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Die Netflix-Serien

Erstellt von alder, 18.09.2015, 19:39 Uhr · 47 Antworten · 4.730 Aufrufe

  1. #1
    Avatar von alder

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    Die Netflix-Serien

    Vor ein paar Wochen erzählte mir ein Bekannter von der neuen Serie "Narcos" die auf Netflix ausgestahlt wird.
    Auf meinen etwas befremdeten Gesichtsausdruck meinte er: "Guck dirs an, wirklich klasse!"

    Da ich ihn für ziemlich belesen halte, und nicht gerade für einen chipsfressenden RTL2 Gucker, hab ich mir mal aus Neugier einen Account gemacht.

    Also - ich hab die Staffel durch und kann seine Empfehlung noch toppen.

    Absolut astreine, klasse gemachte Unterhaltung!
    Die Serie beschreibt minutiös die Ereignisse in und um das Leben Pablo Escobars bis zu seinem Ausbruch aus seinem Luxus-Knast "El Cathedral", was mich auf eine zweite Staffel hoffen lässt.
    Alles hat wirklich so stattgefunden - bis hin zu einzelnen, aus alten Aufnahmen überlieferten Dialogen.
    Alle Figuren bei "Narcos", die über eine Statistenrolle hinaus gehen sind authentisch. D.h. sie spielen nicht nur authentisch, sie gab oder gibt es auch wirklich, wie z. B. die Ochoas oder Carlos Lehder.

    Erzählt wird die Geschichte aus Sicht eines DEA-Agenten, der tatsächlich damals an der Jagd nach Escobar beteiligt war.
    Ich war zu dieser Zeit die ersten Male in Kolumbien und habe so einiges mitbekommen, warum mich dieses Thema auch interessiert.
    Deshalb kann ich bestätigen, es gibt weder bei den Dialogen noch bei der Handlung irgendwas, wo man am liebsten schreiend aus dem Zimmer rennt, so wie man das eigentlich von Serien gewohnt wäre.
    Stunts und Special Effects sind ebenfalls höchstes Niveau.
    Untereinander sprechen die "Narcos" spanisch, was mit deutschen Untertiteln versehen wurde, für die die es brauchen.

    Alles andere wäre auch Mist gewesen, es gibt nix Blöderes, wie einen südamerikanischen Gangster der Deutsch - gern auch mit übertriebenem spanischen Akzent spricht.

    Die Darsteller sind allesamt Nonames - zumindest kannte ich keinen Einzigen. Auf die Qualität hat dies aber keinen Einfluss - im Gegenteil.

    Der Hauptdarsteller, der Escobar" spielt, ist ein gebürtiger Brasilianer, was ich absolut bemerkenswert finde, denn er hat den kolumbianischen Gangsterslang, die Phrasen, die Flüche, die Tonart absolut perfekt drauf. Ich kanns ein wenig beurteilen - ein kleiner Zweig der Familie meiner Ex, die ich mal vorsichtig als "Nicht Sozialversicherte" bezeichnen würde, sprachen genauso.

    Das ist in etwas so bemerkenswert, wie wenn ein Holländer in einem bayerischen Volkstheater spielt.

    Die müssen tatsächlich Berater aus "dem Leben" gehabt haben, sonst kann ich mir eine derartige Detailgenauigkeit nicht erklären.

    Die schon ältere Serie "Breaking bad" ist übrigens auch gut gemacht, da hab ich mittlerweile auch ein paar Staffeln durch. Zwar reine Prosa, dafür aber mit originellen Wendungen und knallharter Action.

    Der Stil wurde komplett von Scorsese, den Coen-Brüdern oder Tarantino geklaut - ich kann mir aber tatsächlich was Schlimmeres vorstellen - äh, wenn sie bei den "Waltons" geklaut hätten, z.B.

    Ich glaub ich krieg noch viereckige Augen, wenns so weiter geht..........

  2.  
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  3. #2
    Avatar von Conrad

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    Breaking Bad hab ich mir auch angesehen, alle Folgen, der absolute Knaller. Kann ich weiterempfehlen, lohnt sich das anzusehen.

    Ich frage mich, wie das mit Netflix funktioniert ? Siehst Du Dir das auf dem Computer an ? Ich habe auch einen Fernseher mit Internetanschluß, aber wie navigiert man da ? Es braucht doch einen Browser und Maus u. Tastatur, oder ?

