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Ein ganz normaler Tag in Thailand..

Erstellt von Samuianer, 10.09.2006, 10:32 Uhr · 5 Antworten · 877 Aufrufe

  1. #1
    Avatar von Samuianer

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    Ein ganz normaler Tag in Thailand..

    ..wie das Leben manchmal so spielt...

    ....oder ein Sonntagmorgen, trotz blauem Himmel und strahlendem Sonnenschein, so grau wie noch nie!

    Meine Lebensgefaehrtin ist stolze Besitzerin eines kleinen Pudelmaedchens. Sie hegt und pflegt dieses Wesen als sei es ihr Kind, Kinder sind ihr bisher versagt geblieben.

    Vor einigen Wochen hat sie das Pudelmaedchen mit dem Pudelrueden einer Freundin zum 2. Male zum Decken zusammengebracht. Nun, die beiden Pudel kennen sich, spielten und tollten den ganzen Tag miteinander herum.

    Nach einer guten Woche war es dann wohl soweit, Rover, so heisst der Ruede, wurde wieder nach Hause geholt und die Beiden vorerst wieder getrennt.

    Nach einiger Zeit zeigte das Pudelmaedchen deutliche Anzeichen das sie traechtig war. Ihre stolze Besitzerin sorgte fuer ausreichend Futter, Milch und Zuneigung.

    Dann war es endlich soweit, vor einigen Wochen erblickten 4 kleine Hundebabys das 'Licht der Welt', die Freude war RIESIG!

    So knuddelig und unbeholfen, so tapsig und so liebenswuerdig! Es quiekte, raschelte, nuckelte, tag-ein-tagaus, stehts unter den wachsamen und behuetenden Augen der 'Mama'...

    Ein Veterinaer wurde aufgesucht um sicher zu stellen das mit den Hundbabys auch alles in Ordung sei, der erste Impftermin wurde abgesprochen, dann sagte der Veterinaer ob denn der Erzeuger dieser Babys bekannt sei und es wurde Rover, der Pudelruede genannt. Worauf dem Arzt ein Schmunzeln ueber das Gesicht lief... und der dann erwiederte das es mit einiger Sicherheit keine Pudel sind.

    Das Hundemaedchen hatte also eine Seitensprung getan!

    Dann, wie es nun einmal so ist, die ersten Trennungsschmerzen, die ersten Hundebabys fanden neue Besitzer, aber eines, ein Hundmaedchen sollte im Hause bleiben.

    Alle Fuersorge, es wurden kleine Flaeschen zum Zufuettern, besondere Hundemilch gekauft, Dieses Jenes getan, die ersten Immunisierungen, gegen Tollwut und Hundeseuchen verabreicht.

    Eines Tages rief sie das, mittlerweile munter krabbelnde Huendchen... "Massaman"!.. Ich fragte ob dies der Name sein sollte und meinte: "Einen Hund 'Moslem' zu nennen, koennte spaeter mal unerwartete Sorgen bereiten, ausserdem sei das eigentlich ein Currygericht!"

    Gestern Abend, komme ich "Heim" und beim gemeinsamen Abendessen erklaert mir die stolze Hundemutti das sie sich zu einer Namensaenderung entschlossen hatte.

    Hundchen sollte von Jetzt an, "Freedom" heissen, was ich begruesste.

    Das an dem neuen Namen eine ganz makabere Weissagung hing sollte sich naechsten, heute Morgen, in aller Dramatik, herausstellen.

    Heute Morgen, erst lautes Hundegebell, dazwischen lautes Quietschen und Gequieke, Gebell aus allen Richtungen, wie ein Hundeaufstand!

    Ploetzlich die Stimme meiner Lebensgefaehrtin: "Pi Man", "Pi Man", "Pi Man", "Pi Man"!!!! Laut und lauter... ich raus... und da steht sie traenenueberstroemt mit dem kleinen, blutigen Buendel im Arm vor mir.. und ist fassungslos! Sie heult ungebremst, sie schreit ihre Wut, ihre Hilflosigkeit, ihren Verlust hinaus in die Welt, der Schmerz scheint sie zu zerreissen!

    Graesslich, grauslich, dieses kleine Buendelchen, leblos in ihren blutverschmierten Armen haengen zu sehen...mich hat es fast selbst zerrissen!

    Sie schrie immer wieder "Why, why, why, why, why, why, why, why, why, why I didn't take care???"

    Selbstvorwuerfe, Unverstaendniss ueber das Unabaenderliche, ich versuche zu troesten, hielt sie in meinen Armen, der Schmerz ruettelte sie und ihre Seele bis in die tiefsten Abgrunde menschlicher Gefuehle, hatte sie dieses kleine Wesen doch so unendlich lieb gewonnen und in ihr Herz geschlossen!

    Nun war es, in wenigen Sekunden aus ihrem Leben gerissen - der Schmerz war unermesslich - mir selbst schnuerte es die Kehle zu...

    Der Ratio sagt: "Hunde gibt es ja genug, warum diesen?"

    Trotzdem dieses Potpourrie der Gefuehle, diese Ohnmacht, die endgueltige Unwiederruflichkeit..tot war's das kleine Wesen - aus und vorbei!

    Sich damit abzufinden wird noch einige Zeit brauchen.....

    Ein anderer Hund aus der Nachbarschaft hatte das 'kleine Ding' tot gebissen....sollte man nicht meinen, aber es ist passiert.

    Nun gilt es die Blasen auf der Seele zu heilen...

  2.  
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  3. #2
    Avatar von Ralf_aus_Do

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    Re: Ein ganz normaler Tag in Thailand..

