Umfrageergebnis anzeigen: Sollten eurer Meinung in Hessen Studiengebühren eingeführt werden?

Teilnehmer
20. Du darfst bei dieser Umfrage nicht abstimmen
  • Ja.

    13 65,00%
  • Nein.

    7 35,00%
Seite 1 von 4 123 ... LetzteLetzte
Ergebnis 1 bis 10 von 38

Demo gegen Studiengebühren

Erstellt von ling, 10.05.2006, 21:24 Uhr · 37 Antworten · 1.634 Aufrufe

  1. #1
    Avatar von ling

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    Demo gegen Studiengebühren

    Hallo zusammen,

    auch wenn es wahrscheinlich die Wenigsten von euch direkt betrifft, hier mal ein paar Fotos aus Frankfurt. (Wenn die Medien schon nicht genug darauf aufmerksam machen, dann versuche ich das auf diesem Weg.)

    Gestern, nach der Vollversammlung der FH Frankfurt, ging eine Demo gegen die Studiengebühren in Hessen los. Direkt am Nibelungenplatz startete der Protestmarsch über die Friedberger Landstraße...



    ... vorbei an einem CDU-Häuschen, wo ein paar Sprüche losgelassen wurden:



    Dann ging´s über die Zeil zum Römer. Mittlerweile war auch schon das Fernsehen da. An Polizei mangelte es auch nicht.

    Dann ging´s weiter zur Uni nach Bockenheim:

    Unterwegs auf der Bockenheimer Landstraße taten allen die Beine weh, nach einer kurzen Pause - wie schon öfters zuvor - ging´s wieder weiter. :-)



    Hier ein paar Autos, die dem Zug folgten:




    Die Goethe-Uni wurde gestürmt... sämtliche Hörsäle wurden "besetzt" und die Studierenden dazu alamiert, mitzuziehen.

    Das Gleiche ging dann noch am Uni-Campus-Westend...


    Heute hatte die Uni Vollversammlung. Danach ging auch hier eine Demo quer durch die Innenstadt Frankfurts los. Zeitweise mussten einige Straßen gesperrt werden. Die öffentlichen Verkehrsmittel blieben stehen. Es war Ausnahmezustand.

    Überall hörte man Sirenen und sah man Blaulicht... Die halbe Stadt schien "grün".



    Am Römer war die Menge dann ziemlich aufgebracht. Hier auf dem Weg dort hin:



    Einige tausend Studenten versammelten sich dort und grölten Parolen, demonstrierten - leider nicht immer friedlich wie am Vortag.

    Der Römer einmal ganz anders:





    Mich würde mal interessieren, wie viele Polizisten an diesem Großeinsatz beteiligt waren.



    In allen Löchern war Verstärkung um eine Eskalation dieser Demo zu verhindern.







    Jo, datt war´s auch schon.

    LG, ling

    PS: Kurze Umfrage...

  2.  
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  3. #2
    Avatar von Yala

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    Re: Demo gegen Studiengebühren

    Heute in Giessen war auch Ausnahmezustand.

  4. #3
    UAL
    Avatar von UAL

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    Re: Demo gegen Studiengebühren

    OT Die "Grünen" sind mittlerweile blau, wie man sieht... zum Thema: ich finde die Höhe der Studiengebühren diskriminierend wer nicht das Glück hat heimnah studieren zu können, muss erstmal die Kosten für Wohnung etc. aufbringen - für mich ein klarer Fall von Ausgrenzung minder Bemittelter, denen die Chance eines Studiums genommen wird

  5. #4
    Monta
    Avatar von Monta

    Re: Demo gegen Studiengebühren

    Die Tendenzen gehen eindeutig wieder in Richtung Klassengesellschaft (wo wir zum Teil auch schon angelangt sind) Deshalb bin ich gegen Studiengebühren. Die Gewichte würden sich nur noch mehr verschieben.

    Gruß
    Monta

  6. #5
    Avatar von Yala

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    Re: Demo gegen Studiengebühren

    Die Studiengebühren müssen doch erst nach erfolgtem Studium bei einem Berufsstart zurückgezahlt werden.

  7. #6
    Avatar von mipooh

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    Re: Demo gegen Studiengebühren

    Dass jeder heute Abitur macht und studiert, oft sogar dann irgendwann abbricht um etwas neues anzufangen und dabei den Eltern oder dem Staat auf der Tasche liegt, ist auch nicht das Gelbe vom Ei.
    Es entstehen dabei nunmal hohe Kosten, von denen viele denken, "das stünde ihnen doch zu".
    Die Vorfinanzierung durch den Staat und Rückzahlung nach Eintritt ins Berufsleben scheint da ein ganz gutes Modell. Nicht dass das nicht auch wieder ausgenutzt wird, aber das ist wohl unvermeidbar.
    Ich denke, das sollte mit einer Mindestanwesenheitskontrolle gekoppelt werden. Für die ernsthaften Studenten kaum eine Belastung.

  8. #7
    Monta
    Avatar von Monta

    Re: Demo gegen Studiengebühren

    @mipooh schreibt:
    "Dass jeder heute Abitur macht und studiert, oft sogar dann irgendwann abbricht um etwas neues anzufangen..."

    Das halte ich für ein Gerücht. Hast Du Zahlen, die Deine Aussage belegen?

    Gruß
    Monta

  9. #8
    Thai-Robert
    Avatar von Thai-Robert

    Re: Demo gegen Studiengebühren

    Ist wie " Abenteuer-Urlaub " !

    Der neue Volkssport .....Demonstrieren !

