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Der lächelnde Elefant in der Rushhour

Erstellt von HPollmeier, 14.12.2004, 10:13 Uhr · 1 Antwort · 483 Aufrufe

  1. #1
    Avatar von HPollmeier

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    Der lächelnde Elefant in der Rushhour

    Hallo,

    wer über die Feiertage noch Lesestoff über Thailand sucht, dem empfehle ich:

    Georges Hausemer
    Der lächelnde Elefant in der Rushhour
    Thailändische Szenerien


    Picus Lesereisen
    132 Seiten, 11 x 20,5 cm
    Leinen mit Schutzumschlag
    ISBN 3-85452-761-6
    ¤ 13,90 /sfr 24,30


    http://www.picus.at/lesereisen/lesereisen.html

    Dort steht u. a.:

    Von den paradiesischen Inselwelten ins Bangkoker Verkehrschaos, von den körperlichen Strapazen eines Ausflugs mit dem »slow boat« zu den Freuden der Thailändischen Küche verführt Georges Hausemer seine Leser zu einem Bildertrip durch Thailand - ein Land, das im Zwiespalt zwischen Tourismusboom und Bewahrung von fernöstlicher Ursprünglichkeit ebenso spannend wie bezaubernd ist.

    Vor einer Kulisse aus Wolkenkratzern zeichnet sich die unverkennbare Silhouette eines Elefanten ab. Er steht als Relikt aus vergangenen Zeiten, als er noch ein heiliges Tier mit glücksverheißenden Eigenschaften war, im dichten Feierabendverkehr und entlockt einer Mundharmonika ein paar schrille Töne, um die Vorbeihastenden dazu zu verleiten, ihm einen Zuschuss zur Finanzierung seines täglichen Bedarfs an Grünzeug zu spendieren.

    Solche poetischen wie melancholischen Bilder sind es, die Georges Hausemers Erkundungszüge durch Thailand von der ersten Seite an so plastisch machen, dass man beim Lesen den Duft der Garküchen mit ihren Teigtaschen und frittierten Bananen sinnlich wahrzunehmen glaubt. Vor dem inneren Auge erscheint das Licht des Morgens, bei dem die Mönche sich aufmachen, um ihre Tagesration an Essen zu erbetteln. Man lässt sich im Bilderfluss mittreiben, zum Bergvolk der Karen im »Tal, in dem der Bambus wächst« oder auf eine Überfahrt mit dem »slow boat« nach Laos. Und immer wieder führt uns der Autor durch die Viertel Bangkoks, der Millionenmetropole, in der es bis vor hundertfünfzig Jahren noch keine Straßen, sondern nur Kanäle gab und in deren heutigem Verkehrschaos ein Elefant zu einer verlorenen Gestalt geworden ist.

    Georges Hausemer, 1957 in Differdingen geboren, lebt in Esch/Alzette (Luxemburg). Studium der Publizistik und Romanistik in Salzburg und Mainz. Schriftsteller und Übersetzer. Beiträge in Zeitungen, Zeitschriften und im Hörfunk. Seine Reisereportagen erscheinen in der »Frankfurter Allgemeinen Zeitung«, der »Süddeutschen Zeitung« und der »Neuen Zürcher Zeitung«. Im Picus Verlag erschien von ihm »Im Land der Mauren und Olivenhaine. Andalusische Streifzüge« (2000) in der Reihe Picus Lesereisen. «.

    Und nun eine Leseprobe aus „Chaos in Khao San“

    Vom Backpacker-Ghetto zur Lifestyle-Meile


    „... Gemeinsam wollen die städtischen Behörden und das thailandische Fremdenverkehrsamt das Erscheinungsbild der Khao San Road aufpäppeln und für den Durchschnittstouristen attraktiver gestalten: mit einem riesigen Metallbogen am Eingang sowie Theater- und Tanzaufführungen und einem regelmäßigen autofreien Tag.

    Solche Pläne wird man, je nach Standpunkt, begrüßen oder bedauern. Zu befürchten steht indes, dass der radikale Wandel des ehemaligen Low-Budget-Mekkas bloß einen Vorgeschmack auf das bietet, was in nicht allzu ferner Zukunft auch zahlreichen anderen Orten in Thailand blühen wird. Nämlich ein brutaler Identitätsverlust und eine durch Anbiederung an westliche Erwartungen und westlichen Geschmack herbeigeführte Gesichtslosigkeit, die den Besucherstatistiken des Landes zwar fabelhafte Zuwachsraten und vielen Einheimischen kurzfristig Gewinne sowie einen höheren Lebensstandard bescheren wird. Auf Dauer jedoch wird das neue Siam dann genau die Gäste vergraulen, derentwegen all die Anstrengungen unternommen werden.

    Noch liegt Bangkoks berühmteste Straße ziemlich außerhalb Thailands. Doch es ist abzusehen, dass weite Teile des Landes demnächst dem sterilen Vorbild der Khao San Road mit furchbarer Entschlossenheit nacheifern werden. Und dann gewinnt mehr als ein Besucher die gleicche ernüchternde Erkenntnis wie E’tienne, der junge Franzose in dem Bestseller von Alex Garland: ‚Ich wollte mal was anderes machen, und alle anderen wollen das auch. Aber wir machen alle das Gleiche.’“


    Gruss
    Heinz

  2.  
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  3. #2
    Avatar von Olli

    Registriert seit
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    2.899

    Re: Der lächelnde Elefant in der Rushhour

    Danke Heinz

    hatte schon mal über die Suchfunktion versucht interessante Bücher zu erspähen. Leider keine vorhanden.

    Vieleicht wird ja noch x ne Rubrik mit Buchtipps eröffnet :???:

    Also mein Buchtipp habe ich noch nicht ganz fertig gelesen aber es fesselt mich schon jetzt:
    Orginaltitel: Bangkok 8
    Deutsche Fassung: Der Jaderitter

    In Kürze:
    Die Zukunft ist unergründlich, sagt Buddha. Und deshalb wissen die Polizisten Sonchai und Pichai noch nicht, dass der amerikanische Jadehändler in dem Mercedes vor ihnen bald am Biss einer Kobra sterben wird. Was sie ebenfalls nicht wissen, ist, dass die Kobras und Pythons, die aus William Bradleys Wagen hervorkriechen, auch Pichai töten werden, den Sonchai seit seiner Kindheit kennt. Mit dem er sich im Waldkloster den strengen buddhistischen Glaubensregeln unterworfen hatte. Pichai war sein Bruder im Geist, und deshalb schwört Sonchai Rache für seinen Tod. Zusammen mit Kimberley Jones, der undurchschaubaren und attraktiven FBI-Agentin, die ihn eigentlich observieren sollte, setzt er sich auf die Spur von Bradleys und Pinchais Mördern. Und seine Jagd gerät zu einer Reise in die eigene Vergangenheit: in die Unterwelt Bangkoks, in die .......e des berüchtigten 8. Bezirks - bis hinein in die Arbeitszimmer der amerikanischen Botschaft.

    Der Jadereiter von
    John Burdett
    über das Buch »Der Jadereiter«Originalausgabe erschienen 2003 unter dem Titel "Bangkok 8", deutsche Ausgabe erstmals erschienen 2004 bei Piper , 471 Seiten. ISBN: 3-492-04600-2. Übersetzung ins Deutsche von Sonja Hauser. Ort & Zeit: China / Hongkong & Thailand / Bangkok, 1990 - heute

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