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Der Koran /heilige Schriften

Erstellt von ling, 05.09.2006, 01:57 Uhr · 95 Antworten · 4.715 Aufrufe

  1. #51
    Avatar von Samuianer

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    Re: Der Koran /heilige Schriften

    Zitat Zitat von Mr_Luk",p="396015
    Das Indien zwischen 700 un 800 Jahren vor Chr. war wohl kaum friedfertiger als der Orient in etwa zur gleichen Zeit...
    Hat das irgendwer behauptet? Ist ebenfalls eine dieser "die aber auch.." Rechtfertigungen - ist wie den ......... mit der Inquisition rechtfertigen zu wollen.

    Geschichte schreibt in Blut...

    Zwischen der hinduistischen und islamischen Glaubensausrichtung liegen, aufgrund der polytheistischen und monotheistischen Auffassungen, Lichtjahre!

    John Lennon sang: Peace, peace, peace....bis ihn die Kugel traf..

  2.  
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  3. #52
    Sioux
    Avatar von Sioux

    Re: Der Koran /heilige Schriften

    Musste jetzt auch googeln, ;-D da ich die Bhagavad Gita nicht kannte.

    Man geht ja heute davon aus, dass die Buecher Mose auch wesentliches Gedankengut aus dem Iran enthalten. Dies muss aber spaetestens um 700 v. Chr geschehen sein.

    Ist also kaum anzunehmen, dass ein um die ungefaehr selbe Zeit viel weiter oestlich geschriebenes Buch hier Einfluss hatte. Viel wahrscheinlicher ist es aber dann schon, dass beides aus einer gleichen Quelle schoepft.

    Sioux

  4. #53
    Avatar von Samuianer

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    Re: Der Koran /heilige Schriften

    ..grenzte einst das "islamische Reich" bis an das Industal...haben die das (Kriege fuehren, Morden, den Terror) von den Hindus "gelernt"? ;-D

    Finden sich allerdings im Koran wenige Hinweise auf Krischna, Ardschuna oder gar Vischnu..die hatten damals auch noch kein Yahoo oder Google, die mussten noch im Papyrus und auf Steintafeln lange suchen.

    Dschihad ist das Einzige was mir als Paralelle zum "Krieg", zwischen den Pandhavas und den Bharatas, in der Bhagavad Gita einfaellt.

    Die Hindus sehen in diesem Heldengesang allerdings KEINEN Kriegsbericht sondern eine Allegorie auf diesen Krieg, der historisch auf dem Schlachtfeld "Kurukschetra" stattgefunden haben soll.

    Eine weit verbreitete Sichtweise ist, dass es sich um ein Zwiegespraech handelt zwischen der inneren Goettlichkeit, verkoerpert durch Krischna und der menschlichen Seele, die Ardschuna darstellt, Das Schlachtfeld sei das Leben und die feindlichen Heerscharen, gegen die Ardschuna antreten muss, verkoerpern die menschlichen Schwaechen, die besiegt und ueberwunden werden muessen.

    So ist imho die Auslegung des Begriffes "Dschihad" zu werten!

  5. #54
    Avatar von Mr_Luk

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    Re: Der Koran /heilige Schriften

    Der Hinduismus ist nach dem Islam und dem Christentum die dritte große Weltreligion!

    Um was ging es mir hier?
    Die Baghavad Gita bildet (zusammen mit zwei anderen Schriftstücken) die Grundlage des hinduistischen Denkens. Eine Bevölkerungsgruppe die tatsächlich die drittgrösste Weltreligion darstellt. Der grosse Unterschied zu den anderen Weltreligionen dürfte aber der sein, dass der Hinduismus die "lokalste" aller dieser Religionen ist. Hinduismus ist derart von Symbolismus und "Ursprünglichkeit" durchwachsen, dass er sich wohl nur schwer exportieren lässt. Die Baghavad Gita unterlief wohl auch nicht dermassen vielen "Anmerkungen der Übersetzer" wie etwa das alte und neue Testament und ist deshalb authentischer, - aber somit auch schwieriger zu verstehen.