  4. #3
    Avatar von alder

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    Zitat Zitat von Conrad Beitrag anzeigen
    Ich frage mich, wie das mit Netflix funktioniert ? Siehst Du Dir das auf dem Computer an ? Ich habe auch einen Fernseher mit Internetanschluß, aber wie navigiert man da ? Es braucht doch einen Browser und Maus u. Tastatur, oder ?
    Äh, da fragst du den Richtigen. Ich schaus auf meinem 26''er im Arbeitszimer. Geht auch auf dem TV, die können das aber besser erklären als ich. Netflix-Konto mit Fernseher verbinden - CHIP

  5. #4
    Avatar von Uns Uwe

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    Guter Tipp, werde ich mir bald mal anschauen.

  6. #5
    Avatar von Uns Uwe

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    Ray Donovan kann ich noch empfehlen.

  7. #6
    Avatar von DisainaM

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    Narcos hat halt mit dem Problem zu kämpfen,
    dass es sich mit der Person Carlos Lehder beschäftigen muss,
    einem Menschen, der in seiner Zeit verherrlicht wurde.

    Seine Insel Normans Cay ist legendär,


    heute eine Pilgerstädte,

    Norman



    ein Pilgerort eben,
    https://thelongroadtoparis.wordpress...o-normans-cay/


  8. #7
    Avatar von alder

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    Narcos hat halt mit dem Problem zu kämpfen,
    dass es sich mit der Person Carlos Lehder beschäftigen muss,
    einem Menschen, der in seiner Zeit verherrlicht wurde.
    Versteh ich nicht, Disi. Warum sollte "Narcos" ein Problem damit haben?

    Lehder wird ziemlich genau so dargestellt wie er war, nach Allem was man von Zeitzeugen weiss.

    Überhaupt gab man sich Mühe die Darsteller nach optischen Kriterien auszusuchen, die Ähnlichkeiten sind teilweise erstaunlich.

    Nur die Filmfrau von Escobar passt irgendwie überhaupt nicht zur Realität. Die Darstellerin ist eine bildhübsche, sanfte Latina, mit süssem Schmollmund .
    Die richtige Frau hat eiskalte Haiaugen, genau wie ihr Sohn. Ihr traue ich zu, dass sie deutlich stärker involviert war, als sie der Nachwelt weismachen will.

    Der Sohn ist ein Heuchler vom Feinsten. Medienwirksam flennt er mit den Söhnen der Opfer Escobars im TV und bittet um Vergebung, macht dann aber Kasse mit "Pablo-T-Shirts", etc.

  9. #8
    Avatar von lucky2103

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    Kleiner Tip zum streamen aufs TV- Gerät:

    Chromcast (ca. 35,-) kaufen, in den HDMI- Anschluss am Fernseher stecken, Netflix am PC über Chrome aufrufen und casten.

  10. #9
    Avatar von alder

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    Hmmm... das war wohl nix.

    Hab gerade bei Netflix in der "Independent"-Abteilung rumgestöbert und stiess auf einen Film namens " El gringo".

    Bei "Independent" und Handlung "Mexico" denke ich unwillkürlich an Tarantino und Roberto Rodriguez, was ja im Prinzip ganz unterhaltsam ist.

    Diesen Quark habe ich aber nach 20 Minuten abgebrochen. Alleine schon das typische Mexikaner-Gelaber, oder was sich Filmemacher darunter vorstellen ("Ey Grrrrringo, was machst du perrrrro....") - ne also, das halte ich nicht aus.

    Roberto Rodriguez ist ja ein Regisseur, der Trash und masslose Übertreibungen kopiert und teilweise originell in einen Film packt. Ansonsten hat er keine Ahnung - einem Tarantino kann er das Wasser nicht reichen.

    Wenn nun aber jemand auch noch versucht Rodriguez zu kopieren - dann wirds lächerlich.

    Äh, der Regisseur ist ein gewiser Eduardo Rodriguez. Keine Ahnung, ob das sein Schwippschwager oder angeheirateter Cousin ist, da in Mexico ca. 30% der Leute Rodriguez heissen.

    Na gut, kann ich ja nicht alles erste Sahne sein auf Netflix.

  11. #10
    Avatar von DisainaM

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    Zitat Zitat von alder Beitrag anzeigen
    Versteh ich nicht, Disi. Warum sollte "Narcos" ein Problem damit haben?

    Lehder wird ziemlich genau so dargestellt wie er war, .
    Die USA hatten halt einen Horror davor, dass es zu Wahlfahrtstätten Tourismus kommt,

    darum musste halt alles negativ am Ende dargestellt werden,
    insbesondere die grosse Caritative Arbeit der Mörder, die sich so den Rückhalt der von der Regierung betrogenden bevölkerung sicherte.



    ein Flieger des deutschen Carlos Lehder , der seit 1987 in Haft in den USA sitzt.
    https://de.wikipedia.org/wiki/Carlos_Lehder_Rivas
    sein Haus und seine Insel
    Isla narco abandonada - Taringa!

    im Meer liegen noch ein paar,

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