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Brandschutz

Erstellt von kcwknarf, 01.01.2009, 09:33 Uhr · 49 Antworten · 2.401 Aufrufe

  1. #41
    Avatar von kcwknarf

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    Re: Brandschutz

    Zitat Zitat von Dieter1",p="674016
    Der prozentuale Anteil an Todesfaellen im Verkehr ist einer der welthoechsten.
    Ja, das liegt aber vor allem an den Motorradfahrern.
    Und genau an diesen sieht man, was man Selbstverantwortung bringen kann. Ich sehe eigentlich nur Idioten auf Motorrädern, die nur an sich selber denken. Das hat aber nichts mit Verkehrsregeln zu tun. Die würden die eh alle brechen. Tun sie doch heute auch schon.

    Ich spreche von den normalen Autofahrern ohne 100 Menschen auf dem Kofferraum, ohne Harakiri-Taxi - oder Tuk-Tuk-fahrer, sondern vom Standard-Mittelklasse-PKW-Fahrer, der morgens zur Arbeit fährt (und somit vergleichbar mit Europa). Dann sieht die Statistik schon anders aus, wenn nur diese Fahrzeuge beteiligt sind.

    Motorräder komplett aus dem Verkehr ziehen wäre z.B. eine wirkungsvolle Präventivmaßnahme, weil der Hauch des Motorradfahrens einscheinend übermütig macht.

    Ist bestimmt wirkungsvoller als mehr Verkehrszeichen aufzustellen.

  2.  
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  3. #42
    petpet
    Avatar von petpet

    Re: Brandschutz

    Genauso ist es. Wenn jeder umsichtig fahren würde und zunächst erstmal an die Sicherheit anderer denkt, dann bräuchte man keine Regeln.
    Dann ist es aber auch vorbei mit dem Fahren, denn die Konsequenz wäre Stillstand.

  4. #43
    Avatar von Mr. D

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    Re: Brandschutz

    Zitat Zitat von kcwknarf",p="674006
    Leichtsinn und Dummheit kann man aber in den Griff bekommen.
    Das ist aber ein sehr optimistische Einschätzung. Ich würde sie sogar naiv nennen.

    Zitat Zitat von kcwknarf",p="674006

    Ich bin aber der Meinung, das man das Risiko eines Brandes auf vielleicht 10% senken könnte, wenn man im Vorfeld einige Maßnahmen durchführt. Man kann ja trotzdem noch Sprenkler usw. einbauen. Effizienz beginnt aber vorne, nicht hinten in der Katastrophenreihenfolge.
    Welche Maßnahmen wären das denn Diener Meinung nach?

    Zitat Zitat von kcwknarf",p="674006
    Ich hatte mal eine These entwickelt. Jeder Mensch entwickelt sich in eine bestimmte Richtung, je nachdem neben wem er am 1. Schultag in der Grundschule sitzt.
    Dazu kommen Einflüsse von Eltern, Lehrern, Nachbarn, Religionsführern, der natürlichen Umgebung, Medien usw.
    Wer heute z.B. über den Islamismus klagt, würde vielleicht ein Selbstmordattentäter, wenn er zufällig im Iran geboren wäre. Ich behaupte, dass ein Mensch nicht von Geburt an sclecht ist, sondern erst schlecht gemacht wird. Und genau hier kann man ansetzen. Genauso wie man Schutzmaßnahmen entwickelt kann man auch eine gute Welt entwickeln. Man muss es nur wollen und nicht sagen, dass das eh nicht geht.
    Das ist ein feiger Ansatz.
    Dass ein Mensch stark von seinem Umfeld geprägt ist, ist keine These, die Du entwickelt hast. Das ist Allgemeinwissen. Aber auch tendierst Du wieder dazu eine eigentlich banale Erkenntnis zu verallgemeinern und zu verabsolutieren. Nehmen wir doch mal z.B. Herrn Zumwinkel, Herrn von Pierer oder Herrn Makoff aus New York. Die hatten sicherlich in ihrer Jugend kein schlechtes Umfeld. Trotzdem haben sie sich gravierende Gaunereien zu schulden kommen lassen.

    Wie willst Du denn bitteschön eine Welt gestalten, wo so etwas ausgeschlossen ist? Es gibt viele Menschen, die gerne eine gute Welt entwickeln würden. Ideen dazu gibt es auch viele. Aber warum funktioniert das denn wohl nicht?

    Zitat Zitat von kcwknarf",p="674006
    Natürlich geht das nicht von heute auf morgen. Aber man kann ja mal anfangen.
    Dann frageich doch mal ganz frech: was tust Du denn konkret um die von Dir formulierten hehren ziele zu erreichen?

    Zitat Zitat von kcwknarf",p="674006
    Statt die Zeit mit Sicherheitsmaßnahmen zu verschleudern sollte man zumindest parallel an den Ursachen forschen und arbeiten. Leider tun das die Allerwenigstens. Und die das tun verteufelt man noch als unrealistische Weltverbesserer, Esoteriker, Idioten oder Weicheier. Das fängt doch schon in den Schulen an - der Wurzel allen Übels!
    Ich sehe da keinen Widerspruch. Nur wenn man die Ursachen von Unglücksfällen erforscht, kann man wirksame Gegenmaßnahmen entwickeln. das wird auch intensiv getan. Leider funktioniert die Umsetzung eben nicht überall so gut. Und Bildung ist nebenbei eine der Grundvoraussetzungen für das Funktionieren unserer Welt. Wie würdest Du die denn vermitteln wollen, nachdem Du die Schulen abgeschafft hast? Oder schwebt Dir eher eine Rückkehr zur Subsistenzwirtschaft vor?

