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Brandschutz

Erstellt von kcwknarf, 01.01.2009, 09:33 Uhr · 49 Antworten · 2.402 Aufrufe

  1. #31
    Avatar von Dieter1

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    Re: Brandschutz

    Zitat Zitat von antibes",p="673930
    Zipfel, was hast du denn für ein Problem?
    Deutschland spielt was Sicherheitsbestimmungen angeht schon in der oberen LIga. Davon ist Thailand noch ein Stück weit entfernt.....

    Aufgrund dieses Unglückes in Thailand nun deutsche Sicherheitsbestimmungen zu attackieren, halte ich für völlig deplatziert.
    Allerdings!

    Andererseits ergibt es schoene Einblicke in die beschraenkte Denkwelt des einen oder anderen :-) .

  2.  
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  3. #32
    Avatar von Samuianer

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    Re: Brandschutz

    Zitat Zitat von kcwknarf",p="673891
    ... Der Grund ist klar: es muss immer ursachen geben. Gäbe es keine, bräuhte man also auch keine Notausgänge. Also ist es doch unlogisch, deas Pferd von hinten aufzuzäumen. Es macht viel mehr Sinn, die Ursachen zu bekämpfen oder gleich auszugrenzen.

    In einem solechen Fall hiessse das: in ein gebäude gehört kein feuer. Also auch keine Wunderkerzen, Feuerwerke, Streichhölzer, Kerzen oder Feuerzeuge. Jetzt werden natürlich wieder die Raucher aufschreien. Man könne ihenn ja nicht die Freiheit nehmen und solle dafür lieber Sprenkleranlagen einsetzen. Und wenn man mal aus Versehen die brennende Kippe auf den Holzfussboden fallen lässt ist natürlich der Besitzer Schuld. Man selber natürlich nicht. Vor allem war man selber ja viel zu betrunken, um das zu bermerken.

    Das wäre alles nicht nötig, wenn es keine kriminellen Menschen geben würde. Und kein Mensch wird kriminell geboren. Da hat jeder Einfluss darauf, vor allem man selber. Aber dafür wird viel zu wenige getan. Das ganze Geld wird lieber für Sicherheit verpulvert. Aus meiner Sicht der völlig falsche Ansatz, wie halt bei Krankheiten und Medizin.




    Welcher Dachstuhlbrand das verursacht hat wird mir immer ein Raetsel bleiben, bei all der Logik, Vorsicht und dem immensen Durchblick....

  4. #33
    Avatar von Thaimax

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    Re: Brandschutz

    kcwknarf hat absolut recht, nur drückt er es halt einfach nicht so verständlich aus

    Jedes Stück Sicherheit, welches durch Gesetze oder Bestimmungen angeordnet wird kostet, und zwar kostet es Freiheit und Eigenverantwortlichkeit.

    Wer zu Gunsten der Sicherheit auf Freiheit verzichtet hat Freiheit auch gar nicht verdient - dannach lebe ich, ich hatte die ersten Jahre im Ausland nichtmal eine Basiskrankenversicherung, wäre das für mich von Bedeutung gewesen würde ich noch immer in Wien wohnen und von Sonne und Meer träumen, weil die finanziellen Rahmenbedingungen für einen Umzug niemals so gepasst hätten, dass ich Sicherheitsgefühle gleichzeitig mit Freiheitsgefühlen befriedigen hätte können.

    Dass neben der Freiheit auch die Eigenverantwortung verschwindet wird früher oder später auch für die Leute spürbar, die mit Freiheit nicht so viel am Hut haben und lieber alles durch Verordnungen und Gesetze geregelt wissen, und zwar weil mehr Schutz einfach auch mehr Sorglosigkeit bedeutet.

