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Alkohol - Segen, Laster oder Fluch der Gesellschaft?

Erstellt von Tramaico, 15.05.2007, 12:19 Uhr · 124 Antworten · 9.043 Aufrufe

  1. #51
    mrhuber
    Avatar von mrhuber

    Re: Alkohol - Segen, Laster oder Fluch der Gesellschaft?

    @Luk,

    ganz klare Sicht der Dinge genau so und nicht anders!

    Karlheinz

  2.  
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  3. #52
    mrhuber
    Avatar von mrhuber

    Re: Alkohol - Segen, Laster oder Fluch der Gesellschaft?

    Wenn sich wer überlegt, ob er denn mal ne zeitlang, vielleicht zwei Wochen, ohne auskommt, um sich dann auf die Schulter zu klopfen, ja das ist schon ein verdächtiges Ansinnen :-)

    Man hat sich ja was bewiesen und sich (vielleicht) einfach in die Tasche gelogen...

    Da gäbs ne Menge zu schreiben. So wie medienmäßig das Rauchen schön langsam gesellschaftsunfähig wird, in den Köpfen der Leute, könnte man den mündigen Bürger auch mit dem Alkohol manipulieren. Dass man praktisch von der Seite angeglotzt wird, wenn man etwas trinkt...

    Aber da stehen schon einige Interessen dagegen.

    Karlheinz

  4. #53
    Avatar von Ralf_aus_Do

    Registriert seit
    11.01.2005
    Beiträge
    3.787

    Re: Alkohol - Segen, Laster oder Fluch der Gesellschaft?

    Zitat Zitat von mrhuber",p="481625
    Wenn sich wer überlegt, ob er denn mal ne zeitlang, vielleicht zwei Wochen, ohne auskommt, um sich dann auf die Schulter zu klopfen, ja das ist schon ein verdächtiges Ansinnen :-)
    [...]
    Das sehe ich auch so, bei mir ist es allerdings eher zweckorientiert, daß ich seit Anfang des Monats nichts mehr trinke ... soll in jedem Fall bis Oktober anhalten ...

  5. #54
    mrhuber
    Avatar von mrhuber

    Re: Alkohol - Segen, Laster oder Fluch der Gesellschaft?

    Ralf, ich hatte Dich (und auch sonst niemand) damit gemeint. Aber das weißt Du.

    Karlheinz

  6. #55
    Avatar von Mr_Luk

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    3.114

    Re: Alkohol - Segen, Laster oder Fluch der Gesellschaft?

    Bei all diesen "guten Vorsätzen" handelt es sich ja eigentlich nur um ein Abkommen oder Vertrag mit "dem Geist" selbst. Gleiches gilt für einen "sozialen" oder moderaten Konsum - es ist auch ein Pakt mit dem gleichen "Übel". Das weiß die eine "Partei" aber zumeist nicht und glaubt es wäre ein Abkommen mit sich selbst. Und das Problem ist, dass die andere Partei (der Alkohol) zu gar nichts verpflichet ist, da er nicht einmal weiß was ein Vertrag oder Pakt, Loyalität, Willensstärke oder was auch immer menschliche ist. Der Alkohol ist aber nicht ganz willenlos, er nimmt sich nämlich was er bekommt und schlägt dann zu wenn du am schwächsten bist!

    PS: Alkohol als eine Art "Entität" darzustellen scheint erst einmal paradox, eventuell klingt es fast wie eine Entschuldigung. Aber es ist die beste Methode, die Mechanismen darzstellen wie Alkohol "wirkt" und funktioniert ...

  7. #56
    Avatar von Micha

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    Beiträge
    15.942

    Re: Alkohol - Segen, Laster oder Fluch der Gesellschaft?

    Zitat Zitat von Mr_Luk",p="481615
    Der Alklohl nimmt oft derart "Besitzt" vom Konsumenten, dass selbiger militant wird. Und dann braucht "König Alkohol" auch stets Mitleider, auch Saufkumpanen genannt. König Alkohol mag keine "Drückeberger", er kennt kein Pardon bei Untreue.
    Denke es ist vielmehr der Verlust der Selbstkontrolle der andere Leute skeptisch werden lässt.

    Dabei spielt es keine Rolle, ob es sich um Alkohol, Spielsucht, Drogen, Frauen, Geld oder was auch immer handelt.

    Wer die Kontrolle über sich verliert, erntet Verachtung der Gesellschaft.

    คนที่กินเหล้า กินแล้วเมาอย่างกะหมา
    Wer Alkohol trinkt und sich besäuft wie ein Hund
    สังคมย่อมตราหน้า ไม่มีสมบัติขี้เมา
    wird von der Gesellschaft abgestempelt...

    (singt Aed Carabao, der sich im selben Lied dem Alkoholkonsum wohlgesonnen zeigt)

  8. #57
    Tramaico
    Avatar von Tramaico

    Re: Alkohol - Segen, Laster oder Fluch der Gesellschaft?

    Die Erfahrung unbedingt Alkohol mit Geschaeftspartnern trinken zu MUESSEN, speziell auch in Asien, kann ich nicht teilen.

    Habe 20 Jahre im Export einer multinationalen Firma gearbeitet. Betreute Laender, USA, Suedafrika, Australien, Japan und dann auch noch vertretungsweise andere Nationalitaeten.

    Betreuung von Kunden, sprich Abendessen war somit gang und gaebe und zwar im In- und Ausland.

    Dieses war auch die Zeit, als ich jahrelang ueberhaupt keine Alkohol getrunken habe und somit kam es dann zu haeufig zu der Passage, dass ich keinen Alkohol trinken wuerde und dies schon seit X Jahren. Ruhig und freundlich ruebergebracht.