    Zitat Zitat von kcwknarf",p="674006
    Ohne Medizin wäre richtig, weil eben fast jeder nur noch an die Medizin glaubt. Wäre das anders, bräuchte man kaum Medizin.
    Klar. Hat ja früher ohne Medizin auch toll funktioniert. Und 30 Jahre Lebenserwartung sind doch auch was. Ich jedenfalls glaube an die Medizin, weil sie nachweislich funktioniert. Da muss man sich nur die Statistiken über die Lebenserwartung der letzten 200 Jahre ansehen.

    Zitat Zitat von kcwknarf",p="674006
    Und das "solidarisch finanziertes Gesundheitswesen" ist eine Milchmädchenrechnung.

    Sagen wir mal, ein Normalbürger (2000 EUR Brutto/Mt) zahlt in seinem Leben (45 Jahre * 12 Monate * 300 EUR) 162.000 Euro an Krankenversicherung. Eine vereinfachte Rechnung. Inflation und Zinssatz bei guter alternative Sparanlage und andere Dinge hebe ich mal gegenseitig auf.
    Jetzt müsste ich also in den Jahren schon ganz schön heftig krank werden und viele Operationen haben, um den Gegenwert von 162000 Euro zu erreichen.
    Da die Versicherungen ja auch einen großen Teil in ihre Gbäude und Mitarbeiter anlegen, denke ich mal, dass der durchschnittliche Mensch in seinem Leben höchsten 100000 Euro an Krankheitskosten verbrät.
    Die Krankenkassen verbrauchen ca. 8% der Beiträge für Verwaltungskosten. Ein sehr hoher Wert. Schon möglich, dass ein Durchschnittsverdiener die Gesundheitskosten für sich und seine Familie (die hast Du wohl vergessen?) privat günstiger fi....eren könnte. Müsste man mal seriös durchrechnen.




    Zitat Zitat von kcwknarf",p="674006
    Wie hoch ist nun das Risiko, trotzdem so schwer zu erkranken, dass man deutlich mehr as 162000 Euro zahlt?
    Das kann man mathematisch ausrechnen. Vielleicht 20%. Und das kann man weiter reduzieren, indem man "gesund" lebt.
    Bleiben vielleicht 2% übrig.
    Das wären nach Deiner Rechnung ca. 1,6 Millionen Menschen in Deutschland, die durch hohe Gesundheitskosten ins Elend gestürzt würden bzw. die wegen fehlenden Geldes früher sterben müssten

    Zitat Zitat von kcwknarf",p="674006
    Und da stellt sich bei mir die Frage, ob für 2% ein solidarisch finanziertes Gesundheitswesen so sinnvoll ist,
    Aus meiner Sicht definitiv, siehe oben.


    Zitat Zitat von kcwknarf",p="674006
    Ich sage denen gar nichts. Zu der Erkenntnis muss schon jeder selber gelangen. Außerdem habe ich ja gerade gesagt, dass es immer ein Restrisiko gibt. Das gilt sicher auch für Krebs. Es wäre aber wünschenswert, wenn man die Menschen aufklären würde, dass es durchaus denkbar ist, dass es im Vorfeld Präventionsmöglichkeiten gibt.
    Dass in unserem Gesundheitswesen zu wenig für Prävention getan wird, ist auch eine Binsenweisheit. Aber auch hier schüttest Du wieder das Kind mit dem Bade aus.


    Zitat Zitat von kcwknarf",p="674006
    Genau diese Einstellung meine ich ja, die ich kritisiere.
    Gefährlicher und ungesnder leben auf Kosten der Allgemeinheit. Dadurch entstehen aber viel mehr Unglücke. Und irgendwann sind die Krankenhäuser so überfüllt, dass das beste Sozialsystem nichts mehr nützt.
    Aha. Was wäre denn dann der richtige Ansatz? Wenn ich zu Hause sitze werde ich fett und kriege hohen Blutdruck. Wenn ich Sport treibe kann ein Unfall passieren. Irgendwie habe ich da ja keine Chance, es richtig zu machen, oder?

  5. #44
    Avatar von kcwknarf

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    Re: Brandschutz

    Zitat Zitat von Mr. D",p="674026
    Welche Maßnahmen wären das denn Diener Meinung nach?
    In vorliegendem Falle würde die Erkenntnis jeden Einzelnen vor Orts reichen, dass das Zündeln von Raketen und anderen Dingen mit Feuer oder Glut in einer Katatstrophe enden könnte. Das wäre eine Maßnahme, die jeder einzelne für sich ohne Kosten anwenden könnte. Man muss nur mal sein Gehirn einschalten und an seine Mitmenschen denken.

    Bringt so etwas nicht, muss man halt solche Dinge in solche Lokalitäten verbieten oder gar nicht erst produzieren.

    Wenn man aber glaubt, zu Silvester braucht man Knaller, dann muss man eben das Risiko zu sterben, persönlich eingehen. Ist halt so. Man kann doch nichts Spaß ohne Grenzen und Rücksicht haben. Dafür ist das Leben auf der Erde nicht gedacht.

    Oder anders ausgedrückt: man kann auch Freude am Leben haben, ohne Risiken für sich selber und seine Umwelt einzugehen. Das ist eine Sache der inneren Einstellung.

