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Der Tod

Erstellt von Wuschel, 24.08.2013, 16:46 Uhr · 512 Antworten · 25.070 Aufrufe

  1. #131
    Avatar von Wuschel

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    Ich will dir gar nichts erzählen, wenn du damit "überzeugen" meinst. Mir ist es wirklich egal, wem und was du glaubst.
    Ich erzähle halt ein wenig (wie du auch) über meine Ansichten, Erlebnisse und Empfindungen.

    Dein Tötungsspiel ist im Übrigen Blödsinn und würde auch nicht so verlaufen, wie du das gerne hättest. Wie kommst du nur auf so eine Idee?

    Katzen haben übrigens unendlich viele Leben

    Es gibt auch eine Zeugin, die dabei war als ich bewusstlos Auto gefahren bin.

  2.  
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  3. #132
    Avatar von rolf2

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    Zitat Zitat von x-pat Beitrag anzeigen
    Wie auch immer, es wäre schon gut wenn man dem Erfinder der Lehre den Respekt zollt, die eigenen Ideen nicht als die Ideen des Erdinders auszugeben. Der Buddhismus ist davon abgesehen ja sehr tolerant. Als "Minimalanforderung" hat der Buddha selbst nur das Vertrauen in die 4 noblen Wahrheiten definiert. Das heisst jeder der die 4 noblen Wahrheiten akzeptiert, darf sich Buddhist nennen. Da die Ideen von Karma, Samsara, und Wiedergeburt nicht dazu gehören, bewegt sich Richard wahrscheinlich noch im Rahmen der Minimalanforderungen. eers, X-pat

    Das finde ich jetzt etwas übertrieben, Richard erscheint mir ernsthafter mit dem Thema umzugehen als Millionen von z.B. Gläubigen Thais die sich Buddhisten nennen, aber in Wirklichkeit diese Inhalte nicht leben und einen merkwürdigen Aberglauben und Animismus anhängen und meinen ein Tempel und ein Gebet mit der Bitte um die richtigen Lottozahlen hätten irgendwas mit Buddhismus zu tun.

  4. #133
    Tramaico
    Avatar von Tramaico
    Och, im Grunde bin ich tatsaechlich Minimalist und komme somit dann auch mit dem Leben in einem Schwellenland bestens zurecht.

  5. #134
    Avatar von x-pat

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    Zitat Zitat von Tramaico Beitrag anzeigen
    Schau, der einzige Sinn und Zweck der buddhistischen Lehre ist fuer MICH, und nur dies ist fuer MICH ausschlaggebend, mich in meinem irdischen Dasein vom Leid zu befreien und ein Stadium der absoluten Ausgeglichenheit zu erlangen.
    "Ausgeglichenheit" im irdischen Leben ist sicher eine Tugend, aber laut Buddhismus ist das nicht das Ziel der Befreiung. Das Ziel der Befreiung ist Nirvana und das ist nun mal ein transzendenter Begriff, den du nicht mit einer materiellen Ideologie in Einklang bringen kannst.

    Zitat Zitat von Tramaico Beitrag anzeigen
    Somit muss ich dann auch kein Pali oder Sanskrit draufhaben, mich mit Mantras order meinetwegen auch Mantren in Trance saeuseln oder wissen was Tripitaka ist.
    Richtig, du brauchst keine Mantras und Pali-Kenntnisse. Allerdings solltest du schon wissen was die Tripitaka ist, wenn du möchtest das man deinen Aussagen über den Buddhismus Beachtung schenkt.

    Zitat Zitat von Tramaico Beitrag anzeigen
    Dein Problem ist anscheinend Deine Ueberbildung, Thomas. Du weisst zuviel und dieses Wissen wird zur Geissel.
    Und dein Problem ist es scheinbar, dass du die Aneignung von Wissen für verzichtbar hältst. Damit setzt du der eigenen Erkenntnis Grenzen. Stattdessen begnügst du dich mit persönlichen Auffassungen, Meinungen, und selbstgebackenen Philosophien, die du fortan als unumstösslich betrachtest. So kommst du nicht weiter.

    Zitat Zitat von Tramaico Beitrag anzeigen
    Vor einigen Jahren stolperte ich noch darueber, dass der Dalaih Lama die Wiedergeburt eines Buddhas sein soll. Wie kann das sein, wenn der Erleuchtete durch die Erleuchtung aus dem ewigen Kreislauf aus Geburt und Tod ausbrechen soll.
    Es war wahrscheinlich nicht von die Wiedergeburt eines Buddhas die Rede, das würde tatsächlich keinen Sinn machen, sondern von der Wiedergeburt eines Bodhisattvas. Wenn du die Texte des Mahayana Buddhismus gelesen hättest, hättest du dieses Rätsel vermutlich selbst aufklären können.

