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Arbeitsmarkt absurd

Erstellt von Conrad, 19.07.2008, 10:33 Uhr · 178 Antworten · 7.134 Aufrufe

  1. #151
    Avatar von bmei

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    Re: Arbeitsmarkt absurd

    Soweit mit bekannt ist hat NOKIA in den letzten 10 Jahren 160 M Euro erhalten.
    (Korrigiert mich, wenn ich da falsch liege).
    Das sind 80.000 Euro für jeden der 2000 Arbeitsplätze (in 10 Jahren) in einer Branche, die in den Jahren geboomt hat. Wer so etwas verantwortet, gehört nicht in die Regierung, der gehört in den Knast. Der normale Mitarbeiter verliert schon seinen Job wegen weit aus geringeren Vergehen.

    Gruß

  2.  
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  3. #152
    Avatar von Olli

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    Re: Arbeitsmarkt absurd

    Nach 5 Jahren ist das Unternehmen zu einem mittelgroßen Erfolgsprojekt mit 100 Mitarbeitern angestiegen, die ansonsten auf der Arbeitsagentur anstehen müssten.
    Nun kann das Unternehmen auch problemlos Steuern zahlen und der Staat nimmt wesentlich mehr ein und zahlt weniger Hartz4 aus.
    so ungefähr machen es doch Nokia & Co auch, den Staat vorschreiben/vorrechnen wie Sie doch gutes tun um Subventionen zu erhalten.

    Steuererklärung auf´m Bierdeckel würde mir gefallen

  4. #153
    Avatar von kcwknarf

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    Re: Arbeitsmarkt absurd

    Zitat Zitat von Olli",p="612715
    so ungefähr machen es doch Nokia & Co auch, den Staat vorschreiben/vorrechnen wie Sie doch gutes tun um Subventionen zu erhalten.
    Ja, aber Nokia ist ja eine große etablierte Firma, die keine Subventionen o.ä. nötig hat. Sie besitzen nur Druckmittel gegen Politiker, die sich ja immer gerne erweichen lassen.

    Ich denke da nur an Airbus, die dem Hamburger Senat zigtausend Arbeitsplätze versprach, damit sie das OK für die Verschandelung der Elbe neben dem Töten von zig Tierarten gab (inkl. der Grünen (GAL), die ich seitdem nicht mehr ernst nehme). Die Politiker nicken brav, die Natur stirbt, Airbus baut aus und holt riesige Aufträge an Land.
    Aber Einstellungen? Es fehlen am Ende soviele Mitarbeiter, dass Airbus in Lieferschwierigekeiten kommt, die Kunden verärgert sind und Airbus sogar noch Leute massenhaft entlässt.

    Diese großen Firmen (zumeist ja auch noch AGs, deren Aktienkurs durch Massenentlassungen ansteigen) machen mit ihren Erpressungen das Land kaputt. Denen sollte man gar nichts mehr geben, sondern den vielen kleinen und mittelständigen Betrieben zum Aufbau verhelfen, um eine schlagfertige Konkurrenz aufzubauen.

  5. #154
    Avatar von bmei

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    Re: Arbeitsmarkt absurd

    Ja, aber Nokia ist ja eine große etablierte Firma, die keine Subventionen o.ä. nötig hat. Sie besitzen nur Druckmittel gegen Politiker, die sich ja immer gerne erweichen lassen.
    Aber dann muss doch mal die Frage erlaubt sein,
    ob unsere Politiker denn allesamt nur Flachpfeifen sind.

    Sie haben die Verantwortung dem Volk gegeüber, doch nicht der ausländischen Großindustrie , oder!

    Gruß

  6. #155
    Avatar von Volker M. aus HH.

