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Behoerdenwitz

Erstellt von dutlek, 09.11.2006, 21:23 Uhr · 18 Antworten · 2.430 Aufrufe

  1. #11
    Avatar von tira

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    Re: Behoerdenwitz

    Zitat Zitat von guenny",p="418116
    ....
    1. schreib denen ohne große Erläuterungen zurück, dass diese "Kenntnisnahme" falsch ist, du keinesfalls ein Konditorenhandwerk ausübst.
    2. Sollte in dem Schreiben noch mehr stehen, fordere Beweismittel/Belege an.....
    moin,

    iss abber an sich schon traurig, mit was/an was man sich da zu erwehren hat und
    dann gehen die noch selbstredend von aus, dass das alles eine bringschuld iss

    gruss

  2.  
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  3. #12
    guenny
    Avatar von guenny

    Re: Behoerdenwitz

    tira,
    damit lebe ich (muss ich.. )täglich. Und ich sach dir, die Anzahl Leute in den Handwerkskammern, die strunzdoof, nix kapieren, verbissen und borniert, superoberbürokratisch, und vieles mehr in dieser Richtung sind ist aufälig hoch.

  4. #13
    Avatar von Schwarzwasser

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    Re: Behoerdenwitz

    Hallo,

    will Dich nicht mit Vorschriften langweilen, aber hier:

    http://www.vg-rain.de/rathaus/gasterla.htm

    ist das Prozedere eigentlich recht gut beschrieben, wie sowas von statten geht.

    Das was Du beantragt hast, müsste eigentlich eine Erlaubnis zur Sondernutzung gewesen sein, denn Dein Tisch stand wohl im öffentlichen Verkehrsraum (Straßen, Gehwege, Plätze etc.).

    Was mich stutzig macht - warum hat das der Tempel bzw. nicht deren Initiatoren für Dich beantragt ? Das macht nämlich normalerweise der Veranstalter.

    Für das Verkaufen von Speisen braucht man, wie Du richtig schreibst, eine besondere Genehmigung, die Gestattung. Das macht normalerweise auch der Veranstalter. Die erteilende Gemeinde hat gewisse Mitteilungspflichten, u.a. GEMA, Finanzamt etc.

    Ich würde denen von der IHK - aber nur bei Bedarf - einfach mitteilen, daß Du als Teil/Mitglied der buddhistischen Gemeinde und nicht als eigenständiger Verkäufer agiert hast und somit deren Behauptung absurd ist.

    Grüße

    Rainer

  5. #14
    guenny
    Avatar von guenny

    Re: Behoerdenwitz

    Rainer, du hast das nicht verstanden um was es geht,
    die Handwerkskammer hat sich nicht für den Verkauf von Speisen - hier der Süßspeise - interessiert, das juckt die nicht. Denen gehts darum, dass der arme Kerl die Süßspeise hergestellt hat, das gewerbsmäßig tut und das, ohn in der Handwerksrolle als Konditor/Bäcker eingetragen zu sein.

    Erfolgte Tätigkeitsauswahl: Konditor/in

    Die von Ihnen gewählte Tätigkeit betrifft den Bereich eines zulassungspflichtigen Handwerks. Für die Ausübung der Tätigkeit müssen Sie in die Handwerksrolle Ihrer örtlichen Handwerkskammer eingetragen sein. Neben der Eintragung in die Handwerksrolle müssen Sie Ihren Tätigkeitswunsch in Ihrer örtlichen Gewerbemeldestelle anzeigen.
    Satire ein:
    Falls ohne Meisterbrief ein Süßspeisenhandwerksbetrieb eröffnet werden soll, empfehle ich diese Hinweise
    ;-D
    Satire aus!

  6. #15
    Avatar von Schwarzwasser

    Registriert seit
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    1.552

    Re: Behoerdenwitz

    Erfolgte Täti[quote="guenny",p="418171"]Rainer, du hast das nicht verstanden um was es geht,
    die Handwerkskammer hat sich nicht für den Verkauf von Speisen - hier der Süßspeise - interessiert, das juckt die nicht. Denen gehts darum, dass der arme Kerl die Süßspeise hergestellt hat, das gewerbsmäßig tut und das, ohn in der Handwerksrolle als Konditor/Bäcker eingetragen zu sein.

