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Evolution

Erstellt von Conrad, 19.06.2007, 18:13 Uhr · 133 Antworten · 7.074 Aufrufe

  1. #51
    Avatar von kcwknarf

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    Re: Evolution

    Zitat Zitat von Mr_Luk",p="736867
    Aber leider kein Schöpfer weit und breit und auch nichts was auf einen solchen hindeuten würde.
    Wenn der Schöpfer z.B. der Mond ist, würden wir ihn jede Nacht sehen.
    Natürlich kann niemand "ihn" sehen, falls "er" existieren sollte. Wie stellt man sich denn überhaupt vor? Wie einen alten greisen mann mit Bart, der irgendwo auf einem Planeten sitzt und von dort mit seiner Sekretärin das Weltall managt? Da liegt doch bereits das Problem der Endlichkeit der menschlichen Vorstellungskraft.

    Es gibt doch viele Schöpferbilder. Eines besagt: es sind wir alle. Ein anderes besagt, die Welt wäre so etwas wie eine Matrix. Der Programmierer sitzt aber natürlich außerhalb am PC. Von innen kann man ihn also auch nicht sehen. Oder er ist eine unsichtbare Wolke.

    Eine weitere These sagt, die Götter seien einfach Außerirdische, die die Menschen erschaffen haben (nach ihrem Ebenbild, wie es in der Bibel steht). Es wäre alos nichtzs anders als eine Klon-Technologie, die menschen mittlerweile selber beherrschen. Insofern wären auch menschen Götter und Schöpfer.

    Ebenso bin ich ein Schöpfer, wenn ich eine virtuelle Welt am PC entwickle. Wenn Quanten tatsächlich ein Bewusstsein haben, dann werden die Personen in Second Life jetzt genauso philosophieren: wer hat uns erschaffen? Gibt es einen Gott? Gibt es eine Parallelwelt? Das sind doch interessante Gedanken, oder?

    Zitat Zitat von Mr_Luk",p="736867
    Und wer schafft schon eine Welt, die er im Grunde und an der Basis gar nicht lenken oder kontrollieren kann!?
    Warum nicht? Machen Wissenschaftler doch auch. Sie wollen was testen und schauen dann, was passiert.
    Vielleicht ist das Weltall auch einfach nur ein Test.
    Insbesondere die Menschen. Wie machen wir uns? Können wir und mit der Natur vertragen? Vielleicht werden wir ja eines Tages erfahren: Versuch fehlgeschlagen. Beenden wir das mal. Und schwupps sind wir alle weg.

    Zitat Zitat von Mr_Luk",p="736867
    Der Schöpfer hat nur das Weltall geschaffen aber was tagtäglich auf der Erde geschieht entzieht sich seiner Macht, ist leider nicht sein Bezirk...
    Ja, warum nicht?
    Ich höre immer wieder - gerade von den gläubigsten Christen: wie konnte Gott das nur zulassen?
    Ist Gott dafür da, eine wunderbare Welt ohne Probleme zu schaffen? Dann könnte man es doch gleich "Himmel" oder Paradies nennen. Wozu ins Nirvana einziehen, wenn wir doch auf der Erde alle haben?

    Nein, in jeder Religion ist es doch gar nicht das Ziel, dass alles im irdischen Leben gut verläuft. Die Erde ist doch eher als Prüfung gedacht, um in den Himmel, ins Nirvana oder die ewigen Jagdgründe einzuziehen.

    Wer als bei einem Unglück stirbt, der hat doch dann die Erfüllung frühzeitig gefunden. Echte Gläubige müssten doch dann jubeln: danke, Gott, dass du Erich zu dir geholt hast.

    Hieran merkt man, dass die meisten Religionsanhänger gar nicht richtig glauben. Sie nutzen die Religion für ihre eigenen Interessen. Aber daran kann man keinem Schöpfer die Schuld geben, sondern den Menschen selber. Und warum sollte ein Schöpfer nicht jedem seinen freien Willen gegeben haben?

    Wie gesagt: ich will hier keinen bekehren, zumal ich selber völlig offen in alle Richtungen bin.
    Aber so ein paar Denkanstöße, um sich überhaupt mal damit zu beschäftigen und weder blind einer Religion noch einer Wissenschaft hinterherzurennen, machen das Leben vielleicht etwas spannender.