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    Re: Arbeitsmarkt absurd

    Da ich kein Steuerfachmann bin, habe ich mich eben mal etwas ´reingelesen. Bei Wiki heist es, dass die KSt und die GSt sich am Betriebsergebnis orientieren. Wobei die GSt von Gemeinde zu Gemeiinde wohl sehr unterschiedlich ist. Beide Steuern wirken aber bei der Einkommensteuer für den Unternehmer steuermindernd.
    Zur Umsatzsteuer: gibt es die UVA nicht mehr ? Bei meinem Kleinstbetrieb, den ich vor Jahrzehnten hatte, habe ich die USt quartalsweise, rückwirkend bezahlt.

    Steuerfreiheit ist aus meiner Sicht schon eine Subvention, denn das Unternehmen nutzt dann kostenlos die von der Allgemeinheit finanzierte Infrastruktur. Erhält somit Sachzuwendungen.
    So ein System lockt auch den Missbrauch an. Wie schon beschrieben, 3 Jahre Steuern sparen und dann den Laden beerdigen.

    Ich habe jahrelang über 1.000 Euro monatl. Lohnsteuer bezahlt. Dazu noch die anderen Abgaben blieben unterm Strich 50% vom Brutto in meiner Lohntüte. Dann noch die für abhängig Beschäftigte eher beschränkten Absetzmöglichkeiten.
    Daher bin ich eher uneinsichtig, wenn es um Steuerfreiheit für Unternehmer geht.

    Und dieses unterschwellige der arme Unternehmer würde ja gerne helfen und mehr Leute einstellen, sorry aber der Unternehmenszweck ist doch wohl, Gewinn zu erwirtschaften. Sonst hätte man ja gleich ´nen gemeinnützigen Verein gründen können.

    Das heute viele aus Verzweiflung unüberlegt eine Firma gründen steht auf einem anderen Blatt.

    Vielleicht wäre es auch hilfreich das Wort Unternehmer genauer zu definieren. Das kann schliesslich der geschäftsführende Gesellschafter eines 100 Mann Betriebes sein oder jemand, der ab und zu was bei Ebay vertickt.

    Versteht mich nicht falsch. Ich will die Unternehmer nicht schlecht reden, aber eine Gemeinschaft funktioniert eben nur wenn alle gemäss ihrer Leistungsfähigkeit dazu beitragen.

    Als Beschäftigungshemmnis sehe ich da eher andere Dinge, wie überzogener Kündigungsschutz, fehlendes soziales Gewissen bei Kapitalgesellschaften (und einigen Unternehmern, siehe Müller Milch) und Bürokratie.

    Gruss Volker

  7. #156
    Avatar von andydendy

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    Re: Arbeitsmarkt absurd

    Als Beschäftigungshemmnis sehe ich da eher andere Dinge, wie überzogener Kündigungsschutz, fehlendes soziales Gewissen bei Kapitalgesellschaften
    --------------------------------------------------------------

    Den gibt das schon lange nicht mehr, wenn sie Dich
    loswerden wollen dann werden sie Dich auch los.
    In unserer Firma gibt das ein Abfindungskonto.

    Erst Mobbing machen, dann die Mitarbeiter gegen
    den Kollegen aufwiegeln, dann aus fadenscheinigen
    Gründen rausschmeißen.

    Dann geht man zum Arbeitsgericht und da wird sich
    vor der Verhandlung gütlich geeinigt, weil man schon
    nervlich am Ende ist.

    Haben sie in den letzten 5 Jahren mit 500 Mitarbeiter
    gemacht, die länger als 10 Jahre im Betrieb waren.

    Ist dann immer eine betriebsbedingte Kündigung.
    Die Abfindungszahlung haben sie dann nach
    ca. 2 Jahren wieder raus, weil sie dann Leute
    wieder einstellen die 1000,- € im Monat weniger verdienen.

    In den letzten 15 Jahren haben sie jeden Prozess
    verloren, warum wohl.

  8. #157
    Avatar von Conrad

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    Re: Arbeitsmarkt absurd

    Das Problem auf dem heutigen Arbeitsmarkt ist, dass die Arbeitgeber Facharbeiter oder sonstige Fachkräfte mit richtiger 3jähriger Ausbildung am liebsten wie Hilfsarbeiter bezahlen wollen, kann man ja aus Arbeitgebersicht verstehen. ;-D am liebsten hätten sie Leute, die noch Geld von zu Hause mitbringen

    Jemand der am Kiosk jeden Tag Zeitungen verkauft wird sicher höchstens 800 € Netto bekommen, mehr gibt der Job nicht her.