    Zitat Zitat von Tramaico Beitrag anzeigen
    Was meinst Du eigentlich zu dem Statement "wenn Dir Buddha begegenen sollte, toete ihn". True or false in Sachen buddhistischer Lehre?
    Das Besondere an dem Satz ist, das er zwei semantische Ebenen hat, von denen eine wahr und die andere falsch ist. Der Satz im naiven Sinn (= authentische Begegnung mit einem lebenden Buddha) ist falsch. Der Satz im übertragenen Sinn (= der Auslöschung von Idealvorstellungen, inklusive der Idealvorstellung eines Buddhas) ist wahr.

    Cheers, X-pat

  6. #135
    Tramaico
    Avatar von Tramaico
    Zitat Zitat von Wuschel Beitrag anzeigen
    Katzen haben übrigens unendlich viele Leben
    Meine nicht, aber die Erfahrungen werden wir immer besser ihnen ihr einziges Leben auch tatsaechlich laengere Zeit zu bewahren. Simple Salzloesung spielt hierbei eine wesentliche Rolle. Nein, keine Esoterik sondern durch ausgiebige Experimente an der Katzenfront.

    Es gibt auch eine Zeugin, die dabei war als ich bewusstlos Auto gefahren bin.
    Eine Zeugin ist nicht gut genug mich zu ueberzeugen. Selbst dann nicht, wenn es ganz besonders huebsche ist. Aber gib doch mal den Background zu Deiner Autofahrnummer in Bewusstlosigkeit bekannt und wir koennen dann gemeinsam den Sachverhalt analysieren. Wesentlich wird hier sicherlich sein ob Du tatsaechlich bewusstlos und nicht temporaer nur unbewusst gehandelt hast.

    Bewusstlos und unbewusst sind sicherlich wiederum zwei unterschiedliche Paar Schuhe. Bewusstlos waere der Zustand der Nichtexistenz und auch Unterbewusstsein ist immer noch ein Akt der im Bewusstsein ausgefuehrt wird ohne sich allerdings unmittelbar ueber diesen Akt bewusst zu sein.

    Selbst Schlafwandeln ist somit kein Akt in Bewusstlosigkeit sondern lediglich ein unbewusster, der in einem Zustand eines ertraeumten Bewusstseins unbewusst ausgefuehrt wird.

  7. #136
    Tramaico
    Avatar von Tramaico
    @Thomas

    Was soll denn dieses Nirwana anders sein, als ein mentaler Zustand einer staendig waehrenden Harmonie imirdischen Sein, bis dieser Zustand durch den physischen Tod abgeloest wird. Was ist realistisch gesehen mehr herauszuholen?

    Nein, nicht Aneignung von Wissen ist das Problem meiner Meinung nach sondern die blinde Uebernahme von vermeintlichem Wissen Anderer, wovon die buddhistische Lehre abraet.

    Ob Buddha oder Bodhisattvas ist doch voellig gleich. Letztendlich reden wir doch ueber mortale Menschen und keine Ueberwesen, wie das Ausscheiden des Buddhas aus dem Leben durch eine schnoede Lebensmittelvergiftung bezeugt. Muesste ein Buddha nicht ueber solch Irdischkeit stehen und auf spektakulaere Weise, aus ausschliesslich eigenem Entschluss, aus dem Leben scheiden weil seine Zeit gekommen ist? Erleuchtung ist somit lediglich ein rein spiritueller Zustand in einem irdischen Sein, der keine natuerlichen Gesetzgebungen aushebeln kann. Andernfalls muessten dagegen Giftstoffe wirkungslos sein.

    Ja, natuerlich kann der Satz den Buddha zu toeten, wenn er einem begegnet nicht woertlich genommen werden, sondern er besagt, man solle niemals versuchen irgendjemanden, auch keinem Buddha, blind nachzueifern. Der Buddha war zwar ein Lehrmeister aber unter dem Strich auch nur ein mortaler Mensch, der einmal vor ca. 2.500 Jahren so wie wir jetzt auf diesem Planeten lebte. Er formte eine Lebensphilosopie nach langem Suchen und Forschem im Leben. Eine Philosophie fuer sich sein Leben bestmoeglich zu meistern und gab diese Erkenntnisse weiter fuer moeglichen Nutzen durch Andere. Nicht mehr und nicht weniger. Alles weitere gehoert in die Welt der Maerchen, aber nicht in den Buddhismus, speziell den verstorbenen Lehrmeistern nach 2.500 Jahen um Beistand zu bitten.