    Zitat Zitat von Mr. D",p="674026
    Nehmen wir doch mal z.B. Herrn Zumwinkel, Herrn von Pierer oder Herrn Makoff aus New York. Die hatten sicherlich in ihrer Jugend kein schlechtes Umfeld.
    Das ist ohnehin ein Trugschluß. Man kann "schlechtes" Umfeld nicht definieren. Natürlich war auch das Umwelt eines Zumwinkels "schlecht".

    Zitat Zitat von Mr. D",p="674026
    Wie willst Du denn bitteschön eine Welt gestalten, wo so etwas ausgeschlossen ist?
    Der Kern liegt in der Kindheit. Da entwickelt sich größtenteils alles. Kinder und Jugendliche finden es nicht cool, etwas Gutes zu tun. Das sind Weicheier, Außenseiter, Schleimer und Streber, die so etwas machen. Diese Einstellung sollte man z.B. ändern. Man muss es irgendwie hinbekommen, dass die Kids es cool finden, hilfreich zu sein, keine Drogen zu nehmen, Liebeschnulzen und Liebesfilme zu mögen anstatt Rock, Rap und Horror- und Actionstreifen (jetzt mal bildlich gesprochen, um die Thematik an sich zu verdeutlichen ohne Rockmusik verunglimpfen zu wollen). Es muss cool sein, alten Damen in der Bahn einen Platz anzubieten anstatt ihnen ein Bein zu stellen. Kurz gesagt: die positiven guten Dinge müssen einfach in der Gesellschaft (vor allem aber unter den Kids) wieder mehr an Coolness gewinnen.

    Und das muss natürlich in den Familien beginnen. Streits sind normal. Das ist schlecht. Der Schuldruck fördert Ausbrüche in Form von Gewalt. Auch schlecht.
    Es gibt soooo viele Ansatzpunkte. Bei der Lösung des Problems muss aber jeder mitmachen. Aber leider ist das eben vielen nicht cool genug.

    Zitat Zitat von Mr. D",p="674026
    Dann frageich doch mal ganz frech: was tust Du denn konkret um die von Dir formulierten hehren ziele zu erreichen?
    Indem ich hier und in anderen Plattformen meine Philosophien verbreite. Indem ich meinem Kind und meiner Familie meine Ideen anbiete. Indem ich später Bücher und Webseiten schreibe, um die Welt zu überzeugen.

    Zitat Zitat von Mr. D",p="674026
    Und Bildung ist nebenbei eine der Grundvoraussetzungen für das Funktionieren unserer Welt. Wie würdest Du die denn vermitteln wollen, nachdem Du die Schulen abgeschafft hast?
    Wenn ich etwas gegen Schulen habe, heißt das noch lange nicht, dass ich etwas gegen Bildung habe. Im Gegenteil. Der mensch sollte sich so viel bilden wie möglich. Aber eben selbstbestimmend und nicht beeinflussend.

    Warum muss ich einen Großteil meiner Jugend damit verschwenden, Dinge zu lernen, die ich niemals in meinem Leben brauchen werde?
    Warum bin ich abhängig von den Fähigkeiten eines Lehrers. Warum habe ich nicht die freie Wahl wie in der freien Marktwirtschaft auch, mir den besten Lehrer auszusuchen?

    In Dänemark gibt es z.B. keine Schulpflicht. Da gibt es Lehrpflicht. Was ist der Unterschied. Ein Kind muss keine staatliche Schule besuchen. Es kann auch einen Privatlehrer haben. Dann kommt wieder der Vorwurf, dass sich so etwas nur Wohlhabende leisten können. Es sei nicht gerecht. Aber man nimmt in Kauf, dass wohlgabende Kinder durch den evtl. "schlechten" Einflusses einer großen Klasse später ein Krimineller wird. Ist das fair? Ist das gut für eine Gesellschaft. Ich sage nein.

    Warum gibt es keine Grundschule, in der alles wichtige vermittelt wird? Und danach, z.B. ab Klasse 5 kann das Kind mit seinen Eltern die Fächer/Schulen nehmen, die seiner Begabung und der späteren Job-Entwicklung entspricht.

    Warum wird in den Schulen nicht mehr Soziales/Ethik/Zusammenleben gelernt? Warum muss ich mir später einen Steuerberater nehmen, obwohl ich in der Schule 13 Jahre Zeit gehabt hätte, so etwas zu lernen?

    Ich würde das gesamte Schulsystem radikal ändern. Und ich wäre sicher, dass dadurch auch die Kriminalitätsraten radikal sinken würden. Von PISA, Arbeitslosenzahlen etc. will ich gar nicht erst sprechen.

    Aber es macht halt keiner, weil man Tradition ja nicht ändern darf. Es war halt immer so und muss halt so bleiben.
    So ein Unsinn! Vergeudete Zeit für eine bessere Zukunft.

    Zitat Zitat von Mr. D",p="674026
    Schon möglich, dass ein Durchschnittsverdiener die Gesundheitskosten für sich und seine Familie (die hast Du wohl vergessen?) privat günstiger fi....eren könnte.
    Nein, die Familien habe ich mit eingerechnet. Machen die Krankenkassen mit ihren Beiträgen ja auch. Ich hoffe, es ist jedem klar, dass gesetzlich versicherte Singles alle Familien und Kinder mit bezahlen.

    Es ist doch ganz logisch, dass Versicherungen im Schnitt immer ein Verlustgeschäft ist. Die einzigen Gewinner sind die Versicherungen. Und dann gewinnen natürlich noch die, die bewusst Krankheiten in Kauf nehmen und normalerweise mehr zahlen müssten.

    Verlierer sind diejenigen, die auf ihre Gesundheit achten. Verlierer sind in einem Sozialstaat die ehrlichen und diejenigen, die wirklich sozial denken.