    Ich hab das ja http://www.nittaya.de/viewtopic.php?...ok=1&start=120 hier mal vorgerechnet, das ist eine realistische Rechnung, wird jeder bestätigen, der selber einen Laden hat oder hatte.....wenn von 10000 € Bruttoumsatz nach Steuern 2000 € hängenbleiben, was willst du dann noch großartig einem angelernten Verkäufer zahlen, mehr als 1000 € ist da halt nicht drin...

    Ein gelernter Facharbeiter in der Industrie, der an einer CNC-Fräsmaschine selbstständig arbeitet und die Programme selber schreibt, bzw. optimiert wird sicher einige Hundert € mehr kriegen...ist nicht ganz unkompliziert, hab ich früher in den [highlight=yellow:4f57b1e41a]goldenen 80ern[/highlight:4f57b1e41a] selber jahrelang gemacht ;-D

  9. #158
    Avatar von Loso

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    Re: Arbeitsmarkt absurd

    Zitat Zitat von bmei",p="612698
    ... Was da seit der R/G Regierung unter Herrn Schröder so alles passiert ist hat mich immer mehr dazu bewegt einen Schussstrich zu machen. ...
    Du willst jetzt aber nicht behaupten, dass dein Laden brummte und du den nur deswegen dicht gemacht hast, weil dich die Regierung ärgerte?

  10. #159
    Avatar von bmei

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    Re: Arbeitsmarkt absurd

    Nein, das behaupte ich nicht.
    Ein entscheidener Grund spielte dabei die Förderung der neuen Bundesländer durch unseren Soli.

    Werde es mal schildern, wenn das Geschehen weiter zurückliegt, um Objektiv zu bleiben.

    Bereue meinen Schritt aber keine Sekunde, weil ich ansonsten gearbeitet hätte bis es mich gesundheitlich erwischt hätte. Kenne aus meinem Bekanntenkreis noch einige die das tun, die bereits ihren ersten Krankenhausaufenthalt hinter sich haben.

    Gruß

  11. #160
    Avatar von shadow79761

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    Re: Arbeitsmarkt absurd

    gugu
    der Schatten spricht nun auch mal wieder....

    Steuerzahlung
    Also zu versteuern ist der Gewinn eines Unternehmens, beim Einzelkaufmann somit das Ergebnis vor Steuerzahlung und nicht die Privatentnahmen. Wenn also jemand Gewinn macht heisst das noch lange nciht das er auch dafür Steuern zu bezahlen hat.

    Es gibt 7 Einkommensarten und alle diese werden erstmal berücksichtigt um die sogenannte Steuerschuld festzustellen. Also wieviel man an Steuern tatsächlich zu bezahlen hat merkt man erst dann wenn man seine Steuererklärung ausfüllt.

    Angestellte zahlen vorab erstmal eine "Vorauszahlung" auf die zu erwartenden Einkommenssteuer, das ist dieser nette minimale Abzug auf dem Gehaltszettel (Finanzamt = grösste Melkmaschine Deutschlands). Auch für den Arbeitnehmer gilt hierbei die tatsächliche Steuerschuld die zu bezahlen ist ergibt sich erst nach erfolgter Steuererklärung.

    Die Steuerschuld wiederum ergibt sich nun aus dem steuerpflichtigen Einkommen. Dieses Einkommen berücksichtigt alle Einkommensarten und auch etwaige Steuerminderungsgründe. je höher das steuerpflichtige Einkommen umso höher ist auch die daraus zu entrichtende Einkommenssteuer. Von einem Mindeststeuersatz bis zu einem Höchststeuersatz erfolgt die Anpassung der prozentualen Steuerschuld aufgrund der Einkommenshöhe linear steigend.

    so genug von Steuer
    cu
    Shadow