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2546?

Erstellt von xenusion, 30.05.2002, 23:25 Uhr · 46 Antworten · 2.314 Aufrufe

  1. #11
    Iffi
    Avatar von Iffi

    Re: 2546?

    Wenn ich richtig informiert bin, wurde die "Buddhist Aera" im 11.jahrhundert eingeführt. Wenn man dazu noch bedenkt, dass die Leute früher keinen Kalender an der Wand hatten, so wie wir heute, sondern die Kenntnis des richtigen Datums ein Privileg einiger weniger war, besonders der "gebildeten" Mönche in den Klöstern (Chronisten), darf man ja mal eine Frage stellen.

    Nämlich, wer hat denn da Jahrhunderte lang bestimmt, welches Datum gerade ist? Teil der Antwort ist: die Elite.

    Das da ne Menge Schindluder getrieben wurde, liegt doch auf der Hand.

    @Xenusion,
    die Sache mit den dazugepfuschten 3 Jahrhunderten entbehrt nicht einer gewissen Faszination. Der grosse Otto wollte ja unbedingt der erste Jahrtausendwechsel-Kaiser sein. Es lag ohne Zweifel in seiner Macht, am Kalender zu drehen um dies zu erreichen.

    @Franky,
    bin auch ein Schumann Fan, weil er die Problematik aufzeigt und nicht einfach angeblich undiskutierbare wissenschaftliche Behauptungen in den Raum stellt. Diederichs gelbe Reihe kann ich reinen Gewissens empfehlen.

    Was bleibt, ist eine Konvention. Die Konvention, dass wir uns alle auf ein "offizielles" Datum geeinigt haben. Ein Datum, mit dem Kalender-Hersteller ihr Geld verdienen und das uns ermöglicht unsere Termine unmissverständlich einzuhalten und am richtigen Tag im Flughafen beim Check in nach Thailand stehen.

    Da spielt es keine Rolle, ob heute tatsächlich der 2.6.2002 nach Christi Geburt ist, oder nicht. In der "Wirklichkeit" ist er es. Hauptsache, wir sind uns einig und das Reisebüro, die Fluggesellschaft und wir selber reden alle mit dem gleichen Datum.

    Je mehr man sich mit der Materie beschäftigt um so weniger absolut werden die Kalenderzahlen der verschiedenen Geografien. Irgendwannn hat immer ein Kapazonda per Dekret verfügt, welches Datum "offiziel" ist. Faszinierend.

  2.  
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  3. #12
    Avatar von Tschaang-Frank

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    Re: 2546?

    Sicherlich muss man das alles nicht so genau wissen - deshalb habe ich anfangs ja auch nachgefragt ob das jemanden Interessiert.

    Um das ganze im Zusammenhang zu verstehen, fehlen noch ein paar Daten.

    Vor dem Wochenende komme ich nicht dazu.


    @Iffi

    Wenn du lust hast kannst du die restlichen Daten reintickern!?




    Und noch was neues ( kleine fiese Raetselfrage ) / was man nicht unbedingt wissen muss!

    Was ist ein Tic.?????





  4. #13
    Avatar von Tschaang-Frank

    Registriert seit
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    4.213

    Re: 2546?

    Na gut der Tic. ist vielleicht noch zu einfach!!??


    Noch 2 Fragen fuer die Hardliner:

    Wie heissen diese beiden Staedte auf siamesisch und was ist ihre Bedeutung.

    Auf Sanskrit heissen sie:

    1 Nagara Svarga
    2 Vishnu Lok


  5. #14
    xenusion
    Avatar von xenusion

    Re: 2546?

    @Frank,
    sorry, als das im Sanskrit-Unterricht kam, war ich gerade neue Kreide holen. :-)

    Ich habe was anderes gefunden, was mich auch sehr nachdenklich macht:

    [hr:0920dad15a]
    31.05.2002
    Britischer Forscher stellt Formel für den Wert einer einzelnen Lebensstunde auf

    Was ist der wahre Wert der Zeit? Eine ökonomische Antwort auf diese Frage hat der englische Wissenschaftler Ian Walker im Auftrag der Finanzfirma Barclaycard gegeben. Er leitete eine Formel her, die angibt, wieviel Pfund jede Stunde unseres Lebens wert ist - egal ob wir schlafen, fernsehen oder arbeiten, berichtet die University of Warwick in einer Pressemitteilung.
    Demnach beträgt der durchschnittliche Wert einer männlichen Lebensstunde 6 Pfund und 16 Cent, 42 Prozent mehr als vor 25 Jahren. Die weibliche Lebensstunde kommt zwar nur auf 4 Pfund 87 Cent, ihr Wert ist aber seit 1977 deutlich stärker - um 66 Prozent - gestiegen. Die Beziehung helfe zu verstehen, warum wir uns Zeit erkaufen, und beispielsweise jemanden engagieren, der uns den Rasen mäht, sagt Ian Walker.

