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Alkohol - Segen, Laster oder Fluch der Gesellschaft?

Erstellt von Tramaico, 15.05.2007, 12:19 Uhr · 124 Antworten · 9.045 Aufrufe

  1. #61
    Avatar von DisainaM

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    Re: Alkohol - Segen, Laster oder Fluch der Gesellschaft?

    Zitat Zitat von Tramaico",p="481640
    Die Erfahrung unbedingt Alkohol mit Geschaeftspartnern trinken zu MUESSEN, speziell auch in Asien, kann ich nicht teilen.
    Du hattest offensichtlich das Glück, es mit Geschäftspartnern mit einem bestimmten Niveau zutun zu haben,
    die verstanden, sich auf einen Farang einstellen zu können.

  2.  
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  3. #62
    Avatar von Micha

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    Re: Alkohol - Segen, Laster oder Fluch der Gesellschaft?

    Zitat Zitat von DisainaM",p="481653
    Zitat Zitat von Tramaico",p="481640
    Die Erfahrung unbedingt Alkohol mit Geschaeftspartnern trinken zu MUESSEN, speziell auch in Asien, kann ich nicht teilen.
    Du hattest offensichtlich das Glück, es mit Geschäftspartnern mit einem bestimmten Niveau zutun zu haben,
    die verstanden, sich auf einen Farang einstellen zu können.
    Vielleicht liegt es daran, dass ich nur ein einfacher, abhängig Beschäftigter bin und deshalb diese Gruppenzwang- Geschichten nicht nachvollziehen kann.

    Muss allerdings sagen, dass ich mich normalerweise nicht ganz ausklinke (wie ein Antialkoholiker z. B.) Aber das mich jemand schief angeschaut hätte, wenn ich mir zwischendurch ein alkoholfreies Bier (oder in Thailand eben ein Cola) bestelle, habe ich noch nie erlebt.

  4. #63
    guenny
    Avatar von guenny

    Re: Alkohol - Segen, Laster oder Fluch der Gesellschaft?

    Dieser "Gruppenzwang" sollte auch nicht immer so verstanden werden, dass man Alkohol trinken "muss". Ich habe es auch schon, gerade in Osteuropa, so erlebt, dass man das Nichttrinken zwar "murrend" akzeptierte, diese Personen dann aber aus einem "inneren" Kreis in dem die Geschäfte gemacht wurden und Verabredungen getroffen wurden, ausgeschlossen wurden. Und zwar so, dass sie es oft gar ncht realsierten, was da passierte, das lief sehr subtil.

  5. #64
    Avatar von Mr_Luk

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    Re: Alkohol - Segen, Laster oder Fluch der Gesellschaft?

    Zitat Zitat von DisainaM",p="481650
    Da fast jeder Thai seinen Lebensweg ins Mannesalter, über die Tempelzeit beginnt,
    geht es hierbei um eine klare hirarchische Autoritätsprägung.
    Du magst etwas nicht, etwas bekommt Dir nicht,
    trotzdem kannst Du nicht die Lösung Deiner Wahl bekommen.

    Später, im Berufsleben, bekommen Thais eine ähnliche Familiensichtweise auf die Firma,
    wie es in Japan gehandhabt wird,
    wo abendliche Restaurantbesuche, was wir als unverbindliche Betriebsfeiern, einmal im Jahr kennen,
    sogar in monatlicher Reienfolge gehandhabt wird. (bei manchen noch öfter)
    Du darfst diese Teils altbackenen und stets auf eine Menge Spekualtion gestützten Ansichten gerne behalten - ich teile sie nach wie vor nicht! Ich habe selbst eine Sohn (hier in Thailand) der jetzt drauf und dran in's sogenannte Mannesalter zu kommen, - sprich die ersten Haare spriessen bald. Ich wundere mich viel eher wie leicht er es hat, wie verwöhnt er in jeder Hinsicht im Vergleich zu mir ist, und besonders wie klug er sich (zumindest bis jetzt) anstellt alles zu bekommen und zu erreichen was in seinem Alter bereits greifbar ist. Und trotzdem ist er sparsam und hat ein gutes Verständnis für die finanziellen Grenzen die durch unser Situation gesteckt sind.