  5. #34
    Avatar von Mr. D

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    Re: Brandschutz

    Zitat Zitat von kcwknarf",p="673891

    In einem solechen Fall hiessse das: in ein gebäude gehört kein feuer. Also auch keine Wunderkerzen, Feuerwerke, Streichhölzer, Kerzen oder Feuerzeuge. Jetzt werden natürlich wieder die Raucher aufschreien. Man könne ihenn ja nicht die Freiheit nehmen und solle dafür lieber Sprenkleranlagen einsetzen. Und wenn man mal aus Versehen die brennende Kippe auf den Holzfussboden fallen lässt ist natürlich der Besitzer Schuld. Man selber natürlich nicht. Vor allem war man selber ja viel zu betrunken, um das zu bermerken.

    Versteht denn hier keiner, worauf ich aus will? Man selber kann sich benehmen, wie man will. Irgendjemand muss auf mich schon aufpassen und die Verantwortung tragen. Ich denke, ihr wollt alle erwachsen sein? Ich stehe ja wenisgtens noch zu meiner Kindheit. Aber ihr "Erwachsene" solltet schon für ihr Handeln selber Verantwortung tragen. Das mache ich ja als "Kind" sogar.
    Nee, das verstehe ich wirklich nicht. Sicherheitsvorkehrungen aller Art entbinden natürlich niemanden von der persönlichen Verantwortung. Vielmehr erwachsen sie aus der Erfahrung, was alles schief gehen kann bzw. schonmal schief gegangen ist. Das sind manchmal Dinge, die mit Leichtsinn oder sogar Dummheit zu tun haben, aber oft auch Sachen, die eben nicht unter der Kontrolle irgend eines einzelnen stehen.


    Zitat Zitat von kcwknarf",p="673891

    Ich habe doch nichts gegen Brandschutzmaßnahmen. Doch das ist halt erst der zweite Punkt. Ohne Brand braucht es keinen Schutz. Viel wichtiger ist eine Entstehung eines Brandes zu verhindern als spätere Schutzmaßnahmen in Kraft zu setzen.
    So wie es aussieht hat der Disco-Betreiber ja trotzdem die Hauptschuld, weil er wohl die Raketen und Wunderkerzen verteilt hat. Dann sollte man ihm aber vor allem deshalb verurteilen. Die fehlenden Notausgänge sind dann "nur" noch das I-Tüpfelchen.
    Trotzdem muss ich als Besucher ja nicht jeden lebensgefährlichen Mist mitmachen.
    Es ist unmöglich, einen Brand mit 100%iger Sicherheit auszuschließen. Selbst wenn alle Sicherheitsbestimmungen eingehalten würden und alle Einrichtungen perfekt gewartet wären. Deshalb sind halt Sachen wie Sprinkler und Notausgänge sehr wichtig. Sicherheit hat immer was mit Redundanz zu tun.

    Zitat Zitat von kcwknarf",p="673891

    Nein, aber andere Sicherheitsmaßnahmen, wie z.B. den Bundestrojaner, zeitaufwendige Sicherheitskontrollen auf Flughäfen, das Nichtmitnehmen von Flüssigkeiten, das Eingeben von Passwörtern bei Bankautomaten etc. Das wäre alles nicht nötig, wenn es keine kriminellen Menschen geben würde. Und kein Mensch wird kriminell geboren. Da hat jeder Einfluss darauf, vor allem man selber. Aber dafür wird viel zu wenige getan. Das ganze Geld wird lieber für Sicherheit verpulvert. Aus meiner Sicht der völlig falsche Ansatz, wie halt bei Krankheiten und Medizin.
    Es gibt Sicherheitsmaßnahmen, deren Wert unbestritten ist und solche, die Sicherheit nur vorgaukeln, in Wirklichkeit aber einem anderen Zweck dienen. Das wären z.B. der Bundestrojaner und dieser Flüssigkeits-Klamauk. Man muss natürlich das Eine vom Anderen unterscheiden. Kriminelle Menschen wird es übrigens immer geben. Die menschliche Natur ist wie sie ist und wird sich nie ändern. Man kann sich das vielleicht wünschen, sachlich ist das aber irrelevant. Wir müssen mit der Welt zurecht kommen, die da ist und nicht mit der, die wir gerne hätten.

