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Die Börsen beben weltweit

Erstellt von antibes, 10.08.2007, 16:49 Uhr · 1.201 Antworten · 48.918 Aufrufe

  1. #831
    Avatar von Conrad

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    Re: Die Börsen beben weltweit

    Nachdem die Regierung die Banken gerettet haben, sind nun die Autobauer dran:

    Regierung ringt um Rettungspaket für Autobauer

    [highlight=yellow:39a0c310d1]Jetzt wollen alle Autoretter sein[/highlight:39a0c310d1]: Kanzlerin Merkel lädt die Opel-Chefs zum Krisengipfel, Vize Steinmeier ruft die Betriebsräte zu sich, Finanzminister Steinbrück erwägt Hilfen für alle Hersteller. Nur einer bremst: Wirtschaftsminister Glos - er fürchtet, dass auch andere Branchen Forderungen stellen.


    Dann kommen die Zulieferer, die Baubranche, die Musikindustrie.......und so weiter...

    http://www.spiegel.de/wirtschaft/0,1518,590708,00.html

    Mit der Bankenkrise hat das wohl aber nichts zutun, GM ist anscheinend bankrott.

  2.  
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  3. #832
    Avatar von zappalot

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    Re: Die Börsen beben weltweit

    Zitat Zitat von Roah",p="655839
    da die Dummen andere sind
    das ist ja das schlimme, der beamte kriegt auch wenn er unlogisch, unproduktiv weil nach paragraf handelt sein lohn. die dummen sind die anderen, die nichtbeamten, die das teils gegen die eigene bevoelkerung gerichtete "tun" auch noch bezahlen muessen.

    es sagt ja niemand was gegen regeln. die muessen fraglos sein.

    nur wenn bei verschiedenen "regelungen" selbst die entscheidungtreffenden beamten zugeben muessen, dass ihre eigene verfuegung mit normalem menschenverstand nicht zu erklaeren ist und sie trotzdem durchsetzen dann ist das fuer mich eben nicht nur uncouragiert sondern dumm. durch diese blinde hoerigkeit die nicht hinterfragt wird wurden und werden terrorregime und diktaturen am leben erhalten. menschen die sich gegen eine erhoehte sicherheit im leben kaufen lassen. pfui!

  4. #833
    Avatar von Thaimax

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    Re: Die Börsen beben weltweit

    Zitat Zitat von Roah",p="655839
    Wir sind auf die Verfassung vereidigt - und wenns Dir hundertmal nicht passt es ist eben nach den "Papieren" zu handeln und basta. Wo kämen wir da hin wenn jeder täte was er wollte -. mich als dumm zu bezeichnen finde ich dumm -da die Dummen andere sind ... nicht wir Beamten....
    Klar sind die Dummen nicht die Beamten, die Dummen sind die, die dafür mit ihren Steuern bezahlen ;-D
    (war jetzt natürlich nicht so gemeint)

    In der Realität sieht es so aus, dass man in jedem Land mit wenig Korruption mit Beamten zu "kämpfen" hat. Solange mir kein unkorruptes Land gezeigt wird, in dem das besser funktioniert muss ich es für eine Art Ideallösung halten.

    Hier in Spanien ist der Bürokratismus mindestens genauso schlimm, wenn nicht sogar noch schlimmer. Der Vorteil für den Bürger ist jedoch, dass es hier an jeder Ecke eine sogenannte "Gestoria" gibt, also ein Dienstleistungsbüro, das für wenig Geld alle Behördenwege für den Bürger erledigt, das kostet so wenig, dass kein Bürger selbst zu irgendeinem Amt selber gehen muss. Sowohl für den Bürger, als auch für den Beamten eine enorme Erleichterung, weder Bürger, noch Beamten müssen sich über scheinbare Unproffesionalität ärgern und Jeder ist zufrieden und schont Nerven.

    Warum es sowas in Deutschland oder Österreich nicht gibt entzieht sich meiner Kenntniss, ich kenne die rechtlichen Rahmenbedingungen nicht um so ein Büro zu eröffnen, bzw. welche Voraussetzungen Jemand erfüllen muss um soetwas überhaupt eröffnen zu dürfen...

