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Darwin, Evolution, Buddhismus und andere wichtige Dinge

Erstellt von Tramaico, 28.12.2011, 12:19 Uhr · 48 Antworten · 3.536 Aufrufe

  1. #21
    woody
    Avatar von woody
    Na dann noch das

    Quelle wiki linl oben:

    Einfluss auf verschiedene weltanschauliche Standpunkte [Bearbeiten]

    Der Historiker Richard Hofstadter, welcher mit seiner grundlegenden Publikation Social Darwinism in American Thought, 1860–1915 den Begriff „Sozialdarwinismus“ in seinem heutigen Gebrauch etablierte, stellte den Sozialdarwinismus von H. Spencer und William Graham Sumner als willkommene theoretische Grundlage des Laissez-faire Kapitalismus dar, welcher von amerikanischen Industriellen wie Andrew Carnegie, John D. Rockefeller u. a. vertreten wurde und von Vertretern konservativer und wirtschaftsliberaler Strömungen dazu benutzt wurde, um unerwünschte staatliche Eingriffe in die Wirtschaft zu bekämpfen.[43][44]
    Während der individualistische Sozialdarwinismus in der Tradition Spencers vorwiegend in einem Laissez-faire Kapitalismus Ausdruck fand, gab es auch kollektive Sozialdarwinismen, die den Kampf zwischen Rassen und Völkern als Grundlage des evolutionären Fortschritts ansahen (z. B. E. Haeckel[45]). Nachdem die Popularität des spencerschen Sozialdarwinismus bereits stark nachgelassen hatte, gewannen die religiös geprägten Sozialdarwinismen von Benjamin Kidd und Henry Drummond an Bedeutung[46] und wurden besonders von religiös-konservativer Seite als Verteidigung des Glaubens überwiegend positiv aufgenommen.[47] Allerdings gab es auch früher auf der Basis von Spencers Sozialdarwinismus Rezeptionen seitens christlicher Theologen.[48] Beispielsweise entwickelte der Spencer-Bewunderer und Theologe Henry Ward Beecher einen christianisierten Sozialdarwinismus.[49]
    Laut R. Hofstadter soll das darwinistisches Denken auch auf das Denken der frühen orthodoxen Marxisten Einfluss gehabt haben;[50] so hätte sich K. Marx gegenüber F. Engels auf Darwins Origin of Species als Basis für den Klassenkampf[51] berufen. Auch Sozialisten wie Keir Hardie vertraten darwinistische Positionen.[52] Auch gab es sozialistische Sozialdarwinisten wie Jack London[53] und andere[54] welche direkten Bezug zu H. Spencer und E. Haeckel nahmen.
    Liest man die Originalbriefe, begrüßen sowohl Marx als auch Engels als positiven Nebeneffekt an Darwins Werk die Zerstörung der Teleologie. So schrieb Engels 1859 an Marx: „Übrigens ist der Darwin, den ich jetzt gerade lese, ganz famos. Die Teleologie war nach einer Seite hin noch nicht kaputtgemacht, das ist jetzt geschehen.“[55] Und Marx schrieb 1861 an Ferdinand Lassalle: „Sehr bedeutsam ist Darwins Schrift und passt mir als naturwissenschaftliche Unterlage des geschichtlichen Klassenkampfs. Die grob englische Manier der Entwicklung muss man natürlich in den Kauf nehmen. Trotz allem Mangelhaften ist hier zuerst der ‚Teleologie’ in der Naturwissenschaft nicht nur der Todesstoß gegeben, sondern der rationelle Sinn derselben empirisch auseinandergelegt.“[56]
    Dennoch wurde der Sozialdarwinismus aus der Sicht des Sozialismus überwiegend abgelehnt und die Gültigkeit des Darwinismus auf Physiologie und Anatomie eingeschränkt. Deutlich mehr Anklang fand die ältere Lehre des Lamarckismus, von der Vererbung erworbener Eigenschaften, in extremo als Lyssenkoismus in der Sowjetunion.
    Nur eine Minderheit hielt eine Vereinbarkeit für gegeben. Der sozialdemokratische Sozialdarwinist Ludwig Woltmann, einer der einflussreichsten Autoren in Bereich Eugenik, versuchte die gesellschaftspolitischen Ideen Ernst Haeckels mit dem Marxismus zu kombinieren.[57]
    Eugenik und Sozialdarwinismus [Bearbeiten]

