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Das unterschätzte Killerpaar

Erstellt von Doc-Bryce, 29.06.2007, 12:40 Uhr · 66 Antworten · 3.024 Aufrufe

  1. #1
    Doc-Bryce
    Avatar von Doc-Bryce

    Das unterschätzte Killerpaar

    Das Krebsrisiko durch Alkohol ist einer WHO-Studie zufolge deutlich größer als bisher vermutet. Besonders gefährdet sind Raucher: Die Zigarette zum Drink steigert die Krebsgefahr dramatisch. Schon fordern Mediziner Warnhinweise auf Flaschen und Dosen. Die Lettern dick und schwarz, die Botschaften finster: "Raucher sterben früher", "Rauchen kann töten" und sogar "zu einem langsamen und schmerzhaften Tod führen". Warnungen wie diese sollten nach Meinung von Medizinern nicht nur auf Zigarettenschachteln prangen, sondern auch auf den Etiketten von Bier-, Wein- und Schnapsflaschen.

    Jeder Alkohol ist krebserregend
    Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat von einer internationalen Expertengruppe das Krebsrisiko durch den Genuss alkoholischer Getränke jetzt neu bewerten lassen. Das Ergebnis, veröffentlicht im medizinischen Fachblatt "Lancet Oncology", könnte selbst diejenigen nachdenklich stimmen, die zwar täglich, aber maßvoll trinken. Erst recht dürfte es all jene aufschrecken, die gleichzeitig rauchen. Nach dem Urteil des Fachgremiums sind Alkoholika durchweg als krebserregend anzusehen - ganz gleich, ob Korn, Bier oder Perlwein.

    Alkohol begünstigt auch Brustkrebs
    Zudem ist die Liste der mit Trinkalkohol (Ethanol) ursächlich in Verbindung stehenden Tumoren länger geworden. Sie umfasst jetzt nicht mehr nur Zungen-, Rachen-, Kehlkopf-, Speiseröhren- und Leberkrebs, wie noch vor 19 Jahren, als das WHO-Krebsforschungsinstitut (IARC) letztmals eine Monografie zu alkoholischen Getränken vorlegte. Jetzt machen die Experten den Alkohol auch für Dickdarmkrebs und Brustkrebs verantwortlich. Nach Daten des Deutschen Krebsforschungszentrums (DKFZ) zählen diese beiden Erkrankungen zu den Krebsarten mit den höchsten Sterblichkeitsraten hierzulande.

    Heilsame Wirkung contra Krebsrisiko
    Das Krebsrisiko erhöht sich laut der WHO selbst bei moderatem Alkoholkonsum. Und es potenziere sich, wenn zum täglichen Trinken noch das Rauchen komme. "Wer Alkohol trinkt, sollte das maßvoll tun und unter keinen Umständen rauchen", warnt IARC-Direktor Peter Boyle. Die insgesamt 26 Experten aus 15 Ländern verhehlen nicht, dass Prozenthaltiges auch positive gesundheitliche Wirkungen haben kann. Im Alter etwa mindert der tägliche Schoppen Wein oder ein Schluck Korn das Risiko für Herz-Kreislauf-Leiden. Nach Würdigung der vorliegenden Fachliteratur kommen die Gutachter sogar selbst zu dem Schluss, dass Alkohol die Gefahr, an Nierentumoren oder sogenannten Non-Hodgkin-Lymphomen zu erkranken, eher verringert. Doch dem stellen sie die schwere Hypothek anderer Krebsarten gegenüber, die nach Lage der Dinge von Ethanol verursacht werden können.