    Man geht aber interessanterweise davon aus, dass die monotheistische Idee, des "moralischen Lebens" das zu Gott führt, von den Ariern stammt, und nicht in den Wurzeln des Hinduismus gründet. Weiterhin nimmt man an, dass dieses Gedankengut (das in der Baghavat Gita kondensiert wurde) auch die Basis der uns bekannten abrahamischen Religionen darstellt. Die sehr frühe "Version" dieser Vorstellung wurde womöglich in den Orient "exportiert" und diente als Grundlage für die Thora - auch wenn das ein wenig abenteuerlich klingt - ist dies durchaus nachvollziehbar. PS: Die "vorarische" Periode des Hinduismus beginnt ca. 2600 v. Chr.

    Ich zog damit aber keinerlei Vergleich zwischen Baghavad Gita und dem Koran, Ich zog und ziehe zudem keinerlei Vergleiche zu Islam oder etwa zu Al Jihad, ich meine wie käme ich dazu. Unter "über heilige Schriften diskutieren" verstehe ich nun mal nicht den Islam DINGFEST zu machen und Heilige Krieger zu denominieren oder aber zu entlasten! Ich sehe mich da eher in der Rolle von Jemandem der den Horizont etwas auszudehnen versucht - und sich nicht auf die fast schon gebetsmühlenartigen Wiederholungen und Parolen gegen den Koran beschränkt!

    Die Baghavad Gita ist aber ganz nebenher das Buch der Bücher für weit über eine Milliarde Menschen, deren ganze Lebensphilosophie darauf aufgebaut ist - es sind tatsächlich fast annähernd so viele wie Moslems!
    Wird es irgendwann einen guten Grund geben uns die Baghavad Gita einmal näher anzusehen? Bis jetzt besteht dazu wohl kein Grund, denn immerhin leben diese Milliarde Menschen, recht friedlich und auch sehr liberal auf recht kleinem Raum zusammen. Die Gefahr der "Expansion" ist zur Zeit nicht wirklich akut.

    Der Buddhismus war (im Vergleich zum Islam) der entscheidende Wendepunkt auf dem Indischen Kontinent, der den dortigen "Monotheismus" für sehr lange Zeit in seine Bestandteile aufgelöst hat. Sogar die Vedantins haben sich in zwei Gruppen gespalten, wovon eine ihr "Gottesbild" derart abstrahiert hat, dass nicht sonderlich viel davon übrig geblieben ist. Der Buddhismus hat in Indien aber nicht überlebt, nur die Exportversionen haben es. Aber manche Ideen des Hinduismus wurden und blieben auch stark beeinflusst.

    Hinduismus und Buddhismus unterscheiden sich genau da wo es um eine Personifizierung von Gott und einen Schöpfer geht. Der Buddhismus schafft einen solchen Gott radikal ab und lehrt Eigenverantwortung durch den Konditionalnexus, das "Entstehen in Abhängigkeit". Diese "Philosophie" erst, kann nunmehr "getrost" auf Gott verzichten! Aber dieser Umkehrschwung könnte auch eine politische Komponente gehabt haben, denn der gelehrte Konditionalnexus widerspracht sich extrem mit dem etablierten (und rigidem) Kastensystem des Hinduismus. Wer eigenverantwortlich handelt und keinem Gott mehr dient, der muss auch keinem seiner Hohepriester (Brahmanen) oder anderen Herren dienen. Das ganze hierarchische System war in Frage gestellt. Aber auch Buddha stützte sich genau wie Jesus und Mohammed auf die Schriften seiner Urgrossväter. Auch ein Buddha konnte das Rad nicht neu erfinden. Aber seine 'Reformen' waren viel radikaler und auch gewagter, und man müsste sich eigentlich wundern wie der historische Buddha (im Gegensatz zu Jesus) seine "tollkühnen Ideen" an den Mann gebracht hat, ohne den Heldentod zu sterben.

    Aber wie bekannt sein dürfte, haben die "hinduistischen Grundprinzipien" sowie der ihm zugrunde liegende Monotheismus über die Jahrtausende wieder die Oberhand bekommen. Der Buddhismus als "Religion", im Sinne von Lebensphilosophie und Weg der Wahrheitsfindung bedarf wohl einer recht liberalen Politik im Vordergrund des religiösen Geschehens. Was auf die Dauer wohl nicht gewährleistet war. Bei den Exportversionen des Buddhismus kann man wiederum erkennen dass eine Koexistenz von Politik und Religion möglich war. Hier haben wir es bereits mit einer Art Interessengemeinschaft von Politik und Religion (im Sinne einer Philosophie zur Wahrheitsfindung) zu tun.