    Zitat Zitat von Mr. D",p="674026
    Das wären nach Deiner Rechnung ca. 1,6 Millionen Menschen in Deutschland, die durch hohe Gesundheitskosten ins Elend gestürzt würden bzw. die wegen fehlenden Geldes früher sterben müssten
    Es kann doch jedem selber überlassen werden, sich trotzdem privat zu versichern. Dazu braucht man kein Sozialsystem.
    Und man muss bedenken, dass man ja auch nur den Aufpreis von 160000 Euro aufbringen muss. Den Rest müsste man ja eh im Laufe des Lebens in die Versicherung einzahlen. Das merkt nur kaum jemand, weil es ja gleich vom Gehalt abgezogen wird.

    Und für die wirklich Hilfsbedürftigen könnte der Staat aufkommen, indem man weniger Waffensysteme einkauft. Nur so ein Gedanke...

    Zitat Zitat von Mr. D",p="674026
    Aha. Was wäre denn dann der richtige Ansatz? Wenn ich zu Hause sitze werde ich fett und kriege hohen Blutdruck. Wenn ich Sport treibe kann ein Unfall passieren. Irgendwie habe ich da ja keine Chance, es richtig zu machen, oder?
    Es kommt auf das richtige Maß an. Ein bißchen fett ist genauso wenig schlimm wie ein bißchen Sport treiben. Es ist doch klar, dass Badminton z.B. weniger gefährlich ist als Motorsport. Genauso wird auch durch ein Bier in der Woche nicht gleich Leberkrebs entstehen. Es wäre aber sinnvoll, mehr Freude an gesunden und für die Gesellschaft guten Dingen zu entwickeln, auch wenn das nicht gerade cool ist (siehe oben). Es muss ja einen Grund haben, warum deutsche Männer lieber Bier als Traubensaft trinken. Am Geschmack kann es eigentlich nicht liegen.

    Keiner hört angeblich Modern Talking und trotzdem haben sie so viel Platten wie niemand sonst verkauft. Wie kommt's? Insgeheim ist der Mensch anscheinend doch "gut" (wobei das mit Modern Talking jetzt wieder nur ein Gleichnis ist). Aber in der Gemeinschaft wird er schlecht.

  6. #45
    Avatar von Lille

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    Re: Brandschutz

    voellig losgeloest von der erde

    mfg lille

  7. #46
    Avatar von Nokhu

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    Re: Brandschutz

    Nö, würd ich nicht sagen.

    Etwa jeder 112,34 te Post von Knarf hat irgendwas......

    Den letzten finde ich z.B. gut.

  8. #47
    antibes
    Avatar von antibes

    Re: Brandschutz

    Ich hätte das Ganze gerne als Audiodatei. Dann könnte ich wenigstens nebenbei bügeln.

  9. #48
    Avatar von Mr. D

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    Re: Brandschutz

    Dachte schon, dies ist nur noch eine Privatveranstaltung zwischen Knarf und mir. Aber da dem offenbar nicht so ist, will ich das Publikum natürlich nicht enttäuschen.

    Zitat Zitat von kcwknarf",p="674038
    In vorliegendem Falle würde die Erkenntnis jeden Einzelnen vor Orts reichen, dass das Zündeln von Raketen und anderen Dingen mit Feuer oder Glut in einer Katatstrophe enden könnte. Das wäre eine Maßnahme, die jeder einzelne für sich ohne Kosten anwenden könnte. Man muss nur mal sein Gehirn einschalten und an seine Mitmenschen denken.
    Leider sind in jeder beliebigen Menschenansammlung immer ein paar Deppen dabei. Daran etwas ändern zu wollen ist ziemlich illusorisch.

    Zitat Zitat von kcwknarf",p="674038
    Bringt so etwas nicht, muss man halt solche Dinge in solche Lokalitäten verbieten oder gar nicht erst produzieren.
    Ersteres wäre natürlich sinnvoll, genau wie Notausgänge und Sprinkleranlagen. Letzteres ist auch weder praktikabel noch
    sinnvoll. Dann müsstest Du auch Feuerzeuge, Gasflaschen und Stromleitungen verbieten.

    Zitat Zitat von kcwknarf",p="674038
    Wenn man aber glaubt, zu Silvester braucht man Knaller, dann muss man eben das Risiko zu sterben, persönlich eingehen. Ist halt so. Man kann doch nichts Spaß ohne Grenzen und Rücksicht haben.
    Ich verstehe wirklich nicht, dass Du da immer so ein Alles-oder-Nichts konstruierst. Man kann Spaß haben, Risiken eingehen und sich auf gewisse Sicherungssysteme verlassen, die die Gesellschaft bereitstellt. Das würde ich eine vernünftige Lebenseinstellung nennen. Ich verstehe nicht, was Dich daran so stört.

    Zitat Zitat von kcwknarf",p="674038
    Dafür ist das Leben auf der Erde nicht gedacht.
    Von wem? Und wofür dann?

    Zitat Zitat von kcwknarf",p="674038
    Oder anders ausgedrückt: man kann auch Freude am Leben haben, ohne Risiken für sich selber und seine Umwelt einzugehen. Das ist eine Sache der inneren Einstellung.
    Oder man kann versuchen, Risiken zu kalkulieren und zu minimieren. Mit diesem Thema beschäftigt sich ein sehr großer Teil unserer modernen Gesellschaftsordnung. Ich halte das für eine zivilisatorische Errungenschaft. Nur wenn man solche Dinge als Selbstverständlichkeiten betrachtet, denkt man vielleicht zu sehr an die negativen Aspekte (die es natürlich auch immer gibt und die Du ja auch schon verschiedentlich genannt hast) und sieht das Positive zu wenig.