    Stelle Dir vor eine Abbitte wie z. B. oh, Buddha stehe mir bei, das mich meine Lebensmittelvergiftung des Lebens beraubt. Welch Ironie waere dies doch.

  8. #137
    Avatar von x-pat

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    Zitat Zitat von Tramaico Beitrag anzeigen
    Was soll denn dieses Nirwana anders sein, als ein mentaler Zustand einer staendig waehrenden Harmonie imirdischen Sein, bis dieser Zustand durch den physischen Tod abgeloest wird.
    Es gibt keine "ständig währende Harmonie im irdischen Sein". Diese Idee hat wenig mit Buddhismus zu tun. Nirvana ist per Definition nicht zu beschreiben, höchstens zu umschreiben, weil jenseits der phänomenalen Existenz.

    Zitat Zitat von Tramaico Beitrag anzeigen
    Ob Buddha oder Bodhisattvas ist doch voellig gleich.
    Nein, ist es eben nicht. Ein Boddhisattva ist ein Buddha-Anwärter der -im Gegensatz zu einem Buddha- noch den Gesetzen von Karma und Samsara unterworfen ist, und daher wiedergeboren werden kann.

    Zitat Zitat von Tramaico Beitrag anzeigen
    Letztendlich reden wir doch ueber mortale Menschen und keine Ueberwesen, wie das Ausscheiden des Buddhas aus dem Leben durch eine schnoede Lebensmittelvergiftung bezeugt.
    Die Lebensmittelvergiftung ist eine relativ unbegründete Hypothese. Es gibt keine gesicherten historischen Erkenntnisse über das Leben des Buddhas. Was wir wissen ist ausschließlich durch die buddhistischen Texte überliefert.

    Zitat Zitat von Tramaico Beitrag anzeigen
    Alles weitere gehoert in die Welt der Maerchen, aber nicht in den Buddhismus.
    In die Welt der Märchen gehört für dich scheinbar alles was nicht in dein Weltbild passt. Für dich sind Karma und Wiedergeburt Hokuspokus weil diese Konzepte deine Vorstellungskraft sprengen. Das ist gewöhnlich in der heutigen Welt und liegt darin begründet, dass nur wenige Menschen das vorherrschende materialistische Weltbild hinterfragen. Vor weniger als hundert Jahren hätten die meisten Menschen die heutige Quantentheorie als Hokuspokus abgetan, und vor weiteren hundert Jahren wären Vorstellungen über Elektromagnetismus, Mikrorganismen, oder moderner Kosmologie ebenso Hokuspokus gewesen.

    Nun, ich kann dir sagen was ich für Hokuspokus halte: die naive Vorstellung, dass Bewusstsein die Funktion eines Körperorgans ist und das der menschliche Geist auf scheinbar unerklärliche Weise aus Synapsenschaltungen hervorgeht.

    Cheers, X-pat

  9. #138
    woody
    Avatar von woody
    Zitat Zitat von Tramaico Beitrag anzeigen
    Wie schon erwaehnt, Hans. Nicht meine Welt. Aus dem Alter bin ich raus. Es wird Dich sicherlich auch nicht ueberraschen, dass ich kein Teamworker bin. Nehmen wir einfach ein Synonym fuer kollektives Bewusstsein. Gruppenzwang. Ja, dieser ist tatsaechlich massiv existent bei der Majoritaet, aber nicht bei Alphatieren.....
    Wir sprechen nicht über das Gleiche.

    Deine Deutung von Bewusstsein ist deine perönliche, was auch legitim ist. Nur masse dir nicht an, dass sie die allgemein gültige und einzig richtige ist.

    Da hier im thread das Thema der Tod ist, sprach ich natürlich von Bewusstsein aus Sicht der Religionen und der Psychologie.

    Zur Begriffsbestimmung noch mal ein Auszug aus dem Wiki.