    Diesen radikalen Umkehrschwung des "Abschaffen von Gott" hat es in den abrahamischen Religionen nie gegeben. Weil das Gottesbild noch "beispielhafter" (im negativen Sinne versteht sich) instrumentalisiert und missbraucht worden ist. Und deshalb besteht immer noch wenig Aussicht dass es innerhalb dieser archaischen Glaubensvorstellungen, nach denen heute noch teilweise "gelebt" wird, je geschehen wird.

    Die heiligen Schriften sind zugleich Segen und Fluch. Unsere Bibel (bestehend aus Evangelien und Thora) hat die Wissenschaften während des Mittelalters mindestens 500 Jahre gekostet. Die Wissenschaften in progressivem Sinne waren im Mittelalter (unter Androhung des Scheiterhaufen) strengstens verboten! Es ist gar nicht auszudenken, was gewesen wäre, wenn 'nicht'... und wie die gesellschaftliche Entwicklung ihren Lauf genommen hätte. Zum Besseren? Das wiederum wäre eine zu gewagte und abenteuerliche Spekulation..., denn wer weiß ob die Menschheit es ohne die Zehn Gebote überhaupt bis zum Mittelalter geschafft hätte?

    Aber wer weiß was aus den "wilden" Nomadenvölkern im Orient geworden wäre, wenn es den Koran nicht gegeben hätte. Wären sie dann früher oder später unter die Räder der Missionare geraten, - hätte man sie integral kolonialisiert und notfalls inquisitioniert? Waren die "Neuerungen" des Korans und die Entstehung des Islams bis dato ein nötiges Gegengewicht zum Christentum oder ein überflüssiger "ketzerischer Aufstand"?! War der Koran etwa dazu erkoren der Bibel zu wiederstehen? Hatte Mohammed die Macht des Christentums etwa erkannt und eine "schriftliche Abwehrwaffe" entwickelt?

    Nun, es gab durchaus Zeiten an denen es ganz danach aussah als ob der Koran als Buch der Bücher (in Form vom expandierendem) Islam die Oberhand über Europa hätte bekommen können. Es gab Zeiten, zu denen Die Wissenschaft, Philosophie, Architektur, Musik, Dichtung und Kunst, und auch die Kriegskunst, des Islams, der christlichen Welt so einiges voraus hatte. Der Islam wurde damals (zum ersten Mal) von der "Christlichen Allianz" in massiver kriegerischer Manier von der Expansion abgehalten. Ein weiteres Mal geschah es im Vorfeld des ersten Weltkrieges, durch Intrigen des britischen Geheimdienst, bei dem die Überbleibsel des angeschlagenen osmanischen Reiches endgültig zerschlagen wurden. Die Historie gibt genügend Auskunft darüber, und ebenso über die entscheidenden historischen Wendepunkte,- bei deren Gelegenheit man sich schlussendlich beide Bücher an die Köpfe geschlagen hat. Und damals war der Koran nicht gerade der Trostspender der Unterdrückten und der Leitfaden der Partisanen und Terroristen, - im Gegenteil!

    Wer sich in diesem Teil der Geschichte ein wenig auskennt, weiß dass die Entscheidung darüber, wer Europa irgendwann dominieren würde (und welches Buch wir heute als das Buch der Bücher ansehen würden), zeitweise an einem recht dünnen Faden hing!

    Es ist somit gar nicht ausgeschlossen, dass falls es doch anders ausgegangen wäre, nicht etwa der Koran die "Bibel der Terroristen" wäre sondern das alte und neue Testament... Das alte Testament ist ja zudem heute ganz klar der Leitfaden der jüdischen und auch christlichen Zionisten - also dürfte das gar nicht dermassen spekulativ sein.

    "Das auserwählte Volk Gottes" wird ja in der Thora erwähnt (die sich alle "Abrahamisten" teilen), und im Grunde genommen dreht es sich also nicht darum welches Buch das richtige oder bessere ist, sondern viel eher um die "kruziale" Frage, wer oder was dieses auserwählte Volk nun ist!?