  2.  
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  3. #52
    antibes
    Avatar von antibes

    Re: Evolution

    Kümmern wir uns doch erst um diese Welt, bevor wir zu anderen Welten pilgern. :-)

  4. #53
    Avatar von Samuianer

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    Re: Evolution

    Zitat Zitat von DisainaM",p="736730
    die sogenannte Anfangsfrage,
    wer hat den Schöpfer erschaffen,
    war der Schöpfer allmächtig, und hat damit auch das Schlechte erschaffen,
    oder ist die Exsistenz ähnlich der digitalen Aufzeichnung,
    -kein Strom- oder -Strom-,
    -kein Dasein- oder -Dasein mit der Polarität von ying und yang-
    die sich am Ende auch noch wie Ebbe und Flut zwischen
    - Zeit- und der Polarität von Zeit, der - Null Zeit-
    bewegt.
    ...das Eine bedingt das Andere - Licht = Schatten im Wechselspiel, warm-kalt, gluecklich-ungluecklich, hell-dunkel....usw. bis in den Hyperraum oder die Unendlichkeit.


    die Frage kann wohl nur philosphisch behandelt werden, aber immerhin gibt es unzaehlige Stellungnahmen dazu, so philosophierten die Schreiber der Bhagavatgita um ca. 5 BC


    Von Sinnesbanden unbeschränkt, erglänzt es wie durch Sinneskraft. Es trägt das All, und unberührt genießt es jede 'Eigenschaft'. Ist in und außerhalb der Welt, fest und beweglich, so fein, dass niemand es gewahrt. Es ist zugleich entfernt und nah. Zerteilt durchdringt die Wesen es und bleibt in Wahrheit ungeteilt. Erhält ihr Sein durch seine Kraft, schafft und zerstört sie unverweilt. Das 'Licht der Lichter' heißt man es, das jenseits alles Dunkels thront, Erkennen und Erkenntnisziel; in jedes Wesens Herz es wohnt.“


    – Bhagavad-Gita (13.14-17) -

    oder aus noch aelteren Schriften, den Upanischaden (etwa um 700 vor Christus), mit denen sich Arthur Schopenhauer begeistet auseinandersetzte:


    „Dieses... nennen die Kenner des Brahman das Unvergängliche. Es ist nicht grob, nicht fein; nicht kurz, nicht lang; blutlos, fettlos; schattenlos, finsterlos; windlos, raumlos; ohne Haftung; ohne Tastsinn, ohne Geruchssinn, ohne Geschmackssinn, ohne Gesichtssinn, ohne Gehörsinn; ohne Sprachfähigkeit, ohne Denkfähigkeit; ohne Wärme, ohne Atem, ohne Mund; ohne Name, ohne Geschlecht; nicht alternd, nicht sterbend; bedrohungslos, unsterblich; ohne Raum, ohne Laut; nicht geöffnet, nicht geschlossen; nicht folgend, nicht vorangehend; nicht außen, nicht innen. Nichts langt hin zu ihm, niemand langt hin zu ihm...“

    – Brhadaranyaka-Upanisad (3.8.8)

    und ...Arthur Schopenhauer empfand die Upanischaden als „... belohnendste und erhebendste Lektüre, die ... auf der Welt möglich ist: sie ist der Trost meines Lebens gewesen und wird der meines Sterbens seyn.“ (Parerga und Paralipomena II, § 184)




    Die angewendeten Sanskritbegriffe Brahman (kosmische Weltenseele, auch Kraft) und Atman (Lebenshauch, Atem, auch Seele) sind klar definiert.


    Brahman – und damit auch Atman – ist unvergänglich, unsterblich, unendlich, ewig, rein, unberührt von äußeren Veränderungen, ohne Anfang, ohne Ende, unbegrenzt durch Zeit, Raum und Kausalität, ist reines Sat-Chit-Ananda (Sac-Cid-Ananda), reines Sein, Existenz an sich (Sat), Bewusstsein, Verstehen (Chit) und Wonne, reines Glück (Ananda).

    Charakteristika des Gedankenguts der Upanishaden:

    * Zyklische Existenz des Weltalls und der Menschen
    * Potentielle Erlösungsfähigkeit des Menschen


    Die Frage nach der Schoepfung etc. ist fuer mich mit der Idee der Kausalitaet/Dualitaet beantwortet, letztendlich erschafft sich Alles, zyklisch durch sich selbst!

    Oder wer hat die Sonnenblume, den Apfelbaum, die Weinraute, den Mensch in den kleinen Kern, den Mensch gezwaengt?