    Während sich im späten 19. Jahrhundert der Sozialdarwinismus aus einer Vielzahl unterschiedlicher politischer Strömungen zusammensetzte, gab es Anfang des 20. Jahrhunderts eine zunehmende Radikalisierung und Vermischung sozialdarwinistischer Ansätze mit Eugenik und Rassentheorie. Eugenik wird insofern als „Transmissionsriemen“ angesehen, der die darwinistische Evolutionstheorie mit wohlfahrtsstaatlicher Planung („social engineering“) verband.[58] Mehr als Darwin spielte dabei allerdings ein von Francis Galton erstmals formulierter Gedanke eine zentrale Rolle, welcher besagte, dass unter Zivilisationsbedingungen die natürliche Auslese ausgeschaltet sei, und ohne Gegenmassnahme eine Degeneration zu erwarten sei.[59] Weingart, Kroll und Bayertz schreiben, dass ein „radikaler Richtungswechsel von einer progressiv-demokratischen zu einer reaktionär-‚aristokratischen‘ Deutung des politischen Inhalts der Darwinschen Theorie durch eine Akzentverlagerung vom Prinzip der Evolution auf den Mechanismus der Selektion“ erfolgt sei.[60] Dieser Ausbau des Sozialdarwinismus zu einer Weltanschauung und seine Instrumentalisierung durch die politische Rechte wurde durch die innerwissenschaftliche Entwicklungen weder korrigiert noch verhindert. Im Gegenteil blieb die Entwicklung der Humangenetik lange Zeit mit eugenischen Zielsetzungen verbunden.[61] Entsprechend sahen etliche in diesem Bereich tätige Biologen und Mediziner die Machtergreifung der Nationalsozialisten als eine Chance zur Verwirklichung ihrer eugenischen Vorstellungen.[62] Aber nur ein Teil der Eugeniker sah sich in der Tradition von Galton oder Darwin.[63] Eugenik wurde seit Jahrtausenden mit unterschiedlicher Motivation diskutiert und auch angewendet,[64] allerdings schien erst mit der Degenerationstheorie Galtons, die von seinem Vetter Darwin nach einigen Autoren mit gewissen Einschränkungen aufgegriffen wurde, andere bestreiten dies,[65] eine "wissenschaftliche" Fundierung möglich zu werden. Gerade weil die Degeneration als Grundlage der sozialdarwinistischen Eugenik empirisch nicht nachzuweisen war, "lieferte das Selektionsprinzip Darwins das theoretische Schlüsselargument für die Erhärtung des Degenerationsgedankens".[66] Insbesondere die Begründer der deutschen Eugenik, Schallmeyer und Ploetz, bezogen sich in ihren Schriften häufig auf Darwin.[67] Ein großer Teil derjenigen, welche eher den Begriff Rassenhygiene anstelle von Eugenik bevorzugten und dem rechten, rassistischem Flügel der Eugenikbewegung angehörten, lehnten, obwohl sie oft mit dem Label "Sozialdarwinistisch" versehen werden, die darwinistische Evolutionstheorie allerdings als materialistisch und Ausdruck eines liberalen Zeitalters ab und beriefen sich als Motivation für rassenhygienische Maßnahmen auf vordarwinistische sich als "wissenschaftlich" gebende Rassentheorien etwa von Arthur de Gobineau, welche eine Degeneration, hervorgerufen hauptsächlich durch Rassenmischung, prophezeite.[68]
    Bis zur Machtübernahme ....... im Jahr 1933 war die deutsche Eugenikbewegung gemäß der Historikerin Sheila Faith Weiss politisch und ideologisch heterogener als gemeinhin angenommen und rekrutierte sich hauptsächlich aus dem Bildungsbürgertum. Vor 1933 sei es nicht möglich, gewesen, eine politisch rechte (right wing) Dominanz auszumachen, da in den Reihen der Eugeniker beispielsweise der von der Historikerin politisch als konservativ eingestufte Fritz Lenz (nationalsozialistischer Wegbereiter), aber auch SPD-Mitglieder wie Alfred Grotjahn oder etwa Funktionsträger christlicher Kirchen, wie der Jesuit Hermann Muckermann, bekannt als „Papst der positiven Eugenik“, vertreten waren[69][70] Die politischen Standpunkte hätten das gesamte politische Spektrum der Wilhelminischen und der Weimarer Zeit überspannt.[71] Dem widerspricht der Befund des Autorenteams Weingart/Kroll/Bayertz, die in einer geschichtlichen Gesamtbetrachtung zu dem Schluss kommen, dass die Mehrzahl der Eugeniker „nationalistisch, wenn nicht gar völkisch, rassistisch oder nationalsozialistisch“ gewesen sei.[72] Zwar hätte es tatsächlich innerhalb der Sozialdemokratie einen zentristischen und revisionistischen Flügel gegeben, der Marxismus und Darwinismus in stark vereinfachender Weise miteinander zu einer evolutionistischen Geschichts- und Gesellschaftsauffassung („Darwino-Marxismus“) verbunden hätte.[73] Die Sozialistische Eugenik, so Medizinhistoriker Manfred Vasold, blieb jedoch innerhalb der SPD eine Randerscheinung.[74]
    Innerhalb der Eugeniker, die in der deutschen Gesellschaft für Rassenhygiene organisiert waren, unterscheidet die Literatur zwischen dem radikalen, rassistischen Münchener Flügel um Friedrich Lenz, Alfred Ploetz und Ernst Rüdin und einem moderaterem, eher „progressiven“ Berliner Flügel um Alfred Grothjan, Hermann Muckermann und Hans Harmsen, welcher politisch eng mit der Zentrumspartei und Teilen der Sozialdemokratischen Partei verbunden war.[75] Die Vertreter des Münchener Flügels setzten sich in der Regel für Zwangssterilisation oder sogar Euthanasie ein. Dagegen lag der Schwerpunkt des Berliner Flügels, die sich oft lieber als „Eugeniker“ denn als „Rassehygieniker“ bezeichneten, eher auf Maßnahmen der Förderung der Reproduktion der „normalen“ Bevölkerung[76] und auf freiwilligen Sterilisationen.[77] Im Zuge der Machtergreifung kam es zu einem weitgehenden personellen Austausch des Berliner Flügels zugunsten des Münchener Flügels der Rassenhygiene.[78]