    Zitat Zitat von kcwknarf",p="674038
    Das ist ohnehin ein Trugschluß. Man kann "schlechtes" Umfeld nicht definieren. Natürlich war auch das Umwelt eines Zumwinkels "schlecht".
    Na ja. Klassischer Zirkelschluss. Schlechtes Benehmen kommt durch schechtes Umfeld, also bedeutet schlechtes Benehmen, dass das Umfeld schlecht gewesen sein muss. Oder warst Du an der Erziehung des besagten Herrn beteiligt?

    Zitat Zitat von kcwknarf",p="674038
    Der Kern liegt in der Kindheit. Da entwickelt sich größtenteils alles. Kinder und Jugendliche finden es nicht cool, etwas Gutes zu tun.

    ...

    Und das muss natürlich in den Familien beginnen. Streits sind normal. Das ist schlecht. Der Schuldruck fördert Ausbrüche in Form von Gewalt. Auch schlecht.
    Es gibt soooo viele Ansatzpunkte. Bei der Lösung des Problems muss aber jeder mitmachen. Aber leider ist das eben vielen nicht cool genug.
    Ich sehe hier keine konkreten Vorschläge, wie man die von Dir gewünschten Änderungen herbeiführen sollte. Von daher muss ich das jetzt mal ins Reich der wohlfeilen Sonntagsreden verweisen.


    Zitat Zitat von kcwknarf",p="674038
    Indem ich hier und in anderen Plattformen meine Philosophien verbreite. Indem ich meinem Kind und meiner Familie meine Ideen anbiete. Indem ich später Bücher und Webseiten schreibe, um die Welt zu überzeugen.
    Dann sag mal Bescheid, wenn der Bestseller fertig ist, den will ich mir nicht entgehen lassen (Sorry, nicht böse gemeint). Ich meinte aber jetzt eher was Du konkret tust und nicht was Du predigst.


    Zitat Zitat von kcwknarf",p="674038
    Wenn ich etwas gegen Schulen habe, heißt das noch lange nicht, dass ich etwas gegen Bildung habe. Im Gegenteil. Der mensch sollte sich so viel bilden wie möglich. Aber eben selbstbestimmend und nicht beeinflussend.

    Warum muss ich einen Großteil meiner Jugend damit verschwenden, Dinge zu lernen, die ich niemals in meinem Leben brauchen werde?
    Weil es eben ziemlich schwierig ist, im Vorhinein zu wissen, was Du denn nun später tatsächlich mal brauchst. Außerdem ist eine breite Allgemeinbildung tatsächlich ein Wert an sich.

    Zitat Zitat von kcwknarf",p="674038
    Warum bin ich abhängig von den Fähigkeiten eines Lehrers. Warum habe ich nicht die freie Wahl wie in der freien
    Marktwirtschaft auch, mir den besten Lehrer auszusuchen?
    Hast Du durchaus, das nötige Kleingeld vorausgesetzt. Für die meisten Menschen ist aber das öffentliche Schulwesen die einzige Alternative. Das hat zwar viele Mängel aber auch hier sollte man sich eher drauf konzentrieren, die Mängel zu beheben als das durchaus bewährte System insgesamt in Frage zu stellen.


    Zitat Zitat von kcwknarf",p="674038
    In Dänemark gibt es z.B. keine Schulpflicht. Da gibt es Lehrpflicht. Was ist der Unterschied. Ein Kind muss keine staatliche Schule besuchen. Es kann auch einen Privatlehrer haben. Dann kommt wieder der Vorwurf, dass sich so etwas nur Wohlhabende leisten können. Es sei nicht gerecht. Aber man nimmt in Kauf, dass wohlgabende Kinder durch den evtl. "schlechten" Einflusses einer großen Klasse später ein Krimineller wird. Ist das fair? Ist das gut für eine Gesellschaft. Ich sage nein.
    Wie gesagt, auch heute gibt es für Wohlhabende sehr viele Möglichkeiten. Um die mach ich mir keine Sorgen.

    Zitat Zitat von kcwknarf",p="674038
    Warum gibt es keine Grundschule, in der alles wichtige vermittelt wird? Und danach, z.B. ab Klasse 5 kann das Kind mit seinen Eltern die Fächer/Schulen nehmen, die seiner Begabung und der späteren Job-Entwicklung entspricht.
    Es gibt eine Grundschule. Dass da nicht alles vermittelt wird, was Dir wichtig ist, bedaure ich natürlich. Allerdings wird es wohl nie eine Definition von "alles wichitige" geben, die alle zufrieden stellt.

    Zitat Zitat von kcwknarf",p="674038
    Warum wird in den Schulen nicht mehr Soziales/Ethik/Zusammenleben gelernt? Warum muss ich mir später einen Steuerberater nehmen, obwohl ich in der Schule 13 Jahre Zeit gehabt hätte, so etwas zu lernen?

    Ich würde das gesamte Schulsystem radikal ändern. Und ich wäre sicher, dass dadurch auch die Kriminalitätsraten radikal sinken würden. Von PISA, Arbeitslosenzahlen etc. will ich gar nicht erst sprechen.

    Aber es macht halt keiner, weil man Tradition ja nicht ändern darf. Es war halt immer so und muss halt so bleiben.

    So ein Unsinn! Vergeudete Zeit für eine bessere Zukunft.
    Wie gesagt, in unserem Schulsystem könnte man sicherlicch vieles verbessern. allerdings denke ich, dass Du Dir da manches auch zu einfach vorstellst.