    Oder wie "produzieren" die Pflanzen diese Samen?

    Wer hat die Gen-Banken - Montsanto?

    Hierzu ein VDO, wie alles mal anfing....

    http://www.youtube.com/homeprojectDE

    Deutungen dieser Frage basieren i.d.R. auf mystischer oder rationaler Ebene, da eine fundierte wissenschaftliche Antwort, die unangreifbare beweise liefert noch "in Arbeit" ist...


    Die Urknalltheorie ist in der Wissenschaft zwar allgemein akzeptiert, aber nicht direkt überprüfbar, deswegen auch "Theorie"!
    Zitate aus dem -wiki-

    Koperniku's "heliozentrisache Weltbild" brachte Giordano Bruno noch auf den Scheiterhaufen obwohl sich im "alten Indien", so im Aitareya Brahmana 9.-8. Jahrhundert v. Chr.!!!! ein Verstehen des heliozentrischen Weltbildes manifestierte.


    So ist es schlichtweg fuer das Individium rein Verstandesgemaess und auch durch unsere (phyischen) Sinnesorgane zwangslaeufig immer nur teilweise, bruchstueckhafte Erkenntniss moeglich.

    Erst duch loslasssen, durch Verzicht auf diese primaeren Sinnesorgane, weil sich diese zwanglaeufig immer wieder dem Paradox der Gegesaetzlichkeit und somit der (scheinbaren) Unvereinbarkeit ausgesetzt finden, kommen wir dem Zustand, der Urhaftigkeit des Seins immewr nur ein Schrittchen naeher und dieses "Verstehen", Schauen, Sehen, Erkennen entflieht der gewoehnlichen Mitteilbarkeit und somit auch der moeglichen Diskussion ueber ein Genaueres wie, warum, weshalb!

    Das Sein und sein Urpsrung erklaeren zu wollen, da haben sich Generationen und Generationen von Wissenschaftlern, Philosophen und Denker mit befasst, immer mit dem gleichen Ergebniss - Schatten auf Schatten getuermt!

  5. #54
    pef
    Avatar von pef

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    Re: Evolution

    Bei meiner Wiedergeburt werde ich Hahn.
    Den ganzen Tag ruampraweni, gin ,noon :-)

  6. #55
    Avatar von rolf2

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    Re: Evolution

    die Antwort des Universums auf all eure Fragen und Erklärungsversuche:

    :P

  7. #56
    Avatar von Mr_Luk

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    Re: Evolution

    Zitat Zitat von kcwknarf",p="736994
    Zitat Zitat von Mr_Luk",p="736867
    Aber leider kein Schöpfer weit und breit und auch nichts was auf einen solchen hindeuten würde.
    Wenn der Schöpfer z.B. der Mond ist, würden wir ihn jede Nacht sehen.
    Natürlich kann niemand "ihn" sehen, falls "er" existieren sollte. Wie stellt man sich denn überhaupt vor?
    Finde das keine gute Argumetationsweise. Der Mond ist ein amorpher, toter Planet und "Satelit" der Erde. Ja, man kann ihn deshalb von hier aus sehen - aber wieso sollte das "Gott" sein? Der Vergleich, erbittet die "richtige Antwort", ist aber in keinster Weise zutreffen. "Wenn, - dann würde", ist aber leider nicht!

    Der Punkt ist letztlich auch der dass im Weltall nichts auf einen solchen unerlässlichen Gott und Schöpfer hindeutet. In anderen Worten, da sich alle beobachten Phänomene gegenseitig bedingen, kann man ebenso gut auf einen Schöpfer verzichten.


    Zitat Zitat von kcwknarf",p="736994
    Ebenso bin ich ein Schöpfer, wenn ich eine virtuelle Welt am PC entwickle. Wenn Quanten tatsächlich ein Bewusstsein haben, dann werden die Personen in Second Life jetzt genauso philosophieren: wer hat uns erschaffen? Gibt es einen Gott? Gibt es eine Parallelwelt? Das sind doch interessante Gedanken, oder?
    Interessant insofern dass Teile des Ganzen autonome schöpferische Fähigkeiten haben und diese immer weiterentwickeln. Aber dies deutet viel eher darauf hin dass sich "alles" selbst erschaffen kann und wohl auch hat: von der ersten Zellteilung bis zum homo sapiens. Die Frage nach einer Parallelwelt kann interessant sein, aber ebenso überflüssig. Reicht uns diese Welt etwa nicht aus, ist die nicht bereits ausreichend geheimnisvoll und mysteriös?!