    Zitat Zitat von kcwknarf",p="673891
    Und ratet mal, warum das so ist. Natürlich: die Pharma-Lobby will genauso verdienen wie die Lobby der Sicherheitssysteme. Wären alle Menschen gut, würden viele Unternehmen umdenken müssen.

    Ich habe diese schmutzige Taktik schon längst durchschaut. Und das prangere ich an.
    Unbestritten ist, dass unser derzeitiges Gesundheitssystem viele Mängel hat und Spielball vieler Interessengruppen ist. Trotzdem wären ohne die moderne Medizin und unser solidarisch finanziertes Gesundheitswesen der größte Teil der Mitglieder hier im Forum schon lange tot. Man sollte also das Kind nicht mit dem Bade ausschütten.

    Zitat Zitat von kcwknarf",p="673891

    Ja, weil man erst darüber nachdenkt, wenn man Krebs hat.
    Aber wie schön wäre es, ihn gar nicht erst zu bekommen. Krebs hat eine Ursache. Es gibt viele Heilpraktiker, die behaupten, man könne die Entstehung von Krebs beeinflussen.
    Ich glaube daran, auch wenn ich es nicht beweisen kann. Aber Glaube versetzt ja Berge. Und warum forscht man halt nicht mehr in der Richtung der Vorbeugung als der Heilung? (Grund: siehe oben).
    Viele Heilpraktiker glauben auch an die heilsamen Schwingungen irgendwelcher Wunderkristalle. Fakt ist, dass viele Krebsarten durch ungesunden Lebenswandel oder schädliche Umwelteinflüsse begünstigt werden. Trotzdem kann es unabhängig davon jeden jederzeit treffen. Also egal, wieviel Prävention (die natürlich absolut sinnvoll ist) man betreibt, es wird immer Krebsfälle geben. Denen dann zu sagen - ja hättest Du mal besser vorgebeugt, ist schon ziemlich zynisch.



    Zitat Zitat von kcwknarf",p="673891
    Wem willst du denn die Schuld geben? Den Förstern, den Bäumen, dem Mountainbike-Hersteller? Natürlich ist es erstmal deine eigene Schuld. Wer Mountainbike fährt muss sich des Risikos einer Verletzung bewusst sein.
    Ist aber in Deutschland kein Problem. Die Gesellschaft zahlt für dich ja die Arztkosten.
    Meiner Ansicht nach ein völlig falsches Prinzip. Wer selber Schuld ist sollte auch selber für seine Heilung zahlen. Und wenn das finanziell nicht geht, dann sollte man auch kein Mountainbike fahern, sondern lieber Schach spielen.
    Aber gerade in Sozialsystemen denkt ja niemand mehr über die Folgen seines eigenen Tuns nach. Die sozaile Hängematte fängt einen auf. Und wenn man den Nachbarn schädigt, zahlt das die Haftpflichtversicherung. Warum dann noch Rücksicht nehmen?

    Ich freue mich aber trotzdem, dass du den Sturz gut überstanden hast. Ich sage das ja nur so krass, um meine allgemeine Sichtweise zu verdeutlichen. Es hätte mich ja auch selber treffen können. Ich würde aber eben nicht nach anderen Schuldigen suchen.
    Es waren zwei am Unfall beteiligt, die Schuld liegt sicher bei beiden. Das tut aber nichts zur Sache. Ich bezahle meine Gesundheitskosten durch meine Krankenkassenbeiträge und meine Steuern. Da ich in einem westlichen Staat lebe, genieße ich das Privileg, auch etwas gefährlicheren Hobbies nachgehen zu können, ohne dass ein Unfall meine Existenz gefährdet. Darüber bin ich sehr froh und mit jeder Reise z.B. nach Thailand weiß ich es mehr zu schätzen. Die Tatsache, dass es Menschen gibt, die Sozialsysteme ausnutzen oder sich über diese ihrer persönlichen Verantwortung entledigen wollen ändert nichts an der segensreichen Wirkung solcher Systeme.

