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Erweiterter Selbstmord(Babymord)

Erstellt von Ban Bagau, 23.05.2007, 16:43 Uhr · 9 Antworten · 1.474 Aufrufe

  1. #1
    Avatar von Ban Bagau

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    Erweiterter Selbstmord(Babymord)

    Dippach(Wartburgkreis/Thür.)Yai M.erdrosselte gestern ihren kleinen 7 monatigen Sohn.-die Frau hat mehrere Stichverletzungen im Bauch-kommt ins Klinikum Eisenach St.Georg-Klinikum. Kripo geht von erweiterten Selbstmord aus.Derzeit gehe die Ermittler davon aus das sich die Frau selber töten wollte.Spurenlage ergibt dringenden Tatverdacht gegen die Mutter.Ihre Verletzungen waren nicht lebensgefährlich,so daß sie am Nachmittag vernommen werden konnte.Vater des Kindes findet sie gegen 4.30 Uhr.
    -Tenjira S.Schwester von Yai M.sagt:"Sie kam vor 2 Jahren hierher.Vorher war sie sieben Jahre verheiratet.Sie ließ sich scheiden,weil ihr Mann keine Kinder wollte und sie immer betrog."Dann lernte Yai Thomas F.kennen.Die Blumenverkäuferin verliebte sich in den Maurer.Wenig später wurde sie schwanger."Meine Schwester wurde immer unglücklicher und zog sich zurrück.
    Sonntag kam Tenjira S. von einem zweimonatigen Thailandurlaub zurrück."Yai besuchte mich sofort mit Daniel Phupha(Sohn),nahm mich ganz fest in die Arme und weinte.Sie sagte,sie hätte solche Sehnsucht nach mir gehabt."
    Nichte von Yai M.:"Ich sprach mit ihr,sie sagte,daß sie nach Thailand zurrück wolle.Beim letzten Telefonat weinte sie nur noch."
    Bei der Vernehmung gab sie die Tat zu und erklärte daß ihr das Kind zuviel war.Gegen die Frau wird wegen Mordes ermittelt.
    Von familiären Problemen wissen die Nachbarn nichts.Beide hatten einen großen Freundeskreis.-Der Dippacher hatte die junge Thailänderin vor gut 3 Jahren auf einer Kirmes kennengelernt.Ihre Schwester wohnte bereits im Ort.Es sei eine große Liebe gewesen,erzählt eine Anwohnerin.Erst am vergangen Samstag hatte die kleine Familie auf dem Hof gegrillt und Freunde eingeladen.

  2.  
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  3. #2
    Avatar von DisainaM

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    Re: Erweiterter Selbstmord(Babymord)

    Zitat Zitat von Ban Bagau",p="484401
    Meine Schwester wurde immer unglücklicher und zog sich zurrück.

    Nichte von Yai M.:"Ich sprach mit ihr,sie sagte,daß sie nach Thailand zurrück wolle.Beim letzten Telefonat weinte sie nur noch."
    Bei der Vernehmung gab sie die Tat zu und erklärte daß ihr das Kind zuviel war.

    Ihre Schwester wohnte bereits im Ort.Es sei eine große Liebe gewesen,erzählt eine Anwohnerin.
    sogenannte Wochenbett-depression ist nichts ungewöhnliches, und fällt bei introvertierten Thailändern noch um einiges heftiger aus.

    Schwester war schon vor Ort, sie mußte wohl oder übel die große Liebe im neuen Ort der Schwester finden,
    aber der Kandidat war wohl eine Lusche,
    der nix mit bekam.

  4. #3
    Avatar von wingman

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    Re: Erweiterter Selbstmord(Babymord)

    Die Baby und Kindertötungen häufen sich in Thüringen. Hinter jeder Kindestötung steckt ein Familieres Desaster das man nicht unbedingt als Aussenstehender erkennen muss.
    Oftmals finanzielle Probleme, abgerutscht in ALG II Verwahrlosung, Aussichtslosigkeit. Hier reine Familienprobleme. Die Frau am ende völlig überfordert.
    Manchmal sperrt die ARGE die Leistung, die Frau steht ohne Geld da. Was letztendlich den Auslöser gibt weis niemand.
    Bis es soweit kommt sein eigenes Kind zu töten bedarf es absoluter Verzweifelung.
    Mich macht es traurig, ob deutsches Kind oder das Kind einer Thai. Jedes getötete Kind ist eines zu viel.
    Jeder dieser Fälle macht mich sehr betroffen.
    In Deutschland müsste kein Kind sterben.
    Ein kleiner Anfang (trifft in diesem Fall aber nicht zu) wäre wenn die Ämter nicht stur nach Aktenlage entscheiden würden, sondern doch wenigsten mal nachhaken was beim Betroffenen los ist.

