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Der Tod

Erstellt von Wuschel, 24.08.2013, 16:46 Uhr · 512 Antworten · 25.063 Aufrufe

  1. #251
    Tramaico
    Avatar von Tramaico
    Hm, darum verwendete ich ja auch das Adjektiv "platonisch". Na ja, vielleicht ist es tatsaechlich fuer manche ausreichend nur geistig auf's Kreuz zu legen. Spart sicherlich enorm an Kleingeld. Auch in Sachen Fluegen nach Thailand. Virtuelle Soi Cowboy. Cool.

    Der Bill hat ja mal sogar gesagt, dass es sich noch nicht einmal beim Fellatio um 5ex handeln wuerde und dann kommst Du mit Bewusstseins-5ex. Der scheint auch noch nicht einmal im Vatikan zu funktionieren und da gehoert doch Geistigkeit oder war es Geistlichkeit oder Geislichkeit sogar zum Berufsbild.

    Ich versuche es mal heute nacht. Mache 'ne Geistnummer und frage dann anschliessend meine Frau wie es war. Win/win, weil auch das Bettlaken nicht volgesaut ist.

    Andererseits, da war doch was vor 2013 Jahren und es ist sogar zur Schwangerschaft gekommen. Ja, jetzt bin ich auch "confused" und weiss bald auch nicht mehr woran ich bin. Das Umfeld ist so, so, so... geistig erdrueckend und wie haben keinen Feigenbaum im Garten. Ob wohl auch Papaya geht oder besser noch Gummibaum, wenn es schon um Psycho-Koitus geht.

  2.  
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  3. #252
    Tramaico
    Avatar von Tramaico
    Zitat Zitat von Phommel Beitrag anzeigen
    Eben deshalb die Wiedergeburten um wiedermal etwas Abwechslung von der nie enden wollenden Harmonie zu bekommen.
    Axo, Du bist erleuchtet, Stefan. Warum hast Du das nicht gleich erwaehnt? Jetzt ist natuerlich alles klar und verstaendlich.

    Wann geht es los mit dem Sutta-Schreiben? Aber bitte nicht in Schweizerdeutsch.

  4. #253
    Avatar von Hermann2

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    Zitat Zitat von x-pat Beitrag anzeigen
    Das dürfte vielleicht daran liegen, dass du die "Doktrien" (Doktrinen) nicht kennst. Brauchst du aber auch nicht, denn du bist ja gar kein Buddhist, sondern Stoiker. Ein Stoiker der sich als Buddhist ausgibt, weil er in Siam statt in der römischen Kolonie Germania Interior weilt. Qualis rex, talis grex. Errare humanum est. Aber es wäre vielleicht von Vorteil, den Irrtum zu beheben. Es reicht nicht aus sich vom Leid befreien zu wollen. Das wollen viele, Buddhisten, Jains, Hindus, Stoiker, Hedonisten... Bene docet, qui bene distinguit.
    Ich glaube, daß ich hier einige Texte als Nichtgschudierter nicht verinnerlichen konnte!
    Wäre es eventunnel möglich, zukünftig für Nichtgscheidhaferl die deutschen Übersetzungen in Klammer anzufügen?
    Vielen Dank!

  5. #254
    Avatar von x-pat

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    7.208
    Zitat Zitat von Tramaico Beitrag anzeigen
    Thomas, siehst Du Dich als Buddhisten?
    Quasi-Buddhist. Philosophische Übereinstimmung ~90%. Ritualistisch und exoterisch ~0%. Es gibt einige philosophische Punkte mit denen ich hadere.

    Zitat Zitat von Tramaico Beitrag anzeigen
    Ausserdem, was hat denn gemaess den Experten die buddhistische Lehre fuer einen Zweck, speziell weil es ja anscheinend nicht ausreichen soll, sich vom Leid zu befreien?
    Alle Erlösungslehren haben das Ziel den Menschen vom Leid zu befreien. Was beim Buddhismus speziell ist, ist die Analyse des Leids und die der Analyse entsprechende Methode zur Überwindung desselben. Sprich die vier noblen Weisheiten und der achtfache Pfad bzw. die weiterführenden Doktrinen wie z.B. die der bedingten Entstehung.

    Zitat Zitat von Tramaico Beitrag anzeigen
    Vielleicht sollten wir erst einmal die Zielstellung definieren und dann eroetern, ob fuer deren Realisierung Dokrinen tatsaechlich zwingend erforderlich sind.
    Das erübrigt sich bereits aus dem im letzten Absatz gesagten.