    Zitat Zitat von kcwknarf",p="736994
    Zitat Zitat von Mr_Luk",p="736867
    Und wer schafft schon eine Welt, die er im Grunde und an der Basis gar nicht lenken oder kontrollieren kann!?
    Warum nicht? Machen Wissenschaftler doch auch. Sie wollen was testen und schauen dann, was passiert.
    Vielleicht ist das Weltall auch einfach nur ein Test.
    Insbesondere die Menschen. Wie machen wir uns? Können wir und mit der Natur vertragen?
    Wieder so ein Vergleich der "die richtige Antwort" bereits enthält, bloss dass man das Weltall und unsere Erde doch nicht mit einem einzelnen wissenschaftlichen Experiment vergleichen kann.

    Sehr typisch ist aber hier diese eher bizarre Idee der Einteilung und Trennung von "Instanzen", die für eine religiöse Perspektive unumgänglich ist. "können wir uns mit der Natur vertragen?"

    Sind wir denn nicht die Natur, und ist die Natur nicht uns? Sind wir nicht Gott, ist Gott nicht in uns, ist Gott nicht in allem und ist nicht alles göttich?
    Dann brauchen wir ihn doch nicht, weder als einen persönlichen Gott, noch als einen Schöpfer, noch als grosses Geheimnis, oder Mythos. Wir sind ein Ganzes und das reicht doch vollkommen aus!

    Gott gegen den Menschen, - der Mensch gegen die Natur, die Natur gegen den Menschen und letztlich der Mensch gegen Gott... hierin (Trennung, Dualismus, Aufspaltung in "Parteien" oder "für und gegen, gut und böse") besteht der eindeutige und fatale Irrglaube, der unweigerlich zur Bewusstseinseinschränkung und zum spirituellen Stolperstein wird.

  8. #57
    Avatar von Mr_Luk

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    Re: Evolution

    Zitat Zitat von Samuianer",p="737032
    Die angewendeten Sanskritbegriffe Brahman (kosmische Weltenseele, auch Kraft) und Atman (Lebenshauch, Atem, auch Seele) sind klar definiert.
    Brahman – und damit auch Atman – ist unvergänglich, unsterblich, unendlich, ewig, rein, unberührt von äußeren Veränderungen, ohne Anfang, ohne Ende, unbegrenzt durch Zeit, Raum und Kausalität, ist reines Sat-Chit-Ananda (Sac-Cid-Ananda), reines Sein, Existenz an sich (Sat), Bewusstsein, Verstehen (Chit) und Wonne, reines Glück (Ananda).

    Charakteristika des Gedankenguts der Upanishaden:

    * Zyklische Existenz des Weltalls und der Menschen
    * Potentielle Erlösungsfähigkeit des Menschen
    Naja, in der späteren Entwicklung- und noch heute (Vedanta ist bis heute eine lebendige Geisteswissenschaft und kein rigides Dogma) haben sich zwei eher distinkte Sichtweisen aus dem Konzept von Brahman und Atman entwickelt.

    Die eine Denkweise geht weiterhin- von Brahman als etwas erhabenes göttliches, und schöpferisches, und Atman als eine individuelle Seele, eine Abspaltung von Brahman -aus. Die Andere wiederum sieht Brahman und Atman mehr und mehr als ein Ganzes, Brahman wird zunehmend abstrahiert aber nicht ganz als Instanz zugunsten des Ganzen verleugnet. Tradition verpflichtet bekanntlich ...

    Der Buddhismus wiederum eliminiert die Trennung beider Kräfte und Instanzen integral, schafft Brahman, als göttliches Prinzip ganz ab und eruiert den "Ursprung und Sinn des Lebens" nur noch in monistischen (anstelle von dualistischen) Gedankengängen. Im Buddhismus ist die Vorstellung von Brahma und Brahman bereits tot.

    Zitat Zitat von Samuianer",p="737032
    Die Frage nach der Schoepfung etc. ist fuer mich mit der Idee der Kausalitaet/Dualitaet beantwortet, letztendlich erschafft sich Alles, zyklisch durch sich selbst!
    Wobei Kausalität und Dualität (wie oben bereits angedeutet) zwei verschiedene Prinzipien darstellen die nicht unbedingt koexistieren müssen. Es ist vor Allem die Frage ob man Dualität als etwas existentielles und wünschenswertes ansieht, oder nicht - um es in einfache Worte zu kleiden.