  5. #834
    KKC
    Avatar von KKC

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    Re: Die Börsen beben weltweit

    Thaimax, gute Idee.
    Was allerdings die breitflächige Unterstützung der Grossindustrie in Deu angeht:
    Da fehlt mir jedes Verständnis; aber die Kollegen Management haben aus der Bankenmisere schnell gelernt (hätte ich bei dieser Regierung auch).
    Was für die Banken möglich ist muss doch für andere grosse Firmen (Automobil, dann kommen die Zulieferer, die Elektro, die Werften, .. und kein Ende in Sicht) ebenso machbar sein.
    Der Staat zahlt (d.h. wir natürlich). Der Arbeitnehmer wird zur Kasse gebeten für Firmen, die zuvor die Arbeitsplätze ins Ausland verlagert haben.

    Das Ganze finde ich mittlerweile

  6. #835
    Avatar von Thaimax

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    Re: Die Börsen beben weltweit

    Zitat Zitat von KKC",p="655869
    Was für die Banken möglich ist muss doch für andere grosse Firmen (Automobil, dann kommen die Zulieferer, die Elektro, die Werften, .. und kein Ende in Sicht) ebenso machbar sein.
    Der Staat zahlt (d.h. wir natürlich). Der Arbeitnehmer wird zur Kasse gebeten für Firmen, die zuvor die Arbeitsplätze ins Ausland verlagert haben.
    Naja, eine win/win - Situation aus einer weltweiten (drohenden) Rezession ist nunmal nicht zu machen, schon gar nicht für ein Land, das exportorientierter nicht sein kann. Mehr als jetzt die "Basics" zu stützen ist sicherlich nicht drinnen, und dass kein Ende in Sicht ist wird wohl auch der Wahrheit entsprechen und die Unternehmen, die in der Kette weiter hinten stehen (wie die Zulieferer) sind dann sicherlich am stärksten Betroffen.

    Ich hätte aber nichtmal den Ansatz einer Idee wie man das effektiver bekämpfen könnte als mit Bürgschaften den "Basics" billigeres Geld für den Betriebserhalt zu beschaffen, also quasi Schadensbegrenzung zu betreiben. FalscheAuflagen zu fordern,etwa betreffend Arbeitsplatzsicherung, halte ich jedoch für falsch, die könnten dann die Bürgschaften geltend machen weil nicht tragbar, erst dann würde es dem Steuerzahler wirklich tatsächlich Geld kosten.....

  7. #836
    Paddy
    Avatar von Paddy

    Re: Die Börsen beben weltweit

    Sonntag, 16. November 2008

    Folgen der Finanzkrise
    KfW sieht rot

    Die KfW-Bankengruppe steckt einem Zeitungsbericht zufolge durch die internationale Finanzkrise tiefer in den roten Zahlen als bisher bekannt. Bei der staatseigenen Förderbank sei in den ersten neun Monaten ein bilanzieller Verlust von 1,8 Mrd. Euro aufgelaufen, berichtete das "Handelsblatt" unter Berufung auf Finanzkreise.

    "Ich kann die Zahlen weder bestätigen noch dementieren", sagte ein KfW-Sprecher dem Blatt. Die KfW will die Bilanzzahlen dem Bericht zufolge in den nächsten Tagen veröffentlichen.

    Während das operative Geschäft der KfW laut "Handelsblatt" unverändert stabil verlaufen sei, habe die Verschärfung der Finanzmarktkrise seit der Insolvenz von Lehman Brothers zu massiven Wertberichtigungen geführt. Vor allem die im vergangenen Jahr übernommenen Risiko-Wertpapiere der Mittelstandsbank IKB, die die KfW mittlerweile an den Finanzinvestor Lonestar verkauft hat, hätten enorm an Wert verloren, hieß es. Nach Angaben aus Finanzkreisen trügen allein diese Wertberichtigungen mit rund einer Milliarde Euro zum aktuellen Verlust der KfW bei.

