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Der Tod

Erstellt von Wuschel, 24.08.2013, 16:46 Uhr · 512 Antworten · 25.095 Aufrufe

  1. #351
    Tramaico
    Avatar von Tramaico
    Yoh, objektiv gesehen ist der Tod weitaus verlaesslicher und berechenbarer als das Leben.

    Dass, was ihm somit den schlechten Ruf gibt und die eigentliche Furcht ausloest ist sicherlich neben der Furcht vor moeglichem Leid/Schmerz beim Sterbeprozess, die Endgueltigkeit. Wobei sich doch viele Menschen ihr ganzes Dasein vor endgueltigen Entscheidungen zu druecken versuchen und immer ein Hintertuerchen brauchen, das ihnen eine Umkehr ermoeglicht.

    Siehe somit auch die selbst erklaerten "Auswanderer", die eigentlich gar nicht auswandern, weil sie ihr Herz im sicheren heimischen Nest zuruecklassen. Man weiss ja nie.

    Nur eben scheisse, dass das Leben eine Einbahnstrasse ist. Daran koennen dann auch wunderliche Voodoo-Praktiken nichts aendern.

    Was bleibt objektiv gesehen unter dem Strich? Nun ja, Einsicht. Es ist wie es ist und es ist gut so wie es ist, weil eben nicht aenderbar.

    Entsetztes Geschrei? Meinetwegen, doch das aendert auch nichts daran wie es ist. Genausowenig wie gezielte Realitaetsverweigerung in Vogelstrauss Manier.

    Worte der Resignation, des Fatalismusses? Mitnichten, lediglich Einsicht. Eine reine Sache des Verstandes, der immer unser Hirte sein sollte. Zumindest, bis uns Gevatter Tod letztendlich scheidet. Nicht der Tod ist Leid. Das Leben ist es, aber auch nur dann wenn man dies zulaesst. Um dies zu erkennen muss ich mir noch nicht einmal die Beine zusammenknoten und Raeucherstaebchen entfachen. Ist doch logisch.

  2.  
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  3. #352
    Avatar von rolf2

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    Zitat Zitat von Tramaico Beitrag anzeigen

    Siehe somit auch die selbst erklaerten "Auswanderer", die eigentlich gar nicht auswandern, weil sie ihr Herz im sicheren heimischen Nest zuruecklassen. Man weiss ja nie.

    Das Leben endet mit dem Tod, das ist richtig und unausweichlich.

    Das Leben als Auswanderer jedoch kann zu Erfahrungen führen die sich mit den zuvor erhofften Erwartungen und Vorstellungen nicht deckt, insofern ist eine alles oder nichts Vorgehensweise nicht unbedingt ratsam.

    Das Gleiche gilt für eine Ehe oder ein Angestelltenverhältnis in einer zunächst als hervorragend eingeschätzten Situation.

    Mit anderen Worten das Leben an sich erfordert Anpassungen und Veränderungen, endet jedoch unabwendbar mit dem Tod.

  4. #353
    Avatar von Wuschel

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    983
    Zitat Zitat von Tramaico Beitrag anzeigen
    Nur eben scheisse, dass das Leben eine Einbahnstrasse ist. Daran koennen dann auch wunderliche Voodoo-Praktiken nichts aendern.
    Voodoo-Praktiken, wie du sie nennst und andere Möglichkeiten unser Bewusstsein kennen zu lernen, zu was es fähig ist und wohin die Reise einmal geht, beweisen schon für einen großen Teil der Menschen, dass unser herrliches Leben mitnichten eine Einbahstraße ist. Ich bin ganz schön verwundert wie hier über etwas gemutmaßt wird, obwohl ihr anscheinen Null Erfahrungen mit Bewusstseinserweiterungen habt. Noch komischer finde ich, dass euch gar nicht zu interessieren scheint, zu was IHR fähig seid. Nicht die materielle Welt in der ihr lebt ist der Höhepunkt, dafür lege ich meine Hand ins Feuer.