    Möchte ich weiterhin zwischen gut und böse, oben und unten, Gott und der Seele,- zwischen ich und du, wir und ihr, unterscheiden oder nicht!? Gehe ich davon aus dass Dualität (und eine dualistische Sichtweise) zum Prinzip der Existenz gehört, oder sehe ich es als eine gedankliche Idee (der menschlichen Exxistenz), die aber nur ein Denkmuster ist. Folglich: Ist es mir wichtig (und unumgänglich) weiterhin auf dualistische Weise zu denken und zu handeln, zu trennen, gut zu unterstützen- und automatisch böse zu bekämpfen und irgendwann zu eliminieren, oder möchte ich viel eher verbinden, vereinigen und das GANZE als integrales Ganzes sehen?

    PS: dass eine dualistische Sichtweise fest in einer Kultur, Religion, Gesellschaft, Moral und Gesetzgebung etabliert (commonly accepted)ist, bedeutet nicht unbedingt dass es der Wahrheit letzter Schluss ist. Es bedeutet zumindest, bzw. nur dass man sich dieser Sichtweise als funktionierendes Mitglied des Systems mehr oder weniger beugen muss.

  9. #58
    Avatar von kcwknarf

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    Re: Evolution

    Zitat Zitat von Mr_Luk",p="737654
    Der Mond ist ein amorpher, toter Planet und "Satelit" der Erde. Ja, man kann ihn deshalb von hier aus sehen - aber wieso sollte das "Gott" sein?
    Ganz einfach: weil niemand anscheinend weiß (im irdischen Sinne), er oder was Gott ist. Warum sollte es also kein Mond sein? Ich behaupte ja nicht, dass Gott der Mond ist, sondern dass ich das nicht ausschließen würde.

    Zitat Zitat von Mr_Luk",p="737654
    Der Punkt ist letztlich auch der dass im Weltall nichts auf einen solchen unerlässlichen Gott und Schöpfer hindeutet.
    Das ist eine Frage der Sichtweise. Weiß man denn, nach was man suchen soll? Vielleicht hat man etwas Göttliches längst gefunden, aber man weiß es halt nicht.
    Wie sagt ein altes Sprichwort: du siehst den Wald vor lauter Bäumen nicht.
    Ich bezweifel sogar, dass wir mit unseren beschränkten Mitteln überhaupt etwas finden können (bzw. es uns bewusst wird).

    Zitat Zitat von Mr_Luk",p="737654
    In anderen Worten, da sich alle beobachten Phänomene gegenseitig bedingen, kann man ebenso gut auf einen Schöpfer verzichten.
    Ja, das ist auch ein Ansatz.
    Dabei kommt es eben drauf an, was dieser "Gott" für eine aufgabe hat. Stößt er etwas nur an (z.B. den Urknall), dann stimmt die Aussage vermutlich. Oder hält er die Evolution am Leben (sozusagen als Energie-Generator) oder greift er sogar direkt ein?
    Das ist doch die entscheidende Frage, auf die es eben keine Antwort gibt.

    Aber dies deutet viel eher darauf hin dass sich "alles" selbst erschaffen kann und wohl auch hat: von der ersten Zellteilung bis zum homo sapiens.
    [/quote][quote="Mr_Luk",p="737654"]
    Doch woher kam die erste Zelle, die sich geteilt hat?
    Wer oder was hat den Anstoß zu einem Urknall gegeben?

    Zitat Zitat von Mr_Luk",p="737654
    Reicht uns diese Welt etwa nicht aus, ist die nicht bereits ausreichend geheimnisvoll und mysteriös?!
    Das ist doch keine logische Frage.
    Wozu reisen Leute in andere Länder, wenn sie noch nicht mal das eigene Land komplett bereits haben?
    Außerdem könnten solche Dinge wie Parallewelten ja durchaus ein Schlüssel sein, um die eigene Welt zu erklären.
    Die Menschheitsgeschichte ist noch so jung. Es wäre unlogisch, wenn wir bereits alles wüssten. Selbst in 10000 Jahren wird es noch Fortschung geben. Ich finde das spannend.