    Resonanz NIE schiefe Blicke, sondern oft sogar genau das Gegenteil zu dieser Standfestigkeit. Auch meine Skatbrueder haben es voll und ganz akzeptiert, als ich von heute auf morgen den Bierkonsum einstellte. Am Dienstagabend gabe es dann den obligatorischen Kasten Bier und 1 oder 2 Liter Orangensaft. Mit dem Rauchen genau dasselbe. Erst waren wir vier Raucher und dann gab ich es auf, da waren es nur noch 3 und die anderen waren froh, dass die Schnorrerei der Uebergangszeit endlich ein Ende hatte.

    Wie gesagt dies sind nur MEINE persoenlichen Erfahrungen.

    Oft passiert es hier, wenn ich alleine in den kleinen Sois zu Fuss unterwegs bin, dass da Grueppchen von Thais zusammensitzen beim Thai-Whisky trinken. "Hey, you"... und auffordernd wird ein Glas hochgehalten. Antwort: Verdrehen der Augen und Blick auf die Uhr und "Oho, gin nie dja bpen mao nae non" (wenn ich das trinke bin ich mit Sicherheit betrunken) und dann ein mit Grinsen untermalter Stoppelschritt oder "paraya hahm" (= Frau hat's verboten), "mao mei doen" (= betrunken soll man nicht laufen). Alles vorgebracht mit einer Art humoristischen Theatralik.

    Erstaunen, Gelaechter, manchmal ein Daumen hoch Zeichen und die Thematik ist erledigt. War bisher immer so.

    Ein guter Bekannter dagegen, sehr erfolgreicher etablierter thai-chinesischer Geschaeftsmann mit zahllosen Kontakten in die hoechsten Ebenen klagte sein Leid, dass er regelmaessig zu spontanen Tringelagen muesste. Abends kommt ein Anruf rein, "hey, komm' rueber wir sitzen hier zusammen und lassen die Tassen hochleben" und er meinte, es sei unmoeglich fuer ihn, diese Einladungen abzulehne. Anderseits habe ich aber auch nicht den Eindruck, dass er diesen Zusammensein absolut kontraer gegenuebersteht, sondern auch zu einem gewissen Grade Gefallen daran findet. Somit ist dann "der Zwang" dann auch wiederum kein echter Beinbruch oder Opfer.

    Viele Gruesse,
    Richard

  9. #58
    mrhuber
    Avatar von mrhuber

    Re: Alkohol - Segen, Laster oder Fluch der Gesellschaft?

    Zitat Zitat von Tramaico
    Somit ist dann "der Zwang" dann auch wiederum kein echter Beinbruch oder Opfer.
    Nein, wahrscheinlich eine willkommene Gelgenheit, den "Genuss" durch die Alibifunktion der Kollegen zu rechtfertigen :-)

    Karlheinz

  10. #59
    Avatar von DisainaM

    Registriert seit
    15.11.2000
    Beiträge
    26.835

    Re: Alkohol - Segen, Laster oder Fluch der Gesellschaft?

    Zitat Zitat von Mr_Luk",p="481612
    Davon allerdings auf die Trinkgewohnheiten in Thailand zu schliessen ist schlicht absurd! Mönche, die keine Ansprüche an die Verpflegung stellen können (das erbettelte Esssen traditionell nicht ablehnen dürfen) mit der Unmöglichkeit des Ablehnens von Alkohol zu vergleichen das ist absolut an den Haaren herbeigezogen!
    Da fast jeder Thai seinen Lebensweg ins Mannesalter, über die Tempelzeit beginnt,
    geht es hierbei um eine klare hirarchische Autoritätsprägung.
    Du magst etwas nicht, etwas bekommt Dir nicht,
    trotzdem kannst Du nicht die Lösung Deiner Wahl bekommen.

    Später, im Berufsleben, bekommen Thais eine ähnliche Familiensichtweise auf die Firma,
    wie es in Japan gehandhabt wird,
    wo abendliche Restaurantbesuche, was wir als unverbindliche Betriebsfeiern, einmal im Jahr kennen,
    sogar in monatlicher Reienfolge gehandhabt wird. (bei manchen noch öfter)

    Wer sich als kleines Licht, nun der Hirarchie entziehen will,
    indem er seinem Chef sagt, ne Du, ich trinke Orangensaft,

    dann wird er Orangensaft bekommen, und zwar bis zu seinem letzten Tag in der Firma.

    Klar, der Chef muß darauf reagieren, wenn man seine Autorität in Frage stellt.
    Auf der anderen Seite kann der Mitarbeiter später dem Chef, in einem vertraulichen Gespräch, etwa seine Alk-problematik schildern, und hoffen,
    dass der Chef dies beim nächsten Ausflug berücksichtigt.

  11. #60
    mrhuber
    Avatar von mrhuber

    Re: Alkohol - Segen, Laster oder Fluch der Gesellschaft?

    Zitat Zitat von Micha
    Wer die Kontrolle über sich verliert, erntet Verachtung der Gesellschaft.
    Ja, zuvor sieht die gleiche Gesellschaft aber seelenruhig zu und hat eher Angst, einen Saufkumpanen zu verlieren, statt ihn auf mögliche Folgen hinzuweisen. Ist dann das Kind in den Brunnen gefallen, haben die plötzlich nichts mehr damit zu tun.

    Aber nicht alle sind so. Ich selbst kenne nur ehrlichen Zuspruch über den rigoros gemachten und eingehaltenen Schritt, den unregulierbaren und höllisch gefährlichen Fängen des Alkohol zu entfliehen.

    Karlheinz

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