  6. #35
    Avatar von Samuianer

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    Re: Brandschutz

    Zitat Zitat von Thaimax",p="673966
    kcwknarf hat absolut recht, nur drückt er es halt einfach nicht so verständlich aus

    Jedes Stück Sicherheit, welches durch Gesetze oder Bestimmungen angeordnet wird kostet, und zwar kostet es Freiheit und Eigenverantwortlichkeit.

    Wer zu Gunsten der Sicherheit auf Freiheit verzichtet hat Freiheit auch gar nicht verdient - dannach lebe ich, ich hatte die ersten Jahre im Ausland nichtmal eine Basiskrankenversicherung, wäre das für mich von Bedeutung gewesen würde ich noch immer in Wien wohnen und von Sonne und Meer träumen, weil die finanziellen Rahmenbedingungen für einen Umzug niemals so gepasst hätten, dass ich Sicherheitsgefühle gleichzeitig mit Freiheitsgefühlen befriedigen hätte können.

    Dass neben der Freiheit auch die Eigenverantwortung verschwindet wird früher oder später auch für die Leute spürbar, die mit Freiheit nicht so viel am Hut haben und lieber alles durch Verordnungen und Gesetze geregelt wissen, und zwar weil mehr Schutz einfach auch mehr Sorglosigkeit bedeutet.

    Stimm ich dir im Grossen und Ganzen zu - ist halt nur die Frage wer hat Heute noch ausreichend Eigenverantwortlichkeit wenn es um Geld, viel Geld geht?

    Ein gesundes Mass an Vorschriften und deren Kontrolle ist noetig, das ist dann die Aufgabe des Staates, versagen diese Kontrollen oder werden durch Bestechung etc. aufgeweicht... haben wir Ergebnisse wie dieses!

    Wenn alle Verantwortlichen, in Eigenverantwortung gehandelt haetten waere es mit einiger gewissen Sicherheit nicht zu einer solchen Katstrophe, mit diesem Ausmass gekommen!

  7. #36
    Avatar von Chris61

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    Re: Brandschutz

    KCWs "Argumente" sind ja wohl Unsinn hoch 3. Es sind doch meist einige Wenige, die durch ihre Dummheit die Mehrheit in Gefahr bringen. KCWs Argumenten zufolge, könnte man sämtliche Verkehrsregeln abschaffen. Und wenn dann jemand verletzt wird, zuckt man nur die Schultern und gibt ihm von Haus aus eine Mitschuld, weil er sich ja freiwillig in Gefahr begeben hat da er das Haus verlassen hat.

    Es ist wie im Fußballstadion. 60.000 Zuschauer. 59.900 sehen friedlich das Spiel und gehen zum Schluss ebenso friedlich nach Hause. Aber wegen 100 Spinnern muss es ein Großaufgebot an Polizei geben, welche die friedlichen Fans schützen muss. Und deshalb muss es auch z.B. Brandschutzvorschriften geben, weil ein paar Spinner die Gefärlichkeit ihres Tuns nicht bedenken und damit Unschuldige in Gefahr bringen.

    Gesetze und Regelungen schützen die potenziellen Opfer und nicht die Täter!

  8. #37
    Avatar von Thaimax

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    Re: Brandschutz

    Zitat Zitat von Samuianer",p="673976
    Stimm ich dir im Grossen und Ganzen zu - ist halt nur die Frage wer hat Heute noch ausreichend Eigenverantwortlichkeit wenn es um Geld, viel Geld geht?
    Das hängt von den Randbedingungen ab, "viel Geld" bedeutet für Jeden etwas Anderes, für den Einzelnen in der Regel das Geld, das er zum Überleben und für ein paar Gadgets benötigt. Die Sorglosigkeit mit der eigenen Gesundheit ist, wie von Knarf geschrieben, eine Folge des "Rundum-sorglos-Paketes" des Sozialstaates. Natürlich nicht ausschliesslich, unterstützt diese Entwicklung aber enorm.