    http://www.n-tv.de/1054386.html

  8. #837
    Paddy
    Avatar von Paddy

    Re: Die Börsen beben weltweit

    Sonntag, 16. November 2008

    Auch im Gefängnis wird verwöhnt

    Keine Krise bei der Mafia AG

    Die Welt stöhnt unter der Last der Finanz- und Wirtschaftskrise, Italiens "Top-Firma" aber verdient sich mehr denn eine goldene Nase. Tag für Tag nimmt die Mafia fast 250 Millionen Euro an erpressten Schutzgeldern ein, der Gesamtjahresumsatz des blühenden kriminellen Gewerbes hat stolze 130 Milliarden Euro erreicht. Damit ist reichlich Geld auf dem Tisch, um auch eingebuchteten Handlangern der schmutzigen Mafia-Geschäfte das Leben hinter Gittern zu versüßen.

    Im Gefängnis von Poggioreale in Neapel beispielsweise ist die Kaufkraft besonders hoch - jeder Häftling hat hier im Schnitt 312 Euro für Zigaretten, Leckereien oder Hygieneartikel in den Taschen. Und das ist doch immerhin das Fünffache dessen, was sein Kollege hinter den Gefängnismauern von Bergamo oder Monza ausgeben kann. Wieso? Neapels Camorra lässt ihre "Soldaten" eben nicht hängen.

    Die Kassen klingeln

    "Im ´Hotel Poggioreale´ zahlt die Mafia", bringt es die Turiner "La Stampa" auf einen Nenner und rechnet vor, dass die Häftlinge in Kampaniens größtem Gefängnis monatlich 632.000 Euro ausgeben. Dabei reicht das Geld für die Profiteure der kriminellen Wohlfahrt auch aus für die pikante Soße zur Pasta, wie sie die Gefängniskost natürlich nicht mitliefert, oder aber für ein duftendes Aftershave. Natürlich sind nicht alle 2000 Insassen Mafia-Leute, für die Ehefrauen und Schwestern die Scheine beim Besuch mitbringen. Auch der ganz "normale" Kriminelle kriegt noch etwas ab, wenn ein Camorra-Mann in seiner Zelle das Sagen hat. Er muss diesem nur wieder einen Gefallen tun. Eine Hand wäscht die andere, das gilt auch hinter Gittern.

    Für die Camorra und die sizilianische Cosa Nostra, für Kalabriens ´Ndrangheta und die apulische Sacra Corona Unita ist das Kleingeld. Denn das seit Jahren "größte Unternehmen Italiens" ist so organisiert und "diversifiziert", dass es auch boomt, wenn andere unter der Krise leiden. Die "Mafia AG" schwimmt in Zeiten knapper Kredite im Geld. Im lukrativen Drogengeschäft allein klingelt die Kasse so, wie anderswo selbst vor Weihnachten nicht mehr - Jahresumsatz 59 Milliarden Euro, wie Marco Venturi, Präsident der Händlervereinigung Confesercenti, jetzt vorrechnete. Im reinen "Handel", also ohne erpresste Gelder, kommen bei der Mafia jährlich 92 Milliarden Euro zusammen, und das sind etwa sechs Prozent des italienischen Bruttoinlandsproduktes.

    Krise könnte Mafia noch gefährlicher machen

    Gut sieht es auch für die "Unternehmenssparten" Produktfälschung, illegale Glücksspiele und Wetten aus. Die feste Verankerung im täglichen Leben - und das nicht nur in Süditalien - bleibt indessen "il pizzo" - das Schutzgeld. Das wollten Camorra-Kassierer ausgerechnet auch den Organisatoren eines Anti-Mafia-Konzertes bei Neapel abknöpfen, das jüngst zur letzten Bühne der an einem Herzinfarkt gestorbenen südafrikanischen Sängerin Miriam Makeba werden sollte.