    Zitat Zitat von Mr_Luk",p="737654
    Gott gegen den Menschen, - der Mensch gegen die Natur, die Natur gegen den Menschen und letztlich der Mensch gegen Gott... hierin (Trennung, Dualismus, Aufspaltung in "Parteien" oder "für und gegen, gut und böse") besteht der eindeutige und fatale Irrglaube, der unweigerlich zur Bewusstseinseinschränkung und zum spirituellen Stolperstein wird.
    Sehe ich genauso.
    Aber das ist ja nicht unbedingt der Fall.
    Es gibt doch genügend Ansätze, wo eben nicht "gegen" etwas läuft, sondern in der Tat zusammen.
    Das Beispiel mit dem "Mensch als Versuch in der Natur" war ja nur ein Denkanstoß, was den Mensch angeht.
    Menschen machen auf der Erde ja auch Versuche, z.B. Kreuzungen zwischen Tierarten. Funktioniert das oder nicht?
    So könnten z.B. Außerirdische kleine Roboter (also uns Menschen) irgendwie auf einem fernen Planeten geschaffen haben und dann auf der Erde ausgesetzt haben. Nur, um zu prüfen, wie ein außerirdischer Organismus von solch einem intakten Natursystem aufgenommen wird.

    Gelingt das Experiment könnten die Aliens ihre Schöpfungen auf ihrem eigenen Planeten aussetzen, um z.B. die Fortpflanzung anzukurbeln.

    Wäre ja in Deutschland auch eine interessante Möglichkeit, der Geburtenrückgang zu begegnen. Man schaffe einfach künstliche Menschen, die man kaum noch von echten Menschen unterscheiden kann. Noch ist das aber nicht möglich, vielleicht in 100 Jahren.

    In dem Fall wären halt diese Außerirdischen unsere Götter. Aber diese Aliens wurden ja auch von jemanden erschaffen. Ob nun Evolution, echte Götter oder wiederum andere Aliens... tja, die Frage ist halt offen - wie so vieles.
    Und überhaupt sind das alles nur Gedankenspiele von mir, um logische Erklärungen zu finden.

    Eine reine Evolution (Peng, und die erste Zelle war da und nochmal peng, der Urknall kam) und dann wurde alles so geschaffen wie es heute ist, mit einem ausgeklügelten Innenleben von Menschen, Tieren und Pflanzen.... das ist mir ein bisschen zu viel Zufall.
    Vor allem: was wäre, wenn sich das plötzlich wiederholen würde?
    Peng, ein zweiter Urknall. Könnte ja passieren, wenn es Zufall war. Es gibt auch zweifache Lottogewinner.
    Würden sich die beiden Galaxien dann nicht irgendwie ins Gehege kommen?

    Nee, die Evolution ist mir zu viel Science-Fiction - auch wenn das absurd klingt.

  10. #59
    Avatar von Samuianer

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    Re: Evolution

    Zitat Zitat von Mr_Luk",p="737661
    ..... haben sich zwei eher distinkte Sichtweisen aus dem Konzept von Brahman und Atman entwickelt.

    Die eine Denkweise geht weiterhin- von Brahman als etwas erhabenes göttliches, und schöpferisches, und Atman als eine individuelle Seele, eine Abspaltung von Brahman -aus. Die Andere wiederum sieht Brahman und Atman mehr und mehr als ein Ganzes, Brahman wird zunehmend abstrahiert aber nicht ganz als Instanz zugunsten des Ganzen verleugnet. Tradition verpflichtet bekanntlich ...
    Sehe es wenn dann unter letztem Aspekt, zusammengefasst wie in folgenden Zitat, buddhistissche Sichtweise. Das ist letztlich Brahman (nicht Bramha!) - Alles - integral gesehen, vorausgesetzt das Mensch so zu "sehen" Willens ist..."Buddha-Natur" (bodhicitta, shunyata)

    Zitat Zitat von Mr_Luk",p="737661
    Der Buddhismus wiederum eliminiert die Trennung beider Kräfte und Instanzen integral, schafft Brahman, als göttliches Prinzip ganz ab und eruiert den "Ursprung und Sinn des Lebens" nur noch in monistischen (anstelle von dualistischen) Gedankengängen. Im Buddhismus ist die Vorstellung von Brahma und Brahman bereits tot.
    Maya und Nirvana etc. sind folglich nur andere Begriffe, die die alt-vedischen ersetzen, wirklich "revolutionaer an der buddhistischen Lehre ist wohl, die Abwendung von den brahmanischen Priestern und die Oeffnung der Lehre zu jedermann, durch Vereinfachung und Streichung ALLER Rituale...Reformation.