  2.  
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  3. #22
    woody
    Avatar von woody
    Na dann noch das

    Quelle wiki linl oben:

    Einfluss auf verschiedene weltanschauliche Standpunkte [Bearbeiten]

    Der Historiker Richard Hofstadter, welcher mit seiner grundlegenden Publikation Social Darwinism in American Thought, 1860–1915 den Begriff „Sozialdarwinismus“ in seinem heutigen Gebrauch etablierte, stellte den Sozialdarwinismus von H. Spencer und William Graham Sumner als willkommene theoretische Grundlage des Laissez-faire Kapitalismus dar, welcher von amerikanischen Industriellen wie Andrew Carnegie, John D. Rockefeller u. a. vertreten wurde und von Vertretern konservativer und wirtschaftsliberaler Strömungen dazu benutzt wurde, um unerwünschte staatliche Eingriffe in die Wirtschaft zu bekämpfen.[43][44]
    Während der individualistische Sozialdarwinismus in der Tradition Spencers vorwiegend in einem Laissez-faire Kapitalismus Ausdruck fand, gab es auch kollektive Sozialdarwinismen, die den Kampf zwischen Rassen und Völkern als Grundlage des evolutionären Fortschritts ansahen (z. B. E. Haeckel[45]). Nachdem die Popularität des spencerschen Sozialdarwinismus bereits stark nachgelassen hatte, gewannen die religiös geprägten Sozialdarwinismen von Benjamin Kidd und Henry Drummond an Bedeutung[46] und wurden besonders von religiös-konservativer Seite als Verteidigung des Glaubens überwiegend positiv aufgenommen.[47] Allerdings gab es auch früher auf der Basis von Spencers Sozialdarwinismus Rezeptionen seitens christlicher Theologen.[48] Beispielsweise entwickelte der Spencer-Bewunderer und Theologe Henry Ward Beecher einen christianisierten Sozialdarwinismus.[49]
    Laut R. Hofstadter soll das darwinistisches Denken auch auf das Denken der frühen orthodoxen Marxisten Einfluss gehabt haben;[50] so hätte sich K. Marx gegenüber F. Engels auf Darwins Origin of Species als Basis für den Klassenkampf[51] berufen. Auch Sozialisten wie Keir Hardie vertraten darwinistische Positionen.[52] Auch gab es sozialistische Sozialdarwinisten wie Jack London[53] und andere[54] welche direkten Bezug zu H. Spencer und E. Haeckel nahmen.
    Liest man die Originalbriefe, begrüßen sowohl Marx als auch Engels als positiven Nebeneffekt an Darwins Werk die Zerstörung der Teleologie. So schrieb Engels 1859 an Marx: „Übrigens ist der Darwin, den ich jetzt gerade lese, ganz famos. Die Teleologie war nach einer Seite hin noch nicht kaputtgemacht, das ist jetzt geschehen.“[55] Und Marx schrieb 1861 an Ferdinand Lassalle: „Sehr bedeutsam ist Darwins Schrift und passt mir als naturwissenschaftliche Unterlage des geschichtlichen Klassenkampfs. Die grob englische Manier der Entwicklung muss man natürlich in den Kauf nehmen. Trotz allem Mangelhaften ist hier zuerst der ‚Teleologie’ in der Naturwissenschaft nicht nur der Todesstoß gegeben, sondern der rationelle Sinn derselben empirisch auseinandergelegt.“[56]
    Dennoch wurde der Sozialdarwinismus aus der Sicht des Sozialismus überwiegend abgelehnt und die Gültigkeit des Darwinismus auf Physiologie und Anatomie eingeschränkt. Deutlich mehr Anklang fand die ältere Lehre des Lamarckismus, von der Vererbung erworbener Eigenschaften, in extremo als Lyssenkoismus in der Sowjetunion.
    Nur eine Minderheit hielt eine Vereinbarkeit für gegeben. Der sozialdemokratische Sozialdarwinist Ludwig Woltmann, einer der einflussreichsten Autoren in Bereich Eugenik, versuchte die gesellschaftspolitischen Ideen Ernst Haeckels mit dem Marxismus zu kombinieren.[57]
    Eugenik und Sozialdarwinismus [Bearbeiten]