    Ian Walker berücksichtigte neben dem Arbeitslohn die Lebenshaltungskosten und die Höhe der Steuern. Mit verschiedenen statistische Modellen kam er zum überraschend einfachen Ergebnis:
    V = W (100-t) / (100C).

    Demnach beträgt der Wert einer Lebensstunde (V) eines Angestellten in Newcastle, der
    - 10 Pfund pro Stunde verdient (W=10)
    - 32 % Steuern zahlt (t=32)
    - und dessen Lebenshaltungskosten im nationalen Vergleich mit der Zahl 1 beziffert sind (C=1)
    = 6 Pfund 80 Cent.

    In London, wo die Lebenshaltungskosten höher sind (C=1,32), wäre die Stunde des Angestellten mit 5 Pfund 15 Cent deutlich weniger wert.
    [hr:0920dad15a]

    So. Wenn man mal Thailand relativ zu Deutschland überschlägt, Einkommen in Thailand evtl W/100, t=0, C=0,1, ist die Lebensstunde in Deutschland etwa 8 mal mehr wert als in Thailand (Milchmädchenrechnung). Solche hohen Werte muss man natürlich gebührlich versichern.

    Da fällt mir eine Kurzgeschichte ein, sinngemäss:
    Ein Autofahrer prahlt vor einem Weisen, sein neues Auto fahre 220km/h, da würde er von Bölin nach Humbug 30 Minuten einsparen. Die Antwort des Weisen: "Ja. Und was machst Du mit der eingesparten Zeit?"

    (Ich hoffe, Ihr stört Euch nicht an dem Widerspruch: 220 und ein Weiser in Deutschland.)

    Gruss
    Xenu

    P.S.: s.u.





  6. #15
    Avatar von Mang-gon-Jai

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    12.02.2002
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    3.479

    Re: 2546?

    @xenusion
    Dein Posting über den Wert einer Stunde hat mich an die alten thailändischen oder chinesischen Münzen erinnert, Münzen mit einem Loch in der Mitte.
    Vielleicht hat der Eine oder Andere von Euch ja auch schon einmal eine solche Münze erhalten, durch deren Loch zahlreiche Fäden geknüpft waren. Ich habe so eine Münze in Laos von einer hübschen Laotin erhalten und halte sie sehr in Ehren.
    Diese kleine Geschichte von Joe Lederer soll Euch erklären, was dieses Geschenk bedeutet – den Wert einer Stunde:

    Ich war im Frühjahr in Shanghai angekommen und die Hitze war mörderisch. Die Kanäle stanken und immer war der ranzige Geruch von Sojabohnenöl in der Luft. Ich konnte mich nicht eingewöhnen. Vor kleinen Lehmhütten spielten nackte Kinder. Nachts zirpten die Zikaden im Garten und ließen mich nicht schlafen. Im Herbst kam der Taifun und der Regen stand wie eine gläserne Wand vor den Fenstern. Ich hatte Heimweh nach Europa. Es gab niemand, mit dem ich befreundet war. Ich kam mir ganz verloren vor in dem Meer von gelben Gesichtern. Und dann kam Weihnachten.
    Ich wohnte bei Europäern, die chinesische Diener hatten. Der oberste von ihnen war der Koch, „Ta-fse-fu“, der große Herr der Küche. Er sprach gebrochen deutsch und war der Dolmetscher zwischen mir und dem Zimmerkuli, dem Ofenkuli, dem Wäschekuli und was es da sonst eben noch an Dienerschaft gab.
    Am Heiligen Abend saß ich wieder einmal verheult in meinem Zimmer; es klopfte und Ta-fse-fu trat ein. Er überreichte mir ein Geschenk, eine alte chinesische Münze mit einem Loch in der Mitte und durch dieses Loch waren viele bunte Fäden gezogen.
    „Sehr alte Münze“ sagte der Koch feierlich. „Und Fäden gehören auch Dir. Fäden von mir und mein Frau und Brüder von Ofenkuli und Wäschekuli und von uns alle.“
    Ich bedankte mich. Es war merkwürdiges Geschenk, viel merkwürdiger als ich zuerst dachte.
    Als ich die Münze einem Bekannten zeigte, der schon lange in China lebte, erklärte der mir, was es mit dieser Münze für eine Bewandtnis hat:
    Es gibt einige dieser Münzen - nicht viele - in Ostasien. Jeder Faden ist eine Stunde des Glücks. Der Koch hatte seine Freunde gefragt „Willst Du von dem Glück, das Dir für Dein Leben vorausbestimmt ist, eine Stunde des Glücks abgeben?“ Und Ofenkuli, Zimmerkuli, Wäschekuli und ihre Verwandten hatten für mich, den fremden Europäer, einen Faden gegeben – als Zeichen dafür, daß sie mir von Ihrem eigenen Glück eine Stunde schenkten. Ein großes Opfer, denn wenn sie auch bereit waren auf eine Stunde Ihres Glücks zu verzichten, lag es nicht in ihrer Macht, zu bestimmen, welche Stunde es sein würde.
    Das Schicksal würde entscheiden ob sie die Glücksstunde abtraten in denen ihnen ein reicher Verwandter sein Hab und Gut überschrieben hätte oder ob es nur eine der vielen Stunden sein würde, in denen sie glücklich beim Reiswein saßen; ob sie die Glückstunde wegschenkten, in der das Auto, das sie sonst überfahren hätte noch rechtzeitig bremste oder die Stunde in der sie vielleicht vermählt worden wären.
    Blindlings und mit weit offenen Augen machten sie mir, einem Fremden, einen Teil Ihres Lebens zum Geschenk.
    Nun ja, Asiaten sind abergläubisch. Aber ich habe nie wieder ein Geschenk bekommen, das sich mit diesem hätte vergleichen lassen. Von diesem Tage an habe ich mich in China wohlgefühlt.
    Die Münze habe ich viele Jahre besessen.
    Eine Tages lernte ich jemanden kennen, der war noch viel übler dran als ich damals in Shanghai. Da habe ich einen Faden genommen und zu den anderen durch das Loch der Münze geknüpft. Dann habe ich die Münze verschenkt.