    Ich sehe also überhaupt keinen Grund dafür, dass er sich irgendwann gedrängt fühlen wird Alkohl zu konsumieren, weil er nichts anderes kennt als Anpassung oder sich mit dem zufrieden zu geben was er bekommt - bzw. was von ihm verlangt wird. Ich sehe auch grundsätzlich keinen zwingenden Zusammenhang zwischen Hierarchie, Verzicht, Genügsamkeit, Anpassung - und gesellschaftlich generierten Druck zu Alkholkonsum. In manchen Fällen mag dies eine Verlängerung der gesellschaftlichen Konventionen sein - allerdings ist spätestens hier bereits für jedes Individuum eine Nebentür oder ein Notausgang in greifbarer Nähe.

    Ich bin Jemand der stets essen (und trinken) musste was auf den Tisch kam, - bereits ab dem Kindergarten unter Druck und Zwang stand, unter (aus heutiger Sicht) katastrophalen pedagogischen Bedingungen zur Schule ging und teilweise eine sehr strenge Erziehung genoss. Ich bin ausserdem sehr lange Zeit ein Spielball zwischen "sozialen Kräften" meiner Umwelt gewesen, denen ich lange getrotzt habe und doch stets unterlegen war. Und die Reihe liesse sich in eine Kette, mir heute als extrem schwierigen Bedingungen erkennbar, fortsetzen, die ich zu meistern hatte. Und doch habe ich Alkohol bis zum 21ten Lebensjahr aus freien Stücken abgelehnt. Und das trotz übermächtiger "Tradition" und sehr grossem gesellschaftlichen Druck, wie schon zuvor an anderer Stelle erwähnt!

    PS: Verstand, bzw. Bewusstsein oder Klarsicht hatte schon immer seinen Preis und das wird auch so bleiben.

  6. #65
    Kali
    Avatar von Kali

    Re: Alkohol - Segen, Laster oder Fluch der Gesellschaft?

    Um auf´s Thema zurückzukommen - nicht jeder, der trinkt, ist Geschäftsmann, und auch nicht jeder Geschäftsmann trinkt - sage ich mal provokant, dass Alkohol ein Segen ist.

    Es ist wie mit der Kriminalität - die weitaus größere Mehrzahl der Bundesbürger ist nicht kriminell.

    Alkohol - in Maßen - hat im Grunde positive Effekte, macht freier, beschwingter, beredter, selbst die Tante einer meiner Freundinnen meinte weiland: "Kinder, bevor ihr ins Bett hüpft, trinkt ein, zwei Gläser Rotwein, dann machts nochmal soviel Spaß."
    Eine erfahrene Frau. Die Probleme fangen bei der Gewohnheit an, gehen über die ersten Abhängigkeitssyndrome bis hin zur alles vernichtenden Sucht, die letztendllich die schädlichen gesellschaftlichen, psychischen, sozialen und finanziellen Komponenten - auch für die Gesellschaft - hervor rufen.
    Selbst ein Umtrunk nach einem Geschäftsabschluss fördert das Zusammenhörigkeitsgefühl, und wenn es lediglich darum geht, jemanden übers Ohr gehauen zu haben ;-D

    Diejenigen, wie ich z.B. u.a., haben natürlich eine etwas distanzierte Einstellung zum Alkohol, die aufgrund eigener z.T. äußerst dramatischer Erfahrungen letztendlich in der Formel 'Leben oder Sterben' zusammengefasst werden können.

    Nun, ich hatte mich für´s Leben entschieden - was nun nicht bedeutet, dass ich Geschäftsmann geworden bin

    Om übrigen wünsche ich mir eine Gesellschaft, in der nicht die Drogen legalisiert, sondern die Abstinenz akzeptiert wird.

  7. #66
    Mandybär
    Avatar von Mandybär

    Re: Alkohol - Segen, Laster oder Fluch der Gesellschaft?