    Cheers, X-pat

  6. #255
    Tramaico
    Avatar von Tramaico
    Zitat Zitat von x-pat Beitrag anzeigen
    ...wie z.B. die der bedingten Entstehung.

    Cheers, X-pat
    Lediglich im Leben eines Menschen oder darueber hinausgehend? Wie siehst Du es, was ist fuer Dich schluessig, voellig unabhaenig davon, was in irgendwelchen Suttas steht? Ist Wiedergeburt nach dem physischen Tod fuer Dich exoterisch oder realistisch? Hier ist ansich der wesentlichste Knackepunkt aus meiner Sicht. Mit allen anderen Weisheiten und Pfaden kann sogar ich im Grunde problemlos leben ohne diese jetzt durch gezieltes Studium zu verinnerlichen. Irgendwie verstehen diese sich fuer einen Buddhisten ganz von selbst, so dass es somit praktisch schon von selbst zu Uebereinstimungen kommen muss.

    Die fehlenden 10% philosophische Uebereinstimmung locken mich natuerlich und somit interessiert mich nicht wirklich was der Buddha vor 2550 Jahren gesagt haben koennte sondern wie Du die Dinge heute im Jahr 2013 siehst, da ich leider die Thematik nicht mit Herrn Siddahartha Gautama hier im Forum diskutieren kann.

  7. #256
    Avatar von waltee

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    Ich hab's mehr mit den Lehren des Don Juan.

    Von beiden.

  8. #257
    Avatar von Yogi

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    Zitat Zitat von waltee Beitrag anzeigen
    Ich hab's mehr mit den Lehren des Don Juan.

    Von beiden.
    Den Herrn Marquise de Sade magst du nicht?

  9. #258
    Avatar von x-pat

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    Zitat Zitat von Tramaico Beitrag anzeigen
    Lediglich im Leben eines Menschen oder darueber hinausgehend? Wie siehst Du es, was ist fuer Dich schluessig, voellig unabhaenig davon, was in irgendwelchen Suttas steht? Ist Wiedergeburt nach dem physischen Tod fuer Dich exoterisch oder realistisch?
    Die fuer mich plausibelste Erklaerung ist das das Leben eine Bewusstseinsepisode ist, die wahrscheinlich von weiteren Episoden gefolgt wird. Dem zugrunde liegt, dass mir der Physikalismus absurd erscheint und ich damit eine reduktionistische Erklaerung des Bewusstseins ablehne.

    Die fehlenden 10% philosophische Uebereinstimmung locken mich natuerlich und somit interessiert mich nicht wirklich was der Buddha vor 2550 Jahren gesagt haben koennte sondern wie Du die Dinge heute im Jahr 2013 siehst
    Das dreht sich um die Begriffe des Anatman und Nirvana, sowie auch die relativ undiffernzierte Verwendung des Begriffs citta in den Suttas. Citta kann in meinem Verstaendnis nicht vollkommen der phaenomenalen Welt zugerechnet werden, denn daraus ergaebe sich ein Paradox auf das die Frage "wer oder was erlebt Nirvana" hinweist.

    Cheers, X-pat

  10. #259
    Tramaico
    Avatar von Tramaico
    Zitat Zitat von x-pat Beitrag anzeigen
    Die fuer mich plausibelste Erklaerung ist das das Leben eine Bewusstseinsepisode ist, die wahrscheinlich von weiteren Episoden gefolgt wird. Dem zugrunde liegt, dass mir der Physikalismus absurd erscheint und ich damit eine reduktionistische Erklaerung des Bewusstseins ablehne.
    Physikalismus = In der Tat bizarr, worueber Menschen sich einen Kopp machen koennen'

    Gehe konform, dass das Leben eine nur kurze und ansich in Anbetracht der Zeitspanne ohne jegliche Bedeutung ist. Der einzige Aspekt ist, dass man, wenn man schon mal geboren wurde, empfehlenswerterweise das Beste aus diesem Umstand herausholt, naemlich eine Bewusstseinsperiode der Zufriedenheit, bis diese Bewusstseinsperiode zwangslaeufig erlischt. Andernfalls haette wir den Umstand, sich ueber eine verlorene Partie Mensch-aerger-Dich-nicht die gesamte Bewusstseinsperiode aufzuregen.