  6. #55
    Avatar von Samuianer

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    Re: Der Koran /heilige Schriften

    Die Israeliten waren die 'Auserwaehlten', die sind in das 'gelobte Land' gezogen!

    Aber seitdem ist viel, viel 'Wasser den Jordan hinunter geflossen'!

    Letztendlich ist 1948 Israel (das gelobte Land?) , von den vereinigten Nationen, als Staat den 'Juden' uebertragen worden.

    Die Schlacht am Kahlen Berg, 12.September 1683 war wohl eine der wichtigsten Schluesselentscheidungen fuer die Entwicklung des Abendlandes und der damit verbundene, folgende weltweite Einfluss.

    Was waere wenn, es Cortez nicht gelungen waere Tenochtitlan, doch noch nieder zu ringen?

    Was waere wenn De Launay am 14. Juli 1789 seine Drohung wahr gemacht hätte, die Bastille in die Luft zu sprengen?

    Was waere wenn Keitel am 9.Mai 1945 nicht die Kapitulaion haette unterschreiben muessen?

    Ist halt anders gekommen, so wie es ist, ist es nun mal.

    Diese Schluesselentscheidungen haben sehr wohl, in Zusammenhang mit der darauffolgenden Entwicklung des Abendlandes, einen guten Teil an der heutigen Misere des Niederganges der Kultur und des Einflusses des Morgenlandes, beigetragen.

    Und somit auch die Ausbreitung des Christentums und die damit verbundenen 'westlichen Werte' beguenstigt.

    Anzunehmenderweise liegt hierin der Grundstein der Ressentiments die von Einigen gegen die 'hegemonialen Kraefte des Westens', getragen werden!

    Einst so stolz und einflussreich, von Toledo bis zum Indus, bis hin nach Karthargo, bluetenreich, von atemberaubender Architektur, fortschrittlicher Medizin, Musik, (die Gitarre brachten die Mauren nach Spanien!), so zerstueckelt und zerfallen zeigt es sich Heute.

    Das sich hier Gemueter dran erhitzen koennen und ein gewisses Gefuehl der 'Ungerechtigkeit', der 'Benachteiligung' aufkommt, ist freilich nach zu vollziehen.

    Nur bleibt die nuechterne Frage: Wen trifft hier Schuld?

    Auch wenn "die Englaender" daran 'herumseziert' haben, Deutschland hatte auch kuehne Plaene, eine Eisenbahnstrecke, Istambul - Aleppo, warum ist dieses Riesenreich nie wieder 'auf die Beine' gekommen?

    Ist vielleicht der Segen Oel, zum Fluch geraten?

    Heute wird wieder vom 'Kampf der Kulturen' gesprochen, wieder, wenn auch etwas anders gelagert, stehen sich das 'Abendland' und das 'Morgenland' gegenueber.

    Partisanen zuenden, wie dereinst Kara Mustafas Truppen unter der Bastion von Wien, Bomben in den 'Bastionen des Abendlandes'.....

    Amerikaner, Briten, Japaner, sogar Thai-Truppen sind in Afghanistan, im Irak, Italiener im Libanon und die deutsche Kriegsmarine kreuzt vor der Kueste....

    Derweil der Iran eifrig mit seinem Atomanreicherungsprogramm rasselt...

    ;-D



    (zugegeben etwas tollkuehne Projektion, aber was meint ihr?)

    ;-D

  7. #56
    hello_farang
    Avatar von hello_farang

    Re: Der Koran /heilige Schriften

    Wer etwas ueber den ´Kampf der Kulturen´ erfahren moechte, der gehe bitte mal in die naechste Buchhandlung und frage nach dem Buch "Der Schild Europas".

    Es geht darin um die Belagerung durch osmanische Truppen der Inselgruppe Malta/Gozo. Auf Malta befand sich seinerzeit der Hauptsitz des Malteserordens, einem sehr wehrhaften christlichen Orden. Zeitgleich stand das osmanische Heer vor den Toren von Wien.

    Das Buch stuetzt sich auf Augenzeugen-Schriften von beiden Seiten, ist unglaublich spannend und sehr informativ.
    Das ganze geschah uebrigens 1565.