    Sorge um den Arbeitsplatz muss sich in den westlichen Staaten auch keiner machen, verliert er die Arbeit gibt es keinen bedrohlichen Faktor, durch die fehlende Notwendigkeit an Eigenverantwortlichkeit sinkt auch die Motivation für den Arbeitgeber gute Leistung zu vollbringen. Die Folge daraus: Höhere Lohnnebenkosten und ein sich daraus ergebendes Minus im Nettolohn, dadurch Demotivation,...... eine Spirale, also Sicherheit, die über kurz oder lang nach hinten losgeht.

    Zitat Zitat von Samuianer",p="673976
    Ein gesundes Mass an Vorschriften und deren Kontrolle ist noetig, das ist dann die Aufgabe des Staates, versagen diese Kontrollen oder werden durch Bestechung etc. aufgeweicht... haben wir Ergebnisse wie dieses!
    Wobei man aber zugeben muss, dass in Ländern wie Thailand sehr wenig passiert, gäbe es so wenig Sicherheitsvorschriften in westlichen Industrieländern, täglich würden wir von ähnlichen Katastrophen lesen. "Zwischenursache" und Grund ist die nicht mehr vorhandene Eigenverantwortlichkeit, Hauptursache dafür, siehe oben....

    Zitat Zitat von Samuianer",p="673976
    Wenn alle Verantwortlichen, in Eigenverantwortung gehandelt haetten waere es mit einiger gewissen Sicherheit nicht zu einer solchen Katstrophe, mit diesem Ausmass gekommen!
    In Deutschland hätte die Bevölkerung nur einen einzigen Verantwortlichen gekannt, den Staat, da dieser nicht rigoros genug die Vorschriften durchgesetzt hat, möglicherweise gibt man in der deutschen Bevölkerung auch dem Betreiber die Schuld, aber eher nur in Ausnahmefällen den tatsächlichen, unverantwortlich handelnden Täter.
    Die deutsche Bevölkerung hat nichts anderes verdient als Bundestrojaner und behördliche Gängelung, schreit sie doch bei jedem Unglück nach dem Staat, lässt einer nen Pups ist der Staat gefragt, in privaten Lebensbereichen, funktioniert das Zwischenmenschliche nicht mehr, der Staat wird gerufen,.....

    Das ist doch eigentlich nur ekelhaft

    PS: So, ich werde jetzt zu einem etwas verspäteten Frühshoppen aufbrechen ;-D

  9. #38
    Avatar von kcwknarf

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    Re: Brandschutz

    Zitat Zitat von Mr. D",p="673973
    Das sind manchmal Dinge, die mit Leichtsinn oder sogar Dummheit zu tun haben, aber oft auch Sachen, die eben nicht unter der Kontrolle irgend eines einzelnen stehen.
    Leichtsinn und Dummheit kann man aber in den Griff bekommen. Oder warum sichert man nicht den Leichtsinn ab?
    Das wäre doch die ERSTE Stufe einer Katastrophenverhinderung.
    Im konkreten Fall doch ganz eindeutig: keine Feuerwerkskörper in geschlossenen Räumen oder am besten gar nicht mehr produzieren.


    Zitat Zitat von Mr. D",p="673973
    Es ist unmöglich, einen Brand mit 100%iger Sicherheit auszuschließen. Selbst wenn alle Sicherheitsbestimmungen eingehalten würden und alle Einrichtungen perfekt gewartet wären.
    Ich bin aber der Meinung, das man das Risiko eines Brandes auf vielleicht 10% senken könnte, wenn man im Vorfeld einige Maßnahmen durchführt. Man kann ja trotzdem noch Sprenkler usw. einbauen. Effizienz beginnt aber vorne, nicht hinten in der Katastrophenreihenfolge.

