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Buddhismus und gleichgeschlechtliche Liebe

Erstellt von nakmuay, 10.07.2013, 10:18 Uhr · 30 Antworten · 3.271 Aufrufe

  1. #1
    Avatar von nakmuay

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    Buddhismus und gleichgeschlechtliche Liebe

    War gestern in einem kleinen Wat spenden und der Mönch hat sich sehr viel Zeit für mich genommen. Eine Stunde lang hat er über die buddhistische Lehre gesprochen und über aktuelle Probleme. Das ganze war auf Thai also habe ich nicht alles verstanden, aber ich glaube im Großen und Ganzen habe ich die Botschaften verstanden.

    Nun ja um mich kurz zu fassen: Ich bin kein religiöser Mensch, habe aber bisher den Buddhismus respektiert.

    Nur habe ich ein Problem damit, dass der Mönch gestern meinte, dass Schwule, Lesben, Tomboys, .......s deshalb sind wie sie sind, weil sie ein schlechtes Karma vom vorherigen Leben haben.

    Meine Frage ist, habe ich einfach nur den falschen Mönch erwischt, oder sieht die (thailändische) buddhistische Lehre gleichgeschlechtliche Beziehungen als "schlecht" an? Bzw. als Bestrafung für vorherige Sünden.

    Ich selbst bin 100% hetero, aber ich finde es traurig, wenn selbst der Buddhismus solche Vorurteile hätte. + es müssten ja dann haufenweise Leute mit schlechtem Karma hier geben.

  2.  
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  3. #2
    Avatar von rolf2

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    Schwul sein ist wohl nichts unnatürliches, es ist nur nicht normal (Norm)

    was irgendwelche Leute glauben ist deren Sache, ich halte von dem ganzen Kram rein garnichts, Mönch, Papst, Priester, Pfarrer, Wirtschaft5experten, Politiker....

    hör mir den Kram an was die zu sagen haben, danach rattert aber mein Gehirn und ich komme zu "eigenständigen" Urteilen, insofern ist zumindestens für mich zunächst völlig unerheblich was irgendein Würdenträger Fachmann so von sich gibt.

    Ich hab nichtmal Respekt vor Buddha oder Jesus, das waren Traumtänzer meinetwegen Philosophen aber nichtsdesto Träumer, Spinner.

    Lebenden Mensche das Herz rausreißen und zu opfern wirkt heutzutage grotesk war aber auch mal aktzeptiertes Ritual und wichtig für den Sonnengott, alles quark mit Soße der ganze religiöse Glauben

  4. #3
    Avatar von meistersankt

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    Hi

    nun es gibt im Buddhismus auch Mönche (Birma) die zu Gewalt gegen andere Religionen aufrufen.
    Die Religion wird oft benutzt als Mittel zum Zweck, die Gründe für den Hass und die Probleme liegen oft wo anders, meistens ist es Angst und die vermeintlich anderen werden als der Gegner, das unnormale stigmatisiert.
    Gerade in konservativen Gesellschaften ist es üblich, das anderes oft als Gefahr gesehen wird, eine Parade (http://www.kleinanzeiger-koeln.de/bu...ognepride-2013) wie in Köln, Berlin oder anderswo wird es wahrscheinlich in soclhen Gesellschaften erst in mehr als 100 Jahren geben.
    Gruß

  5. #4
    Avatar von x-pat

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    Zitat Zitat von nakmuay Beitrag anzeigen
    Nur habe ich ein Problem damit, dass der Mönch gestern meinte, dass Schwule, Lesben, Tomboys, .......s deshalb sind wie sie sind, weil sie ein schlechtes Karma vom vorherigen Leben haben.
    Das ist eine weit verbreitete Meinung in Thailand. Es gibt hier eine gewisse fatalistische Tendenz, die Umstände einer Person mit Karma zu erklären. Das ist teilweise verständlich aufgrund des buddhistischen Weltbilds, teilweise aber auch reichlich stupide.

    Cheers, X-pat

  6. #5
    Avatar von nakmuay

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    Das kam mir im Gespräch auch so vor... wie zum Beispiel, dass Leute die unschöne Zähne haben, anscheinend im vorherigen Leben viel gelogen haben.

    Nach den beiden Argumenten habe ich auch nur noch mit einem halben Ohr zugehört.

