Seite 21 von 25 ErsteErste ... 111920212223 ... LetzteLetzte
Ergebnis 201 bis 210 von 248

Buddhismus ohne Lehre von den Wiedergeburten?

Erstellt von storasis, 10.11.2012, 15:07 Uhr · 247 Antworten · 9.343 Aufrufe

  1. #201
    Avatar von Waitong

    Registriert seit
    03.06.2010
    Beiträge
    2.636
    Schau dir mal an was zur Zeit in Burma stattfindet. Dort gehen buddhistische Moenche brutal gegen Muslime vor.

    Also, ob monotheistisch oder non-theistisch ist nicht die Ursache, es sind unbeherrschte "Menschen", die Gewalt ausueben.

    Nee Nee mein Gutster das ist zu einfach, es am Monotheismus aufzuhaengen.

  2.  
    Anzeige
  3. #202
    Avatar von phimax

    Registriert seit
    03.12.2002
    Beiträge
    14.274
    Zitat Zitat von Waitong Beitrag anzeigen
    Dort gehen buddhistische Moenche brutal gegen Muslime vor.
    Nee Nee mein Gutster das ist zu einfach, es am Monotheismus aufzuhaengen.
    Das interessiert mich. Hast du nähere, weiterführende Informationen dazu?
    P.S. Hab' was gefunden.

    Könn(t)en wir uns auf durch Religionen verblendete Menschen i.a. einigen?

  4. #203
    Avatar von Waitong

    Registriert seit
    03.06.2010
    Beiträge
    2.636
    An der Lehre von Jesus Christus kann ich nichts entdecken was zu Gewalt aufstachelt, also liegt es an den "Menschen" die ihn nicht verstehen wollen.













    Zu Burma --->


  5. #204
    Avatar von phimax

    Registriert seit
    03.12.2002
    Beiträge
    14.274
    Zitat Zitat von Waitong Beitrag anzeigen
    An der Lehre von Jesus Christus kann ich nichts entdecken was zu Gewalt aufstachelt, also liegt es an den "Menschen" die ihn nicht verstehen wollen.
    An der Lehre von Siddhartha Gautama kann ich nichts entdecken was zu Gewalt aufstachelt,
    also liegt es an den "Menschen" die sie nicht verstehen wollen.
    Satu.

    Ich suchte etwas anders und fand dies Christlich-buddhistischer Dialog:

    Der christlich-buddhistische Dialog steht zunächst vor dem großen Problem, dass der Buddhismus keinen Schöpfergott anerkennt, während das Christentum gerade einen solchen voraussetzt. Dennoch haben sich auf verschiedenen Ebenen fruchtbare Verbindungen von Christentum und Buddhismus ergeben.
    ebd.

  6. #205
    Avatar von Waitong

    Registriert seit
    03.06.2010
    Beiträge
    2.636
    Was Ethik- und Moral-Lehre angeht finde ich die Kern-Lehre des Buddhismus nach wie vor OK.

    Zu deinem LINK will ich noch kurz etwas ergaenzen, bevor ich mich aus dem aktiven Buddhismus-"Geschaeft"

    zurueckgezogen habe konnte ich mich noch ca. 2 Jahre mit den Schriften von Daisetz Teitaro Suzuki befassen.

    Er war ein guter Kenner der christlichen Lehre und hat u. a. mein Interesse fuer die christliche Lehre geweckt.

    Es gibt noch einen deutschen christlichen Ex-Pater, der jetzt Zen-Meister ist und dessen Schriften ich nur kurze Zeit

    gelesen habe. Ein Teil in mir ist ZEN geblieben, mal sehen wie lange noch.

  7. #206
    Avatar von x-pat

    Registriert seit
    06.11.2003
    Beiträge
    7.208
    Zitat Zitat von Tanha Beitrag anzeigen
    Zunächst einmal was mein burmesischer Abhidhamma-Lehrer dazu meinte, da ich dazu in den Lehrreden keine direkte Antwort fand:
    Die meisten Bewusstseinstypen im Abhidhamma sind entweder Karma selbst oder Karma-Resultate. Die meisten "freien/funktionellen" (kiriya) Bewusstseinstypen kommen nur im Arahat vor. Zwei davon das Sinnestorhinwendungsbewusstsein und das Geisttorhinwendungsbewusstsein (manchmal auch nur Geist-Tor genannt) sind auch im normalen Menschen kiriya. Damit meinte er zumindest , dass der Mensch an diesen Punkten weder von Karma noch von Karma-Resultaten beeinflusst wird.
    Das ist interessant. Ich habe eine ähnliche Sichtweise. Eine unbedingte Freiheit des Willens ist schon deswegen unmöglich, weil dafür eine unbedingt freie Instanz (=Atman) existieren müsste, die nicht nachweisbar ist. Auch das andere Extrem, der "harte" Determinismus, ist fehlerhaft. Der Geist kann nicht ausschließlich deterministisch funktionieren. Die indeterministische Komponente des Geistes kommt durch das Bewusstsein ins Spiel, bzw. durch das Öffnen des Bewusstseins zu bestimmten Wahrnehmungen. Dieses Öffnen ist mehr oder weniger die einzige Freiheit die wir genießen. Die Impulse die von dem Öffnen des Bewusstseins ausgehen, können Handeln und Sprache kritisch beeinflussen, in deterministischer Weise wiederum, und dies macht es überhaupt erst möglich zu lernen, sich zu entwickeln, und Verhaltensweisen zu ändern. Im Prinzip ist das Achtsamkeits-Training im Buddhismus eine Methode, die Frequenz der Bewusstseinsöffnungen zu maximieren.