    Zitat Zitat von Mr. D",p="673973
    Kriminelle Menschen wird es übrigens immer geben. Die menschliche Natur ist wie sie ist und wird sich nie ändern. Man kann sich das vielleicht wünschen, sachlich ist das aber irrelevant.
    Da bin ich anderer Meinung. Nehmen wir mal ....... War er als 1jähriger schon ein Rassist und größenwahnsinniger Kriegstreiber? Ich glaube nicht.

    Ich hatte mal eine These entwickelt. Jeder Mensch entwickelt sich in eine bestimmte Richtung, je nachdem neben wem er am 1. Schultag in der Grundschule sitzt.
    Dazu kommen Einflüsse von Eltern, Lehrern, Nachbarn, Religionsführern, der natürlichen Umgebung, Medien usw.
    Wer heute z.B. über den Islamismus klagt, würde vielleicht ein Selbstmordattentäter, wenn er zufällig im Iran geboren wäre. Ich behaupte, dass ein Mensch nicht von Geburt an sclecht ist, sondern erst schlecht gemacht wird. Und genau hier kann man ansetzen. Genauso wie man Schutzmaßnahmen entwickelt kann man auch eine gute Welt entwickeln. Man muss es nur wollen und nicht sagen, dass das eh nicht geht.
    Das ist ein feiger Ansatz.

    Natürlich geht das nicht von heute auf morgen. Aber man kann ja mal anfangen. Statt die Zeit mit Sicherheitsmaßnahmen zu verschleudern sollte man zumindest parallel an den Ursachen forschen und arbeiten. Leider tun das die Allerwenigstens. Und die das tun verteufelt man noch als unrealistische Weltverbesserer, Esoteriker, Idioten oder Weicheier. Das fängt doch schon in den Schulen an - der Wurzel allen Übels!


    Zitat Zitat von Mr. D",p="673973
    Trotzdem wären ohne die moderne Medizin und unser solidarisch finanziertes Gesundheitswesen der größte Teil der Mitglieder hier im Forum schon lange tot.
    Ohne Medizin wäre richtig, weil eben fast jeder nur noch an die Medizin glaubt. Wäre das anders, bräuchte man kaum Medizin.
    Und das "solidarisch finanziertes Gesundheitswesen" ist eine Milchmädchenrechnung.

    Sagen wir mal, ein Normalbürger (2000 EUR Brutto/Mt) zahlt in seinem Leben (45 Jahre * 12 Monate * 300 EUR) 162.000 Euro an Krankenversicherung. Eine vereinfachte Rechnung. Inflation und Zinssatz bei guter alternative Sparanlage und andere Dinge hebe ich mal gegenseitig auf.
    Jetzt müsste ich also in den Jahren schon ganz schön heftig krank werden und viele Operationen haben, um den Gegenwert von 162000 Euro zu erreichen.
    Da die Versicherungen ja auch einen großen Teil in ihre Gbäude und Mitarbeiter anlegen, denke ich mal, dass der durchschnittliche Mensch in seinem Leben höchsten 100000 Euro an Krankheitskosten verbrät.

    Wie hoch ist nun das Risiko, trotzdem so schwer zu erkranken, dass man deutlich mehr as 162000 Euro zahlt?
    Das kann man mathematisch ausrechnen. Vielleicht 20%. Und das kann man weiter reduzieren, indem man "gesund" lebt.
    Bleiben vielleicht 2% übrig.

    Und da stellt sich bei mir die Frage, ob für 2% ein solidarisch finanziertes Gesundheitswesen so sinnvoll ist, wobei ich ja ein Großteil in Versicherungsgebäude und Verwaltung und für meine Nachbarn, die qualmen, saufen, fressen, Motorrad fahren, mit Silvesterraketen spielen und den K2 hochwandern draufgehen.
    Ein gesund lebender Mensch zahlt vielleicht privat im Schnitt 30.000 Euro insgesamt. 132000 Euro in den Wind geschrieben...