    Zehn Millionen Euro pro Stunde, in jeder Minute 160.000 - das rechneten die Mafia-Gegner aus: In Palermo auf Sizilien zahlt der Händler 200 bis 500 Euro im Monat, damit er unbehelligt arbeiten kann. Die Camorra in Neapel macht es da billiger - "nur" 100 bis 200 Euro als "pizzo". 180.000 Betriebe und Firmen stehen auf der Liste der Kassierer, darunter Nachtclubs und sogar Beerdigungsunternehmen. Und wenn in Zeiten der Rezession das Geld fehlt, dann kann die Mafia die Kredite geben. Die Krise könnte die Mafia nur noch gefährlicher machen.
    Hanns-Jochen Kaffsack, dpa

    http://www.n-tv.de/1054223.html

    Alles Familie

  9. #838
    Paddy
    Avatar von Paddy

    Re: Die Börsen beben weltweit

    Montag, 17. November 2008

    Mit VW-Aktien verzockt
    Böses Erwachen für Merckle

    Der Pharma-Unternehmer Adolf Merckle hat sich wohl massiv mit Volkswagen-Aktien verspekuliert. Der "Financial Times" zufolge hat der 74-Jährige Ratiopharm-Eigentümer einen hohen dreistelligen Millionenbetrag verloren, als er auf fallende Kurse der VW-Aktie setzte und während der Turbulenzen der vergangenen Wochen auf dem falschen Fuß erwischt wurde.

    Die "Frankfurter Allgemeine Zeitung" berichtete, Merckle habe im Oktober mit VW- und anderen Dax-Papieren [highlight=yellow:65cef1af1f]rund eine Milliarde Euro verloren. Nun verhandelt Merckle laut "FT" mit einer Gruppe von fast 40 Banken über einen Überbrückungskredit.[/highlight:65cef1af1f]

    Die Verluste könnten der Hintergrund für Spekulationen sein, dass sich Merckle von dem Generika-Hersteller Ratiopharm trennen wolle. Angesprochen auf die Kreditverhandlungen sagte Merckles Sohn Ludwig dem "Handelsblatt": "Wir versuchen, das alles in die richtige Bahn zu bekommen." Der "FAZ" sagte er: "Wir stehen mit den Banken in Verhandlungen zur Stabilisierung der Situation. Diese Verhandlungen sind weit fortgeschritten."

    Ludwig Merckle führt die VEM Vermögensverwaltung, eine von mehreren [highlight=yellow:65cef1af1f]Holdings, in denen Merckle seine Beteiligungen unter anderem am Baustoffkonzern HeidelbergCement gebündelt hat. HeidelbergCement ist selbst mit mehr als zwölf Mrd. Euro verschuldet[/highlight:65cef1af1f]; Analysten und Ratingagenturen fordern die Zufuhr von Eigenkapital. Dabei könnte Mehrheitsaktionär Merckle ein Verkauf von Ratiopharm helfen, war in den vergangenen Tagen spekuliert worden. Eine Veräußerung des schwäbischen Unternehmens, die Merckle wiederholt ausgeschlossen hat, könnte fünf Milliarden Euro einbringen, gilt aber in der Wirtschaftskrise als schwierig.

    Die VW-Aktie war innerhalb weniger Tage von gut 200 auf mehr als 1000 Euro nach oben geschossen, nachdem bekanntgeworden war, dass durch Käufe und Optionen von VW-Großaktionär Porsche weit weniger Aktien des Wolfsburger Autobauers auf dem Markt sind als gedacht. Die Kur5explosion hatte die Manager von Indexfonds ebenso unter Zugzwang gebracht wie Leerverkäufer, die sinkende Kurse erwartet hatten.

    http://www.n-tv.de/1054438.html

    Und die Banken holen sich diese Summe wo???

    Warum können stinkreiche Leute eigentlich den Hals nie voll kriegen?

    Edit: Gerade auf N-TV ein Interview mit einem Börsianer zur Staatshilfe für Opel gesehen. Alles Forderungen der Partei die LINKE.

  10. #839
    Paddy
    Avatar von Paddy

    Re: Die Börsen beben weltweit

    Donnerstag, 13. November 2008

    Verfluchter Kapitalismus
    Krise beflügelt Marxisten

    Die internationale Finanzkrise ist zur Sternstunde der Kapitalismuskritiker geworden. Frankreichs Staatspräsident Nicolas Sarkozy fordert eine "Neugründung des Kapitalismus" und den Abschied von der "Diktatur der Märkte". Der Ex-Neokonservative Francis Fukuyama meint, "das amerikanische Modell ist zu Ende". Der linke US-Sprachphilosoph Noam Chomsky sieht die "antidemokratische Natur" des Kapitalismus entlarvt.