    Während sich im späten 19. Jahrhundert der Sozialdarwinismus aus einer Vielzahl unterschiedlicher politischer Strömungen zusammensetzte, gab es Anfang des 20. Jahrhunderts eine zunehmende Radikalisierung und Vermischung sozialdarwinistischer Ansätze mit Eugenik und Rassentheorie. Eugenik wird insofern als „Transmissionsriemen“ angesehen, der die darwinistische Evolutionstheorie mit wohlfahrtsstaatlicher Planung („social engineering“) verband.[58] Mehr als Darwin spielte dabei allerdings ein von Francis Galton erstmals formulierter Gedanke eine zentrale Rolle, welcher besagte, dass unter Zivilisationsbedingungen die natürliche Auslese ausgeschaltet sei, und ohne Gegenmassnahme eine Degeneration zu erwarten sei.[59] Weingart, Kroll und Bayertz schreiben, dass ein „radikaler Richtungswechsel von einer progressiv-demokratischen zu einer reaktionär-‚aristokratischen‘ Deutung des politischen Inhalts der Darwinschen Theorie durch eine Akzentverlagerung vom Prinzip der Evolution auf den Mechanismus der Selektion“ erfolgt sei.[60] Dieser Ausbau des Sozialdarwinismus zu einer Weltanschauung und seine Instrumentalisierung durch die politische Rechte wurde durch die innerwissenschaftliche Entwicklungen weder korrigiert noch verhindert. Im Gegenteil blieb die Entwicklung der Humangenetik lange Zeit mit eugenischen Zielsetzungen verbunden.[61] Entsprechend sahen etliche in diesem Bereich tätige Biologen und Mediziner die Machtergreifung der Nationalsozialisten als eine Chance zur Verwirklichung ihrer eugenischen Vorstellungen.[62] Aber nur ein Teil der Eugeniker sah sich in der Tradition von Galton oder Darwin.[63] Eugenik wurde seit Jahrtausenden mit unterschiedlicher Motivation diskutiert und auch angewendet,[64] allerdings schien erst mit der Degenerationstheorie Galtons, die von seinem Vetter Darwin nach einigen Autoren mit gewissen Einschränkungen aufgegriffen wurde, andere bestreiten dies,[65] eine "wissenschaftliche" Fundierung möglich zu werden. Gerade weil die Degeneration als Grundlage der sozialdarwinistischen Eugenik empirisch nicht nachzuweisen war, "lieferte das Selektionsprinzip Darwins das theoretische Schlüsselargument für die Erhärtung des Degenerationsgedankens".[66] Insbesondere die Begründer der deutschen Eugenik, Schallmeyer und Ploetz, bezogen sich in ihren Schriften häufig auf Darwin.[67] Ein großer Teil derjenigen, welche eher den Begriff Rassenhygiene anstelle von Eugenik bevorzugten und dem rechten, rassistischem Flügel der Eugenikbewegung angehörten, lehnten, obwohl sie oft mit dem Label "Sozialdarwinistisch" versehen werden, die darwinistische Evolutionstheorie allerdings als materialistisch und Ausdruck eines liberalen Zeitalters ab und beriefen sich als Motivation für rassenhygienische Maßnahmen auf vordarwinistische sich als "wissenschaftlich" gebende Rassentheorien etwa von Arthur de Gobineau, welche eine Degeneration, hervorgerufen hauptsächlich durch Rassenmischung, prophezeite.[68]
