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Wohin steuert Deutschland?

Erstellt von Willi, 24.02.2008, 21:23 Uhr · 7.783 Antworten · 351.924 Aufrufe

  1. #5831
    Avatar von Ban Bagau

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    ...6. Müssen Konfessionslose für ihren Ehepartner Kirchensteuer zahlen?
    Antwort: Das kann passieren und zwar durch das so genannte „Besondere Kirchgeld in glaubensverschiedenen Ehen“. Dabei wird bei der Berechnung der Kirchensteuer eines Kirchenmitglieds, das selbst kein oder nur ein geringes Einkommen hat, das Einkommen des Ehepartners herangezogen. Dieser hat dann für die Kirchensteuer (in diesem Fall als „Kirchgeld“ bezeichnet) des Ehepartners aufzukommen. Das Kirchgeld wird in fast allen Bundesländern bzw. von allen evangelischen Landeskirchen und manchen römisch-katholischen Diözesen erhoben. Eine Verfassungsbeschwerde (Az. 2 BvR 591/06) hat das Bundesverfassungsgericht im November 2010 nicht zur Entscheidung angenommen und damit die bisherige Praxis bestätigt.

    7. Müssen auch Rentner und Arbeitslose Kirchensteuer zahlen?
    Antwort: Rentner müssen Kirchensteuer zahlen, vorausgesetzt sie sind einkommenssteuerpflichtig und verfügen über eine entsprechend hohe Rente. Einige Kirchengemeinden haben ein in der Regel freiwilliges Kirchgeld für Rentner und andere Mitglieder, die kein entsprechend hohes Einkommen (mehr) haben, eingeführt.
    Arbeitslose müssen keine Kirchensteuer zahlen. Bis 2004 wurde bei der Berechnung des Arbeitslosengeldes eine „fiktive Kirchensteuer“ bei allen Arbeitslosen abgezogen, egal, ob sie einer Kirche angehörten oder nicht. Das Bundesverfassungsgericht bestätigte im Jahr 1994 die Rechtmäßigkeit u.a. damit, dass die Kirchensteuer zu den „gewöhnlich anfallenden Abzügen“ gehört, solange man „aufgrund statistischer Erkenntnisse davon ausgehen kann, dass die überwiegende Mehrheit der Arbeitnehmer die Abgabe zu zahlen hat“. Da dies zum Zeitpunkt der Neuregelung des Arbeitslosengeldes ab 2005 (Einführung ALG II) nicht mehr der Fall war, wurde die fiktive Kirchensteuer auf Arbeitslosengeld abgeschafft.

    8. Bekommen die Kirchen auch Geld von Nichtmitgliedern?
    Antwort: Ja, denn die Kirchensteuer macht nur einen Teil der Einnahmen der beiden großen Kirchen aus. Daneben erhalten sie sog. Staatsleistungen und zahlreiche andere Zuschüsse, die aus dem allgemeinen Steuertopf genommen werden. Allein an Baulasten und Zuschüssen für Kirchenpersonal zahlen die Bundesländer über 500 Millionen Euro jährlich an die Kirchen. So wird das Gehalt zahlreicher Bischöfe aus Steuermitteln entrichtet. Hohe Summen fließen auch für die Gehälter und die Ausbildung von Religionslehrern. Selbst Kirchentage und die Auslandsarbeit bezuschusst der Staat in hohem Maße. Auf diese Weise finanzieren auch Konfessionslose und Andersgläubige rein innerkirchliche Belange.

    10. Wieviel Kirchensteuer wird bei 400 Euro-Jobs fällig?
    Antwor
    t: Auch bei geringen Einkünften, sog. Minijobs, halten die beiden großen Kirchen die Hand auf. Seit April 2003 besteht die Möglichkeit, die Steuerpflicht bei Minijobs pauschal mit 2% des Einkommens zu begleichen, wobei in diesen 2% die Kirchensteuer inklusiv ist. Wie der Begriff „Pauschalsteuer“ vermuten lässt, werden diese 2% inklusive Kirchensteuer auch für die Minijobber abgezogen, die kein (!) Mitglied der beiden großen Kirchen sind.
    Die Entscheidung darüber, ob dieser vereinfachte Weg – gleichsam Steuer „all inclusive“ – eingeschlagen wird, liegt dabei nicht einmal beim Steuerpflichtigen, sondern beim Arbeitgeber. Dieser kann auch bei 400 Euro-Jobs auf einer Eintragung auf der Lohnsteuerkarte bestehen. In diesem Fall wird selbstverständlich auch wieder die Kirchensteuer fällig. Eine Ausnahme bilden die Steuerklassen I-IV: Bei diesen fallen bei einem Monatseinkommen von 400 Euro keine Steuern an.
    Die Möglichkeit der oben genannten Pauschalsteuer besteht übrigens prinzipiell auch bei kurzfristigen Minijobs, die sich über die Dauer des Arbeitsverhältnisses und nicht über eine Einkommensgrenze definieren. Für diese gilt aber, dass dann pauschal die üblichen 25% sowie zusätzlich der Solidaritätszuschlag und wiederum die Kirchensteuer abgezogen werden.
    .....
    FAQ Kirchensteuer | Kirchensteuer.de - Die Kirche und unser Geld