    Solche Münzen werden auch heute noch in Laos als großer Freundschaftsbeweis verschenkt. Auch im Grenzgebiet zu Thailand ist dieser Brauch bekannt.


    Gruß


    Mang-gon Jai

  7. #16
    xenusion
    Avatar von xenusion

    Re: 2546?

    Danke Mang-gon Jai,
    für die herzerwärmende Geschichte kurz vor´m Schlafengehen.

    Kennst Du diese:

    Ein alter Indianer hatte zum ersten Mal in seinem Leben die Gelegenheit, in einem Auto zu fahren. Die schnelle Fahrt gefiel ihm. Doch dann überkam ihn ein Geschwindigkeitsrausch und er bat seinen Fahrer immer schneller und schneller zu fahren, vorbei an Bächen, Bäumen, Menschen, Geschehnissen und Ortschaften. Es war ein wildes Sausen. "stopp!", rief er auf einmal. Der Fahrer hielt an und der alte Indianer stieg aus dem Auto. Er ging um das Auto herum und legte sich mitten auf die Straße, hinter das Auto.
    Der Fahrer fragte ihn erstaunt: "Was machen sie da?"
    "Wir sind so schnell gefahren," sagte der alte Indianer, "dass meine Seele nicht folgen konnte. Ich bleibe jetzt solange hier liegen, bis sie mich wieder eingeholt hat" (Unbekannter Verfasser).


    Gruss
    Xenu

  8. #17
    Avatar von Mang-gon-Jai

    Registriert seit
    12.02.2002
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    3.479

    Re: 2546?

    Zurück zum Eingangsposting:
    Die Buddhisten feiern im diesem Jahr 2545 den 2546. Geburtstag ihres Idols. Haben sie also ein Jahr NULL in ihrem Kalender?
    Entweder habe ich keine Ahnung (was durchaus möglich ist) oder es läuft hier seit langer Zeit ein Thread, viele posten und keiner merkt einen gravierenden Fehler.

    Das Jahr 0 des Buddhistischen Kalenders ist nicht der Geburtstag von Buddha, sondern sein Todestag, oder?
    Die Geburt Gotamas, des späteren Buddha, war im Jahre 624 vor unserer Zeitrechnung.

    Gruß

    Mang-gon Jai

    Letzte Änderung: Mang-gon-Jai am 07.06.02, 18:28

  9. #18
    Avatar von Jinjok

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    5.556

    Re: 2546?

    @MangGon
    Unsere Zeitrechnung nennt man auch Vor oder nach Christi Geburt.

    624-543=81 Jahre

    Das deutet auf Nirvana hin, also seinen Tod.


    mfg jinjok

  10. #19
    Avatar von Tschaang-Frank

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    Re: 2546?

    @Mango

    Die Geburt Gotamas, des späteren Buddha, war im Jahre 624 vor unserer Zeitrechnung.
    Eben nicht - ich habe ja nun die fehlend 3 Berechnungsmethoden hier noch nicht gebracht (habe ich auch keinen Nerv mehr zu )

    Das Geburtsjahr liegt "hoechstwahrscheinlich" um 563 v.Chr und sein Parinibbana bei 483 v.Chr.
    diese Daten sind - nach heutigem!! - Wissenstand sehr wahrscheinlich - aber immernoch mit einer Fehlermoeglichkeit von plus 5 bis minus 9 Jahren.




  11. #20
    Avatar von Mang-gon-Jai

    Registriert seit
    12.02.2002
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    3.479

    Re: 2546?

    @Tschaang-F
    OK, das weißt Du sicher besser als ich. Es ändert aber nichts an der Kernaussage meines Postings, daß der buddhistische Kalender mit dem Todestag (Eingang ins Nirvana) Buddhas beginnt und nicht mit seinem Geburtstag.


    Gruß


    Mang-gon Jai

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