    Zitat Zitat von Tramaico Beitrag anzeigen
    Was bleibt objektiv gesehen unter dem Strich? Nun ja, Einsicht. Es ist wie es ist und es ist gut so wie es ist, weil eben nicht aenderbar.
    Ohne Erfahrungen kann man leider eine solche Einsicht nicht haben, schon gar nicht ist es möglich zu sagen; "es ist wie es ist".

    Zitat Zitat von Tramaico Beitrag anzeigen
    Eine reine Sache des Verstandes, der immer unser Hirte sein sollte.
    Der Verstand ist eben nicht noch lange nicht alles.

    Zitat Zitat von Tramaico Beitrag anzeigen
    Zumindest, bis uns Gevatter Tod letztendlich scheidet. Nicht der Tod ist Leid. Das Leben ist es, aber auch nur dann wenn man dies zulaesst. Um dies zu erkennen muss ich mir noch nicht einmal die Beine zusammenknoten und Raeucherstaebchen entfachen. Ist doch logisch.
    Um zu erkennen musst du erstmal entsprechende Erfahrungen machen, Erfahrungen vor denen so viele sich vielleicht fürchten, weil sie dann zugeben müssen, dass es eben doch viel mehr gibt als sie sich bisher hätten vorstellen können!?

    Zum Glück gibt es Forscher und Ärzte vom Fach, die sich trauen und die Zuklunft wird glücklicherweise zeigen wo der barthel den most holt.

  5. #354
    Tramaico
    Avatar von Tramaico
    BewusstseinsERWEITERUNG ist das, was ich als Halluzinationen bezeichne z. B. basierend auf Furcht, das schnoedes Leben mit schoedem Tod einfach enden wird.

    Nein, ich habe keinerlei Furcht vor irgendetwas und somit muss ich mich auch nicht mit parapsychologischer Mystik auseinandersetzen, der fuer erwaehnte Hokuspokus. Gut Bewusstseinveraenderungen oder nennen wir es besser Bewusstseinverzerrungen kann man sicherlich mit entsprechenden Substanzen und/oder auch Techniker herbeifuehren, wobei ich aber meine Zweifel habe ob das ueberhaupt sinnvoll ist. Kann sogar meiner Ansicht nach aeusserst kontraproduktiv sein, weil gegebenenfalls keine Erweiterung sondern lediglich gezielt Paranoia und Phobien gezielt herbeigefuehrt werden, die unter dem Strich doch letztendlich eines sind, naemlich eine verzerrte Realtitaetswahrnehmung.

    Fuer mich gibt es einfach nicht Hoeheres als den klaren Verstand, waehrend Mystik aus dieser Sicht betrachtet nichts als spekulativer Hokuspokus ist. Nein, nichts ist existent was nicht widerlegbar ist sondern nichts ist existent was nicht klar belegbar ist. Du siehst, wir betrachten die Sache aus sehr unterschiedlichen Blickwinkeln.

    Ich bin zu meiner Philosophie durch rein eigene Erfahrungen und Schlussfolgerungen gekommen, das heisst, sie hat sich im Laufe von 52 Jahren auf dieser Basis entwickelt und ist somit mit Hypothesen, Glauben oder Berichten von tranceartigen Erlebnissen, egal wie oder durch was herbeigefuehrt, nicht zum Wanken zu bringen. Da muss dann schon ganz klar Butter bei die Fische, anstatt es koennte doch sein, dass... (= reine Hypothese, die oftmals sogar jeglicher Logik entbehrt).