    [quote]

    Hallo Günny,

    ich habe das schon verstanden. Bin seit fast 25 Jahren als Beamter mit derlei Dingen recht vertraut. Nur scheint mein Gedankengang nicht präzise genug ausgedrückt gewesen zu sein. Für ein einmaliges Straßenfest oder Gemeindefest (hierzu gehören m.E. als Ausfluß der Religionsfreiheit auch Gemeindefeste anderer Religionsgemeinschaften)gelten nicht die gleichen strengen gesetzlichen Regeln wie für einen Gewerbetreibenden. Zehntausende ehrenamtlicher Helfer, wie Hausfrauen, welche Kuchen backen, Handwerker, die beim Sportfest Steaks brutzeln oder Teenager, die dort bedienen sie alle haben keine entsprechende Ausbildung als Bäcker oder Koch oder Servierdame.

    Wenn Dutlek als Mitglied der Gemeinde am Gemeindefesten, Kindergartenfeste etc. Lebensmittel anbietet, dann braucht er einen solchen Nachweis nicht zu führen, da das Tatbestandsmerkmal der Gewerbsmäßigkeit nicht zutrifft.

    Habe eben auch mal mit dem Kollegen vom Gewerberecht telefoniert und der musste lachen....

    Dutlek will uns da auf den Arm nehmen, gelle ?

    Wenn nein, dann hat ihn der örtliche Bäcker angeschwärzt oder Dutlek steht da ebenöfter und verkauft die süßen Teilchen. Wenn´s keine Satire ist, dann bitte mir das Fax zuschicken. Nummer gebe ich Dir dann per PN.

    Grüße

    Rainer

  7. #16
    Chak3
    Avatar von Chak3

    Re: Behoerdenwitz

    Zitat Zitat von Tramaico",p="418111
    Wenn man hier im "Chaos und in der Korruption eines niveaulosen Schwellenland" lebt, dann sind Nachrichten aus der 1. Welt in Bezug auf Recht und Ordnung immer wieder erfrischend.
    Die Bürokratie haben die Thais aber ganz gut von den Deutschen gelernt und eher noch perfektioniert. Noch hast du gut lachen, aber wehe, wenn wirklich einmal mit der Korruption aufgeräumt wird, dann ergeht es dir auch nicht mehr besser als uns hier.

  8. #17
    Kali
    Avatar von Kali

    Re: Behoerdenwitz

    Zitat Zitat von Chak3",p="418243
    [...]Die Bürokratie haben die Thais aber ganz gut von den Deutschen gelernt und eher noch perfektioniert. [...]
    Muss ich dir beipflichten - nur mit den Widerspruchsverfahren, den Dienstaufsichtsbeschwerden und der Vorstellung davon, dass alle Menschen gleich sind - da müsste noch ein wenig nachgebessert werden

  9. #18
    Tramaico
    Avatar von Tramaico

    Re: Behoerdenwitz

    Okay, gekauft

    Thailand braucht Reformen, genau wie die sich immer mehr selbst paralysierende erste Welt. In ihrer Verzweiflung gerecht zu sein und nicht diskriminierend verpasst man sich mehr und mehr Betonfuesse, siehe auch Beispiel USA, wo jeder jeden wegen nichts und wieder nichts vor Gericht zerren kann. Gerechtigkeit, Gleichheit, Humanitaet, heile, heile Welt bis hin zur Komplettausschaltung des gesunden Menschenverstandes.

    Verwaltungsklagen, Prozesskostenhilfe, Genossenschaften, GEZ, Kirchensteuer etc. etc. wird es in Thailand sicherlich niemals in dieser Form geben, selbst dann nicht, wenn die Korruption vollends abgeschafft werden wuerde, was aber nie gelingen wird (exisitert ja ueberall), weil Pragmatismus niemals zu Gunsten von reiner Sturheit und der Versessenheit nach Perfektionismus und unrealistischem Idealismus aufgegeben wird.

    Traeumerischer Idealismus ist nur fuer die, die ihn sich leisten koennen, aber irgendwann holt die Realtitaet dann doch auf und wir erleben dann die Situationen wie in der 1. Welt, die gezwungen wird zurueckzuschrauben und sich somit dann wiederum dem Pragmatismus der 3. Welt wieder annaehert.