  2.  
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  3. #5832
    Avatar von Uns Uwe

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    Hier mal ein Video der jungen,,rechtgläubigen Männer, für die es anscheinend nichts wichtigeres an der Uni gibt, als Beten. Genau dieses bescheidenen Auftreten macht mir diese Art von Muslimen so sympathisch.


  4. #5833
    Avatar von Nokhu

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    Zitat Zitat von Uns Uwe Beitrag anzeigen
    Genau dieses bescheidenen Auftreten macht mir diese Art von Muslimen so sympathisch.
    Deswegen heißen die auch Forder-Asiaten.

  5. #5834
    Avatar von strike

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    SPD-Plan: Deutsche sollen Herkunft ihres Vermögens nachweisen - Wirtschaftspolitik - FAZ



    Jetzt machen die Genossen ernst!

  6. #5835
    Avatar von Berti Bert

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    Zitat Zitat von Uns Uwe Beitrag anzeigen
    Hier mal ein Video der jungen,,rechtgläubigen Männer, für die es anscheinend nichts wichtigeres an der Uni gibt, als Beten. Genau dieses bescheidenen Auftreten macht mir diese Art von Muslimen so sympathisch.

    Wo sind denn die Quotenfrauen?

  7. #5836
    Avatar von crazygreg44

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    müssen eigentlich Moscheen in Deutschland auch Kirchensteuer von Ihren Gläubigen einziehen ? Zahlen Moslems Kirchensteuer ?

  8. #5837
    Avatar von Berti Bert

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    Zitat Zitat von crazygreg44 Beitrag anzeigen
    müssen eigentlich Moscheen in Deutschland auch Kirchensteuer von Ihren Gläubigen einziehen ? Zahlen Moslems Kirchensteuer ?
    Derzeit nutzen folgende Kirchen und Organisationen die Möglichkeit des Kirchensteuereinzugs durch staatliche Organe:

    die Gliedkirchen der.EKD; Konfessionsmerkmal: „ev“ (Kennzahl.„61“ bei der Lohnsteuer-Anmeldung)[29]die Bistümer der.Römisch-Katholischen Kirche; Konfessionsmerkmal: „rk“ (Kennzahl.„62“)das.Katholische Bistum der Alt-Katholiken in Deutschland; Konfessionsmerkmal: „ak“ (Kennzahl.„63“)die.Freireligiösen Gemeinden(Landesgemeinden Baden, Mainz, Offenbach und Pfalz)die.Unitarische Religionsgemeinschaft Freie Protestantendie.jüdischen Gemeinden.(„Kultussteuer“)

    Die Länder behalten als Entgelt für den Einzug der Kirchensteuer je nach Land unterschiedlich 2.% (Bayern) bis 4,5.% (im Saarland) des Kirchensteueraufkommens ein, in der Regel 3.%.

    Quelle Wikipedia

    Immerhin lässt Vater Staat sich das bezahlen. Hätte ich nicht gedacht.

  9. #5838
    Avatar von Yogi

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    Zitat Zitat von Dune Beitrag anzeigen
    Super! Ich werde Dein Kassenwart und Wasa verteilt die Flyer auf der Schildergasse.
    Wasa wird eher von einer Brücke in den Rhein kac.ken, als für euch Flyer zu verteilen.

  10. #5839
    Avatar von Yogi

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    Zitat Zitat von strike Beitrag anzeigen
    Richtig, @Dune.

    Aber von der - meines Wissen sogar von den National Sozialisten eingeführten - Beitreibung der Kirchensteuer durch den Staat profitieren die Institutionen ganz sicher.


    NACHTRAG:

    1934 führten die Nationalsozialisten den Kirchensteuereinzug durch den Arbeitgeber als „staatliche“ Aufgabe zum 1. Januar 1935 ein.

    Quelle Wikipedia
    Man munkelt, dass die zum Teil auch die Autobahnen davon finanziert haben.

  11. #5840
    Avatar von Dune

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    Zitat Zitat von Yogi Beitrag anzeigen
    Wasa wird eher von einer Brücke in den Rhein ......, als für euch Flyer zu verteilen.
    Jetzt sei nicht so pessimistisch. Er könnte Sinn finden.

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