    Zitat Zitat von Samuianer",p="737032
    Die Frage nach der Schoepfung etc. ist fuer mich mit der Idee der Kausalitaet/Dualitaet beantwortet, letztendlich erschafft sich Alles, zyklisch durch sich selbst!

    Zitat Zitat von Mr_Luk",p="737661
    Wobei Kausalität und Dualität (wie oben bereits angedeutet) zwei verschiedene Prinzipien darstellen die nicht unbedingt koexistieren müssen. Es ist vor Allem die Frage ob man Dualität als etwas existentielles und wünschenswertes ansieht, oder nicht - um es in einfache Worte zu kleiden.
    Bleibt wohl bis zur individuellen Entscheidung jedem selbst ueberlassen... war ein Baustein das Phaenomen "Welt - Evolution" d.h. deren Wahrnehmung dazustellen - keine Wahrnehmung, keine Welt? Das Wechselspiel zwischen Licht und Schatten, Sein oder nicht-Sein? Materiell - Immateriell, Mensch und Spirit?

    Zitat Zitat von Mr_Luk",p="737661
    Möchte ich weiterhin zwischen gut und böse, oben und unten, Gott und der Seele,- zwischen ich und du, wir und ihr, unterscheiden oder nicht!? Gehe ich davon aus dass Dualität (und eine dualistische Sichtweise) zum Prinzip der Existenz gehört, oder sehe ich es als eine gedankliche Idee (der menschlichen Exxistenz), die aber nur ein Denkmuster ist. Folglich: Ist es mir wichtig (und unumgänglich) weiterhin auf dualistische Weise zu denken und zu handeln, zu trennen, gut zu unterstützen- und automatisch böse zu bekämpfen und irgendwann zu eliminieren, oder möchte ich viel eher verbinden, vereinigen und das GANZE als integrales Ganzes sehen?

    PS: dass eine dualistische Sichtweise fest in einer Kultur, Religion, Gesellschaft, Moral und Gesetzgebung etabliert (commonly accepted)ist, bedeutet nicht unbedingt dass es der Wahrheit letzter Schluss ist. Es bedeutet zumindest, bzw. nur dass man sich dieser Sichtweise als funktionierendes Mitglied des Systems mehr oder weniger beugen muss.

    Ist die Frage, es ist wohl gut zu wissen wie die Zusammenhaenge liegen, wohl falsch vermeintlich "Boeses" zu bekaempfen, (Wiederstand zu leisten oder nicht unterstuetzen, gut zu heissen, ist was Anders) und genauso falsch vermeintlich "Gutes" zu verbraemen und zu loben... denke hier an die Gunas, die erst in ihrer Zusammenwirkung die Grundlage der Natur der Dinge bilden.


    Die Befreiung von der Illusion eines unveränderlichen (siehe Anicca) Wesenskerns (das Atman der indischen Philosophie) führt auch zur Befreiung von dessen transzendenter, kosmischer Widerspiegelung, dem Brahman. Die Lehre von „Anatta“ ist somit die konsequente Weiterführung des Advaita-Vedānta, indem sie von der Nicht-Dualität zur Leerheit („Sunyata“) führt.

    -wiki-

    interessant dazu auch die Tathagatagarbha Sutra:


    ...das es nur die vergänglichen Elemente (Skandhas, oder die 5 Daseinsfaktoren - Körperlichkeit, Gefuehl, Wahrnehmung, Geistesforamtion, Bewusstsein) eines empfindenden Wesens sind, welche das „Nicht-Selbst“ („Anatman“) darstellen, während die tatsächliche Realität, die innewohnende Essenz („Svabhava“) des Wesens nicht weniger ist als das Buddha-Prinzip („Buddha-dhatu“ - „Buddha-Prinzip“ oder „Buddhanatur“): selbst, rein und todlos.

    -wiki-
    ...also Brahman..(nicht Brahma!)

    In der Mahayana Mahaparinirvana Sutra...


    wird dieses innewohnende, unsterbliche Buddha-Element als das „wahre Selbst“ bezeichnet. Es wird nicht durch die Wiedergeburt beeinflusst, ist immer vollkommen makellos, strahlend rein und wartet auf die Entdeckung in den Tiefen des verunreinigten Alltagsbewusstseins eines jeden Wesens.

    -wiki-
    Also Atman..

