eher Fachkräfte aus Deutschland abgeworben als umgekehrt.

    Es wäre schon schön, wenn man wenigstens ein wenig weiß, wovon man spricht, bevor man sich ereifert.

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