    Unter dem Strich doch nur ein kurzes und vergaengliches Spiel, warum sich hierueber graue Haare wachsen lassen? Und genau in diesem Bezug hilft zumindest mir die Basisphilosophie der buddhistischen Lehre weiter. Du hast mal erwaehnt, dass Du es als offensichtlich sehr emotionsgepraegter Mensch fuer unmoeglich haelst, sich im Leben von schwankenden Emotionen zu loesen und einen permanenten Zustand der Ausgeglichenheit zu erreichen. Gebe zu, ein harter Brocken, unzweifelhaft, an dem auch der Begruender der buddhisten Lehre erheblich zu knabbern hatte, dann aber anscheinend meisterte. Was waere sonst das tatsaechliche Ergebnis der Feigenbaum-Session gewesen. Das Begehr die Menschen zu erloesen, indem ich ihnen Verhaltensmodi predige, die ihnen zum Glueck verhelfen und Erloesung bringen?

    Diese Nummer gibt es ja praktisch bereits in den Religionen und hat der Buddha nicht damit gehadert? Sein Fazit fuer mich: "Hey, macht Euch keinen Kopp, seid zufrieden, alles ist temporaer und auch das groesste Leid ist vergaenglich. Also warum nicht jetzt bereits damit anfangen dieses zu realisieren und selbst immer bei groesstem Leid mit dem Dasein nicht zu hadern. Betrachtet man die Dinge rein sachlich und objektiv und ohne jegliche Emotion, nun dann ein vorzeitiger Rauswurf aus dem Spiel sondern lediglich ein um relativ gesehen Augenblicke verkuerzte Bewusstseinsepisode."

    Ansich erstaunlich ist, wie verzweifelt und vehement sich Menschen doch an diese kurze Bewusstseinsperiode klammern. Sie soll ewig waeren. Schon wie eine Sucht und somit erscheint dann Sein weitaus schwieriger zu handhaben sein als Nicht Sein. Geburt wird dadurch praktisch zur Strafe, zur Geissel, weil Erloeschung der Bewusstseinsperiode unabdingbar ist. Und hier setzt jetzt die buddhistische Lehre wieder an und meint, warum mit etwas hadern was nicht aenderbar ist. Das ist schon alles.

    Leben nach dem Tod, Wiedergeburt, wie geht es weiter ist somit ohne jegliche Bedeutung und sich darueber Gedanken zu machen ist ansich voellig unnoetig. Es kuemmt sowieso wie es kuemmt. Mai pen rai also. Unter diesem Aspekt ist fuer mich die buddhistische Lehre wahnsinnig simpel und hilft mir durch diese Simplizitaet tatsaechlich weiter. Wuerde ich den Wunsch hegen aus der Sache eine Wissenschaft zu machen, dann wuerde mich das eher belasten als entlasten.

    Ich bin deshalb kein Buddhist, weil ich mich mit den Details der buddhistischen Lehren und Ansichten der verschiedenen Schulen beschaeftige, sondern lediglich simplen praktischen Nutzen aus der Lehre ziehe? Das ist fuer mich absurd, weil der Zweck einfach die Mittel heiligt. Auch oder gerade im Buddhismus. Was ist fuer einen Menschen mehr drin als eine Bewusstseinsperiode in Zufriedenheit zu leben, bis dass der Tod ihn aus dem Spiel nimmt?

    Ich bin weil ich meine Eltern den ungeschuetzten Koitus ausgeuebt haben wollten und sich ein Kind wuenschten. Nicht mehr und nicht weniger. Eines Tages werde ich nicht mehr sein, weil Leben immer toedlich endet und sogar aus logischen Gruenden enden muss. Das Beste aus dem Zeitraum zwischen diesen Ereignissen herausholen, wobei ich die buddhistische Lehre als sehr hilfreich empfinde.

    Ist der Buddhismus aber wirklich eine Erloesungslehre wie z. B. Religionen, die im Regelfall das ewige Leben anstreben und sogar versprechen. Das Ziel im Buddhismus ist doch aus dem ewigen Kreislauf aus Geburt und Toden ausbrechen zu wollen (ob nun sprichwoertlich interpretiert oder im uebetragenen Sinne), also nicht ewiges Sein sondern Nicht-Sein. Fazit: Der Endtod wird angestrebt, der Aspekt, womit aber eigentlich die meisten Menschen hadern. Weitere Episoden durch Erkenntnis vermeiden wollen, ist dies nicht das, was oberstes Ziel der Lehre ist?

    Das dreht sich um die Begriffe des Anatman und Nirvana, sowie auch die relativ undiffernzierte Verwendung des Begriffs citta in den Suttas. Citta kann in meinem Verstaendnis nicht vollkommen der phaenomenalen Welt zugerechnet werden, denn daraus ergaebe sich ein Paradox auf das die Frage "wer oder was erlebt Nirvana" hinweist.