    Chock dii, hello_farang

  8. #57
    Avatar von Samuianer

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    Re: Der Koran /heilige Schriften

    Zitat Zitat von hello_farang",p="396438
    ... ist unglaublich spannend und sehr informativ.
    Das ganze geschah uebrigens 1565.
    hmmm.. das sagen auch andere Kommentare zu dem Buch. Scheint aber ausverkauft zu sein.

    1565 und gut hundert Jahre spaeter haben sie das dann noch mal versucht, mit gleichem Ergebniss.

  9. #58
    hello_farang
    Avatar von hello_farang

    Re: Der Koran /heilige Schriften

    @Manfred and @ll:

    Es gibt Buecher, bei denen man waerend des lesens einen Fim vor Augen hat. "Der Schild Europas" gehoert absolut dazu! Es wird hautnah beschrieben, wie die wenigen Brunnen vergiftet werden auf Malta - und dadurch die Belagerer sterben. Oder wie die Yanisharen aufgrund ihrer wallendeden Gewaender in Flammen aufgehen, als sich die Kreuzritter (Malteser) mit Pech und Schwefel verzweifelt -aber erfolgreich- gegen die Eroberung Valettas wehren.
    Oder die Berichte, wie die osmanische Flotte (damals die groesste Kriegsmarine) vernichtet wird.

    Und eben immer von zwei Seiten her betrachtet/dokumentiert. Viele Originaltexte der alten Reporter, sowohl osmanisch als auch maltesisch.

    Wire gesagt, absolut lesenswert!

    Chock dii, hello_farang

  10. #59
    Avatar von Samuianer

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    Re: Der Koran /heilige Schriften

    Zum besseren Verstaendniss der Geschichte, fuer die, die das Buch oder die Geschichte Maltas und des Malteser Ordens (urspruenglich Johanniter) nicht kennen:

    "Im Alter von 20 Jahren war Jean Parisot dem Orden beigetreten. Die Gelübde waren für ihn eherne Prinzipien.

    200 Jahre lang hatten die medizinisch und militärisch versierten Gottesmänner über die Insel Rhodos geherrscht, bis Süleiman der Prächtige sie von dort vertrieben hatte.

    Anschließend übergab Kaiser Karl V. den Rittern das karge Malta. Er verlangte dafür die Lieferung von zwei Falken pro Jahr und die Verteidigung seines Reiches gegen die Osmanen. Nun drohte dem Orden eine erneute Schmach. Nur 700 Ritter und 8000 Maltesen standen unter dem Befehl de la Valettes; der Fall von Malta und damit die Eroberung Südeuropas durch die Türken schien gewiss.

    Vier Monate lang tobte ein Gemetzel ohne Gnade: Die Türken nagelten tote Ritter an Kreuze und warfen sie ins Meer, die Christen benutzten die Köpfe der Gefallenen als Kanonenkugeln. Nach dem Verlust von 20 000 Mann zog die Übermacht ab. De la Valette ließ daraufhin Malta befestigen und eine neue Stadt anlegen; zu seinen Ehren nannte man sie später Valletta. Der soldatische Mönch starb mit 73 Jahren. Auf seinem Grab in der St. John's Co-Cathedral steht geschrieben: "Er war der Schutzschild Europas."

    Stefanie Rosenkranz

    Quelle:

    In diesem Zusammenhang auch hoechst interessant:

    "Der Orden vom Spital des heiligen Johannes zu Jerusalem (als Johanniter oder Hospitaliter bezeichnet) wurde 1099 gegründet und 1113 vom Papst bestätigt. Er ging aus einem Pilgerspital hervor, das von Kaufleuten aus Amalfi bereits lange vor dem ersten Kreuzzug gestiftet worden und Johannes dem Täufer geweiht war, woraus sich der Name Johanniter ableitet.

    Die Johanniter unterhielten ein bedeutendes Spital in Jerusalem, das um die 2000 Pilger aufnehmen konnte."

    auszug aus:

  11. #60
    Avatar von ling

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    Re: Der Koran /heilige Schriften

    Da hört mein Latein schon lange auf... vielen Dank für die Infos und den faieren und informativen Threadverlauf!

    LG, ling

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