    Gerade jetzt vor kurzem habe ich mich wieder bedingt durch ein aktuelles Ereignis mit der Thematik auseinandergesetzt. Vor kurzem ist ja der hoechste buddhistische Patriarch Thailands verschieden. An einer schnoeden Blutvergiftung im reifen Alter von 100 Jahren. Dieser in der Tat Respekt verdienende Mensch, eigenartigerweise in der Presse als His Holiness bezeichnet, hat sein gesamtes Leben, so um die 80 Jahre, der Spiritualitaet gewidmet. Ein absoluter Grossmeister der Vinpassana Meditation, die ja zur vollkommenen Einsicht ausserhalb des realen Bewusstseins fuehren soll bis hin zum Ausbruch aus der natuerlichen Normalitaet (Erreichen des Nirvanas), was angeblich nur mittels einer erweiterten Wahrnehmugn moeglich sein soll.

    Hier habe ich meine Zweifel. Warum? Nun ja, besagter Grossmeister scheidet aus dem Leben durch eine schnoede Blutvergiftung, wie auch der urspruengliche Buddha an einer Lebensmittelvergiftung verschieden sein soll (Thomas meinte einmal an anderer Stelle, dass dies nicht erwiesen sei, waehrend es aber sehr wohl im aktuellen klar Fall erwiesen ist).

    His Holiness (ein Ausdruck, der mich im Hinblick auf mein Verstaendnis der buddhisten Lehre sehr irritiert) scheidet nach einem erfuellten Leben auf Grund sehr irdischer Ursachen aus diesem. Buddhisten trauern immens um ihn. Trauer ist ein Equivalent von Leid, das es aber durch Aufgabe von Anhaftung zu vermeiden gilt.

    Ein simples gedankliches Konstrukt meinerseits, rein basierend durch meinen eigenen lediglich wassergestaerkten Verstand. Ohne ein angeblich erweiteretes Bewusstsein, durch was auch immer. Mystik wird auf dieser Basis fuer mich absolut fragwuerdig. Nur durch insives Praktizieren der Vinpassana Meditation sei angeblich eine in's Nirvana fuehrende Bewusstseinserweiterung zu erreichen. Einsicht, die durch den simplen klaren Verstand nicht realisierbar sein soll. Dennoch Tod durch Blutvergiftung. Wie kann das sein? Simple Natur schlaegt hoechste Spiritualitaet. Wie passt das zusammen? Fuer mich nicht und somit halte ich dann Bewusstseinserweiterung, die den klaren Verstand uebersteigen soll fuer unrealistisch.

    Viren und Bakterien gehen als Sieger hervor, weil selbst der geschickteste Schuster eben letztendlich doch nur bei den gegebenen Leisten bleibt. Wunder und Mystik gehoeren somit fuer mich in die Maerchenwelt und nicht in eine Art Pseudo-Wissenschaft, mit der Scharlatane aus einem simplen Spaten versuchen eine Art heiligen Gral zu formen, was natuerlich vom aengstlichen Menschlein mit grosser Hoffnung aufgenommen wird. Hoffnung darauf, dass es nicht so ist wie es ist und nicht sein darf, weil saemtliche Hoffnung erloeschen wuerde.

    Das Hoffnung jedoch ein voellig unnuetzes Unterfangen ist, das sehr leicht in Enttaeuschung und Leid enden kann, sagt mir aber wiederum mein klarer Verstand und diesen mit LSD oder Hypentilation oder was auch immer vernebeln zu wollen kann nur ein Baerendienst sein und nur zu einem fuehren. Geistigen Zombies.

  6. #355
    Tramaico
    Avatar von Tramaico
    Zitat Zitat von Wuschel Beitrag anzeigen
    Voodoo-Praktiken, wie du sie nennst und andere Möglichkeiten unser Bewusstsein kennen zu lernen, zu was es fähig ist und wohin die Reise einmal geht, beweisen schon für einen großen Teil der Menschen, dass unser herrliches Leben mitnichten eine Einbahstraße ist.
    Hypothese.

    Ohne Erfahrungen kann man leider eine solche Einsicht nicht haben, schon gar nicht ist es möglich zu sagen; "es ist wie es ist".
    Hypothese.

    Der Verstand ist eben nicht noch lange nicht alles.
    Hypothese.