    Zitat Zitat von kcwknarf",p="674038
    Nein, die Familien habe ich mit eingerechnet. Machen die Krankenkassen mit ihren Beiträgen ja auch. Ich hoffe, es ist jedem klar, dass gesetzlich versicherte Singles alle Familien und Kinder mit bezahlen.
    Ist mir klar. Mache ich gern. Schließlich finanzieren die dann irgendwann meine Rente.

    Zitat Zitat von kcwknarf",p="674038
    Es ist doch ganz logisch, dass Versicherungen im Schnitt immer ein Verlustgeschäft ist. Die einzigen Gewinner sind die Versicherungen. Und dann gewinnen natürlich noch die, die bewusst Krankheiten in Kauf nehmen und normalerweise mehr zahlen müssten.
    Das ist keineswegs logisch, das ist ziemlich kurz gedacht. Eine Versicherung ist dann ein "Verlustgeschäft", wenn Du sie nicht brauchst. Das sind in aller Regel die meisten Versicherungsnehmer. Wenn Du sie aber brauchst, dann hilft sie Dir u.U aus einer existentiellen Notlage.

    Zitat Zitat von kcwknarf",p="674038
    Verlierer sind diejenigen, die auf ihre Gesundheit achten. Verlierer sind in einem Sozialstaat die ehrlichen und diejenigen, die wirklich sozial denken.
    Du kannst noch so auf Deine Gesundheit achten und trotzdem krank werden. Wenn das was Du hier propagierst "wirkliches
    soziales Denken" ist, bin ich froh, dass das keine Grundlage für eine allgemeine Politik ist.

    Zitat Zitat von kcwknarf",p="674038
    Es kann doch jedem selber überlassen werden, sich trotzdem privat zu versichern. Dazu braucht man kein Sozialsystem.
    Und man muss bedenken, dass man ja auch nur den Aufpreis von 160000 Euro aufbringen muss. Den Rest müsste man ja eh im Laufe des Lebens in die Versicherung einzahlen. Das merkt nur kaum jemand, weil es ja gleich vom Gehalt abgezogen wird.

    Und für die wirklich Hilfsbedürftigen könnte der Staat aufkommen, indem man weniger Waffensysteme einkauft. Nur so ein Gedanke...
    Gesundheitsetat in Deutschland pro Jahr: ca. € 165 Mrd. Verteidigungsetat: ca. € 30 Mrd. Wäre also nur ein Tropfen auf den heißen Stein.

    Zitat Zitat von kcwknarf",p="674038
    Es kommt auf das richtige Maß an. Ein bißchen fett ist genauso wenig schlimm wie ein bißchen Sport treiben. Es ist doch klar, dass Badminton z.B. weniger gefährlich ist als Motorsport. Genauso wird auch durch ein Bier in der Woche nicht gleich Leberkrebs entstehen. Es wäre aber sinnvoll, mehr Freude an gesunden und für die Gesellschaft guten Dingen zu entwickeln, auch wenn das nicht gerade cool ist (siehe oben). Es muss ja einen Grund haben, warum deutsche Männer lieber Bier als Traubensaft trinken. Am Geschmack kann es eigentlich nicht liegen.
    Auch beim Badminton kann man sich verletzen. Auch wenn man kein Bier trinkt kann man Krebs oder 1000 andere Krankheiten kriegen. Natürlich hat der Lebenswandel einen Einfluss auf die Gesundheit aber ein noch so gesunder Lebenswandel macht das Gesundheitssystem nicht überflüssig.

    Zitat Zitat von kcwknarf",p="674038
    Keiner hört angeblich Modern Talking und trotzdem haben sie so viel Platten wie niemand sonst verkauft. Wie kommt´s?

    Insgeheim ist der Mensch anscheinend doch "gut" (wobei das mit Modern Talking jetzt wieder nur ein Gleichnis ist). Aber in der Gemeinschaft wird er schlecht.
    Äh? Aha. Was Modern Talking jetzt mit der ganzen Diskussion hier zu tun hat erschließt sich mir wirklich nicht. Modern Talking als Gleichnis für das Gute im Menschen? Na ich weiß nicht.

  10. #49
    Avatar von kcwknarf

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    Re: Brandschutz

    Zitat Zitat von Mr. D",p="674550
    Leider sind in jeder beliebigen Menschenansammlung immer ein paar Deppen dabei. Daran etwas ändern zu wollen ist ziemlich illusorisch.
    Warum gibt es an Ampel-Kreuzungen eigentlich keine Fangnetze. Es gibt doch sicherlich immer ein paar Deppen, die über rot fahren? Warum gibt es eigentlich Gesetze, wenn es immer wieder Leute gibt, die sich danach nicht richten?

    Es muss das Ziel sein, alle Deppen aus dem Verkehr zu ziehen. Das ist zwar illusorisch, muss aber erstes Ziel sein. Und das sind meist keine Deppen, sondern Menschen, die nur an sich selber und nicht man die Folgen denken. Und kein Kind mit einem "schlechten" Umfeld wird so.

    Zitat Zitat von Mr. D",p="674550
    Man kann Spaß haben, Risiken eingehen und sich auf gewisse Sicherungssysteme verlassen,
    Du sprachst von illusorisch. An dieser Stelle spreche ich mal davon. Du kannst nicht alles zu 100% absichern.
    Auch beim Bungee-Springen gab es schon Todesfälle trotz Absicherung.
    Ich kann jetzt nicht durch die Stadt ziehen und alle Häuser anzünden, weil es mir Spaß macht und ich damit rechne, dass die Feuerwehr schon rechtzeitig ankommen wird.