    Vor allem Frauen gefährdet
    "Die meisten Sorgen macht uns das Mamma-Karzinom", sagt Helmut Karl Seitz, Ärztlicher Direktor der Akademischen Lehrklinik der Universität Heidelberg. Bei der Brustkrebs-Erkrankung von Frauen gebe es "die stärkste Assoziation zum Alkoholkonsum, was aber in der Öffentlichkeit zu kurz kommt", erklärte Seitz, der zum 26-köpfigen Gutachterteam in WHO-Diensten gehörte. Es sei nicht möglich, eine Unbedenklichkeitschwelle für die Ethanol-Aufnahme durch Frauen anzugeben. Schon zehn Gramm am Tag könnten unter Umständen zu viel sein. "Das ist weniger als ein Achtelliter Wein", sagt der Gastroenterologe und Präsident der Europäischen Alkoholforschungsgesellschaft. Pro weitere zehn Gramm Ethanol steigt das Brustkrebsrisiko laut Seitz um acht Prozent.

    Dutzende medizinische Studien ausgewertet
    Die WHO-Beauftragten durchforsteten die aktuelle Fachliteratur und urteilten auf der Basis von mehreren Dutzend, zum Teil sogar über hundert Studien für jede einzelne betrachtete Sorte Gewebetumor. Was sie daraus ableiteten, liest sich so: Wer täglich 50 Gramm Trinkalkohol zu sich nimmt (was in etwa zweieinhalb Gläsern Wein oder 1,2 Litern Bier entspricht), trägt ein zwei- bis dreimal höheres Risiko für Kehlkopf-, Rachen- und Speiseröhrenkrebs als ein abstinenter Zeitgenosse. Bei Dickdarmkrebs steigt die Gefahr auf das 1,4-, bei Brustkrebs das 1,5-Fache.

    Rauchen macht alles noch schlimmer
    Richtiggehend dramatisch wächst die Gefahr aber erst bei gleichzeitigem Alkohol- und Tabakkonsum. Das zeigt unter anderem eine Studie aus Südamerika, wie Jakob Linseisen vom DKFZ betont: "Bei Personen mit einem Alkoholkonsum von 25 bis 50 Gramm pro Tag war das Risiko für Speiseröhren um das zwei- bis dreifache erhöht", so der Ernährungswissenschaftler. Ganz ähnlich habe es in der Gruppe der Genussraucher ausgesehen: Eine bis sieben Zigaretten pro Tag verdoppelten das Risiko. Bei Leuten aber, die gleichzeitig tranken und rauchten, sei die Krebsgefahr um den Faktor 12 gestiegen.

    Quelle und weiter gehts unter:
    http://onleben.t-online.de/c/11/63/75/36/11637536.html

  2.  
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  3. #2
    Avatar von DisainaM

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    Re: Das unterschätzte Killerpaar

    Hätte es in den Warschauer Pakt Staaten während des Kommunismusses nicht die tägliche Dröhnung mit Alkohol gegeben, die Zahl von Gewalttaten von verzweifelten Menschen wäre um einiges höher.

  4. #3
    antibes
    Avatar von antibes

    Re: Das unterschätzte Killerpaar

    einige der ex-warschauer-Paktler haben wir hier vor ort. das gewalt- und selbstzerstörungspotential derer ist beängstigend.

    stellt sich die frage, ob die rote arme besser ohne alkohol überlebt hätte.

    diese beiden killer sind bei mir fast chancenlos.
    mein konsum an zigaretten sind zwei pro monat (mit teilweise monatelangen nichtraucherphasen) und im schnitt ein weizenbier in drei wochen (ausser bei computerproblemen).
    mehr pack ich leider nicht. meine russische ex meint ja, dass ich langweilig bin .

    übrigens, links im smilie das bin ich.

  5. #4
    Kali
    Avatar von Kali

    Re: Das unterschätzte Killerpaar

    Ich denke nicht, dass es einen Kampftrinker vom Saufen abhält, wenn er auf der Bierdose ein Aufdruck ´Rauchen gefährdet die Gesundheit´ vorfindet. ;-D

    Kleiner Scherz, deguenny, hab´ es schon verstanden, die Problematik wird nur zu oft nicht ernst genommen und total unterschätzt. Besonders deutlich wird es, wenn man den Opfern ihrer eigenen Ignoranz gegenübersteht.