    Wenn das ueberhaupt noetig ist, wahrscheinlich ausschliesslich um auf philosophischen Wege die wesentlichen Zusammanhenge zu erlaeutern..

    Die Anwort waere vielleich Heute "Holistisch", "Tai Chi Chuan" - das Ganze Alles.


    Dazu noch abschliessend,ein "huebsche" philosophische Darstellung des ganzen "kosmischen Theaters und menschlichen Dramas":


    Der Buddha: „Verborgen in den Klesas (mentalen Verunreinigungen) von Gier, Hass und Verblendung sitzt erhaben und unbeweglich die Weisheit des Tathagatas (des Buddha), die Wahrnehmung des Tathagatas und der Körper des Tathagatas. ... alle Wesen, obwohl in ihnen alle Formen der geistigen Verunreinigungen gefunden werden können, haben ein Tathagatagarbha (Buddha-Essenz), welches für alle Zeiten vollkommen rein ist, und das gesättigt ist mit Tugenden, welche sich nicht von meinen Tugenden unterscheiden.“

    ..wobei dies nur als relative Tatsache Beachtung findet, nicht als absolute Wahrheit!

    usw....


    feinste Gruesse von "Lung Por Daeng" (Mummified Monk) Wat Kunnaram, ban Saket - Ko Samui





    ....unter diesen Gesichstspunkten, so sich mal wer die Muehe machen sollte sich damit auseinander zu setzen, ist somit Evolution wohl eher als relative Tatsache einzuschaetzen aber nicht als absolute Wahrheit zu (be)werten!


  11. #60
    Avatar von Mr_Luk

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    Re: Evolution

    Zitat Zitat von kcwknarf",p="737665
    Zitat Zitat von Mr_Luk",p="737654
    Reicht uns diese Welt etwa nicht aus, ist die nicht bereits ausreichend geheimnisvoll und mysteriös?!
    Das ist doch keine logische Frage.
    Wozu reisen Leute in andere Länder, wenn sie noch nicht mal das eigene Land komplett bereits haben?
    Nimm das jetzt nicht zu persönlich, aber deine Vergleiche sind mir allesamt einen Deut zu anekdotisch aber nicht zutreffend genug. Reisen in andere Länder ist zwar manchmal ein kostspieliges und teilweise kraftraubendes (teilweise auch illusorisches) Unterfangen, aber im Vergleich mit der Suche nach einer Prallelwelt "a piece of cake" und Alltag...

    Zitat Zitat von kcwknarf",p="737665
    Außerdem könnten solche Dinge wie Parallewelten ja durchaus ein Schlüssel sein, um die eigene Welt zu erklären.
    Ich sehe überhaupt nicht wie eine Parallelwelt die eigene Welt erklären könnte. Eine Parallelwelt ist als ein Duplikat der existierenden Welt bereits ein Unding, aber als ein Pendant das den anderen Teil erklären könnte, noch einen Zacken hypothetischer und unwahrscheinlicher!
    Aber auch die beste Argumentation ändert nichts am Mysterium unserer Existenz. Der eigentliche Ursprung beleibt nach wie vor ein Mysterium, - und hier ist einfach die Frage ob es besonders klug ist abwechselnd einen Mythos, einen Gott, ein imaginäres Science-fictionszenario, oder die letzten wissenschaftlichen Erkenntnisse in die klaffende Lücke einzusetzten.

    Es bleibt nämlich ein drittes Instrument, neben Wissenschaft und Glaube - und zwar Transzendenz. Bloss ist dies nichts was man in einem Thailandforum in der Mittagspause in Worte fassen-, oder dessen Tragweite man auf die Schnelle ergoogeln könnte... Zumindest muss man sich, um dazu fähig zu sein, von Argumentation und Diskussion(skultur)- im Sinne von "wir basteln heute ein wenig an unserem wackeligen Weltbild" zumindest zeitweise lösen können.

    Nun, es ist doch offensichtlich dass sich die scheinbar unbeantwortbaren Fragen nur jenseits des Fassbaren befinden können, - ergo führt der Weg zu den Antworten, wenn überhaupt irgendwo hin - noch einen Schritt über die Grenzen von Wissen(schaft), Dogma und Glauben, und den ganzen Komplex an "Commonly accepted-Weltbildbastellkasten", sowie individuelle Imagination und Science-fiction-exkursionen hinaus.

    Und das heben wir uns- also ich zumindest, doch lieber für einen anderen regnerischen Nachmittag auf ;-D

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