    ...Erfahrungen vor denen so viele sich vielleicht fürchten, weil sie dann zugeben müssen, dass es eben doch viel mehr gibt als sie sich bisher hätten vorstellen können!?
    Hypothese.

    Zum Glück gibt es Forscher und Ärzte vom Fach, die sich trauen und die Zuklunft wird glücklicherweise zeigen wo der barthel den most holt.
    Es gibt der Scharlatane und ehrfuerchtiger Juenger viele. Viel zu viele, meiner Ansicht nach.

  7. #356
    Tramaico
    Avatar von Tramaico
    Zitat Zitat von rolf2 Beitrag anzeigen
    ...erhofften Erwartungen und Vorstellungen..
    Schlechte Hirten. Der klare Verstand sollte immer leiten. Dieser baut nicht auf Erwartungen und Vorstellungen sondern waegt die Fuer und Wider gegeneinander ab und kommt auf dieser Basis dann zu rationalen Schlussfolgerungen.

    Entscheidungen werden begruendbar, weil sie nicht mehr rein auf Emotionen beruhen.

    Ups, der Stoiker bricht wieder in mir durch.

  8. #357
    Avatar von Wuschel

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    983
    Lieber Tramaico,
    siehs doch mal so...der Mann war 100 Jahre alt und es war Zeit zu gehen.
    Sterben, und der Übergang in den herrlichen Tod soll sicherlich auch bei den Buddhisten auf natürlichm Weg, wie hier passieren. War doch alles fein. Kein Grund an etwas zu zweifeln.

    Wenn meine Erfahrungen nur aus Berichten - über Bewusstseinserweiterungen - zustande gekommen wären, wie das bei dir der Fall wohl ist, das wäre mir zu wenig, um dann zu urteilen. Aber gut, du hast ja recht mit dem, wenn du sagst; wir betrachten das Geschehen aus ganz verschiedenen Blickwinkeln.

    Belegbar ist für mich zuerst was ich selbst gefühlt, gesehen und erlebt habe. Es heißt nicht umsonst Bewusstseinserweiterung und nicht Nakotisierung oder Bewusstseinsstörung.

    Ich fühle mich auch gar nicht als ängstlicher MEnsch, der sich an etwas klammern muss...was mir die Leut erzählen oder so.

    Ich habe es selbst erlebt.

  9. #358
    Tramaico
    Avatar von Tramaico
    Zitat Zitat von Wuschel Beitrag anzeigen
    Lieber Tramaico,
    siehs doch mal so...der Mann war 100 Jahre alt und es war Zeit zu gehen.
    Sterben, und der Übergang in den herrlichen Tod soll sicherlich auch bei den Buddhisten auf natürlichm Weg, wie hier passieren. War doch alles fein. Kein Grund an etwas zu zweifeln.
    Sollte man von einem "Heiligen" nicht erwarten, dass er sich einfach niedersetzt und aus eigener Entscheidung im meditativen Sitz stirbt, weil seine Zeit gekommen ist und nicht in einem Krankenhaus, nachdem die Medizin an ihre Grenzen gekommen ist. Komplikationen nach einer Operation. Sorry, nicht sehr mystisch. Sollte ein erweitertes Bewusstsein nicht zu ausserordentlichen Faehigkeiten verhelfen, wie z. B. einfach die Atmung einzustellen bis Gevatter Tod einen friedvoll in seine Arme nimmt?

    Bin ich vielleicht diesbezueglich zu poetisch, lieber Wuschel?

    Ich habe es selbst erlebt.
    Eine Halluzination ist fuer den Erlebenden auch ein reales Erlebnis obwohl real gesehen natuerlich nur ein scheinbares.

  10. #359
    Avatar von Apro

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    Es ist einfach herrlich, in diesem Thread mitzulesen.

    Scheinbar wart ihr alle schon einmal tot.

  11. #360
    Avatar von Joerg_N

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    Nur zum Schein

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