  5. #4
    Avatar von DisainaM

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    Re: Erweiterter Selbstmord(Babymord)

    hierzulande diskutiert man eher über Zwangsmassnahmen,

    Mama muss Deutsch sprechen lernen

  6. #5
    antibes
    Avatar von antibes

    Re: Erweiterter Selbstmord(Babymord)

    traurig, dass nicht einmal die schwester diese gefährliche situation einschätzen konnte.

  7. #6
    Avatar von Claude

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    Re: Erweiterter Selbstmord(Babymord)

    Zitat Zitat von wingman",p="484444
    Die Baby und Kindertötungen häufen sich in Thüringen. Hinter jeder Kindestötung steckt ein Familieres Desaster das man nicht unbedingt als Aussenstehender erkennen muss.
    Oftmals finanzielle Probleme, abgerutscht in ALG II Verwahrlosung, Aussichtslosigkeit. Hier reine Familienprobleme. Die Frau am ende völlig überfordert.
    Manchmal sperrt die ARGE die Leistung, die Frau steht ohne Geld da. Was letztendlich den Auslöser gibt weis niemand.
    Bis es soweit kommt sein eigenes Kind zu töten bedarf es absoluter Verzweifelung.
    Mich macht es traurig, ob deutsches Kind oder das Kind einer Thai. Jedes getötete Kind ist eines zu viel.
    Jeder dieser Fälle macht mich sehr betroffen.
    In Deutschland müsste kein Kind sterben.
    Ein kleiner Anfang (trifft in diesem Fall aber nicht zu) wäre wenn die Ämter nicht stur nach Aktenlage entscheiden würden, sondern doch wenigsten mal nachhaken was beim Betroffenen los ist.
    Wingman, woher weisst Du, dass wieder Hartz IV mit daran Schuld ist?

  8. #7
    Avatar von wingman

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    Re: Erweiterter Selbstmord(Babymord)

    @Claude,
    aus Informationsblättern des Jugendamtes sowie Fachblättern für des Pflege und Adoptionswesen.
    Immer wieder versucht man die Motive der Kindestötungen zu ergründen.
    Die Fachzeitschrift PATEN griff das Thema auch öfters auf, ebenso wurde die Babyklappe erneut diskutiert.
    Ich beschäftige mich seit Jahren mit dem Thema Adoption und Pflegschaft.
    Insbesondere Pflegekinder kommen teilweise aus extremen Verhältnissen, Drogenmissbrauch, Kriminalität, Kindesmissbrauch. Drohungen der leiblichen Eltern gegenüber den Pflegefamilien sind nicht selten.
    Kontakte zwischen leiblichen Eltern und dem Pflegekind sind oft sehr problematisch.
    Diese Kinder hatten oftmals Glück das zerrüttete Umfeld verlassen zu können.
    Dann gibt es die Heimkinder in Deutschland (oft taucht die Frage auf warum adoptiert ihr nicht ein Kind aus Deutschland?). Ja warum? Es gibt zu wenige und die Kinder im Heim gelten oft als nicht vermittelbar..........die Kinder sind schwer zu beherrschen nicht ohne weiteres in einen geregelten Tagesablauf zu gewöhnen. Gewalttätig, zerstören das Spielzeug, ihr zimmer etc..
    Ich habe des öfteren Seminare in Bad Seegeberg besucht, öfters die GZA in Hamburg besucht.
    Ich habe nun bewusst etwas weiter ausgeholt. Hartz IV scheint hier ein Reizthema zu sein, das ist es wirklich weil damit oft das Elend anfängt.
    Ein klassisches Beispiel: Vater hängt am Alkohol, schlägt die Frau und die Kinder. Durch den Alkohol arbeitslos geworden, fällt die Familie in Hartz IV. Der Vater säuft weiter, also kaum Geld zur Verfügung. Die Familie verkommt langsam. Jetzt fehlt nurnoch zum endgültigen Absturz das der Vater sich bei der ARGE nicht regelmässig meldet, einer Aufforderung nicht nachkommt, das hätte bis zu 90 Tage Sperre zur Folge. So, Mietschulden, kein Strom, .......irgendwann wird die Verzweifelung sich breitmachen. Eine Möglichkeit von vielen............