    Kannst du erläutern was dir an dem kusala/akusala Modell nicht gefällt? Ich kann mir Situationen vorstellen, in denen akusala Emotionen/Regungen wie "tanha" (dein Kürzel) positive (kusala) Effekte hervorbringen. Meinst du das damit?

    Cheers, X-pat

  8. #207
    Avatar von x-pat

    Registriert seit
    06.11.2003
    Beiträge
    7.208
    Zitat Zitat von Waitong Beitrag anzeigen
    \
    1. So - tut sie das in der Realitaet wirklich ?
    2. Warst du schon einmal auf sogenannten buddhistischen Festen ?
    3. Wie wuerdest du deine Eindruecke beschreiben ?
    4. Hast du schon mal ein Kloster intensiv unter die Lupe genommen ?
    5. Wie schaut es dort aus ?
    6. Wie passen diese Eindruecke zu deiner obigen Behauptung ?
    1. Wenn sie gewissenhaft ausgeübt wird: ja!
    2. Ja.
    3. Buddhistische Feste interessieren mich nicht besonders. Meine Eindrücke sind jedoch überwiegend positiv, da es meistens geordnet zugeht und die Teilnehmer die Möglichkeit nutzen, buddhistische Tugenden wie Metta (Güte) und Dana (Großzügigkeit) auszuüben.
    4. Ja. Ich habe viele Kloster gesehen, manche über Jahre hinweg.
    5. Unterschiedlich. Hängt stark vom "Management" ab würde ich sagen.
    6. Ich habe keine Ahnung worauf du hinaus willst.

    Cheers, X-pat

  9. #208
    Avatar von Waitong

    Registriert seit
    03.06.2010
    Beiträge
    2.636
    Doch du hast Ahnung worauf ich hinaus will, daher haellst du dich bedeckt.


    Die gleiche Strategie wie in Sachen "Christenverfolgung".


    Aber was soll es, andere Schreiber waren ja erfolgreich und hilfreich - DANKE.

  10. #209
    Avatar von lucky2103

    Registriert seit
    30.09.2008
    Beiträge
    11.393
    Zitat Zitat von Chinchuk Beitrag anzeigen
    Es geht immer ums Leid. Der buddhistische Ansatz ist: wie vermeide ich Leid? Durch Veränderung der Sichtweise, durch Entmenschlichung (denn Menschen HABEN Gefühle. Sie sind keine Maschinen). In einer meiner früheren Jobs war ich in einer Firma, wo die leitenden Angestellten und die Geschäftsführung auf Scientology-Linie waren. Scientology sieht sich vom Selbstverständnis her in "buddhistischer Tradition". An die Leute kam man gar nicht mehr heran, die hatten einen dermaßen Überlegenheitskomplex und waren im Gegensatz dazu strohdumm. Durch ihre hypnoseähnlichen Psychotechniken versuchen Scientologen ihre Gefühle in den Griff zu kriegen und sich nicht mehr davon leiten zu lassen. Was dabei herauskam waren geistige Krüppel. Der Mensch ist m.M.n. ein Geschöpf Gottes und prinzipiell, mit all seinen Fehlern, so wie er ist in Ordnung. Am menschlichen Verstand und Wesen herumzumanipulieren führt zu Problemen.

    Ein Mensch ohne Gefühle oder mit weitgehend unterdrückten Gefühlen empfindet kein Mitleid mehr mit der Kreatur. Er ist wie eine Maschine. Deshalb halte ich den buddhistischen Ansatz des Vermeidens von Leid für zerstörerisch. Der christliche Ansatz ist eher: wie gehe ich mit dem Leid um? Niemand wünscht sich Leid. Aber es ist unumgehbar, dass Leid deinen Weg kreuzen wird. Wenn du mit Leid konfrontiert wirst musst du ihm ins Auge sehen. Zu leugnen dass es existiert, speziell wenn das Leid deinem Nächsten widerfährt, macht die Sache nicht besser. Im Gegenteil: es lässt den anderen mit dem Leid allein und verbietet ein "mitleiden". Es verbietet im Endeffekt auch jede Hilfe, da das Leid nicht als solches wahrgenommen wird.
    Warte, Du bist schon wieder neben der Spur.
    Du stellst immer das Deiner Meinung zu unterdrückende Leid der Buddhisten in den Mittelpunkt. Das ist falsch, eine falsche Beurteilung.
    Weißt Du, wie es richtig heissen muss ? Praputthajao will, dass die Menschen glücklich sind.

