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Die Welt - wie wir sie sehen...

Erstellt von Waitong, 10.01.2013, 09:59 Uhr · 158 Antworten · 7.203 Aufrufe

  1. #101
    Avatar von Waitong

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    Keine Sorge, habe dich schon richtig verstanden. Was den 'Sozial-Darwinismus' angeht, den habe ich in dem Moment ueberwinden koennen, als ich in meinem Ex-Beruf fuer meine 'Einsaetze' entsprechend entlohnt wurde. Damit war fuer mich klar - die konventionelle Karriere-Leiter ist nicht mein Ding. So habe ich in einem Drittel der Zeit meine materielle Basis selbst geschaffen. Mit 'Sozial-Darwinismus' muss ich mich nicht mehr herumschlagen. Fuer mich zaehlen einige wenige Lebensregeln, der ganze 'Gesetzes-Krampf' ist fuer mich ueberfluessig geworden .

  2.  
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  3. #102
    Tramaico
    Avatar von Tramaico
    Zitat Zitat von Waitong Beitrag anzeigen
    @Tramaico

    He He ich stelle echte Paralellen zwischen uns fest. Ich hasse warm-duschen und noch mehr hasse ich Unaufrichtigkeit. Der Gipfel ist - Autoritaetsausuebung ohne fundierte Basis in Ethik und Moral, aber vielleicht unterscheiden wir uns in diesen Punkten ?

    Ist mir eigentlich schon vor laengerm klar geworden, dass trotz scheinbarer massiver Differenzen doch erhebliche Gemeinsamkeiten bei uns bestehen. Dass, was ich bis heute nie verstanden habe ist jedoch, warum Du Dich von der buddhistischen Lehre abgewendet hast wobei ich nicht diesen als Religion praktizierenden Klimbims meine, der tatsaechlich dazu motivieren kann dem Buddhismus faelschlicherweise Lebewohl zu sagen und auf den sich auch der Joerg staendig ketzerisch bezieht.

    Ich erinnere mich, dass Du mal erwaehnt hattest, dass Dich ein schwerwiegendes Erlebnis anscheinend zu Deiner hier im Forum von vielen als fanatisches Christentumverehrung (Teufelsaustreiber copyright Mad Mac) motiviert hat. Waere fuer mich ein plausible Erklaerung.

    Als Christ bist Du jedoch irgendwie gewissen Regularien unterworfen und bekommst Ethik und Moral vordefiniert, denen ich als buddhistischer Atheist oder atheistischer Buddhist nicht unterliege. Niemand, auch kein Gott oder Buddha gebietet oder verbietet mir obwohl ein guter Rat oder Empfehlung niemals verkehrt ist, sofern man diesen oder diese auch wirklich selbst als gut empfindet.

    Abseits von Doktrien sind Begriffe wie Ethik und Moral sehr schwammig und was eventuell eine Majoritaet als unethisch oder unmoralisch ansieht muss ein "Freidenker" (Dein verwedeter Begriff) noch lange nicht.

    Somit ist fuer mich auch ein Mensch vom Grundsatz nicht wuerdevoll und edel sondern dieser Status von muss sich von jedem Einzelnen verdient werden, wobei auch wiederum jeder selbst entscheiden muss wofuer dieses wuerdig und edel ueberhaupt steht. Unter dieser Praemisse ist erst einmal ein Mensch nur ein Lebewesen unter vielen und ein menschliches Dasein ist nicht zwangslaeufig fuer mich mehr wert als ein Strassenkoeter, lediglich weil ich dadurch, dass ich der Spezie Mensch angehoere, vorbelastet bin und daher fuer mich Privillegien beanspruchen moechte, die mir naturgemaess aber gar nicht zustehen.

    Diesbezueglich driften dann auch bei dieser Thematik unsere Ansichten auseinander, weil im Christentum der Mensch das primaere von Gott geschaffene Wesen ist, das das Recht hat, sich andere Lebewesen Untertan zu machen. Jetzt komme ich mit hier auf eine Schiene mit dem Knarfi-Frank und seinen oftmals sehr utopisch anmutenden Ansichten.

    Kurzum, mit Bezug auf den Thead-Titel sehe ich die Welt sehr nuechtern. So wie sie ist, weder gut noch boese, aus humaner Sicht oftmals kalt und ungerecht anmutend, gottlos. Am Ende ist dieses fuer mich egal, denn letztendlich ist die Welt nur das, was ich aus ihr mache wobei meine Mitmenschen lediglich Statisten sind, auf die ich selbst keinen effektiven Einfluss habe. Somit ist dann auch der Wunsch, dass Menschen anders sein sollten unrealistisch und eher belastend als hilfreich. Die Bibel etc. lehrt sich somit auch aus meiner Sicht lediglich einen Wolf, mehr nicht, waehrend ich kam, war und vergehen werde. Asche zu Asche, Staub zu Staub und es auch gut so wie es ist. Wir sprachen an anderer Stelle schon einmal darueber. Jesus Christus ist meiner Meinung auch somit umsonst gestorben,. Das irre Treiben geht weiter und wird immer weitergehen. Solange es Menschen gibt. Net schlimm, es ist einfach so wie es ist oder mai pen rai, wie man in Thailand sagt.