    Das Wort „Bewusstsein“ wurde von Christian Wolff als Lehnübersetzung des lateinischen conscientia geprägt. Das lateinische Wort hatte ursprünglich eher Gewissen bedeutet und war zuerst von René Descartes in einem allgemeineren Sinn gebraucht worden. Der Begriff „Bewusstsein“ hat im Sprachgebrauch eine sehr vielfältige Bedeutung, die sich teilweise mit den Bedeutungen von „Geist“ und „Seele“ überschneidet. Im Gegensatz zu diesen Begriffen ist „Bewusstsein“ jedoch weniger von theologischen und dualistisch-metaphysischen Gedanken bestimmt, weswegen er eher auch in den Naturwissenschaften verwendet wird.
    Man unterscheidet heute in der Philosophie und Naturwissenschaft verschiedene Aspekte und Entwicklungsstufen:

    1. Bewusstsein als „belebt-sein“ oder als „beseelt-sein“ in verschiedenen Religionen oder als die unbegrenzte Wirklichkeit in mystischen Strömungen.
    2. Bei Bewusstsein sein: Hier ist der wachbewusste Zustand von Lebewesen gemeint, der sich unter anderem vom Schlafzustand, der Bewusstlosigkeit und anderen Bewusstseinszuständen abgrenzt. In diesem Sinn lässt sich Bewusstsein empirisch und objektiv beschreiben und teilweise eingrenzen. Viele wissenschaftliche Forschungen setzten hier an; insbesondere mit der Fragestellung, inwieweit das Gehirn und das Bewusstsein zusammenhängen.
    3. Bewusstsein als phänomenales Bewusstsein: Ein Lebewesen, das phänomenales Bewusstsein besitzt, nimmt nicht nur Reize auf, sondern erlebt sie auch. In diesem Sinne hat man phänomenales Bewusstsein, wenn man etwa Schmerzen hat, sich freut, Farben wahrnimmt oder friert. Im Allgemeinen wird angenommen, dass Tiere mit hinreichend komplexer Gehirnstruktur ein solches Bewusstsein haben. Phänomenales Bewusstsein ist als so genanntes Qualiaproblem eine Herausforderung für die naturwissenschaftliche Erklärung.
    4. Bewusstsein als gedankliches Bewusstsein: Ein Lebewesen, das gedankliches Bewusstsein besitzt, hat Gedanken. Wer also etwa denkt, sich erinnert, plant und erwartet, dass etwas der Fall ist, hat ein solches Bewusstsein. Es ist als Intentionalitätsproblem eine Herausforderung für die naturwissenschaftliche Erklärung.
    5. Bewusstsein des Selbst und seiner mentalen Zustände: Selbstbewusstsein in diesem Sinne haben Lebewesen, die nicht nur phänomenales und gedankliches Bewusstsein haben, sondern sich auch darüber im Klaren sind, dass sie ein solches Bewusstsein haben. Dieses Selbstbewusstsein ermöglicht somit ein Bewusstsein von sich selbst als Individuum. Man trifft es bei Menschen und rudimentär bei einigen anderen Säugetieren an.
    6. Individualitätsbewusstsein besitzt, wer sich seiner selbst und darüber hinaus sich seiner Einzigartigkeit als Lebewesen bewusst ist und die Andersartigkeit anderer Lebewesen wahrnimmt.

    Die Verwendung des Begriffes Bewusstsein ist letztlich immer auf eine dieser Bedeutungen und damit auf eine Eingrenzung angewiesen. Auch drücken sich in den verschiedenen Verwendungsweisen oft unterschiedliche Weltanschauungen aus. Eine allgemeine Definition des Begriffes ist aufgrund seiner sehr unterschiedlichen Bedeutungen schwer möglich.

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    Bewusstsein in den Religionen

    Im Christentum spielen die Begriffe „Geist“ und „Seele“ traditionell eine größere Rolle als der Begriff „Bewusstsein“. Dies ergibt sich auch daraus, dass erstere Begriffe in ihrer Bedeutung näher an der Metaphysik klassischer christlicher Fundamentaltheologie und Philosophie sind: Sie legen nämlich die Existenz eines nichtmateriellen Trägers von Bewusstseinszuständen nahe. Dennoch spielt der Begriff des Bewusstseins auch in modernen christlichen Debatten eine Rolle. Dies geschieht etwa im Kontext von Gottesbeweisen. So wird argumentiert, dass die Interaktion zwischen immateriellen Bewusstseinszuständen und dem materiellen Körper nur durch Gott erklärbar sei oder dass die interne Struktur und Ordnung des Bewusstseins im Sinne des teleologischen Gottesbeweises auf die Existenz Gottes schließen lasse.
    Verschiedene buddhistische Traditionen und die hinduistischen Yoga-Schulen haben dagegen gemeinsam, dass in ihnen die direkte und ganzheitliche Erfahrung des Bewusstseins selbst im Mittelpunkt steht. Mit Hilfe der Meditation oder anderer Übungstechniken werden bestimmte Bewusstseinszustände erfahren, indem die personalen und sozialen Identifikationen abgebaut werden. Eine besondere Unterscheidung wird hier zur Bewusstheit getroffen, die ein volles Gewahrsein (awareness) des momentanen Denkens und Fühlens bedeutet. Sie soll erreicht werden durch die Übung der Achtsamkeit. Einsichten in die „Natur“ des Bewusstseins sollen so über die eigene Erfahrung gewonnen werden, die über einen rein reflektierten und beschreibenden Zugang hinausgeht. Das Konzept der Trennung in Körper und Geist oder Gehirn und Bewusstsein wird als eine Konstruktion des Denkens erfahren. Generell wollen alle mystisch-esoterischen Richtungen in den Religionen (z.B. Gnostizismus, Kabbala, Sufismus, u.a.) eine Bewusstseinsveränderung des Menschen bewirken. Tatsächlich zeigen „neurotheologische“ Forschungen mit bildgebenden Verfahren, dass durch die Meditation sonst unzugängliche neuronale Verknüpfungsmuster ermöglicht werden.