    Marxisten wie der Sozialphilosoph Werner Seppmann "ahnen" schon "das mögliche Ende des Kapitalismus". Schriftsteller wie Kathrin Röggla verwiesen auf den ausbeuterischen Charakter des Kapitalismus: die neoliberale Lehre sei ein "Phantom". Es sei "naiv und unverantwortlich" zu glauben, dass eine Liberalisierung aller Märkte zum "Sieg des Guten" führe, warnt auch der Münchner Erzbischof Reinhard Marx. Der Berliner Verlag Karl Diez Verlag frohlockt über einen Boom für Karl Marx-Bücher. Umfragen in Frankreich und in den neuen Bundesländern zeigen, dass dort die Mehrheit der Bürger nicht mehr an das "kapitalistische System" glauben.

    "Fehler" in der Einschätzung der Welt

    Emotionaler Höhepunkt für jene, die den "Cowboy-Kapitalismus" (Fukuyama) verurteilen, war der Canossagang des als "größten Zentralbankers aller Zeiten" gerühmten Ex-US-Notenbankchefs Alan Greenspan. "Der Kapitalismus funktioniert nicht. Es gab eine Korruption des Systems", gestand er kleinlaut vor dem Senatsausschuss des US-Kongresses. Während er früher in seinen mit 100.000 Dollar honorierten Vorträgen die Wohltaten deregulierter Märkte pries, versucht er nun für die gleiche Summe zu erläutern, warum es zum größten Bankencrash seit der Weltwirtschaftskrise 1929 kommen konnte. Und warum er "Fehler" in der Einschätzung der Welt gemacht hat.

    Greenspan war der wichtigste Vertreter einer Finanzpolitik, die in den 80er Jahren von Präsident Ronald Reagan angestoßen worden war. Gemäß neoliberalen und neokonservativen Ideen leitete Reagan in den 80er Jahren einen Abbau des Staatsanteils ein, reduzierte Steuern und Sozialausgaben, befreite Märkte von Regulierungen und vertraute der Kraft und den Selbstheilungskräften der Wirtschaft. Auch der Demokrat Bill Clinton und erst recht George W. Bush setzten als Präsidenten diese Politik grundsätzlich fort.

    Verlust der "wirtschaftlichen Vernunft"

    Greenspan gab als Fed-Chef mit niedrigen Zinsen Rückendeckung. Über zwei Jahrzehnte lang erlebten die USA und fast die ganze Welt einen wirtschaftlichen Aufschwung ungeahnten Ausmaßes, geschmälert nur von Konjunktureinbrüchen sowie vom Platzen der "Internet-Blase" und der Bankenkrise in Japan und Südkorea. Nun steht die Welt vor der größten Wirtschaftskrise seit Jahrzehnten: Greenspan klagte über den Verlust der "wirtschaftlichen Vernunft".

    Das muss man nicht so sehen: die Millionen US-Bürger, die sich viel zu teure Häuser kauften, profitierten von niedrigen Zinsen und hofften, dass die Immobilienpreise weiter unermesslich steigen würden - und damit die auf Schulden finanzierten Objekte sogar noch Gewinne abwerfen würden. Die früher halbstaatlichen - und inzwischen in Regierungshand befindlichen - Immobilien-Finanzriesen Fannie Mae und Freddie Mac sowie Privatbanken "drängten den Leuten Geld für Häuser geradezu auf, die Solvenz wurde kaum überprüft", wie Maklerin Margaret Sperling in Phoenix sagt.