    Ich bin aber auch gegen zu viele Gesetze. Brandstiftung ist ja eh verboten. Viele Dinge sind es noch nicht. Aber muss wirklich jeder keine Mist verboten werden oder geschützt werden? Mit meinen Dingen wird das gehirn der menschen ungenutzt bleiben. Langfristig wird es absterben und irgendwann gibt es keinen Menschen mehr mit Gehirn. Wozu auch? Das Leben ist voll geregelt und abgesichert.
    Ich halte von dieser Zukunft gar nichts.


    Zitat Zitat von Mr. D",p="674550
    Zitat Zitat von kcwknarf",p="674038
    Dafür ist das Leben auf der Erde nicht gedacht.
    Von wem? Und wofür dann?
    Dazu könnte ich ganze Bücher zu schreiben.
    Daher nur kurz:
    Es gibt verschiedene Thesen, die auch historisch begründet sind. Es liegt der Verdacht nahe, dass das Leben eine Prüfung ist, die jeder einzelne bestehen muss. Ich bin auch für Spaß, aber meist steht ein neues Problem an, wenn man zu viel Freude im Leben hat. Schon mal beobachtet?

    Zitat Zitat von Mr. D",p="674550
    Ich sehe hier keine konkreten Vorschläge, wie man die von Dir gewünschten Änderungen herbeiführen sollte. Von daher muss ich das jetzt mal ins Reich der wohlfeilen Sonntagsreden verweisen.
    Für konkrete Vorschläge fehlt hier der Platz. Lies mein Buch - sofern es mal erscheinen sollte - dann werde ich konkreter.

    Zitat Zitat von Mr. D",p="674550
    Außerdem ist eine breite Allgemeinbildung tatsächlich ein Wert an sich.
    Ja, sehe ich auch so. Die Betonung liegt aber auf BREIT. Und das deutsche Schulsystem ist eher TIEF angelegt.
    Meine Lieblingsfächer waren z.B. Mathematik und Erdkunde, weil mir einen die Logik lag und zum anderen das Thema interessierte.

    Spätestens ab der 7. Klasse kamen in Mathe Themen vor wie Integralrechnung, Kurvendiskussion usw., die meiner Ansicht weit über eine Allgemeinbildung hinausgehen. Selbst in vielen berufen, die im weitestens Sinne etwas mit Mathematik zu tun haben (ich ja ja selbst Informatik studiert) braucht nur ein geringer Teil diese Spezialthemen. Und diejenigen müsssen das im Studium oder Ausbildung ja eh nochmal von vorne lernen.

    Oder in Erdkunde. Wieviele Monate haben wir uns mit irgendwelchen Kolchosen in Israel beschäftigt... Aber wo China liegt wissen am Ende die wenigstens.

    Die Allgemeinbildung endet i.d.R. mit Klasse 6, danach wird es einfach viel zu speziell. Und dafür fehlen andere Dinge fast komplett, z.B. Wirtschaft, Werbung, Medien, Informatik und Internet, Ethik, Moral und Soziales, Politik. Macht es Sinn, 7 Jahre latein zu lernen oder würden es auch 2 Jahre tun und dafür zusätzlich praktische Anwendung in spanisch und italienisch? Ich denke ja.

    Zitat Zitat von Mr. D",p="674550
    Für die meisten Menschen ist aber das öffentliche Schulwesen die einzige Alternative. Das hat zwar viele Mängel aber auch hier sollte man sich eher drauf konzentrieren, die Mängel zu beheben als das durchaus bewährte System insgesamt in Frage zu stellen.
    Wie lange schon wird über Mängelbehebung diskutiert?
    Nach Angabe von befreundeten Lehrern hat sich seit meiner Schulzeit nicht wirklich viel an den Inhalten geändert.
    Nur, dass man mittlerweile auch mal Schulausflüge nach Taiwan und nicht nur nach Frankreich macht. Auch gibt es etwas mehr an Sprachauswahl zum Lernen. Immerhin. Aber das ist doch alles viel zu wenig.

    Zitat Zitat von Mr. D",p="674550
    Allerdings wird es wohl nie eine Definition von "alles wichitige" geben, die alle zufrieden stellt.
    Richtig, aber müssen wir uns deshalb traditionell auf eine Vorlage aus dem 18.Jahrhundert stützen? Ich denke, die Welt hat sich mittlerweile geändert. Und Fächer wie Politik, Marketing, Medienkunde oder Informatik haben heutzutage einen viel höheren allgemeineren(!) Stellenwert als Chemie, Physik oder Biologie, die später nur ein geringer Teil benötigt. Damit muss ja nicht das Grundwissen abgeschafft werden. Es ist schon gut, wenn jeder den Aufbau des Menschen kennt. Aber muss ich auch wissen, wie ein Frosch von innen aussieht?

    Ich foerdere doch nicht weniger Bildung, sodnern sogar mehr. Und zwar mehr Allgemeinwissen in allen Bereichen. Und später sollte sich jeder selber entscheiden, was ihm mehr liegt, Das hat auch den Vorteil, dass sich Schüler viel früher damit beschäftigen, was sie später mal werden wollen. Ich kenne Fälle, wo Schulabgänger nicht wussten, was sie nun machen sollen. Das ist doch schlimm.