    Also ich klink mich hier aus, fahre in 2 Stunden mit dem Zug nach München, und hebe heute ab nach Samui, wo ich mich schon auf ein kühles Bierchen, ev. zusammen mit dem Samuianer freue.

    Mal sehen, vielleicht machen wir auch noch gute Geschäfte ;-D


    Grüße
    Mandybär

  8. #67
    Avatar von Samuianer

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    Re: Alkohol - Segen, Laster oder Fluch der Gesellschaft?

    Massiv o.T.!!!!! @Luk & Mitstreiter: macht doch einen Thread unter Sonstiges auf:

    "Wie ueberzeuge ich mein Gegenueber das ICH und nur ICH Recht habe?"
    o.T.

    -----------
    Das Leben besteht nicht nur aus Geschaeften und der lieben, zwar sehr noetigen Kohle, sondern auch aus dem Spaziergang, dem Ausflug mit dem Rad, oder einfach bei einem/einigen Drink/s die Seele baumeln lassen, oderrrrrrrrrrrrrr?

    Darf natuerlich auch ein Ice-Tee, Cappuccino, 'n einfacher Kaffee oder 'n Fruchtsaft sein...

    Warum sonst gibt es Wirtschaften, Weinkeller, Bars, Kneipen, Discos ohne Ende?

    Weil Viele wenigstens am Wochenende oder nach Feierabend - eben von diesem Ratrace die "Schnauze voll" haben und sich mal ausklinken wollen.

    Sonst waeren wir eh' alle Heilige, es gaebe kein Bier, kein Hofbraeuhaus, keine Biergaerten.... wir wuerden alle schweben und "luja" singen (oder so)

    Es gibt auch Berufe, Geschaefte die unmittelbar mit dem Konsum von Alkoholika verbunden sind. Stell sich Einer eine Wirt vor der Abstinenzler ist. ;-D

    Komisch ist das die, die das Zeuch verketzern, wie die Nichtraucher, selbst mal schwer dran gehangen haben!

  9. #68
    Avatar von songthaeo

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    Re: Alkohol - Segen, Laster oder Fluch der Gesellschaft?

    Zitat Zitat von Samuianer",p="481692
    Es gibt auch Berufe, Geschaefte die unmittelbar mit dem Konsum von Alkoholika verbunden sind. Stell sich Einer eine Wirt vor der Abstinenzler ist. ;-D
    Brauch ich mir nicht vorzustellen, kenne ich, sogar mehrere

  10. #69
    Avatar von songthaeo

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    Re: Alkohol - Segen, Laster oder Fluch der Gesellschaft?

    Zitat Zitat von Kali",p="481685
    Um auf´s Thema zurückzukommen - nicht jeder, der trinkt, ist Geschäftsmann, und auch nicht jeder Geschäftsmann trinkt - sage ich mal provokant, dass Alkohol ein Segen ist.

    Es ist wie mit der Kriminalität - die weitaus größere Mehrzahl der Bundesbürger ist nicht kriminell....

    Diejenigen, wie ich z.B. u.a., haben natürlich eine etwas distanzierte Einstellung zum Alkohol, die aufgrund eigener z.T. äußerst dramatischer Erfahrungen letztendlich in der Formel 'Leben oder Sterben' zusammengefasst werden können.

    Nun, ich hatte mich für´s Leben entschieden - was nun nicht bedeutet, dass ich Geschäftsmann geworden bin

    Om übrigen wünsche ich mir eine Gesellschaft, in der nicht die Drogen legalisiert, sondern die Abstinenz akzeptiert wird.
    hervorragend, ich lebe ohne Alkohol und Drogen auch gut und schei.. was auf die Alkoholkultur.

  11. #70
    Paddy
    Avatar von Paddy

    Re: Alkohol - Segen, Laster oder Fluch der Gesellschaft?

    Zitat Zitat von Mr_Luk",p="481671
    Verstand, bzw. Bewusstsein oder Klarsicht hatte schon immer seinen Preis und das wird auch so bleiben.
    "Es gibt keinen Gewinn ohne Verlust".
    chin. Sprichwort.

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