  7. #6
    Avatar von ฉลาม

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    Warum tausende Kilometer entfernt der eigenen bekannten Verhaltensweisen "neue Richtlinien" suchen, die nicht auf ein gesundes Weltbild passen?
    Die Antwort war in Deinem letzten Satz schon enthalten.

  8. #7
    Avatar von Uns Uwe

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    Zitat Zitat von nakmuay Beitrag anzeigen
    Das kam mir im Gespräch auch so vor... wie zum Beispiel, dass Leute die unschöne Zähne haben, anscheinend im vorherigen Leben viel gelogen haben.

    Nach den beiden Argumenten habe ich auch nur noch mit einem halben Ohr zugehört.
    Das Du nur ein halbes Ohr hast, kommt davon, dass Du im vorherigen Leben beim Nachbarn an der Wand gelauscht hast. In den ganzen iditiotischen Religionen wird ungefähr genau so viel wirres Zeug gelabert, wie in der Politik. Ich denke immer, dass mit den Leuten etwas nicht stimmt die danach ihr leben ausrichten weil vor siebentrilliarden Jahren mal irgendjemand irgendetwas gesagt haben soll. Mir sind alle "Gläubigen" sehr suspekt.

    So, ich muss jetzt mal kurz aufhören zu schreiben. Ich muss jetzt mein Abendgebet sprechen.

  9. #8
    Avatar von phimax

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    Zitat Zitat von nakmuay Beitrag anzeigen
    ...deshalb sind wie sie sind, weil sie ein schlechtes Karma vom vorherigen Leben haben.
    So schlecht kann das Karma nicht gewesen sein, denn sie sind ja in der Daseinsform Mensch gelandet.
    Es hätte auch die Tierwelt, die der hunrigen Geister oder gar das Dasein in der buddhistischen Hölle sein können.

    Folgende Darstellung beschreibt das Thema imho recht gut:

    Im Buddhismus ist die 5exualität ein normaler Ausdruck menschlicher Bedürfnisse. Also kennt er in dieser Frage keine einschränkenden Gebote oder ein Verbot 5exuellen Verhaltens auch außerhalb der Verbindung von Mann und Frau. Homo5exualität, vor- oder außerehelicher Geschlechtsverkehr unterliegen deshalb keiner besonderen Regelung. Dem Buddhismus geht es nicht um abstrakte Ge- oder Verbote, die dann doch nicht eingehalten werden, sondern um die Entwicklung eines im Menschen selbst verankerten sittlichen Empfindens sowie um Einsicht in die positiven oder negativen Folgen der eigenen Handlungen. Grundsätzlich gilt, in allen Verrichtungen des Lebens eine bewusste, achtsame und somit respektvolle Haltung zu zeigen und niemandem Leid und Schaden zuzufügen. Also werde ich möglichst alles meiden, was diesen Prinzipien zuwiderläuft. Wer mit der 5exualität selbstsüchtig, unachtsam und leichtfertig umgeht, wer seine/n Partner/in, Kinder oder Schutzbefohlene betrügt, verletzt und schändet oder ganz allgemein seine 5exuellen Neigungen anderen aufnötigt, verletzt die Würde des anderen und schadet in Verletzung der Eigenwürde letztlich auch sich selbst.

    Fazit: Nichts ist verboten, doch ist im Blick auf die Würde des Menschen nicht alles erlaubt, was nicht verboten ist.

    Quelle

  10. #9
    Avatar von ฉลาม

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    Man lernt sein Gegenüber besser über persönliches Auftreten und persönliche Anschauungen kennen. Zitate und Quellen sind nur vorgeschobene und abgeschriebene Denkschablonen ohne persönliche und individuelle Sichtweisen.
    Phimax, ich denke nicht, daß Du eine Marionette an den Fäden von Quelltexten bist. Da geht sicher mehr.

  11. #10
    Avatar von phimax

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    Zitat Zitat von ฉลาม Beitrag anzeigen
    Da geht sicher mehr.
    Es kam vor längerer Zeit mal eine Mail-Anfrage eines schwulen Pärchen,
    ob sie ihre Beziehung "segnen" lassen könnten.
    Nach kurzem Überlegen meinte der Chef: Dai.

    M.W. läßt sich in der Lehre bspw. keine Diskreditierung von Homo5exualität finden.
    Wie sie in der Praxis betrachtet wird, hängt imo wohl massgeblich vom Betrachter ab.


    Zitat Zitat von nakmuay Beitrag anzeigen
    Meine Frage ist,...
    Lies mal hier.
    Oder im Wiki

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