  6. #5
    Avatar von raksiam

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    Re: Das unterschätzte Killerpaar

    Zitat Zitat von Kali",p="498420
    Ich denke nicht, dass es einen Kampftrinker vom Saufen abhält, wenn er auf der Bierdose ein Aufdruck ´Rauchen gefährdet die Gesundheit´ vorfindet. ;-D

    Kleiner Scherz, deguenny, hab´ es schon verstanden, die Problematik wird nur zu oft nicht ernst genommen und total unterschätzt. Besonders deutlich wird es, wenn man den Opfern ihrer eigenen Ignoranz gegenübersteht.
    Ich glaube eher das die Herren und Damen sich dazu Entschließen werden auf Flachen und Dosen mit alkoholischen Inhalt "Saufen gefährdet die Gesundheit" drucken zu lassen und das ganze dann noch mit Bildern einer Alkoholleber oder einer Säufernase zu versehen.

    Nur leider sind das Maßnahmen die überhaupt nicht bringen.

  7. #6
    Avatar von wingman

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    Re: Das unterschätzte Killerpaar

    Ich denke das alles ist völlig nutzlos. Meiner Schwester (Kampfqualmerin) das Rauchen zu vermiesen ist völlig ausgeschlossen.
    Qualmt der Schornstein nicht ist ihr Leben nicht in Ordnung.
    So auch mit den Kampftrinkern. Beides zusammen erledigt das Problem von ganz allein.........schafft Arbeitsplätze.
    In der Tabakindustrie, den Brennereien, dem Sargbauer, Bestattungsunternehmen und dem Totengräber.
    Alles hat seinen Sinn..........

  8. #7
    Avatar von DisainaM

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    Re: Das unterschätzte Killerpaar

    Das Programm,

    Rauchen für die Rente
    und
    Trinken für die Rente,

    war ja seinerzeit errechnet worden,
    wenn die Menschen durch Nicht-Rauchen und Nicht-Trinken länger leben würden, und so das Defizit bei den Staatsausgaben weiter vergrößern würden.

    (Ironie aus)

  9. #8
    Avatar von wingman

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    Re: Das unterschätzte Killerpaar

    Da fehlt noch ein sehr gefährlicher aspekt.........die Gummibärchen !!
    Diese kleinen Kameraden sorgen dafür gerade süchtig machend das die Menschen in den Werkstätten und Büros immer fetter werden und ebenfalls dahingerafft werden ;-D .
    Dann sind da die unscheinbaren Ableger der Gummibärchen und zwar die Haribo Schnuller und die Lakritzschnecken.
    Sehr gefährliche in die abhängkeit treibende Drogen am Arbeitsplatz .
    Wird das nächste sein Haribo freie Zone....................

  10. #9
    antibes
    Avatar von antibes

    Re: Das unterschätzte Killerpaar

    @DisainaM,
    wenn du die kosten für psychotherapien, medizinische behandlungen, wiedereingliederungsmassnahmen, soziale konflikte, wie familie und ehe, sowie sonstige folgekosten den süchten entgegenstellst, wird sich deine rechnung umkehren.
    für mich ist eines klar. alkohol und tabak sind für den staat langfristig ein minusgeschäft, ganz abgesehen vom weiteren schäden.

  11. #10
    Kali
    Avatar von Kali

    Re: Das unterschätzte Killerpaar

    Zitat Zitat von antibes",p="498448
    [...] alkohol und tabak sind für den staat langfristig ein minusgeschäft, ganz abgesehen vom weiteren schäden.
    Nicht solange die Steuereinnahmen die Kosten der gesundheitlichen Folgeschäden übersteigen, wobei die psychischen Folgeschäden der Betroffenen und ihrer Angehörigen geldlich gar nicht erfasst werden können.

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