    Zitat Zitat von Samuianer",p="396451
    [...]
    Ein anderer Hund aus der Nachbarschaft hatte das 'kleine Ding' tot gebissen....sollte man nicht meinen, aber es ist passiert.
    [...]
    Der ist dann in irgendeiner Weise degeneriert, normale Hunde beißen niemals einen Welpen ... ich weiß, es ist ein schwacher Trost, aber Deine Frau kann nichts dazu, denn sie hat in einer Situation nicht aufgepasst, in der sie auch normalerweise nicht hätte aufpassen müssen.

  4. #3
    UAL
    Avatar von UAL

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    Re: Ein ganz normaler Tag in Thailand..

    Traurige Geschichte :-( Die Hundemama, ist das die apricot-farbene, die ich letztes Jahr bei euch in der Anlage gesehen habe?

    Samui und fast ganz Thailand hat ein Hundeproblem, es gibt etliche Tölen, die herrenlos wie sie sind ganze Horden bilden und ihren Abschnitt verteidigen: kommt ein fremder vorbei stürzt sich oft die ganze Meute auf diesen - so wird es dem tappsigen Welpen wohl ergangen sein...

  5. #4
    Avatar von Conrad

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    Re: Ein ganz normaler Tag in Thailand..

    Es gibt da auf Samui (u. sicherlich nicht nur da) schon ziemlich gestörte Köter. Tur mir leid, für das kleine Hundekind.

    Ich ging mal am Strand lang, da kam wie aus heiterem Himmel aus ca. 100 m Entfernung ein ziemlich großes Vieh mit gefletschten Zähnen in vollem Galopp auf mich zugerannt. Sah wirklich furchteinflößend aus, das Biest.

    Als er auf ca. 10 m an mich ran war, bin ich in Angriffstellung gegangen u. hab das Vieh aus vollem Hals angebrüllt. Der Köter hat einen Riesenschreck bekommen u. hat schlagartig eine 180 Grad-Wendung gemacht u. ist mit eingezogenem Schwanz abgezogen.

    Wenn der mich tatsächlich angefallen hätte, hätte ich wohl schlechte Karten gehabt. Und wenn ich versucht hätte, zu flüchten, hätte sich die Bestie sicher in mich verbissen.

    Man darf halt keine Angst zeigen. Und, ich hatte auch keine. Bin eh kein Hundefreund u. wenn, dann mag ich nur so kleine Hunde. Als das Vieh auf mich zugerannt kam, hab ich nur eine mörderische Wut bekommen und hab gedacht "Was bildet sich das Vieh ein, ich bring das Biest um, und wenns mit bloßen Händen ist".

    Ob das gelungen wäre, wenn der Köter mich tatsächlich attackiert hätte......

  6. #5
    Avatar von DisainaM

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    Re: Ein ganz normaler Tag in Thailand..

    die Chancen im Kampf mit einem grossen Hund sind tatsaechlich nicht gut,
    die alte Regel, eine Faust zu ballen, und diese dem Hund tief in den Mund herrein zu pressen,
    waehrend man selber versucht, dem Hund die Halsschlagader aufzubeissen,
    ist dann sicher nicht einfach.

    Für viele Auswanderer nimmt dagegen der expatriierte deutsche Hund meist das Schicksal, dass er an leckerem Rattenköder verendet.

    Kleine Hunde sind eigentlich nur auf eingefriedeten Grundstücken sicher vor Autos, fremden Hunden und dem überall herumliegenden Rattenköder.

    mein Mitgefühl für den Verlust

  7. #6
    Avatar von Samuianer

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    Re: Ein ganz normaler Tag in Thailand..

    Zitat Zitat von Ralf_aus_Do",p="396454
    ..Der ist dann in irgendeiner Weise degeneriert, normale Hunde beißen niemals einen Welpen ...
    Ja, ja hat erst vor Kurzem, mitten in der Nacht, eine Katze in unserem Restaurant 'kalt gemacht'.... sie ist degeneriert bis verstoert - meine auch zu wissen warum... ist selbst eine Huendin, war "Neulich' traechtig, aber nie Welpen zu sehen bekommen.....entweder sie selbst oder es hat wer 'nachgeholfen'.

    Sie macht sich halt Vorwuerfe, weil sie das Huendchen, aus was fuer Grueden auch immer, in das Restaurant gebracht hat und es dort Allein liess, eine Glastuer, die sich zwischen Restaurant und Kueche befindet, unbedachter Weise geschlossen hatte - so konnte das Muttertier nicht schuetzend 'eingreifen'....und das Schicksal nahm seinen Lauf.

    Hinzu kommt noch das sie wegen einer schlimmen Zahngeschichte in Behandlung ist und entsprechend "ausgeknockt" ist und deswegen nicht ganz sorgsam gehandelt hat.

    @UAL:
    Ja, das ist das Hundemaedchen!

    Tja, was'n Drama!

    Sich mit grossen Hunden, die auch noch 'aufgedreht' sind, anzulegen kann aeusserst gefaehrlich werden! Ausserdem kann der Hund Tollwut haben.

    Bisher hat immer die thailaendisch-passive Form der Abwehr geholfen.

    Auch wenn kein Stein greifbar ist, so tun als ob Mensch einen aufhebt, dann langsam zum Wurf ansetzen - stoert meist den Hund ungemein - weil er nicht wirklich abschaetzen kann ob was geflogen kommt oder nicht - meist gehen sie dann erstmal in den Rueckzug, zumindest in die Defensive...

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