    Bis zur Machtübernahme ....... im Jahr 1933 war die deutsche Eugenikbewegung gemäß der Historikerin Sheila Faith Weiss politisch und ideologisch heterogener als gemeinhin angenommen und rekrutierte sich hauptsächlich aus dem Bildungsbürgertum. Vor 1933 sei es nicht möglich, gewesen, eine politisch rechte (right wing) Dominanz auszumachen, da in den Reihen der Eugeniker beispielsweise der von der Historikerin politisch als konservativ eingestufte Fritz Lenz (nationalsozialistischer Wegbereiter), aber auch SPD-Mitglieder wie Alfred Grotjahn oder etwa Funktionsträger christlicher Kirchen, wie der Jesuit Hermann Muckermann, bekannt als „Papst der positiven Eugenik“, vertreten waren[69][70] Die politischen Standpunkte hätten das gesamte politische Spektrum der Wilhelminischen und der Weimarer Zeit überspannt.[71] Dem widerspricht der Befund des Autorenteams Weingart/Kroll/Bayertz, die in einer geschichtlichen Gesamtbetrachtung zu dem Schluss kommen, dass die Mehrzahl der Eugeniker „nationalistisch, wenn nicht gar völkisch, rassistisch oder nationalsozialistisch“ gewesen sei.[72] Zwar hätte es tatsächlich innerhalb der Sozialdemokratie einen zentristischen und revisionistischen Flügel gegeben, der Marxismus und Darwinismus in stark vereinfachender Weise miteinander zu einer evolutionistischen Geschichts- und Gesellschaftsauffassung („Darwino-Marxismus“) verbunden hätte.[73] Die Sozialistische Eugenik, so Medizinhistoriker Manfred Vasold, blieb jedoch innerhalb der SPD eine Randerscheinung.[74]
    Innerhalb der Eugeniker, die in der deutschen Gesellschaft für Rassenhygiene organisiert waren, unterscheidet die Literatur zwischen dem radikalen, rassistischen Münchener Flügel um Friedrich Lenz, Alfred Ploetz und Ernst Rüdin und einem moderaterem, eher „progressiven“ Berliner Flügel um Alfred Grothjan, Hermann Muckermann und Hans Harmsen, welcher politisch eng mit der Zentrumspartei und Teilen der Sozialdemokratischen Partei verbunden war.[75] Die Vertreter des Münchener Flügels setzten sich in der Regel für Zwangssterilisation oder sogar Euthanasie ein. Dagegen lag der Schwerpunkt des Berliner Flügels, die sich oft lieber als „Eugeniker“ denn als „Rassehygieniker“ bezeichneten, eher auf Maßnahmen der Förderung der Reproduktion der „normalen“ Bevölkerung[76] und auf freiwilligen Sterilisationen.[77] Im Zuge der Machtergreifung kam es zu einem weitgehenden personellen Austausch des Berliner Flügels zugunsten des Münchener Flügels der Rassenhygiene.[78]

  4. #23
    Tramaico
    Avatar von Tramaico
    Weisst Du was das ganze Kernproblem bei der Thematik Euthanasie der Rassismus-Faschisten ist? Sie greifen erneut in die Natur ein und versuchen natuerliche Gegebenheiten durch menschliches Gebahren zu "optimieren". Das eigentliche Problem des Menschen ueberhaupt. Kaputtreparieren wollen, wodurch dann der Homo Sapien mehr und mehr seiner eigenen Ausrottung entgegendriftet und sich endlos im Kreis dreht.