    Ach ja, Du solltest nicht hassen. Nee, kein Warmduscherrat sondern Hass belastet einen nach meiner Erfahrung nur selbst und laesst einen nicht zur Ruhe kommen. Ich weiss, es ist sehr schwer nicht zu hassen und man muss staendig daran arbeiten. Nein, nicht die Menschen lieben sondern bestmoeglich tolerieren, egal wie superscheisse sie auch oftmals rueberkommen.

    P.S.: Post nicht korrekturgelesen sondern einfach so heruntegeschrieben. Von moeglichen Boecken daher nicht belasten lassen. Time to go the dogs are waiting.

  4. #103
    Avatar von Waitong

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    Zitat Zitat von Tramaico Beitrag anzeigen
    Ist mir eigentlich schon vor laengerm klar geworden, dass trotz scheinbarer massiver Differenzen doch erhebliche Gemeinsamkeiten bei uns bestehen.
    Das zaehlt und nicht was uns unterscheidet. Auf der Basis der Gemeinsamkeiten laesst es sich durchaus kultiviert miteinander leben.

    Habe es nie verstanden warum die Masse der Zeitgenossen nach den Fehlern bei anderen Menschen sucht. Ganz besonders skurril

    wird es wenn jemand eine versoehnliche Lebenseinstellung hat, dann wird ihm diese als Schwaeche ausgelegt. Da frage ich, wieviel

    Kraft kostet es einem anderen Mitmenschen den Schaedel wegzuschiessen und wieviel Kraft kostet es, den Finger vom Abzug zu

    nehmen ?

    Mein Grossvater war Scharfschuetze im WW I. Wir haben oft ueber derartige Dinge gesprochen. Mein Vater mochte das nicht

    sonderlich wenn es um Details ging.

    Auch er hatte einiges aufzuarbeiten nach dem WW II, wir haben erst miteinander ueber diese Thematik gesprochen, als ich nach

    meinem Studium und anschliessender Militaerzeit ueber eigene Erfahrungen verfuegte. Auf Grund meines Studiums und anderer

    Leistungen wurde mir eine 'Ausbildung' (Lehrgang) von einigen Monaten in der Armee eines anderen 'befreundeten' Landes

    zugedacht. Nicht zu letzt auch wegen meiner 'Unbeugsamkeit'. Es hat mich tief bewegt einen meiner militaerischen (deutschen)

    Vorgesetzten 'durchdrehen' zu sehen.

    Naja, er war damals etwa 40 Jahre alt und ich Anfang der Zwanziger, unverbraucht und auf dem Hoehepunkt meiner Kraft.

    Danach begann ein langer Dialog mit meinem Vater, bis zu seinem Tod...





    Anmerkung:

    Da ich in einem oeffentlichen Forum schreibe, mit sehr gemischten Lesern und Schreibern werde ich erstmal abwarten was sich ,in

    Sachen Duftmarken setzen, tut .

  5. #104
    Avatar von Waitong

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    Ohh - es wurden noch keine Duftmarken gesetzt.

  6. #105
    Tramaico
    Avatar von Tramaico
    Zitat Zitat von Waitong Beitrag anzeigen
    Ohh - es wurden noch keine Duftmarken gesetzt.
    Enttaeuscht?

  7. #106
    Avatar von Waitong

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    Im Gegenteil.

    Vielleicht schlafen die Duftmarkensetzer noch.

    Ansich wollte ich die Gelegenheit nutzen auf deinen letzten laengeren Kommentar einzugehen, denn er bietet mir, durch deine zahlreichen Stichworte, die Gelegenheit, fuer einige der 'Haeufchensetzer' mehr Klarheit zu verschaffen. Bin allerdings noch am Ueberlegen, ob sich der Zeitaufwand lohnt. Besser ist's wenn ich meine Lebensgeschichte erst mal fuer mich und meine Familie und Freunde aufschreibe. Du hast mich auf eine Idee gebracht, die schon einige Zeit in mir schlummerte.

  8. #107
    Avatar von wasa

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    @Waitong,
    immer daran denken,es gibt auch ein Leben ohne Nittaya.