    Fuer beide Seiten wird es immer nur den Kompromiss geben und sich dessen bewusst zu werden ist der 1. Schritt.

    Das Thailand sich die selben Betonfuesse anlegt wie z. B. das derzeitige Deutschland ist unwahrscheinlich, denn Korruption mag ja zwar hier herrschen, aber nicht scheuklappenartige Tunnelblick, der beizeiten schon Schildbuergerniveau annimmt. Solchen "Luxus" kann man sich hier einfach nicht leisten.

    Nichts wird so heiss gegessen wie es gekocht wird und praktisch alles ist verhandelbar = Pragmatismus. Hier muss die "entwickelte" Welt, dann noch ein paar Nachhilfestunden von denen auf "Grassnabenniveau" nehmen.

    Ein Professor Dr. Dr. kann auch von einem auf der Strasse lebenden obdachlosen Bettler eine ganze Menge lernen, denn in Sachen Praxis ist letzterer dem "Kreidekrieger" um Laengen voraus. Es ist nicht notwendig, diese Tatsache vom TUEV abnehmen zu lassen und/oder mit einem CE-Zeichen zu versehen, aber vermutlich wird sich jetzt eine Kammer fuer Lebensweisheiten melden und Versicherungsbeitraege einfordern.

    Da Geld ja so knapp ist und verzweifelt nach immer neuen Einnahmequellen gesucht wird, empfiehlt sich gegebenfalls eine Genossenschaft fuer "Schwachsinn" zu schaffen und hierfuer Urheberrechte zu erheben. Vermutlich wird dann der Einnahmenstrom breit und stetig sein und zwar bis in alle Ewigkeit.

    Nichtdestotrotz ein Spaten bleibt ein Spaten, auch wenn man ihn noch so gerne verbal zum Bagger hochstilisieren moechte.

    Viele Gruesse,
    Richard

  10. #19
    Avatar von dutlek

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    1.806

    Re: Behoerdenwitz

    Zitat Zitat von Schwarzwasser",p="418165
    denn Dein Tisch stand wohl im öffentlichen Verkehrsraum (Straßen, Gehwege, Plätze etc.)
    Nein, stand er nicht. Das ganze war ja auch mit der Stadt geklaert.

    Zitat Zitat von Schwarzwasser",p="418165
    Was mich stutzig macht - warum hat das der Tempel bzw. nicht deren Initiatoren für Dich beantragt ?
    Die Verantwortliche fuer diese Verastalltung, war zu der Zeit in Thailand. Es wurde vorher gesagt, "wenn ihr einen Stand machen wollt, kuemmert Euch selber darum." Davon mal abgesehen. Es werden mit Sicherheit keine Thais, wenn die Ausrichter einer Veranstalltung sind, bei irgendeiner Stadtverwaltung anrufen und sowas anmelden.

    Zitat Zitat von guenny",p="418171
    Denen gehts darum, dass der arme Kerl die Süßspeise hergestellt hat, das gewerbsmäßig tut und das, ohn in der Handwerksrolle als Konditor/Bäcker eingetragen zu sein.
    Genau das will ich ja richtigstellen. Wir verkaufen ja oftmals Suessspeise die wir gar nicht gemacht haben. Eben als Mitglied des Tempels und ohne Gewinn fuer uns.

    Zitat Zitat von guenny",p="418116
    schreib denen ohne große Erläuterungen zurück, dass diese "Kenntnisnahme" falsch ist, du keinesfalls ein Konditorenhandwerk ausübst.
    Ich hatte gleich Tags darauf in der Handwerkammer angerufen und denen erklaert was ich so mache. Jetzt soll ich lediglich einen Vermerk zu denen schicken, das ich kein Konditor bin und das auch nicht gewerblich ausuebe. Die Sache ist also jetzt erledigt.

    Obwohl ich das ganze am Anfang genau erklaert habe und die Zusage (vom Finanzamt und Gewerbeamt) hatte, das (wegen Geringfuegigkeit) ich nichts weiter brauchen wuerde, ist man doch nur eine Nummer auf dem Papier und alles laeft nur nach Schema F ab. Wenn die nur ab und zu, neben ihrer Arbeit, auch mal das Gehirn gebrauchen wuerden, waere alles viel einfacher....

    Gruss.....Rolf

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