    Cheers, X-pat
    Hm, fuer mich ist eigentlich nur unverstaendlich, warum aus dem Buddhismus unbedingt eine Wissenschaft machen muss. Wie hilft das weiter, wenn das Ziel doch permanenter Ausbruch aus dem ewigen Kreislauf ist. Wo ist da die Bedeutsamkeit? Wo ist da der Sinn? Ein guter und kompletter Buddha ist fuer immer tot oder habe ich da nun etwas misinterpretiert.

    Die Ansicht, dass ein Premium-Buddha immer wieder geboren wird bis alle Menschen "erloest" sind, halte ich fuer aeusserst absurd und der buddhistischen Grundlehre fuer abspenstig. Was ist denn nun ein erloester Mensch dann im Buddhismus? Alles zu ewigen Messiassen oder alle ewig tot? Was ist, wenn es nur noch Premium-Buddhas gibt, sterben die dann auch letztendlich permanent aus, weil niemand mehr zu missionieren ist. Sorry, da fehlt jegliche Logik. Logik kann fuer mich derzeit nur der Gundsatz sein, einmal physisch tot, immer physich tot und nun ja, ich finde nichts Erschrenkendes an dem Gedanken. Speziell nicht mehr, nachdem ich mir die buddhistische Lehre zu Eigen gemacht habe. Sollte es nicht so sein? Okay, an gelegentlichen emotionalen Unzulaenglichkeiten muss ich noch ziemlich arbeiten, bin aber auch kein Profi sondern befasse mich mit der buddhistischen Lehre nur als Nebensjob. Reicht mir voll und ganz. Hatte ich schon erwaehnt, der Zweck heiligt die Mittel.

  11. #260
    Avatar von x-pat

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    Zitat Zitat von Tramaico Beitrag anzeigen
    Du hast mal erwaehnt, dass Du es als offensichtlich sehr emotionsgepraegter Mensch fuer unmoeglich haelst, sich im Leben von schwankenden Emotionen zu loesen und einen permanenten Zustand der Ausgeglichenheit zu erreichen.
    Ich glaube du verwechselst mich mit jemandem. Schau noch mal auf meinen Avatar. Emotionale Kontrolle ist ein Charakteristikum der Vulkanier. Aber bitte verwechsle nicht die Lehren des Surak mit den Lehren des Buddha. Emotionskontrolle ist eine Tugend, wird aber im Buddhismus nicht sonderlich betont. Es ist eher so, dass emotionale Kontrolle ein Seiteneffekt der buddhistischen Methode ist.

    Zitat Zitat von Tramaico Beitrag anzeigen
    Und hier setzt jetzt die buddhistische Lehre wieder an und meint, warum mit etwas hadern was nicht aenderbar ist. Das ist schon alles.
    Nein, das ist sicher nicht das Credo des Buddhismus, sondern eher das Credo der Stoiker. Der Irrtum, dass deine stoischen Anschauungen den Buddhismus ausmachen liegt darin begründet, dass es Parallelen zwischen beiden Lehren gibt. Aber es gibt auch bedeutende Unterschiede. Das solltest du dir vielleicht mal näher anschauen.

    Zitat Zitat von Tramaico Beitrag anzeigen
    Leben nach dem Tod, Wiedergeburt, wie geht es weiter ist somit ohne jegliche Bedeutung und sich darueber Gedanken zu machen ist ansich voellig unnoetig. Es kuemmt sowieso wie es kuemmt.
    Das hört sich viel mehr nach Epiktet als nach den Lehren des Buddhas.

    Der Buddha würde dem sicher nicht zustimmen. Spätestens bei der Äußerung "es kuemmt sowieso wie es kuemmt," würde der Buddha mit dem Finger auf den Schüler weisen und die diesem Ausspruch zugrundeliegende Illusion darlegen. Nach dem Verständnis des Buddhismus sind wir nämlich die Architekten unseres Schicksals, und jede scheinbar unvermeidliche Schicksalswendung geht aus dem Karma vergangener Existenzen hervor.

    Zitat Zitat von Tramaico Beitrag anzeigen
    Ich bin deshalb kein Buddhist, weil ich mich mit den Details der buddhistischen Lehren und Ansichten der verschiedenen Schulen beschaeftige, sondern lediglich simplen praktischen Nutzen aus der Lehre ziehe?
    Nein. Du bist deswegen kein Buddhist, weil du den Buddhismus mit deiner eigenen Philosophie verwechselt, die wiegesagt näher an der Stoa als am Buddhismus liegt.

    Cheers, X-pat

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