    Gigantische Anlagenwerte ohne Substanz

    Und die Manager der Finanzinstitute, von Anlegern zu immer höheren Renditen getrieben, veranstalteten ein globales Spekulations-Feuerwerk, von dem zunächst alle profitierten - allen voran die Banken-Spitzenleute mit Phantasie-Prämien von mehr als 100 Millionen Dollar. Allerdings scherten sich viele nicht darum, was aus Anlagen und Kredit-Geschäften langfristig werden würde. So entstanden gigantische Anlagenwerte ohne Substanz, die vom US-Milliardär Warren Buffett als "Finanzwaffen der Massenvernichtung" gegeißelt wurden. Nun steht die Welt vor einem wirtschaftlichen Scherbenhaufen, viele rufen nach dem Staat und nach Systemänderungen.

    Es gibt allerdings auch viele Warnungen vor einer Verteufelung des marktwirtschaftlichen Systems, dessen Kern die Freiheit von Unternehmern, Anlegern und Konsumenten ist. Viele Politiker und Experten sehen in der Krise einen notwendigen Strukturwandel, den der große Ökonom Josef Schumpeter als "schöpferische Zerstörung" innerhalb des Systems bezeichnete.

    Wie viel Luft braucht der Markt?

    Seit fast 400 Jahren hat der Kapitalismus aus Sicht seiner Verteidiger trotz aller Verwerfungen einen unvorstellbaren Reichtum für die Völker gebracht - wenngleich soziale Ungleichheit, die es immer gegeben hat, damit nicht beseitigt wurde. Das risikoreiche Streben nach Gewinn und das freie Unternehmertum seien aber die Wurzel von Fortschritt und Wachstum, die allein Wohlstand für alle ermögliche. "Zyklen von Boom und Crash, von Größenwahn und Panik gehören zum Betriebssystem des Kapitalismus", meinte der Schriftsteller Hans Magnus Enzensberger im "Spiegel". Das System habe "einen in der Menschheitsgeschichte nie dagewesenen Wohlstand hervorgebracht".

    Zweifellos tragen bei dieser Krise des Kapitalismus das Risiko weniger die Verantwortlichen in den Chefetagen der Banken und die Macher an der Wall Street, sondern zunächst einmal der Steuerzahler, mit dessen Geld die Regierungen massiv eingreifen. Und die Millionen Arbeitnehmer, die schon entlassen sind und noch entlassen werden - strittig bleibt die Frage, welches Wirtschaftskonzept ihnen am ehesten wieder hilft.

    Nach dem unbestrittenen Desaster aller sozialistischen Planwirtschaften im vergangenen Jahrhundert scheint es nur um die Frage zu gehen, wie viel Luft der Markt braucht: viel Freiheit, wie die anglo-amerikanische Welt glaubt, oder mehr Staat, wie viele in Europa befürworten. Alle Versuche der Geschichte, den Kapitalismus zu beseitigen, hätten die Gesellschaft nicht gerechter und die Menschen nicht moralischer gemacht, betonte der Wirtschaftswissenschaftler Bert Rürup kürzlich. "Der Kapitalismus wird gestärkt aus der Krise hervorkommen", meint Wirtschafts-Professor Jagdish Bhagwati (Columbia-Universität). "Es gibt keine Alternative zum Kapitalismus", erklärte auch der Kleinkredit-Banker und Friedensnobelpreisträger Muhammad Yunus jüngst.

    Laszlo Trankovits, dpa

    Quelle: http://www.n-tv.de/1052309.html

    Wobei Muhammad Yunus auch weiss, wie man den Kapitalismus im positivem Sinne einsetzt.

  11. #840
    Avatar von DisainaM

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    Re: Die Börsen beben weltweit

    eine beruhigung der Märkte würde vorraussetzen,
    dass die USA stabile Verhältnisse bekommen,

    doch momentan formiert sich ein neuer Wiederstand gegen Obama,
    dessen Geburtsurkunde angeblich gefälscht sein soll, und er deshalb nur aufgrund von Manipulation die amerikanische Staatsbürgerschaft hat.

    Frei nach dem Motto,
    Obama, doch nur ein ......ianer, bz. Kenjianer

    kämpft USA Today

    http://www.wethepeoplefoundation.org...A-TODAY-ad.htm

    nur eine Ami, kann Präsident der Amis sein

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