  10. #9
    Avatar von ling

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    Re: Demo gegen Studiengebühren

    @ Yala:

    Zitat Zitat von Yala",p="344148
    Die Studiengebühren müssen doch erst nach erfolgtem Studium bei einem Berufsstart zurückgezahlt werden.
    Ja, natürlich erst dann. Wann denn sonst? Es ist nur klasse, wenn man bedenkt, dass man nach ein paar Jahren, die man auf der Uni/FH verbringt, nebenbei kaum Geld verdienen kann und man somit auf den Kredit(!) angewiesen ist und sich bereits vor dem Eintreten ins richtige Berufsleben hoch verschulden muss!


    @ all:

    Hier nochmal eine Quelle für all diejenigen, die sich mit der Thematik nicht auskennn:

    Studenten in Hessen müssen künftig allgemeine Studiengebühren in Höhe von 500 bis 1500 Euro pro Semester zahlen. Das hessische Kabinett beschloss am Freitag in Wiesbaden, Studiengebühren ab dem Wintersemester 2007/08 einzuführen, sagte Wissenschaftsminister Udo Corts. «Die Studienbeiträge kommen den Hochschulen zugute, und zwar zusätzlich zur staatlichen Finanzierung», ergänzte er. Bundesweit ist das Modell für Studiengebühren in Hessen für Studenten das teuerste.
    Die Landesregierung erhofft sich so Zusatzeinnahmen für die Hochschulen von bis zu 140 Millionen Euro pro Jahr. Corts versprach, die staatliche Hochschulfinanzierung im Gegenzug nicht zu kürzen. Die SPD kündigte eine Klage vor dem Staatsgerichtshof an. Heftige Kritik an dem Vorhaben kam auch von den Grünen, der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) sowie Studentenorganisationen.



    1500 Euro-Gebühr für Masterstudenten

    Der Minister sagte, für die überwiegende Mehrzahl der Studenten liege die Gebühr bei 500 Euro. «In Ausnahmefällen» könne die einzelne Hochschule aber entscheiden, eine Gebühr von bis zu 1500 Euro zu nehmen. Dies solle vor allem für Master- und Promotions-Studiengänge gelten. Auch nicht aus der EU stammende Ausländer müssen unter Umständen so viel zahlen.

    Jedem Studenten werde von der hessischen Landestreuhandstelle, einer öffentlich-rechtlichen Förderbank, ein Darlehen zu günstigen Zinskonditionen angeboten. Die Rückzahlung solle erst zwei Jahre nach Ende des Studiums beginnen, und nur dann, wenn die Betroffenen über ein ausreichendes Einkommen verfügten. «Damit schaffen wir für jeden, der eine allgemeine Hochschulzugangsberechtigung hat, die finanzielle Grundlage für die Aufnahme eines Studiums», betonte Corts. Ganz oder teilweise von Studiengebühren verschont würden Studierende, die noch Kinder erziehen, behindert sind oder während des Studiums schwer erkranken. Zudem habe die Universität die Möglichkeit, fünf Prozent ihrer Studenten wegen herausragender Leistungen von der Gebühr zu befreien.

    Die Einführung von Studiengebühren ist umstritten, da nach Artikel 59 der hessischen Landesverfassung der Besuch von Schulen und Universitäten kostenfrei sein muss. Hessen ist das einzige Bundesland mit einer solchen Vorschrift. Ein Gutachten im Auftrag der Landesregierung kam zu dem Schluss, dass Studiengebühren unter bestimmten Bedingungen dennoch zulässig seien. Entscheidend sei, dass Studiendarlehen nur bei entsprechendem Einkommen zurückgezahlt werden müssen.



    SPD kündigt Verfassungsklage an

    Die SPD-Landtagsfraktion geht dagegen davon aus, dass die Einführung allgemeiner Studiengebühren nicht mit der Verfassung zu vereinbaren ist. Der hochschulpolitische Sprecher der SPD-Landtagsfraktion, Michael Siebel, sagte, seine Partei werde mit allen demokratischen Mitteln versuchen, Studiengebühren zu verhindern.

    Die hessische GEW erklärte, Studiengebühren würden die Finanzausstattung der Hochschulen nicht langfristig verbessern. Schon bei der Neuregelung der hessischen Hochschulfinanzierung im Jahr 2010 stehe zu befürchten, dass die zusätzlichen Einnahmen «im Staatshaushalt verschwinden». Studentische Verbände und Aktionsbündnisse kündigten massive Proteste gegen die Einführung von Studiengebühren in Hessen an. (nz)

    Quelle

    Die Situation in FFM könnte durchaus eskalieren, da die Fußball-WM vor der Haustüre steht und es während dieser Zeit mit Sicherheit zu Demos führen wird, die nicht oder nur sehr schwer unter Kontrolle gebracht werden können und zum totalen Chaos in der Innenstadt führen werden.

    Ich bin mal gespannt...

    Das letzte Wort ist in dieser Sache auf alle Fälle noch nicht gesprochen.


    LG, ling

  11. #10
    Avatar von Lille

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    3.481

    Re: Demo gegen Studiengebühren

    nun als erstes sollte man eine hoechststudiendauer einfuehren, damit die ewig studierer wegfallen. zielloses wechseln der studienfaecher sollte auch streng geprueft werden und fuer den zweiten studiengang dann eine gebuehr erhoben werden.

    studierende muessen leistungsnachweise bringen, das heisst eine mindestanzahl an scheinen muss geliefert werden ist dies nicht der fall sollte dann eine gebuehr erhoben werden nicht vorher.

    arbeitszeiten (angemeldete) mit nachweis um miete und etc. bezahlen zu koennen sollten mit angerechnet werden.

    damit waere dann wohl allen geholfen.



    mfg lille

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