  9. #8
    Sioux
    Avatar von Sioux

    Re: Erweiterter Selbstmord(Babymord)

    Zitat Zitat von antibes",p="484504
    traurig, dass nicht einmal die schwester diese gefährliche situation einschätzen konnte.
    Die Schwester kam gerade aus Thailand zurueck.
    Das finde ich das interessanteste an der Geschichte.

    Sioux

  10. #9
    Avatar von wingman

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    Re: Erweiterter Selbstmord(Babymord)

    Es scheint in diesen Fall nicht primär am Geld gelegen zu haben. Ein reines familieres Desaster, oft wird der Schein nach aussen gewahrt, das zeigt das grillen mit Freunden.
    Für aussenstehende ist die Hilflosigkeit und Verzweifelung der Frau dann nur schwr oder gar nicht erkennbar.

  11. #10
    Avatar von DisainaM

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    Babymord ist in Thailand eigentlich gar nicht beabsichtigt,

    wenn ein überschüssiges Kind zu entsorgen gilt,
    so war die traditionelle Entsorgung,
    dass Kind in einem kleinen Bambus Kratong am Fluss auszusetzen,
    und es der Strömung und dem Schicksal zu überlassen.

    Der Mekong ist die Mutter allen Lebens,
    wurde der Fluss verklärt im Sprachgebrauch bezeichnet,
    denn es gab harte Zeiten, wo sehr viele Kinder die Flüsse herunter trieben.

    Heute haben sich die Zeiten geändert,
    man findet kaum noch eine Flussstelle in der näheren zumutbaren Umgebung,
    wo man das Kind in Ruhe aussetzen kann.

    Es ist nur logisch,

    dass die Wahl,

    mangels baby-klappe eben nur baby-kippe lauten kann,

    also wieder Müllkippe,

    obwohl das Thema in der Presse schon hinlänglich durchgekaut wurde,
    und jeder weiss, das es Probleme bringt.


    Neugeborenes zum Sterben auf Müllkippe abgelegt


    Chonburi - Am frühen Montagmorgen wurden Polizei und Rettungsdienst zu einer Müllhalde der Ban Suan Gemeinde in Chonburis Distrikt Muang gerufen, wo ein 53-jähriger Müllsammler auf der Suche nach leeren Flaschen ein ausgesetztes Neugeborenes gefunden hatte.
    Rettungskräfte kümmerten sich um das weinende kleine Mädchen, das unter Dehydrierung, Moskitostichen und Dutzenden von Ameisenbissen litt. Der Teamleiter der Trai Kunatham Rescue Foundation erklärte, das Kind habe großes Glück gehabt, dass es von Herrn Rungroj Attra gefunden wurde, denn lange hätte es in der Tonne mit den Ameisen nicht mehr überleben können.
    “Das Neugeborene wurde nicht in der Tonne versteckt, damit man es findet. Wir vermuten, dass es hier zum Sterben abgelegt wurde. Somit handelt es sich wahrscheinlich um versuchten Mord”, sagte Pol. Capt. Nattawut na-Chiangmai, zuständiger Ermittlungsleiter der Polizeistation Ban Suan, vor Reportern.
    Die Beamten dankten Herrn Rungroj, dem Müllsammler, für die Rettung des Kindes und kündigten an, nach den Tätern zu fahnden und diese zur Rechenschaft zu ziehen.
    und auch das hat Tradition in der jüngeren Thaigeschichte,

    wer sein Kind nicht vergräbt, bekommt Probleme.

    (weil das zeitnahe Auffinden eines lebenden Kindes,
    die Ermittlungsarbeit auf die Auswertung sämtlicher kameraaufzeichnungen von ATMs in der Umgebung konzentriert,
    die ja 24h aufnehmen, und wehe, es ist im Hintergrund Frau und Rucksack zu erkennen. Dann läuft die Jagd los.)

    In Deutschland gab es auf dem Land dafür immer eine alte Dame,
    die als Fontanellenstecherin bekannt war,
    und die man auf das Kind aufpassen liess.

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