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    Psychologie

    Die Psychologie beschreibt im Detail, welche Reize in welchen Kontexten welche Bewusstseinszustände auslösen. Sie beschreibt auch, in welchem Verhältnis die Bewusstseinszustände untereinander stehen und in welcher Weise diese Verhalten verursachen. So untersucht etwa die Wahrnehmungspsychologie, wie Sinnesreizungen Bewusstseins- bzw. Wahrnehmungszustände erzeugen. Typische Fragen sind hier: Was nimmt eine Person wahr, wenn sie gleichzeitig visuelle und auditive Reize präsentiert bekommt? Wie viele Reize werden an der Peripherie bewusst, wenn die Aufmerksamkeit an das Zentrum gebunden wird?
    Dabei spielt in der Psychologie die Unterscheidung zwischen bewussten und unbewussten Zuständen eine besondere Rolle. Nur ein kleiner Teil der Reize, die vom Gehirn verarbeitet werden, gelangen auch in das Bewusstsein. So kann man etwa durch Priming zeigen, dass Reize, die nicht ins Bewusstsein gelangt sind, dennoch das Verhalten des Probanden messbar beeinflussen. Eine weitere Evidenz bietet das Phänomen der Rindenblindheit bzw. des Blindsight. Hier handelt es sich um eine Störung, bei der visuelle Informationen zwar verarbeitet werden, jedoch nicht in das Bewusstsein gelangen. Während die Patienten also meinen, nichts zu sehen, kann man nachweisen, dass sie den visuellen Input durchaus verarbeitet haben. Dies geschieht, indem man sie Merkmale des Gesehenen „raten“ lässt.
    Während man sich in der Kognitionspsychologie oft auf wenig komplexe aber experimentell gut zugängliche unbewusste Prozesse beschränkt, spielt in der Psychoanalyse die Gegenüberstellung von bewussten und unbewussten Prozessen eine zentrale Rolle. Im Anschluss an Sigmund Freud wird angenommen, dass es eine komplexe Struktur von handlungswirksamen Motiven gibt, die der jeweiligen Person nicht bewusst zugänglich sind. Zu einem Problem werden diese unbewussten Strukturen insbesondere dann, wenn sie krankhaftes Verhalten verursachen. Dies macht eine Bewusstwerdung der entsprechenden Motive im Prozess der psychoanalytischen Praxis notwendig. Auch wenn immer wieder methodologische Einwände gegen die psychoanalytische Theorie vorgebracht werden, wird die Annahme einer komplexen unbewussten Ebene doch mittlerweile weitgehend akzeptiert. Eine Rolle spielen hier auch die neurowissenschaftlichen Untersuchungen von unbewussten Prozessen, die zu einer verstärkten Zusammenarbeit zwischen Psychoanalytikern und Hirnforschern geführt haben.





  10. #139
    Avatar von rolf2

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    Wow, echt erfrischend das Ne Diskussion auf Argumentationsebene läuft und nicht sofort in Beschimpfungen abgleitet, das würde ich gerne öfters hier vorfinden

  11. #140
    Avatar von Socrates010160

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    Zitat Zitat von rolf2 Beitrag anzeigen
    Wow, echt erfrischend das Ne Diskussion auf Argumentationsebene läuft und nicht sofort in Beschimpfungen abgleitet, das würde ich gerne öfters hier vorfinden
    seltsam, dass gerade Du das schreibst. Dabei bist Du derjenige, der sofort in die Angriffsposition geht, wenn Du einen schlechten Tag erwischt hast... hätte mir auch öfter eine Diskussion auf Argumentationsebene mit Dir gewünscht..(OFF TOPIC out).

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