    Vergeudete Zeit. Schule sollte auch als Vorbereitung für das (Arbeits)leben gelten und nicht nur auf das Zeugnis oder das Abi abzielen. Eigene Interessen und Fähigkeiten sollten viel früher erkannt und genutzt werden. Aber diese Individuliatät fehlt einfach bei einem recht starren Einheitsschulsystem. Totale Genies in Mathe bekommen vielleicht nicht mal den Hauptschulabschluß, weil sie in Sport, Werken und Biologie eine Niete sind.

    Auch ich hätte fast nicht die 10. Klasse überwunden, weil mir Latein und Physik das Genick brachen. Da mussten meine Eltern schon die Lehrere "bestechen".
    Trotzdem habe ich später studiert. daran sieht man doch, dass es faul ist.
    Dazu kommen noch unfaire Behandlungen von Lehrern.
    Ich hatte mal in Erdkunde ein Jahr lang eine knappe 4, obwohl mir das Thema lag, aber der Lehrer mochte mich irgendwie nicht. Ein Jahr später bei einem anderen Lehrer hatte ich eine gute 2. Und ich war kein Einzelfall.

    Das Schulsystem ist einfach krank.

    Zitat Zitat von Mr. D",p="674550
    Ist mir klar. Mache ich gern. Schließlich finanzieren die dann irgendwann meine Rente.
    Auch so ein Trugschluss. Die Rente ist ja auch eine Art Versicherung. Auch hier geht viel zu viel in die Verwaltung. Warum wird denn sogar von Politikern geraten, sich privat vorzusorgen? Warum dann nicht gleich ganz?
    Die Rentenzahlung kommt ja, weil du all die Jahre Rentenversicherung gezahlt hast.

    Zitat Zitat von Mr. D",p="674550
    Das ist keineswegs logisch, das ist ziemlich kurz gedacht. Eine Versicherung ist dann ein "Verlustgeschäft", wenn Du sie nicht brauchst. Das sind in aller Regel die meisten Versicherungsnehmer. Wenn Du sie aber brauchst, dann hilft sie Dir u.U aus einer existentiellen Notlage.
    Ich sage ja auch nichts gegen Versicherungen. Ich habe selber welche abgeschlossen. Ich habe nur etwas gegen Zwangsversicherungen. Ich möchte selber entscheiden, was ich für sinnvoll halte und was nicht. Und bin ich nicht versichert, muss ich die Folgen halt selber tragen. Ist dann halt Pech und meine eigene Schuld.
    Aber nur durch solche Überlegungen, ob etwas sinnvoll ist, rege ich mein Gehirn zum Denken an. Ich möchte nicht denken lassen und dann irgendwann abstumpfen.

    Zitat Zitat von Mr. D",p="674550
    Äh? Aha. Was Modern Talking jetzt mit der ganzen Diskussion hier zu tun hat erschließt sich mir wirklich nicht. Modern Talking als Gleichnis für das Gute im Menschen? Na ich weiß nicht.
    Modern Talking ist nur ein Beispiel für Dinge, die sehr erfolgreich sind, aber angeblich keiner hört.
    Ich hätte auch die BILD nennen können. Gibt kaum jemand öffentlich zu, sie zu lesen, ist aber ist die meistgelesene Zeitung.
    Oder die Lindenstraße im TV.

    Das sind einfach Dinge, die öffentlich nicht als cool oder intellektuell gelten. Menschen, die so etwas lesen, hören, schauen werden einfach als dumm oder zumindest merkwürdig hingestellt. Da aber eine große Mehrheit diese Dinge konsumieren, müssen unter den Kritikern ja selber leute dabei sein, die z.B. Modern Talking hören - aber eben heimlich.

    Das ist eben ein Beispiel. Im konkreten Fall wäre es so:
    in der großen Gemeinschaft ist es halt cool, mit Feuerwehrkskörpern rumzuspielen und sich selbst in Gefahr zu bringen. Wie auch mit Bier trinken, Rauchen, Bungee springen, .....prüche reissen usw. denkt man halt, seine Freunde würden einen als cool ansehen und einen deshalb bewundern. Alleine verhalten sie sich aber vielleicht ganz anders.

    Wie sangen schon die Ärzte: "Zwischen Störkraft und den Onkelz steht ´ne Kuschelrock-LP". Und so ist es halt auch mit den Knaller-Typen. Es würde wohl niemand auf die Idee kommen, alleine in eine leere Halle zu gehen und eine feuerwerk anzuzünden. Das geht nur durch diesen Gruppenzwang. Da aber alle einzelnen "nett" sind, gibt es den eigentlich gar nicht. Es ist reine Einbildung. Kein Mensch wird insgeheim als Idiot angesehen, nur weil man Kuschelrock hört. Das ist schließlich Geschmackssache. Von daher ist das auch unlogisch. Und so würde auch keiner schlecht angesehen, wenn man seine Feuerspielzeug nicht abfeuert. Und dieses Bewusstsein muss in die Menschen - vor allem in Kinder - rein. Das sollte im Prinzip nicht so schwierig sein. Wäre übrigens auch ein wunderbares Thema für den Schulunterricht.

  11. #50
    Avatar von Mr. D

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    Re: Brandschutz

    Ich werde das jetzt nicht her im Detail beantworten. Wir drehen uns hier ein bisschen im Kreis und langsam artet das ja auch in Arbeit aus.

    Einigen wir uns darauf, dass niemand im Besitz der absoluten Wahrheit ist und man viele Dinge nun mal unterschiedlich sehen kann. Immerhin haben wir es ja geschafft trotz teilweise deutlich unterschiedlicher Standpunkte kontrovers aber sachlich zu diskutieren. Das finde ich gut.

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