  9. #108
    Avatar von Graugans

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    Hat mich doch letztens jemand beklaut. Ich hab Ihn aber erwischt und Er wollte sich entschuldigen. Das habe ich strikt
    abgelehnt mit dem Hinweis für Ihn, dass er mir sehr imponiert,weil Er sich nicht, wie so viele unserer, die Natur ignorierenden
    Mitmenschen in Regeln pressen lässt. Er müsste schon etwas darauf achten seiner eigenen Weiterentwicklung nicht selbst
    im Wege zu stehen. Den Hinweis auf Darwinsche Lehren und Theorien habe ich mir aber verkniffen, weil ich der Meinung bin,
    dass diese schon von so vielen Anderen nicht verstanden werden. mfG.
    von graugans an kcwknarf

  10. #109
    Avatar von kcwknarf

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    Zitat Zitat von Graugans Beitrag anzeigen
    Hat mich doch letztens jemand beklaut. Ich hab Ihn aber erwischt und Er wollte sich entschuldigen. Das habe ich strikt
    abgelehnt mit dem Hinweis für Ihn, dass er mir sehr imponiert,weil Er sich nicht, wie so viele unserer, die Natur ignorierenden
    Mitmenschen in Regeln pressen lässt. Er müsste schon etwas darauf achten seiner eigenen Weiterentwicklung nicht selbst
    im Wege zu stehen.
    Ziel ist es, sich seine eigenen "Regeln" zu setzen, die aus der Entwicklung der menschlichen Vernunft und der Moral dahin führen, dass niemand mehr klauen wird. Wenn jemand dich beklaut hat, ist er entweder noch nicht soweit (also eine geistig noch verblödete Kreatur) oder/und aber von den Regeln des Staates in eine Situation gepresst, die auf Gegenwehr gepolt ist und daher bewusst gegen Regeln vorgeht, um sich gegen die unnatürlichen Vorschriften zu wehren.

    Das ist ein normaler natürlicher Prozeß. Ähnlich macht es halt der menschliche Magen, wenn er etwas Ungenießbares erhält. Es kommt vorne wieder raus. Ähnlich entsteht Kriminalität: Gegenwehr gegen ungenießbare Regeln.

  11. #110
    Avatar von Waitong

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    Zitat Zitat von Tramaico Beitrag anzeigen
    Dass, was ich bis heute nie verstanden habe ist jedoch, warum Du Dich von der buddhistischen Lehre abgewendet hast wobei ich nicht diesen als Religion praktizierenden Klimbims meine, der tatsaechlich dazu motivieren kann dem Buddhismus faelschlicherweise Lebewohl zu sagen...

    Nun, die buddhistische Lehre an der ich interessiert war hat kaum etwas mit dem zu tun, was der durchschnittliche Mensch darunter versteht. Ueber die vielen Jahre, in denen ich mich mit der urspruenglichen Lehre auseinandergesetzt habe konnte ich Kontakt zu wirklichen Kennern der Lehre knuepfen (Moenche welche die Lehre in Pali und Sanskrit studiert haben). Bei dieser Gelegenheit hatte ich auch Gefallen an Pali und Sanskrit gefunden, was sich spaeter beim erlernen der Thai-Sprache als sehr nuetzlich erwiesen hat.

    All die Dinge und Zusammenhaenge die ich durch die buddistische Lehre, in Theorie und Praxis erfahren habe, sind nicht verloren, sondern in meinem Geist abgespeichert. Dieses Wissen (Erfahrung) ist jederzeit abrufbereit. So betrachtet habe ich den Buddhismus nicht verlassen. Es hat bei mir eine Erweiterung stattgefunden, in dem sich mir, ob Zufall oder nicht, eine vielleicht einmalige Gelegenheit eroeffnete mit dem Studium der Bibel anzufangen. Diese Gelegenheit ergab sich nach einem Ereignis, an welches ich wohl immer denken werde, solange ich lebe. Das sind mittlerweile mehr als sechs Jahre her. Sehr viele Dinge kann ich in der urspruenglichen christlichen Lehre wieder finden. Die christliche Lehre sagt mir sehr zu, weil sie alle Bereiche unseres Daseins umfasst. Das ist in der buddhistischen Lehre nicht der Fall. Als ich anfing mich mit, einem vor 4 Jahren verstorbenen Kenner der Bibel, zu unterhalten, habe ich sehr bald festgestellt, dass die "grossen" Kirchen im Grunde nicht nach der Bibel lehren. Sie lehren nach Eigeninteressen.

    Aber meine Erfahrungen und meine Kritik an den Kirchen wird mich nicht weiter belasten. Das waere schaedlich beim Studium der Bibel. Wenn ich etwas verstehen will kann ich sehr gut emotionale Dinge ausklammern. So habe ich das auch vor genau 40 Jahren gehandhabt, als ich mit meinem naturwissenschaftlichen Studium anfing.

    So - jetzt setze ich mich mit meinen 58 Jaehrchen wieder in den Garten zu Frauchen und den Hunden. Bei einem Kaennchen japanischem Gruen-Tee denke ich vielleicht noch ein bischen ueber "Gott und die Welt" nach, oder schau den Piep-Maetzen zu...

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