    Da versuchen braune Intelligenzverweigerer einen Uebermenschen zu zuechten, was wiederum nur in's Auge gehen kann. Siehe z. B. kuenstlich erzeugte Hunderassen. Voller Makel und viel lebensuntauglicher und krankheitsanfaelliger als Promenadenmischungen, waehrend Rassehunde lediglich durch Erscheinungsbild und menschlich erstrebenswerte Attribute ueberzeugen sollen. Genau das Gegenteil wird somit erreicht. Sie sind kein Fortschritt sondern ein Rueckschritt weil in die natuerlichen Gegebenheiten menschlich manipulativ eingegriffen wurde anstatt der Natur ihren freien Lauf zu lassen.

    Du siehst wie immens bloed doch dieser Homo Sapiens ist und warum somit ...... aber keine Pille gegen die Bloedheit erfunden wurde. Der Kasper Mensch versucht Optimales zu optimieren und saegt dabei kontinuierlich des Ast ab auf dem er sitzt, weil er das natuerliche Gleichgewicht voellig aus dem Lot bringt.

    Saemtliche Probleme auf diesem Planeten sind menschgemacht, lieber Rudi und das ist und bleibt ein Faktum. Und je weiter wir fortschreiten umso groesser wird die Uneinsicht und das ganze wird dann mit stolzgeschwellter Brust als Zivilisation angepriesen. Faszinierend, wuerde ein Vulkanier dazu sagen. Kurzum, meiner voellig unbedeutenden und millardenfach ueberstimmten Ansicht nach schreitet einzig und allein die Intelligenzverweigerung vehemment fort, weil letztendlich nicht der Verstand sondern der MOP tragend ist, was natuerlich vom MOP auch verstaendlicherweise aus reinem eigenen Interessse auch begruesst wird. Aber dieses ist auch nur scheinbar, weil natuerlich Alphatiere im Untergrund sich die Dummheit des MOP zu Nutzen macht. Hatte ja schon erwaehnt, dass Alphatiere skrupellos sind und nach dem Prinzip nach mir die Sintflut leben. Somit ist Sozialdarwinismus existent und kontinuierlich in Anwendung und wird lediglich durch die enorme, manipulierte graue Masse ueberschattet. Axel Springer war z. B. solch ein typisches Alphatier, das sich die Inteligenzverweigerung der Lemminge stetig zu Nutzen machte.

  5. #24
    Avatar von franky_23

    Registriert seit
    25.01.2009
    Beiträge
    8.731
    Zitat Zitat von Tramaico Beitrag anzeigen
    Du siehst wie immens bloed doch dieser Homo Sapiens ist und warum somit ...... aber keine Pille gegen die Bloedheit erfunden wurde.
    Saemtliche Probleme auf diesem Planeten sind menschgemacht, lieber Rudi und das ist und bleibt ein Faktum.

    So was gibt ein normale Mensch höchstens im zugedröhnten Zustand von sich


    Axel Springer war z. B. solch ein typisches Alphatier, das sich die Inteligenzverweigerung der Lemminge stetig zu Nutzen machte.
    Den Herdentrieb der Lemminge mit Intelligenzverweigerung in Verbindung zu bringen. Die Flut hat allerlei Plagen mit sich gebracht.

  6. #25
    Tramaico
    Avatar von Tramaico
    Zitat Zitat von franky_23 Beitrag anzeigen
    So was gibt ein normale Mensch höchstens im zugedröhnten Zustand von sich
    Da ich Alkohol letztmalig am 05.12.2011 konsumiert habe und Drogen generell ablehne, kann jetzt, davon ausgehend, dass Deine Aussage faktisch und nicht nur eine persoenliche Ansicht ist, nur eines geschlossen werden.