    Klar. Ein Restrisiko von 2% bleibt. Aber das besteht im leben eh. Morgen kann mir auch der Himmel auf den Kopf fallen. Da nutzt auch keine Versicherung.


    Zitat Zitat von Mr. D",p="673973
    Also egal, wieviel Prävention (die natürlich absolut sinnvoll ist) man betreibt, es wird immer Krebsfälle geben. Denen dann zu sagen - ja hättest Du mal besser vorgebeugt, ist schon ziemlich zynisch.
    Ich sage denen gar nichts. Zu der Erkenntnis muss schon jeder selber gelangen. Außerdem habe ich ja gerade gesagt, dass es immer ein Restrisiko gibt. Das gilt sicher auch für Krebs. Es wäre aber wünschenswert, wenn man die Menschen aufklären würde, dass es durchaus denkbar ist, dass es im Vorfeld Präventionsmöglichkeiten gibt.


    Ich bezahle meine Gesundheitskosten durch meine Krankenkassenbeiträge und meine Steuern. Da ich in einem westlichen Staat lebe, genieße ich das Privileg, auch etwas gefährlicheren Hobbies nachgehen zu können, ohne dass ein Unfall meine Existenz gefährdet. Darüber bin ich sehr froh und mit jeder Reise z.B. nach Thailand weiß ich es mehr zu schätzen. Die Tatsache, dass es Menschen gibt, die Sozialsysteme ausnutzen oder sich über diese ihrer persönlichen Verantwortung entledigen wollen ändert nichts an der segensreichen Wirkung solcher Systeme.
    Genau diese Einstellung meine ich ja, die ich kritisiere.
    Gefährlicher und ungesnder leben auf Kosten der Allgemeinheit. Dadurch entstehen aber viel mehr Unglücke. Und irgendwann sind die Krankenhäuser so überfüllt, dass das beste Sozialsystem nichts mehr nützt.

  10. #39
    Avatar von kcwknarf

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    Re: Brandschutz

    Zitat Zitat von Chris61
    KCWs Argumenten zufolge, könnte man sämtliche Verkehrsregeln abschaffen
    Genauso ist es. Wenn jeder umsichtig fahren würde und zunächst erstmal an die Sicherheit anderer denkt, dann bräuchte man keine Regeln.

    Zitat Zitat von Chris61
    Und wenn dann jemand verletzt wird...
    Wird ja keiner verletzt, weil eben alle umsichtig fahren würden.

    Schau dir mal den Verkehr in Bangkok an. Regeln gibt es zwar, aber die beachtet kaum jemand. Normalerweise würde man ein absolutes Chaos mit zahlreichen Unfällen erwarten. Aber das Gegenteil ist der Fall. Klar gibt es auch in Bangkok Unfälle, aber das liegt weniger an der Nichtbeachtung von Regeln als vielmehr an einem egoistischen Fahrstil des Unfallverursachers, der in dem Moment eben nicht umsichtig fuhr, sondern nur an sein Wohlbefinden beim Fahren dachte.

    Wenn streng nach Regeln gefahren werden würde, würden viele Autos bei einer U-Turn-Wiedereinkehr in den Straßenverkehr bei einer Rush-Hour stundenlang stehen bleiben, weil sie ja gar keine Vorfahrt haben.
    So aber hat sich ein Reißverschlußverfahren etabliert, weil die Mehrheit eben nicht auf ihre Vorfahrt pocht, sondern auch an ihre Mitfahrer denkt.

  11. #40
    Avatar von Dieter1

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    Re: Brandschutz

    Zitat Zitat von kcwknarf",p="674008
    Schau dir mal den Verkehr in Bangkok an. Regeln gibt es zwar, aber die beachtet kaum jemand.
    Erzaehl doch nicht so einen Muell!

    Die Thais sind ansonsten eher ziemlich krass und oft voellig verantwortungslos unterwegs.

    Der prozentuale Anteil an Todesfaellen im Verkehr ist einer der welthoechsten.

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