    Nochmals: Es gibt einmal die Lehre für die "Bevölkerung" und einmal für Mönche. Der Mönch, den Du im Glaskasten auf Samui gesehen hast, ist nicht von dieser Welt, er hat allem Weltlichen entsagt, er sucht seine eigene spirituelle Erleuchtung, ganz allein. Jegliches Ableiten auf die breite Bevölkerung ist unstatthaft.

    Weißt Du, was u.a. in den Büchern stand, die ich im Wat gelesen habe ? Einige Auszüge:

    - Wenn Dein Nachbar in Not ist, so eile ihm zu Hilfe.
    - Gebe nicht vorher groß an, wie Du Deinen Freund unterstützen willst, sondern lasse ihn diese Hilfe ohne Ansage zukommen, so sie nötig ist.
    - Es ist schäbig, Personen nur deshalb zu frequentieren, nur weil man sich (finanzielle) Vorteile davon erhofft.
    - Es ist Sünde, Tiere für den Profit zu töten.
    - Das, was Du anderen tust, wird Dir irgendwann selbst widerfahren.


    Es ging bei meinen Studien im Wat eigentlich NIE um's Leid. Du sprichst aus Unwissenheit. Du schmeisst wieder mal Äpfel und Birnen zusammen.

  11. #210
    Tramaico
    Avatar von Tramaico
    Zitat Zitat von Waitong Beitrag anzeigen
    Ich dagegen bin mir sicher, du weisst nichts ueber die Fragetechnik wie sie in der Mäeutik Anwendung findet.

    Das ist aber nicht weiter tragisch, Bildungsdefizite lassen sich auch mit 51 Lenzen noch ein wenig ausbuegeln .

    Hm, lehntest Du Zynismus und Polemik nicht generell ab und nun beissen sich in einem Post bestehend aus zwei Zeilen bereits diese beiden kurzen Saetze? Ist das, was Du unter Maeutik verstehst oder rechtfertigt lediglich der Zweck die Mittel?

    Ein bisschen wundert es mich schon, wie schnell Deine ganze Belesenheit dem religioesen Uebereifer zum Opfer faellt. Dieses versucht die buddhistische Lehre zu kompensieren. Opfer der eigenen Emotionalitaet zu werden, da dieses sehr schnell Leid verursacht. Du solltest Dich vielleicht mal, so wie ich, mit dem wesentlichen Kern der Lehre beschaeftigen und einfach von dem ganzen Schnickschnack drumherum Abstand nehmen. Diese ganzen bizarren Stilarten verwirren manchmal derart, dass nur der eigene klare Verstand ein Abkommen vom Weg kompensieren kann.

    Darum meine eigene Philosophie nur dem eigenen Verstand zu folgen, die uebrigens en par mit den Empfehlungen des Begruenders der buddhistischen Lehre ist. Nicht, weil ich es gerne moechte oder gar muss, weil ich mich als Buddhist sehe, sondern weil es eine rein logische Schlussfolgerung ist, die ganz natuerlich wuchs. Nur ein klarer Verstand kann wie ein Fels in einem Strom der Idiotie dieser wirklich trotzen, wenn man nicht mitgerissen werden will.

Seite 21 von 25 ErsteErste ... 111920212223 ... LetzteLetzte

Ähnliche Themen

  1. Versailles ohne Krieg, Transferzahlungen der Deutschen ohne Ende
    Von resci im Forum Politik und Wirtschaft außerhalb Thailands
    Antworten: 14
    Letzter Beitrag: 21.12.10, 10:17
  2. Engstirniger Buddhismus ?
    Von siajai im Forum Sonstiges
    Antworten: 37
    Letzter Beitrag: 05.08.09, 00:16
  3. Buddhismus als Nationalreligion
    Von x-pat im Forum Thailand News
    Antworten: 15
    Letzter Beitrag: 22.04.07, 16:31
  4. Buddhismus
    Von sabai-sabai im Forum Treffpunkt
    Antworten: 20
    Letzter Beitrag: 26.04.05, 08:59
  5. Buddhismus
    Von siddhartha im Forum Sonstiges
    Antworten: 8
    Letzter Beitrag: 06.01.01, 20:04