    Ich bin kein normaler Mensch.

    Wenn das von der Allgemeinheit verstandene Normale tatsaechlich normal ist, dann bin ich gerne pervers.

  7. #26
    woody
    Avatar von woody
    Zitat Zitat von Tramaico Beitrag anzeigen
    .....Somit ist Sozialdarwinismus existent und kontinuierlich in Anwendung und wird lediglich durch die enorme, manipulierte graue Masse ueberschattet. Axel Springer war z. B. solch ein typisches Alphatier, das sich die Inteligenzverweigerung der Lemminge stetig zu Nutzen machte.
    Sozialdarwinismus ist eine menschliche Idee aber keine Tatsache. So sehe ich das. Ende.

  8. #27
    Tramaico
    Avatar von Tramaico
    Es ist einfach wie es ist und wie es ist so ist es eben, auch wenn man manchmal nicht moechte, dass es ist wie es ist und es doch besser anders waere. Speziell im Hinblick auf den Homo Sapiens.

    Was bleibt? Die Weisheit der buddhistischen Lehre. Der kann sogar der Sozialdarwinismus und ein unausstehlicher Tramaico nichts anhaben. Einzige sonstige Alternative waere noch die massive Intelligenzverweigerung, aber sonst?

  9. #28
    woody
    Avatar von woody
    Ich habe keine Lust dazu selbst Aufsaetze zu schreiben, d.h. aber nicht, dass ich meinen Standpunkt nicht begruenden koennte.

    Da meine Buecher in D sind, habe ich mal gegoogelt und Folgendes gefunden, was mir logisch erscheint und meine Aufassung bestaetigt.

    http://www.kaththeol.uni-muenchen.de...ldarwin-tp.pdf

  10. #29
    Tramaico
    Avatar von Tramaico
    Lediglich ein Versuch reales hinwegzuschwurbeln, weil es nicht in das sozialgepraegte Gedankengut passt. Darwin hat weder den Darwinismus erfunden noch irgend jemand den Sozialdarwinismus sondern existierenden natuerliche Gegebenheiten wurden in Worte gefasst.

    Der Staerkere, kann auch durch der Maechtigere ersetzt werden, dominiert den Schwaecheren. Sowohl in der Natur wie auch in der vermeintlichen Zivilisation. Wird nur immer wieder elegant kaschiert, damit der Humanaspekt nicht auf der Strecke bleibt wodurch sich ja der Mensch nicht vom Tier unterscheiden wuerde. Wodurch soll sich denn nun der Mensch vom Tier tatsaechlich unterscheiden. Er ist in der Lage zum Denken? Nun ja, im Regelfall auch nur in einem sehr begrenzten Masse. Durch soziale Komponenten? Nun ja, im Regelfall auch nur in einem sehr gebrenzten Masse, solange es letztendlich dem eigenen Nutzen dient.

    Der Klassenkampf (Sozialdarwinismus) ist permanent praesent, obwohl meist eben nur unterschwellig. Der Mensch ist kein sozialeres Wesen als irgendeine andere Spezie, sondern er rottet sich in Lobbies zusammen um die eigenen egoistischen Interessen durchzusetzen. Nein, dies ist jetzt keine subjektive Betrachtungsweise sondern eine rein objektive. Ueber ich deswegen Kritik an diesen Gegebenheiten? Mitnichten, wie koennte ich? Sie sind ja rein natuerlich und nicht menschgemacht. Somit lebe ich einfach nur mit diesem Umstand und stelle mich darauf ein anstatt ihn zu verleugnen um mir eine "gerechtere, humanere" Welt vorzugaukeln.

  11. #30
    woody
    Avatar von woody
    Zitat Zitat von Tramaico Beitrag anzeigen
    Lediglich ein Versuch reales hinwegzuschwurbeln, weil es nicht in das sozialgepraegte Gedankengut passt. Darwin hat weder den Darwinismus erfunden noch irgend jemand den Sozialdarwinismus sondern existierenden natuerliche Gegebenheiten wurden in Worte gefasst.....
    Hier kommen wir wieder zum Anfang zurueck.

    Waehrend sich die Thesen Darwins bestaetigten und zur Evolutionslehre wurden, sind die Thesen der Sozialdarwinisten in der Wissenschaft inzwischen obsolet.

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